Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Bienengruppe des Biozentrums berichtet in “Nature”:
Auch bei Hummeln gibt es Pedanten und Schlamper. Die sorgfältigen Tiere lassen sich bei der Futtersuche Zeit und wählen mit hoher Präzision geeignete Nahrungsquellen aus. Dagegen eilen schlampige Hummeln schnell von Blüte zu Blüte und machen dabei viele Fehler. Allerdings können die Hummeln durch eine Bestrafung zu mehr Sorgfalt gebracht werden. Über diese an der Uni Würzburg gewonnenen Erkenntnisse berichtet die Zeitschrift “Nature”
Forscher entdecken genetischen Austausch zwischen Zucht- und Wildpflanzen
Wissenschaftler der Universität von Wisconsin und der Universität von Minnesota haben bewiesen, dass es eine genetischen Austausch von Nutzpflanzen und Wildpflanzen gibt. Das stellt die Sicherheit genetisch veränderter Arten für die Umwelt erneut in Frage, denn das Ergebnis könnte fatale Folgen für die Biodiversität zahlreicher wildwachsender Arten haben, berichten Forscher in der jüngsten Ausgabe des Wissensch
Die Technische Universität München richtet am Wissenschaftszentrum Weihenstephan ein Schwerpunktprogramm “Biofunktionalität von Lebensmittelinhaltsstoffen” ein.
Das wissenschaftliche Kooperationsprojekt, an dem mehrere Lehrstühle beteiligt sind, wird mit insgesamt 4,6 Millionen Euro aus der High-Tech-Offensive des Freistaates Bayern finanziert. Das gaben TU-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann und Wirtschaftsminister Dr. Otto Wiesheu heute (24. Juli 2003) bei einer Pressekonferenz in
Mit einem neuartigen Therapieansatz hat die Abteilung Zahnärztliche Chirurgie des Bereichs Humanmedizin der Universität Göttingen Erfolge gegen das Schnarchen erzielt.
Mit einer so genannten Mundvorhofplatte mit Druckanzeige können Patienten trainieren, die Lippen geschlossen zu halten und damit in der Mundhöhle durch Schlucken einen Unterdruck zu erzeugen. Dadurch wird die Zunge in einer besonderen Position “geparkt” und das Schnarchen vermindert. Bisher wurden in unterschiedlichen B
In diesen Tagen schließen die ersten “auffälligen” Verkehrsteilnehmer Bekanntschaft mit einem neuen Testverfahren der Polizei: Das Innenministerium Nordrhein-Westfalens hat die flächendeckende Einführung von Drogen-Vortests beschlossen, die im Schweiß Spuren von Hasch, Speed oder Heroin nachweisen können.
Das Institut für Rechtsmedizin der Universität Bonn hatte die Methode bereits im vergangenen Jahr zusammen mit der Polizeiinspektion Bonn-Innenstadt im Praxiseinsatz getestet. Grund
Als Choreographen für Moleküle betätigen sich Würzburger Chemiker: Sie wollen Farbstoffe so verändern, dass diese sich von alleine zu langen Ketten anordnen. Auf diese Weise entstehen möglicherweise technologisch interessante Materialien, die zum Beispiel für den Einsatz in Solarzellen geeignet sein könnten.
Rein theoretisch sollten die perlschnurartig aufgereihten Farbstoffmoleküle dazu in der Lage sein, Licht zu absorbieren und die dadurch aufgenommene Energie entlang der Kette wei
Das Hepatitis C Virus (HCV) ist einer der wichtigsten Erreger der infektiösen Leberentzündung. Obwohl die akute Infektion meist gar nicht bemerkt wird, entwickeln 50 % bis 80 % der Infizierten eine chronische Erkrankung.
Eine multizentrische, interdisziplinäre Arbeitsgruppe um die Wissenschaftler Professor Peter Krammer und Dr. Kerstin Herzer vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und Dr. Christine Falk vom GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in Neuherberg wies
Die beiden großen Gesellschaften auf dem Gebiet der Schmerzmedizin bündeln ihre Kräfte: Das Schmerztherapeutische Kolloquium – Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. und die Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. haben die “Koalition gegen den Schmerz” ins Leben gerufen.
Diese wird ein Aktionsprogramm starten. Es gilt, Ärzte besser in Schmerzmedizin auszubilden und Strukturen zu schaffen, um Patienten mit chronischen Schmerzen angemessen zu versorgen. Durch eine
Nüsse, Ballaststoffe und Sojaprodukte verringern Herzinfarktrisiko
Der Speiseplan der nächsten Artverwandten des Homo sapiens, den Schimpansen, könnte auch uns Menschen gut tun, meinen kanadische Forscher. Untersuchungen haben jedenfalls ergeben, dass sich deren Nahrungszusammenstellung positiv auf den Cholesterinspiegel auswirkt. Affen ernähren sich in erster Linie von Produkten, die reich an pflanzlichen Fetten sind, Ballaststoffen aus Hafer, Gerste und Auberginen, Sojaproteinen un
Superglatt oder auch funktional: Bei der Gestaltung von Oberflächen entwickeln Leibniz-Wissenschaftler immer ausgefeiltere Präzisionsverfahren.
Leipzig/Dresden. Neuartige Technologien machen es möglich: Oberflächen können inzwischen auf atomarer Ebene geglättet oder mit hauchdünnen Schichten versehen werden, die dem Ausgangsmaterial neue Eigenschaften verleihen. Dafür begeben sich Wissenschaftler auf die Ebene der Atome und Moleküle, wo in Nanometern gemessen wird. Die superglatten o
Französische Forscher des CEA (französisches Zentrum für Atomenergie) haben neuartige und kostengünstige chemische Sensoren entwickelt, die das Aufspüren von Benzen (C6H6) ermöglichen.
Diese Sensoren bestehen aus einem anorganischen Polymer, das wiederum aus Milliarden von Poren besteht, die jeweils einen Durchmesser von zehn Ångström (ein Millionstel Millimeter) haben. Bei dieser Größe können nur wenige Moleküle wie Benzen, Toluen oder Formaldehyd durch das Material gleiten. Außerde
Chemikalien finden sich in vielen Produkten, die den Verbraucher täglich umgeben. Etwa 30.000 chemische Stoffe werden in Mengen von mehr als einer Tonne pro Jahr hergestellt. In welchen Produkten diese Chemikalien Verwendung finden, ist nur zum Teil bekannt. Bewertungen im Hinblick auf mögliche gesundheitliche Risiken liegen nur für einen geringen Prozentsatz der 30.000 Substanzen vor.
Dieser unbefriedigende und mit möglichen Sicherheitslücken verbundene Zustand soll geändert werden. Dazu h
Französische Forscher des europäischen Zentrums für Geschmackswissenschaften des CNRS, des INRA (Französisches Institut für Agrarforschung) und der ENESA (Französische Hochschule für landwirtschaftlichen Unterricht) in Dijon haben ein Pheromon (d.h. ein spezialisiertes Geruchssignal) entdeckt, das vom neugeborenen Kaninchen benutzt wird, um die Zitze der Mutter zu lokalisieren.
Alle weiblichen Säugetiere haben Mechanismen entwickelt, um ihren Neugeborenen dabei zu helfen, die Zitze zu find
Jahrelang und weltweit haben Forscher nach einem entscheidenden Zellrezeptor des Dengue Virus gesucht. Zwei Forschergruppen des Pasteur Institutes ist es nun gelungen, diesen Rezeptor zu identifizieren.
Diese Entdeckung bedeutet einen wichtigen Fortschritt beim Verständnis dieser Erkrankung, an der jährlich 60 bis 100 Millionen Menschen leiden. Sie eröffnet auch einen neuen Weg für die Entwicklung spezifischer Behandlungen, die bis zum heutigen Tage nicht existierten.
Da
Christoph Ritter vom Institut für Pharmakologie (Abt.-Direktor Prof. Dr. Heyo Klaus Kroemer) forschte seit 2001 als Stipendiat der Community Medicine-Nachwuchsförderung der Krupp-Stiftung an der Vanderbilt University in Nashville, Tennessee, die letzten sechs Monate auf Einladung und Kosten dieser Universität.
Die gepriesene Arbeit, die er zusammen mit Roberto Bianco, Walter King, Steve Ritland, Francesca Bargiacchi, Gail Lewis, Mark X. Sliwkowski, Carlos L. Arteaga verfaßte, beschäftigt si
Wo im Gehirn wird kontrolliert, ob die linke oder rechte Hirnhälfte eine Arbeit erledigen soll? Wo wird festgelegt, welche Hirnregionen eine Aufgabe lösen? Zum ersten Mal konnte der Hirnforscher Prof. Dr. med. Gereon Fink vom Forschungszentrum Jülich und der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Aachen jetzt diesen Entscheidungsprozess beobachten.
In einem Beitrag für das Wissenschaftsmagazin “Science” (Bd. 301, S. 384, 2003) berichtet Fink gemeinsam mit Kollegen des Forsch