Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Erfolg für Transplantationsmedizin
Grüne Schweine – aber nicht aus dem Weltall, sondern den Labors der molekularen Tierzucht der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München – wurden jetzt in Oberschleißheim gesichtet. Professor Alexander Pfeifer vom Department für Pharmazie und Professor Eckhard Wolf vom Genzentrum der LMU gelang mit den fluoreszierenden Ferkeln die effiziente Einbringung fremder Erbsubstanz in das Erbgut höherer Säugetiere (EMBO reports, Bd.4, Nr.11, 2003). Die bei
VPM lizenziert erstes Projekt – Vereinbarung mit Fraunhofer-Institut
Die Vakzine Projekt Management GmbH (VPM) hat zusammen mit der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) ihr erstes Projekt lizenziert: Es handelt sich um ein neuartiges, lösliches Beta-Interferon, das eine bessere Behandlung der Multiplen Sklerose, der häufigsten Erkrankung des zentralen Nervensystems, verspricht. Die in Deutschland und den USA bereits patentierte Substanz wurde vom Fraunhofer-Institut für
Künftig gezieltere Therapie für Bluthochdruck bei stark Übergewichtigen?
Neue Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung könnten in Zukunft möglicherweise zu einer gezielteren Therapie von Bluthochdruck und Diabetes bei stark übergewichtigen (adipösen) Patienten führen. Übergewicht und Adipositas sind Hauptrisikofaktoren für Bluthochdruck, Herzerkrankungen sowie Diabetes Typ 2. Einheitliche Empfehlungen zur Therapie des Bluthochdrucks bei Adipösen liegen derzeit nicht vor, da sich bish
DASH – Mit gesunder Ernährung Bluthochdruck senken
Übergewicht, vor allem extremes Übergewicht (Adipositas) zählt zu den größten Risikofaktoren für Bluthochdruck und Diabetes. In den USA gelten rund 30 Millionen Erwachsene als adipös, das entspricht etwa 30 Prozent der erwachsenen Bevölkerung, mehr als 60 Millionen (60 Prozent) gelten als zu dick. “Eine Konsequenz dieser Epidemie ist, dass immer mehr Menschen einen zu hohen Blutdruck haben”, sagte Prof. George A. Bray vom Biomedizini
Dass sich eine Migräne in der Schwangerschaft in vielen Fällen bessert, ist schon lange bekannt. Allerdings beruhte diese Aussage bislang auf Umfragen bei Frauen nach der Entbindung. Um zu exakten Zahlen zu kommen, haben italienische Forscher darum nun erstmals eine so genannte prospektive (“vorausschauende”) Studie durchgeführt: Sie ließen 49 Frauen, die unter Migräne litten, während der Schwangerschaft ein Kopfschmerztagebuch führen.
Migräne-frei im letzten Drittel.
Bei fa
Die neue Generation der Suchoberfläche zur Recherche in Medizindatenbanken beim DIMDI ist freigegeben: DIMDI SmartSearch löst mit optimierter Technik und im neuen Layout die bisherige grips-WebSearch ab. Für die Recherche mit der bewährten Kommandosprache steht jetzt DIMDI ClassicSearch als Nachfolger von grips-Open in neuer Gestaltung zur Verfügung.
Die Recherchemöglichkeiten beim DIMDI werden kontinuierlich den Wünschen der zahlreichen Nutzer und der technischen Entwicklung angepasst. Die
Warum die Immunzellen Erreger frühzeitig angreifen
Natürliche Killerzellen, auch NK-Zellen genannt, gehören zu den weißen Blutkörperchen. Sie spielen bei der frühen Immunabwehr des Körpers gegen Viren und Bakterien sowie Tumorzellen eine entscheidende Rolle. Bevor das Immunsystem seine Kräfte zur Generalabwehr formiert, bekämpfen die NK-Zellen schon die Erreger und töten die befallenen Körperzellen gezielt ab. Wie die NK-Zellen die erkrankten Körperzellen erkennen und welche molekular
Längste Ausdehnung einer Lebensdauer bisher
Wissenschaftler der University of California haben die Lebenserwartung des Rundwurms Caenorhabditis elegans um das Sechsfache erhöht. Ermöglicht wurde das laut der in Science veröffentlichten Studie durch die Optimierung bestimmter Gene und Hormone. Ein metabolisches Hormon wurde blockiert und ihre Fortpflanzungssysteme entfernt. Die Würmer lebten in der Folge gesund und aktiv über einen Zeitraum, der einer menschlichen Lebenserwartung von 5
Max-Planck-Wissenschaftlern entschlüsseln mit Hilfe halbsynthetischer Proteine, wie Zellen Rab-Transportproteine “recycelt”
Zellen von Pflanzen, Tieren und Menschen beherbergen eine Vielzahl abgeschlossener Räume (Kompartimente) bzw. Organellen, zwischen denen permanent ein hohes “Verkehrsaufkommen” zu bewältigen ist. Eine wichtige Gruppe unter den “Verkehrslotsen” in diesen Zellen sind die so genannten Rab/Ypt-Guanosin-Triphosphatasen (GTPasen), deren Funktion durch ein spezielles
Naturwissenschaftler veröffentlichen in “Nature” über Herstellung des Balsamierungsteers
Über Einbalsamierungstechniken im alten Ägypten berichten Tübinger und Münchner Forscher in der nächsten Ausgabe des Fachjournals “Nature”. Durch die Analyse eines unbenutzten Balsamierungsteers aus der 18. Dynastie (um 1500 v. Chr.) wiesen sie nach, dass es aus Zedernholz hergestellt worden war. Bisher galt unter den Ägyptologen die Lehrmeinung, dass derartige Teere aus Wacholderholz destilliert
Daten aus PID-ARI.net ermöglichen enorme Einsparungen
Akute Atemwegsinfektionen bei Kindern, wie Bronchitis und Lungenentzündung, sind für eine Vielzahl von Arztbesuchen und Krankenhauseinweisungen verantwortlich. Dennoch ist die Epidemiologie dieser Infektionen in Deutschland noch weitgehend unerforscht. Kinder werden meist “blind” anhand der Symptome behandelt, welches Virus oder Bakterium sie verursacht, bleibt unbekannt. “Solange wir nicht wissen, welche Erreger genau die Erkranku
Versuche mit achtzelligen Mäuseembryos erfolgreich
Wissenschaftler der University of Leeds haben Hunderte Zellen aus einer einzelnen Zelle gezüchtet, die einem frühen Mäuseembryo entnommen wurde. Kann dieses Verfahren auch beim Menschen eingesetzt werden, werden die Untersuchungsmöglichkeiten nach genetischen Defekten bei der künstlichen Befruchtung deutlich einfacher und genauer. In Zukunft könnten laut Newscientist die für diese Tests entnommenen Zellen zusätzlich eine uneingesch
Ein Team von Forschern der Ecole Normale Supérieure in Paris hat in seiner letzten Veröffentlichung eine Anwendung der Nanotechnologie im medizinischen und biologischen Bereich bewiesen, die dank halbleitender Nanopartikel („Quantum Dots“) die bisher genaueste Visualisierung der Dynamik von neuronalen Rezeptoren ermöglicht.
Die Synapse ist das Verbindungselement, an dem sich die Kommunikation zwischen zwei Neuronen vollzieht. Diese Kommunikation wird durch Membranrezeptoren der „Zi
Forscher der Universität Kassel haben ein nur einige Nanometer (wenige Millionstel eines Millimeters) großes Proteinmolekül konstruiert, das zuverlässig innerhalb einer Zelle einen kleinen operativen Eingriff vornehmen kann. Dazu benutzen sie drei Komponenten aus dem molekularen Baukasten der Natur, die mit Hilfe von gentechnischen Verfahren zu einem einzigen Werkzeug zusammengefügt wurden. Ein Ende des Werkzeugs dirigiert es zum Einsatzort in der Zelle hin. Der Mittelteil ermöglicht es den Wissensch
Weltweit sind mehr als 250 Millionen Menschen extrem übergewichtig (adipös). Adipositas ist ein Hauptrisikofaktor für Bluthochdruck und andere Herz-Kreislauferkrankungen. Wissenschaftler und Kliniker gehen davon aus, dass über die Hälfte der Menschen, die übergewichtig sind, auch einen zu hohen Blutdruck haben. Als übergewichtig oder adipös gelten Menschen mit einem Body Mass Index (BMI) von mehr als 25 kg/m2 (Körpergewicht in Kilogramm durch die Körpergröße in Metern zweimal dividiert). Danach haben
Es gibt einen Zusammenhang zwischen Krankheitsbildern und Großwetterlagen
Ein Kribbeln in den Fingern, plötzliche Schmerzen im Knie, ein Stechen im Kopf: Viele Menschen behaupten, sie würden einen bevorstehenden Wetterwechsel am eigenen Leib spüren. Aber ist das überhaupt möglich? Neue Forschungen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) haben ergeben: Es gibt Wetterfühligkeit wirklich. “Von eingebildeten Kranken kann in der Mehrzahl der Fälle keine Rede sein”, sagt