Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Brennstoffzellen sind im Kommen. Aber erst wenn das aufwendige “Nachtanken” von Wasserstoff entfällt, wird sich dieses Konzept, etwa für Fahrzeuge, auf breiter Basis durchsetzen. Entsprechend wird an transportablen Wasserstofferzeugern gearbeitet. Problem dabei: Wasserstoff, der nach den üblichen Verfahren hergestellt wird, enthält größere Mengen an Kohlenmonoxid (CO), das die Funktion der Brennstoffzelle beeinträchtig und nur durch mehrere aufwendige Verfahrensschritte entfernt werden kann. James A.
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Nature (Vol. 425, 4. September 2003) veröffentlichen Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Limnologie in Plön Untersuchungen, die erstmals darauf hinweisen, dass auch Wirbellose unter Umständen über ein spezifisches immunologisches Gedächtnis verfügen. Sollte das der Fall sein, so könnten sich überdies Konsequenzen für die Bekämpfung von Krankheiten ergeben, die durch Wirbellose übertragen werden, wie z.B. Malaria.
Eine herausragende Eigenschaft
Max-Planck-Wissenschaftlern gelingt es mit molekularbiologischen Methoden, erstmals die Evolution sozialen Verhaltens bei Bakterien zu beobachten
Viele positive Aspekte der modernen menschlichen Gesellschaft sind der Ertrag Jahrtausende langer kooperativer Interaktionen zwischen den Mitgliedern unserer Art. Dennoch ist der Ursprung von kooperativen Verhaltensweisen bei sozialen Lebewesen während der Evolution weiterhin eines der faszinierendsten Rätsel der Biologie. Kooperation ist
Am Anfang war das Eiweiß. Zumindest glaubten Wissenschaftler im 19. Jahrhundert, dass die Stoffgruppe der Proteine aus einer Ursubstanz aufgebaut ist und gaben ihr den vom griechischen Wort protos (das Erste) abgeleiteten Namen. Inzwischen ist hinlänglich bekannt, dass der Aufbau der Proteine letztlich im Genom verankert ist. Funktional betrachtet kommt die Klasse dieser universellen Struktur- und Wirkstoffe lebender Organismen also nach der Erbsubstanz. Die Proteomforschung, die sich nach der so gut
Das Schönste am Chemieunterricht in der Schule waren doch die Experimente, bei denen es stank, qualmte und knallte. Wenn dem Lehrer seine Reaktionen durchgingen, amüsierten sich die Schüler. Überhaupt nicht komisch sind jedoch Chemieunfälle im großen Maßstab. Ein Reaktor mit Tonnen von Chemikalien wird zur echten Gefahr. In der Mikroreaktionstechnik hingegen spielen sich die gleichen Prozesse in Volumina von wenigen Millilitern ab – entsprechend geringer ist das Risiko. »Reaktionen mit stark toxische
Das Unternehmen unterzeichnet zudem ersten Lizenzvertrag über das Modell mit der Universitätsklinik Mannheim unter Lancierung der Plattform INGENOtypes(R) Ingenium Pharmaceuticals AG gab heute die Veröffentlichung des ersten Mausmodells für Typ I Zystinurie, eine humane Erkrankung die durch die Bildung von Nierensteinen charakterisiert ist, im wissenschaftlichen Journal Human Molecular Genetics bekannt. Die klinische Manifestation der Krankheit in diesen Mäusen gleicht der beim Menschen, was
Deutsche Labors beteiligen sich an der Wissens-Plattform SAGE.KE
Von der Alzheimer-Krankheit über Verschleißerscheinungen und schwindende Immunkräfte im Alter bis hin zu den genetischen Grundlagen der Langlebigkeit: Zu unterschiedlichen Fragen der Altersforschung werden Wissenschaftler aus zehn medizinischen und biowissenschaftlichen Labors in Deutschland von jetzt an systematisch Erkenntnisse und Hintergrundinformationen sammeln und sie für die Fachwelt aufbereiten. Das Projekt ist
In der medizinischen Diagnostik wird die Röntgencomputertomographie (CT) bereits seit mehreren Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt. Seit Juni diesen Jahres verfügt das Fraunhofer IPA über eine eigene Industrielle Röntgen-Mikrofokus-Computertomographie-Anlage. Das Gerät der Firma X-Tek Systems ltd. aus Großbritannien wird in erster Linie für Forschungszwecke, aber auch für interne und externe Dienstleistungen eingesetzt.
Die Computer-Tomographie (CT) wird heute insbesondere für die Materiala
Salzburger Forscher entdecken das Lernen beim “Pfeifen”
Wissenschaftler der Salzburger Universität haben in neuesten Entdeckungen festgestellt, dass sich bei Nervenzellen von Ratten im Schlaf dasselbe Aktivitätsmuster beobachten lässt wie während eines am Tag vorangegangenen Labyrinthlaufs. Die Tiere erleben die Tageserfahrungen sozusagen als “Replay”. Offensichtlich dient der Schlaf nicht nur zur Erholung, sondern auch als eine Art Lernprozess, berichtet die Universität.
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Diabetes gehört zu den häufigsten Krankheiten und chronischen Körperzuständen, die zu Gefäßveränderungen führen und geringfügige wie auch schwere Gefäßerkrankungen auslösen können. Eine italienische Forschungsgruppe hat jetzt entdeckt, dass das im Blutplasma vorkommende modifizierte Protein GRP94 (Glucose Regulated Protein94) die effektive Diagnose und Behandlung dieser Komplikationen erleichtern kann.
Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselstörung, die mit krankhaft erhöhten Blu
Ein neues System, mit dem im Rahmen des Projekts M2DM echte Pionierarbeit geleistet wurde, lässt hoffen, dass sich die Selbstdiagnose, die Kommunikation und die wirksame Behandlung bei Diabetes bald radikal vereinfachen werden.
Diabetes-Patienten müssen ihren Blutzuckerspiegel ständig im Auge behalten, um eine akzeptable Lebensqualität aufrecht zu erhalten. Unaufmerksamkeit kann hier leicht zu Bewusstlosigkeit und sogar zum Tod führen. Doch nicht selten liegt eines der größten Hindernisse f
Nach bisheriger Lehrmeinung “erlernen” die T-Lymphozyten ihre Fähigkeit zur spezifischen Immunabwehr in Lymphknoten und Milz. Ein interdisziplinäres Team um Professor Volker Schirrmacher im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) stellt dieses Dogma der Immunologie in Frage. In der Zeitschrift “Nature Medicine”* weisen die Wissenschaftler erstmals nach, dass die primäre T-Zell-Antwort auf im Blut zirkulierende Antigene ganz wesentlich im Knochenmark geprägt wird.
Die T-Lymphozyten sind die
Study adds to evidence of adult stem cells promising therapeutic role
For the first time, researchers have demonstrated that adult human stem cell transplantation results in spontaneous cell regeneration in damaged lung tissue. Published in the August 1 issue of the American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine, the study further supports an existing body of research that suggests blood- and marrow-derived stem cells have the capacity to become many different human
Umfragen zeigen: Naturheilverfahren und Komplementärmedizin liegen in der Patientengunst an vorderster Stelle. Wer sich als Arzt oder Patient aber bisher im Internet wissenschaftlich über diese Heilverfahren informieren wollte, stieß schnell auf seine Grenzen: komplementäre Methoden wie Naturheilverfahren, Homöopathie, Phythotherapie, Traditionelle chinesische Medizin oder Anthroposophische Medizin waren nur schwer zu finden. Abhilfe schafft die einfach aufgebaute und kostenlose Suchmaschine an der U
Im CiS wurden Mikrosensoren zur Impedanzmessung an kleinsten Flüssigkeitsproben entwickelt. Mittels Immobilisierung spezifischer sensitiver Schichten auf dem Sensor ist die Detektion biologischer Substanzen wie Mikroorganismen, Antikörper u.a. möglich. Die Sensoroberfläche aus Silziumnitrid gewährleistet chemisch inertes Verhalten und damit hohe Stabilität.
Die Siliziumbasierten monolytischen Streufeld-Mikrosensoren sind nur wenige mm2 groß (s. Abb.). Damit sind sie besonders geeignet für M
Mit Präzisionsschlägen gezielt Krebszellen bekämpfen, ohne gesundes Gewebe in Mitleidenschaft zu ziehen – diesem Ziel sind Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und der Heidelberger Universitätsklinik einen Schritt näher gekommen. Ihre Strategie erinnert an den Trick mit dem Trojanischen Pferd: Maßgeschneiderte Moleküle werden huckepack mit krebshemmenden Substanzen beladen und gezielt in Tumorzellen eingeschleust.
Nach wie vor sind die Nebenwirkungen bei einer Chemot