Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
In einem von der EU finanzierten Projekt wurden neuartige Techniken zur einfachen und wirksamen Überwachung von Milch auf Rückstände von Beta-Lactam-Antibiotika entwickelt. Aus diesem Grund wurde ein wettbewerbsfähige Fluoreszenzanalyse zur Beta-Lactam-Überwachung entwickelt, beschrieben und eingehend studiert. Diese Analyse kann sich als sehr hilfreich bei der Analyse dieses Antibiotikumtyps nicht nur in Milch, sondern auch in anderen Nahrungsmitteln und tierischem Gewebe erweisen.
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Patienten, die an Typ-2-Diabetes leiden, haben kein Gefühl in den unteren Extremitäten und mussten deshalb bislang mit dem Risiko leben, dass eines Tages eine Fußamputation notwendig wird. Glücklicherweise können diese Personen jetzt ein normales Leben führen, ohne eine Verschlechterung des Zustands ihrer Füße befürchten zu müssen. Möglich wird dies durch ein innovatives System, das ständig ihre Füße überwacht und die gemessenen Daten an die betreuende medizinische Einrichtung zur Auswertung übermitt
Karzinogene Tumore werden gewöhnlich chirurgisch entfernt oder mit chemo- und radiotherapeutischen Methoden behandelt, die aber sehr arbeitsintensiv und damit kostspielig sind. Daher leidet zwangsläufig die Qualität der medizinischen Betreuung, da sowohl die Ärzte als auch das Gesundheitssystem als Ganzes durch die Patienten und die Kosten an die Grenzen ihrer Belastbarkeit stoßen.
Glücklicherweise steht inzwischen mit der neuen, fortschrittlichen Brachytherapie – einer zugleich langfristi
UWH-Forschern gelingt es erstmalig, gezielt Proteine ein- und auszuschalten, die die Vermehrung des Varicella-Zoster-Virus in der Zelle steuern
Rund 95 Prozent aller Deutschen tragen das dem Herpes-simplex-Virus verwandte VZ-Virus im Körper. VZ steht für Varicella-Zoster, verantwortlich für Windpocken und Gürtelrosen. Wenn die Leistungsfähigkeit des Immunsystems jenseits der 60 abnimmt, hat das Virus oft leichtes Spiel: Ab diesem Alter tritt bei ca. einem Fünftel der Bevölkerung eine
Forscher der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz haben Mikroorganismen kultivieren können, die dazu fähig sind, schwer verdauliches Holz abzubauen. Damit ist ein Durchbruch bei der Gewinnung von Enzymen zum Holzabbau gelungen. Die das Holz abbauenden Enzyme können nun in größerem Maßstab hergestellt und für die Industrie, etwa die Papier- oder Textilverarbeitung, verfügbar gemacht werden. Quelle für die Enzyme sind Mikroorganismen aus dem Darm holzfressender Termiten.
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Diagnostische Verfahren, die auf der Messung von Magnetfeldern im Gehirn und deren Veränderungen basieren, sind äußerst zuverlässig, wenn es um das präzise Auffinden epileptischer Herde geht. Dies hat sich bei einer Studie herausgestellt, die unter der Leitung von Prof. Dr. Hermann Stefan bei mehr als 450 Patienten am Zentrum Epilepsie Erlangen (ZEE) durchgeführt wurde. So konnte die spezifische epileptische Aktivität durch die Magnetenzephalographie im Durchschnitt zu 70 Prozent erfasst werden. Für
Ein Team von französischen Forschern aus Orléans und Marseille hat kürzlich bewiesen, dass Mäuse mit demselben Genom im Zellkern sehr verschiedene kognitive Verhaltensformen aufweisen können, wenn sie in ihrem Zytoplasma nicht dieselben Mitochondrien haben. Da diese beim Klonen nicht übertragen werden, bedeutet das, dass Klone ein sehr unterschiedliches Verhalten haben können.
Eine Zelle enthält bekanntlich den Kern, in dem die Chromosomen sitzen und beinahe alle Gene. Beinahe, aber nicht a
Palm Tops zur Raucherentwöhnung einsetzbar
Das Ansehen von flackernden Bildern oder das Heraufbeschwören von geistigen Bildern kann das Verlangen nach einer Zigarette unterdrücken. Ein Forscherteam der University of Sheffield ist zuversichtlich, dass dieser Trick bei der Raucherentwöhnung helfen kann. In Zukunft soll eine Anwendung für den Palm Top Raucher durch einen Blick auf das flackernde Display vor dem Griff nach der Zigarette bewahren.
Der Suchtspezialist Jon May erkl
Marburger Max-Planck-Forscher haben entdeckt, wie Zellen nicht nur die Effizienz, sondern auch die Genauigkeit von DNA-Reparaturen steuern können
Für die Verdopplung unseres Erbgutes sind spezielle Enzyme verantwortlich, die so genannten DNA-Polymerasen. Ihre Kopiergenauigkeit trägt entscheidend zur akkuraten Weitergabe der genetischen Information einer Zelle bei. Beschädigungen der DNA blockieren jedoch diese Enzyme und würden die Zellteilung verhindern, wenn die Zelle nicht über ei
Wissenschaftler der Universitäten Bonn und Leiden haben ein Verfahren entwickelt, das Veränderungen der Chromosomenenden schneller als bisher identifiziert. Derartige Mutationen können schwere geistige Behinderungen hervorrufen und sogar zu Fehlgeburten führen. Mediziner sind daher daran interessiert, solche Fehler möglichst schnell und umfassend nachzuweisen. Mit der neuen Methode, die das Autorenteam nun im renommierten European Journal of Human Genetics (Vol. 11(9), 2003, S. 643-651) publiziert ha
Prof. Willmann findet Mückenhaft im Harzvorland – Neufund gilt in der Fachwelt als sensationell
Der Göttinger Zoologe Prof. Dr. Rainer Willmann hat im Harzvorland ein seit über 130 Jahren in Deutschland ausgestorben geglaubtes Insekt wiederentdeckt. Es handelt sich um den räuberisch lebenden Mückenhaft, einen Vertreter der Schnabelfliegen. Die wiederentdeckte Art wurde in Deutschland erst ein einziges Mal – um 1870 – gefunden, ebenfalls im Harzvorland. Die Region galt für diese wärme
Blutfluss innerhalb von 30 Sekunden erhöht
Eine Vorrichtung, die auf den ersten Blick einem aufblasbaren Schlafsack ähnlich sieht, soll laut ihrem Erfinder Mark Wilson nach einem Herzinfarkt einen entscheidenden Zeitgewinn ermöglichen. Die so genannte Schockfolie (“shock sheet”) presst das Blut aus den Beinen und erhöht innerhalb von 30 Sekunden den Blutfluss zu Herz und Gehirn wieder. Ihr Einsatz ist auch während der Reanimation möglich.
Für Wilson, einen Anästhesisten am
Die Entdeckung, dass ein Bakterium, das im Magen siedelt, zu den wichtigsten Ursachen von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren und von Magenkrebs zählt, hat das Verständnis dieser häufigen Alterserkrankungen in den letzten 20 Jahren geradezu revolutioniert.
Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist ca. die Hälfte der Weltbevölkerung infiziert. Zu den Pionieren der Erforschung der Epidemiologie, also der Verbreitung, Übertragung, Risikofaktoren und Auswirkungen dieser
Bei der Fahndung nach möglichen krankhaften Veränderungen im Verdauungstrakt gab es bislang einen Bereich, der sich dem Blick des untersuchenden Arztes weitgehend entzog, und zwar den Dünndarm. Wegen seiner Länge und seiner schweren Zugänglichkeit stoßen herkömmliche Untersuchungsverfahren wie Magen- und Darmspiegelung hier an ihre Grenzen. Diese diagnostische Lücke schließt neuerdings elegant und schmerzlos eine winzige High-Tech-Kapsel, die seit kurzem auch am Universitätsklinikum Münster (UKM) ein
Gruppe der verantwortlichen Gene eingeschränkt
Eine kleine Gruppe von Genen am X-Chromosom reguliert den “Bedrohungsmelder” des Gehirns und könnte so die hohe Verbreitung von Autismus bei Männern erklären. Wissenschaftlern des Institute of Child Health ist es laut New Scientist gelungen, die Anzahl der möglichen Gene auf drei bis vier einzuschränken. Menschen, denen diese Gen-Gruppe fehlt, haben Schwierigkeiten damit, Angst im Gesichtsausdruck anderer Menschen zu erkennen. Genau diese
Warum wir im Alter tatterig werden, welche Proteine bei Parkinson und welche bei Alzheimer im Gehirn und Rückenmark im Vergleich zum gesunden Menschen verändert sind, das sind die Hauptfragen, denen sich die Forscher des Human Brain Proteome Project (HUPO HBPP, Koordinatoren: Prof. Dr. Helmut E. Meyer, Medizinisches Proteom-Center der Ruhr-Universität Bochum und Prof. Dr. Dr. Joachim Klose, Charité, Campus Virchow-Klinikum, Humboldt-Universität Berlin) vorrangig widmen werden. Ihre Aufgaben und Stan