Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Das chemische Element mit der Ordnungszahl 110 ist nach der Stadt Darmstadt, wo der Stoff 1994 entdeckt wurde, offiziell “Darmstadtium” getauft worden.
Die Benennung wurde am 16. August auf der Generalversammlung der International Union of Pure and Applied Chemistry (IUPAC) in Ottawa bestätigt. Darmstadtium – mit dem chemischen Symbol Ds – steht in der langen Tradition, neue Elemente in Anlehnung an ihren Entdeckungsort zu benennen.
Darmstadtium wurde von einem Forscherteam der Ge
Max-Planck-Meeresforscher entdecken, dass in der Tiefsee zuerst Würmer und Krebse die Nahrung aufbereiten, bevor diese von Mikroorganismen endgültig abgebaut wird
Die Erdoberfläche besteht zu mehr als fünfzig Prozent aus Meeresboden, der mehr als 3.000 Meter unter dem Wasser liegt. Das Leben auf dem Tiefseeboden geht sehr eigene Wege. So gibt es im tiefen Nordatlantik nur einmal im Jahr Nahrung. Nach der wiederkehrenden Planktonblüte sinken dann abgestorbene Algen auf den Meeresboden
Max-Planck-Wissenschaftler klären Kristallstruktur von Furin auf, einem Aktivator-Protein, dass an vielen gefährlichen Krankheiten beteiligt ist
Die dreidimensionale Struktur von Furin, einem Protein, das für die Aktivierung zahlreicher wichtiger Eiweißstoffe in lebenden Zellen zuständig ist, haben Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Biochemie in Martinsried gemeinsam mit amerikanischen und britischen Forschern aufgeklärt (vgl. Nature Structural Biology, Juli 2003). Furin
Veränderungen eines Gens von Chromosom 2 sind für die Entstehung außerordentlich häufiger Tumoren der Schilddrüse verantwortlich wie ein Wissenschaftler-Team der Universität Bremen unter Leitung des Humangenetikers Professor Jörn Bullerdiek mitteilt. Die Entdeckung dieser Genveränderung, von der allein in Deutschland schätzungsweise eine Million Menschen betroffen sind, lässt wichtige Verbesserungen bei der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen der Schilddrüse erwarten und hat daher auch internati
Die DNA-Analyse hat unser Bild vom Ablauf der Evolution entscheidend verändert. Botaniker der Universität Bonn haben nun zusammen mit US-Kollegen und Wissenschaftlern des Forschungsinstituts Senckenberg festgestellt, dass sich eine bestimmte Gruppe von Genomabschnitten hervorragend zur Stammbaumanalyse eignet. Bislang hatte man diese so genannten “nicht codierenden Bereiche” aufgrund ihrer großen Variabilität nur zum Vergleich nahe verwandter Arten herangezogen. Sie scheinen sich aber auch zur Aufklä
Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Industriestaaten hat sich im Laufe der vergangenen einhundert Jahre grundsätzlich verändert. Die Säuglingssterblichkeit lag um 1900 noch bei 210 Kindern pro 1000 Geburten, heute bei 5. Für die meisten weit verbreiteten Infektionskrankheiten gab es keine Behandlungsmöglichkeiten.
Aber wie ist es mit der Kinder- und Jugendgesundheit heute bestellt? Umfassende Daten dazu liegen kaum vor. Aufschluss soll eine umfangreiche Studie bringen, die das Ro
Experimente stützen alternative Theorie zur Entstehung des Lebens
Wie hat das Leben auf der Erde angefangen? Hat es wirklich mit Zellen oder Nukleinsäuren in der Ursuppe begonnen, wie häufig angenommen wird? Wie das Wissenschaftsmagazin Science berichtet, haben Wissenschaftler der Technischen Universität München im Labor erstmal einen Reaktionszyklus nachgewiesen, der eine andere Theorie experimentell unterstützt: Danach spielen Übergangsmetall-Sulfide, die in Vulkanen gebildet werde
Rund ein Drittel der Paprika in den acht größten Supermarktketten erreicht oder überschreitet die Grenzwerte für Pestizide. Zum Teil befinden sich bis zu 63 mal mehr Gifte im Gemüse als gesetzlich erlaubt. Zudem wurden in zehn Proben gesundheitlich besonders bedenkliche Mischungen aus bis zu acht verschiedenen Pestiziden gefunden. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von Paprika-Proben, die Greenpeace bei Lidl, Metro, Rewe, Aldi, Edeka, Tengelmann, Wal Mart und Spar gekauft hat.
Besond
Weltweit erste Studie bei Brustkrebs. Gedächtniszellen werden reaktiviert.
An der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg wird eine neue Immuntherapie erprobt, die Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebsleiden helfen soll. Dafür werden dem Knochenmark spezielle Immunzellen entnommen, außerhalb des Körpers behandelt, zur erneuten Immunaktivität angeregt und schließlich der Patientin per Infusion zurück übertragen. “Es handelt sich dabei um die weltweit erste Studie, die diese Form
In den vergangenen fünf bis zehn Jahren haben Biologen immer tiefere Einblicke in die biochemischen und molekularen Netzwerke gewonnen, die die Entwicklung von Lebewesen von der befruchteten Eizelle bis zum kompletten Organismus mit Billionen von Zellen und unterschiedlichen Organen regulieren.
“Wir haben festgestellt, dass von der Hydra (Süßwasserpolyp) bis zum Menschen nur eine Hand voll Signalwege diese Entwicklung steuert”, sagte Prof. Walter Birchmeier, Forschungsgruppenleiter am Max-D
Wissenschaftler des Deutschen Institutes für Ernährungsforschung Potsdam Rehbrücke (DIfE) haben einen wichtigen Baustein in der Ursachenforschung des Typ-2-Diabetes (Altersdiabetes) gefunden.
Die nun im Journal of Clinical Investigation (JCI, Vol 112, 15th August 2003, Issue 4) veröffentlichte Arbeit “Frataxin-Deficiency in Pancreatic Islets Causes Diabetes due to Loss of Beta-Cell Mass” von Priv.-Doz. Dr. Michael Ristow et al. zeigt als möglichen Mechanismus für den Verlust von insu
Rasche Denkabläufe stärken visuelle Wahrnehmung
Computerspiele, bei denen rasche Denkabläufe gefordert sind, können nach Ansicht von Wissenschaftlern auch Schlaganfall-Patienten helfen. Junge Männer, die häufig solche Schießübungen am Computer oder am TV-Monitor durchführen, reagieren schneller und exakter auf visuelle Reize, berichtet der Medical Tribune. Solche Spiele könnten in der Rehabilitation von Schlaganfall-Patienten auch eingesetzt werden.
Wissenschaftler der Univer
Kohlenmonoxid freisetzende Komplexverbindungen als neue pharmakologische Wirkstoffe?
Erst die Dosis macht das Gift: Kohlenmonoxid (CO) ist bekannt als giftiges Gas, das z.B. für die zuweilen tödliche Wirkung von Autoabgasen in geschlossenen Garagen verantwortlich ist. Paradox ist daher, dass der Mensch selber täglich 3 bis 6 cm3 CO produziert. Diese Menge ist bei bestimmten Krankheiten weit höher und CO kann im Atem nachgewiesen werden. Britische Forscher um Brian E. Mann von der Uni
Indien: Kombination Tabak und Tuberkulose fordert 200.000 Todesfälle
Wissenschaftler warnen in einer im Wissenschaftsmagazin Natureveröffentlichten Studie vor der zunehmenden Zahl von TBC-Todesopfern durch Zigarettenkonsum. Die Forscher haben herausgefunden, dass die Hälfte der jährlich 400.000 TBC-Todesopfer in Indien durch das Rauchen stirbt. Das Resultat ist, so die Forscher, der erste Hinweis auf einen Kausalzusammenhang zwischen TBC und Rauchen.
Rauchen vervierfacht das
GBF-Forscher erklären die Gefährlichkeit des Lebensmittel-Keims EHEC
GBF-Forscher erklären die Gefährlichkeit des Lebensmittel-Keims EHEC Akutes Nierenversagen kann – sofern keine aufwändige Dialysebehandlung vorgenommen wird – tödlich enden. Bei Kindern ist die Ursache dafür häufig das so genannte hämolytisch-urämische Syndrom (HUS). Wie Bakterien dieses lebensbedrohliche Krankheitsbild auslösen, das beschreiben Wissenschaftler der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF
Institut für Biophysik erforscht Funktionsweise von Verbindungskanälen zwischen Zellmembranen im Auge
Das Auge ist ein faszinierendes Organ, das die visuelle Wahrnehmung der Umwelt ermöglicht. Im Gegensatz zu vielen anderen Geweben weist die Augenlinse keine Blutgefäße auf, so dass die Zellen über andere Stoffwechselmechanismen am Leben gehalten werden müssen. Hierzu bildet die Linse Verbindungskanäle, sogenannte Gap Junctions, zwischen benachbarten Zellen aus, über die Stoffwechselp