Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Offene Knochenbrüche sind nicht ganz ungefährlich. Noch im zweiten Weltkrieg wurde bei mindestens jedem zweiten Soldaten das gebrochene Bein oder der gebrochene Arm amputiert, um ein Eindringen von Bakterien und damit die Gefahr lebensbedrohlicher Infektionen zu verhindern. Obwohl Betroffenen dieses Schicksal heute dank großer Fortschritte bei der Behandlung und Rehabilitation erspart werden kann, kommt es nach wie vor bei etwa jedem zehnten offenen Knochenbruch zu massiven Störungen beim Heilungspro
In recent years, scientists have learned that members of a family of enzymes known as sirtuins play critical roles in a wide array of vital life processes, including metabolism, aging, and gene expression. Some studies have shown that low-calorie diets that extend life also boost sirtuin activity dramatically, suggesting an intriguing link between metabolism and aging through sirtuins. And in September, a team of investigators found that a sirtuin-activating compound found in red wine increased the l
Frühzeitige Behandlung der Symptome könnte Anfall verhindern
Eine Studie mit Herzinfarktpatientinnen hat nachgewiesen, dass die Frauen bis zu einem Monat vorher an ungeklärter Müdigkeit und Schlafschwierigkeiten litten. 95 Prozent berichteten bei einer Umfrage der University of Arkansas for Medical Sciences von neuen oder bisher unbekannten Symptomen. Eine entsprechend frühzeitige Reaktion auf diese Symptome könnte daher laut dem in Circulation erschienenen Artikel helfen, einen dr
Das Humane Papillomavirus (HPV) ist eine der wichtigsten Ursachen von Gebärmutterhalskrebs. Wie HPV-infizierte Zellen zielgerichtet zum Selbstmord veranlasst werden können, schilderte kürzlich ein Forscherteam um Privatdozentin Dr. Karin Butz und Professor Felix Hoppe-Seyler vom Deutschen Krebsforschungszentrum in der Fachzeitschrift Oncogene*. Mit einer neuen molekularbiologischen Methode, der RNS-Interferenz, wird das Virus-Gen E6 gehemmt und damit das körpereigene Selbstmordprogramm der Zelle, die
Zoologen der Universität Jena untersuchen die Verwandtschaft einer neu beschriebenen Insektenordnung
Mehr als 40 lebende Exemplare einer erst im vergangenen Jahr beschriebenen Insektenordnung haben Zoologen der Universität Jena jetzt von einer Exkursion aus Südafrika mitgebracht. Die Jenaer Zoologen gehören einem internationalen Team von Wissenschaftlern an, welches die Verwandtschaftsverhältnisse dieser neu entdeckten Tiere klären soll. “Seit 1914 ist keine neue Ordnung mehr entdeck
Eine Studie des Fraunhofer-ISI zeigt: Zu wenige Firmen nutzen moderne biotechnologische Verfahren zum Umweltschutz in der Produktion.
Warum setzen so wenige Firmen in ihrer Produktion biotechnologische Verfahren zum Umweltschutz ein? Dieser Frage ging das Fraunhofer Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung im Auftrag des Ministeriums für Umwelt und Verkehr in Baden Württemberg nach. Für die Studie PIUS-BT (Produktionsintegrierter Umweltschutz mit Biotechnologie) wurden Unt
Zusammen mit britischen und Berliner Kollegen hat Prof. Dr. Hans Kerp vom Geologisch-Paläontologischen Institut der Universität Münster im schottischen Rhynie Chert die bisher ältesten und am besten erhaltenen Spinnentiere entdeckt. Es handelt sich dabei um Weberknechte mit extrem langen Beinen. Wie die Forscher jetzt im Wissenschaftsmagazin “nature” berichteten, wurden drei fossile Exemplare, ein Weibchen und zwei Männchen, dicht nebeneinander in einem Bestand der ältesten Landpflanzen gefunden.
Partikel haben einen Durchmesser von 110 Nanometer
Winzige Nanopartikel können in Tumore eingeschleust werden und mittels Licht so erhitzt werden, dass sie gezielt Krebszellen zerstören. Wissenschaftler der Rice University haben laut den Proceedings of the National Academy of Sciences erfolgreich Tests mit Mäusetumoren durchgeführt. Die eingeschleusten Partikel haben einen Durchmesser von rund 110 Nanometer. Mit dem neuen Verfahren sollen Tumore behandelbar werden, die inoperabel oder
Für ihre Arbeit zu X-chromosomalen DNA-Systemen für forensische Zwecke erhielt Dr. rer. nat. Jeanett Edelmann vom Institut für Rechtsmedizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig jetzt den Wissenschaftspreis der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin. Dr. Edelmann entwickelte eine Methode für den sicheren Nachweis weiblicher Nachkommen über mehrere Generationen hinweg.
Die X-chromosomalen DNA-Systeme sind nach der Etablierung autosomaler Marker in der Rechtsmedizin, insbes
GBF-Forscher nutzen Signaltheorie zur Untersuchung von Biomolekülen
Eine neuartige bioinformatische Technik soll es künftig ermöglichen, genetische Daten besser zu verstehen und zu interpretieren. Wissenschaftler der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) in Braunschweig haben ein Verfahren entwickelt, das Methoden der Spracherkennung und der digitalen Bildverarbeitung auf die Analyse von Genomen überträgt. In der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift Bioinformatics beschre
Mutationen von DFNA 20 verhindern Reparatur von Ohrschäden
Wissenschaftler der Michigan State Universityhaben eine Gruppe von genetischen Mutationen entdeckt, die für einen fortschreitenden Gehörverlust verantwortlich ist. Das beteiligte Gen DFNA 20 spielt eine entscheidende Rolle beim Gehörverlust. Bisher waren keine Mutationen dieses Gens bekannt. Es dürften durch diese Mutationen jene Prozesse beeinflusst werden, die dem Ohr ermöglichen Schäden zu reparieren, die durch Geräusche o
Krebsverursachende Gene werden steuerbar
Wissenschaftlern ist es erstmals bei Mäusen gelungen, jene genetischen Schalter zu blockieren, die Brustkrebs ein- bzw. abschalten. Das Team der University of California konnte eine Krebserkrankung verhindern und sogar wieder rückgängig machen. Entscheidend war die Entfernung des Gens Beta-1 Integrin. Dieses Gen reguliert das normale Wachstum des Brustgewebes und sein Überleben. Eine Fehlfunktion kann direkt zur Entstehung eines Tumors führen.
Wenn es Robben an Land zu heiß wird, öffnen sie die sog. Thermofenster: Teile ihrer Körperoberfläche erhitzen sich durch stärkere Durchblutung und geben Wärme an die Umgebung ab.
Das haben Dr. Björn Mauck, HD Dr. Guido Dehnhardt (Lehrstuhl für Allgemeine Zoologie und Neurobiologie), Prof. Dr. Ulf Eysel (Abteilung für Neurophysiologie, Medizinische Fakultät der RUB) gemeinsam mit Kollegen aus Köln und Neufundland herausgefunden. Mit einer Infrarot-Wärmekamera untersuchten sie Seehunde,
Die Bedeutung der Magnetresonanztomographie (MRT, auch: Kernspintomographie) in der Medizin nimmt stetig zu. Auch für die Diagnostik von Lungenerkrankungen ist die Methode eine attraktive Alternative, weil sie für den Patienten keine Strahlenbelastung mit sich bringt. Neue Techniken wie das Einatmen des ungiftigen Edelgases Helium-3 als Kontrastmittel erlauben inzwischen präzise Aussagen zur Lungenfunktion.
Bisher beurteilt man die Belüftung der Lunge entweder über physikalische Lungenfun
Die Deutsche Gesellschaft für Urologie fordert zur Früherkennung des Prostatakarzinoms ein PSA-Screening (Prostataspezifisches Antigen). Dabei sei es das Ziel, diejenigen Männer zu identifizieren, bei denen ein womöglich aggressiver Krebs noch in einem sehr frühen Stadium und damit mit hoher Wahrscheinlichkeit heilbar ist. Dies sagte der Urologe Professor Dr. Wolfgang Weidner, Gießen, Vorstandsvorsitzender der Hessischen Krebsgesellschaft, auf einer Pressekonferenz anlässlich der von Bayer HealthCare
Wissenschaftler der Stanford University haben ein Medikament entwickelt, das einige der Charakteristiken der Immunschwäche X-Scid bei Transplantationspatienten hervorruft. Laut dem Fachmagazin Science kann dieses Medikament bereits in kleinen Dosierungen eine Abstoßung ohne bedrohliche Nebenwirkungen verhindern. Das Team führte erfolgreiche Tests mit Affen durch, denen Organe transplantiert wurden.
Das Medikament zielt auf einen kleinen Schlüsselbereich des Immunsystems ab und unterdrückt n