Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Dokumente nachzuahmen ist angesichts hochwertiger Scanner, Drucker und Farbkopierer kaum noch schwierig. Ein Forscher-Team um Norbert Hampp, Professor für Physikalische Chemie der Philipps-Universität Marburg, hat ein Verfahren entwickelt, das dem entgegen- wirkt. Selbst dem findigsten Banknoten- und Pässe-Fälscher wird das Handwerk gelegt – mit einer Idee, die von der Natur abgeguckt ist. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert dieses Verbund-Projekt mit 2,87 Millionen Euro.
EU-Programm “Chemistry in High Energy Microenvironments” zu umweltschonenden Verfahren, der so genannten “Grünen Chemie”, als COST-Aktion (European COoperation in the Field of Scientific and Technical Research). Die beteiligten deutschen Arbeitsgruppen haben Prof. Jürgen Janek vom Physikalisch-Chemischen Institut der Justus-Liebig-Universität Gießen mit der Vertretung der nationalen Interessen im gemeinsamen europäischen Management-Komitee beauftragt. In der Gießener Arbeitsgruppe von Prof. Janek we
Organische Halbleiter: Die Anordnung der molekularen Bausteine kann über n-Typ oder p-Typ entscheiden
Zukünftige Generationen vieler elektronischer Bauteile werden nicht mehr auf Silizium-Basis, sondern auf der Basis organischer Halbleiter konstruiert werden, die wesentlich flexibler und kleiner gestaltet werden können. Amerikanische Forscher von der Northwestern University und von den Bell Laboratories, Lucent Technologies haben jetzt eine neue Verbindungsklasse mit interessanten el
Wenn Nervenzellen miteinander kommunizieren, verwenden sie eine Kombination von elektrischen und chemischen Signalen: Elektrische Spannungsänderungen an der einen Zelle führen dazu, dass chemische Botenstoffe freigesetzt werden, die bei der nachfolgenden Zelle wieder ein elektrisches Signal auslösen. Wie dies möglichst schnell geschehen kann und wie sich die Abläufe der Signalverarbeitung den aktuellen Anforderungen anpassen können, ist seit vielen Jahren Gegenstand der Forschung. Untersuchungen aus
Tabakrauch bedeutendster und gefährlichster vermeidbarer Innenraumschadstoff – Kinder besonders betroffen
Jeden Tag gehen in Deutschland 386 Millionen Zigaretten in Rauch auf – viele davon in Innenräumen. Tausende von Chemikalien, darunter giftige und krebserregende Stoffe, durchziehen Privatwohnungen und öffentliche Einrichtungen und lagern sich an Wänden, Fußböden und Teppichen ab.
Passivrauchende Säuglinge und Kinder sind von dieser Art von Luftverschmutzung besonders bet
Schwebestäube in der Atmosphäre gelten schon lange als schädlich für die Gesundheit. Die kleinsten von ihnen, ultrafeine Partikel genannt, werden vorwiegend durch Verbrennungsprozesse wie z.B. Dieselmotoren erzeugt. An der ETH Zürich haben diese Woche Fachleute aus aller Welt diskutiert, ob Masse, Anzahlkonzentration oder chemische Zusammensetzung der verbrennungsgenerierten Nanopartikel schädigende Effekte auslösen, wie diese Teilchen Atmosphäre und Klima beeinflussen, wie man sie mit genügender
Psychologin der Universität Jena testet Vorbeuge-Programm zur Lese-Rechtschreibstörung
Mühsam reiht der Erstklässler die Buchstaben aneinander. Was er schreiben will, ist das Wort “Leiter” – doch am Ende steht “disic” auf dem Papier: Häufen sich ähnliche Fehler, sprechen Experten von einer Lese-Rechtschreibstörung (Legasthenie). “Legasthenie wird diagnostiziert, wenn normal intelligente Kinder ungewöhnlich große Schwierigkeiten damit haben, das Alphabet zu lernen, sie außerdem auffä
Die funktionelle Bildgebung ist eine Schlüsseltechnologie der Neurowissenschaften: Sie eröffnet den Forschern den Blick ins menschliche Gehirn. Mit Hilfe der Kernspintomographie werden die Gehirnstrukturen, die unseren mentalen Fähigkeiten zugrunde liegen, mit hoher räumlicher Auflösung direkt sichtbar gemacht.
In Saarbrücken und Homburg ist ein neu gegründeter Arbeitskreis funktionelle Bildgebung dem menschlichen Denken und Erinnern auf der Spur. Die Gehirnforscher interessiert vor allem de
Wissenschaftler der Universität Bonn haben in Zusammenarbeit mit italienischen Forschern die biologische Funktion eines Proteins entdeckt, das normalerweise mit der Entstehung der Alzheimer-Erkrankung in Verbindung gebracht wird. Ihre Ergebnisse erscheinen Ende September in der US-Zeitschrift “FASEB-J.”; sie sind aber bereits in voller Länge Online abrufbar.
In der Hirnrinde von Alzheimer-Erkrankten finden sich regelmäßig große Eiweiß-Aggregate, die sogenannten Alzheimer-Plaques, die vorwieg
Als Kopie der Erbinformation liefert Ribonukleinsäure, kurz RNA, die Baupläne für Proteine, die im Zellplasma zusammengesetzt werden. Als kurzes doppelsträngiges Molekül dagegen kann die Kernsäure den Protein-Aufbau verhindern. Diese Fähigkeit, die RNA-Interferenz, die Pflanzen als Waffe gegen Viren einsetzen, weckt Hoffnung auf neue Vorteile im Kampf gegen Erkrankungen, speziell gegen das menschliche Immunschwächevirus HIV. Ein Projekt von Dr. Karin Metzner am Institut für Klinische und Molekulare V
Bienenforscher von der Uni Würzburg haben eine neue Technologie erschlossen, die ihrer Ansicht nach die Verhaltensforschung an staatenbildenden Insekten revolutionieren wird: Mit der so genannten RFID-Technik ist es erstmals möglich, im regen Treiben eines Bienenvolks die Aktivitäten vieler einzelner Tiere gleichzeitig und beliebig lange zu verfolgen. Wie das funktioniert, beschreiben die Forscher in der neuen Ausgabe des Wissenschaftsblattes “Zoology”.
Eine Biene mit Gepäck verlässt den St
Seit ihrer Entdeckung in den späten sechziger Jahren sind sogenannte Transferzellen bei den verschiedensten Pflanzengruppen in den unterschiedlichsten Geweben gefunden worden. Im Elektronenmikrospkop sind sie leicht an den zahlreichen Einstülpungen ihrer inneren Zellenwand zu erkennen. Sie finden sich dort, wo Stoffe transportiert werden, wobei die Oberflächenvergrößerung der inneren Zellwand einer Funktionsoptimierung entspricht. Dieses Prinzip findet man auch in der menschlichen Lunge (Lungenbläßch
Deutsch-amerikanischem Forscherteam gelingt Nachweis, dass Entwicklung und Wachstum von Pflanzen durch winzige RNA-Moleküle kontrolliert wird
Kleine RNA-Moleküle haben großen Einfluss auf die äußere Gestalt von Pflanzen, berichten jetzt Wissenschaftler um Detlef Weigel, Direktor am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen, sowie Jim Carrington, Direktor des Zentrums für Genforschung und Biotechnologie an der Oregon State University/USA in der Online-Ausgabe der Fachze
Altersheim in Vancouver von genetisch ähnlichem Virus betroffen
In einem Altersheim in Vancouver ist eine Virus-Erkrankung aufgetaucht, die genetisch dem SARS-Erreger gleicht, berichtet die New York Times. Nach ersten Aussagen der Gesundheitsbehörden sind in dem Altersheim mehr als 100 der 142 Bewohner und 48 Angestellte von der Erkältungs-Krankheit mit Lungenbeschwerden betroffen. Schon in der Vergangenheit haben Experten vor einem Wiederaufflackern der gefährlichen Krankheit gewarnt
Helicobacter pylori ist als eines von wenigen Bakterien in der Lage, den menschlichen Magen zu besiedeln – oftmals sehr zum Leidwesen der Betroffenen. Denn dort kann der Erreger Schleimhautentzündungen, aber auch Geschwüre – vor allem im Zwölffingerdarm – und in seltenen Fällen auch bösartige Tumoren verursachen. Entscheidend für den Erfolg des Bakteriums in dieser lebensfeindlichen Umgebung ist das Enzym Urease, das lokal die aggressive Magensäure neutralisiert und so eine Ansiedlung durch Helicobac
Forscher erklären “Französisches Paradoxon”
Amerikanische Politiker und Gesundheitsbehörden kämpfen auf allen Fronten gegen die Überfettung im eigenen Land. Ein französisch-amerikanisches Forscherteam hat nun das “Französische Paradoxon” erklärt. Trotz reichhaltiger Nahrung sind die Franzosen nämlich immer noch wesentlich schlanker als die Bevölkerung jenseits des großen Teichs. Grund dafür: Die Portionen sind einfach kleiner, berichten die Wissenschaftler der University of Philadelp