Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Gezielte Untersuchungen der Taufliegen sollen der Humanmedizin helfen
Erstmals hat ein internationales Wissenschaftsteam des einen nahezu vollständigen Satz von Erbanlagen der Taufliegen nach Genen durchforstet, die bei Krebserkrankungen eine Rolle spielen könnten. Für ihre Untersuchung benutzten die Forscher Blutzellen der Taufliege Drosophila, einem Modellorganismus, der sich besonders gut für genetische Studien eignet. Mit modernen Verfahren analysierten sie die Funktion von fast
Virusübertragung von Vogel auf Mensch erforscht
Wissenschaftler des National Institute for Medical Research haben herausgefunden wie das Virus, das die schwerste Grippe-Epidemie in der Menschheitsgeschichte ausgelöst hat, auf den Menschen übertragen wurde. Sie gehen davon aus, dass das Virus 1918 von Vögeln auf den Menschen übergesprungen ist. Die in Science veröffentlichten Forschungsergebnisse sollen es in Zukunft ermöglichen, jene Vogelviren früher zu identifizieren, die eine pote
Heidelberger Chirurgen plädieren für die wissenschaftliche Überprüfung neuer operativer Verfahren / Klinisches Studiencentrum seit zwei Jahren aktiv
Neue chirurgische Operationsverfahren sollten vor der Einführung wissenschaftlich auf ihre Wirksamkeit überprüft werden. Dafür plädieren Heidelberger und Marburger Chirurgen in der aktuellen Ausgabe des “Deutschen Ärzteblatts”. Als Beleg führen sie u.a. eine wissenschaftliche Studie an, die scheinbare Vorteile der weitverbreiteten “Schlü
Die Einschleppung der zurzeit in Südostasien grassierenden Geflügelgrippe nach Europa oder gar Deutschland ist unwahrscheinlich. Allerdings sieht Prof. Dr. Ulrich Neumann von der Klinik für Geflügel an der Tierärztlichen Hochschule Hannover die Möglichkeit einer weiteren Ausbreitung in Südostasien. Entsprechend der Aussage eines WHO-Experten Mikroorganismen brauchen keine Pässe könnte der Transport von lebendem Geflügel oder Geflügelprodukten über die grüne Grenze&
Erkrankungen und Probleme im Geschlechtsleben weltweit steigend
In 15 Ländern Europas und des Nahen Ostens steht die Woche um den Valentinstag, vom 10. bis 14. Februar, im Zeichen der sexuellen Gesundheit. Die International Society For Mens Health & Gender ISMH will mit der Aktion unter dem Titel “European Sexual Awareness Events” (ESAE) aufklären, Mut machen und vor allem dazu anregen, über Probleme beim Sex zu sprechen. Sexualstörungen gelten in der westlichen Welt mittlerweil
Hintergrundinformationen zur Geflügelgrippe in Südostasien (2) Nach den bisherigen Erkenntnissen sind beim Ausbruch der Geflügelgrippe bzw. Geflügelpest in China Impfstoffe eingesetzt worden, ohne dass damit entscheidende Erfolge erzielt werden konnten. Ähnliche Erfahrungen sind Ende der 90er Jahre auch in Italien gemacht worden. Dazu stellt der Geflügelexperte Prof. Dr. Ulrich Neumann von der Tierärztlichen Hochschule Hannover fest: “In dem Moment, in dem eine Epidemie in einer Regio
Hintergrundinformationen zur Geflügelgrippe in Südostasien (3) Bislang gibt es keine gesicherten Erkenntnisse dazu, ob der Erreger H5N1 der in Südostasien aufgetretenen Geflügelgrippe auch für den Menschen in größerem Umfang gefährlich werden kann. Das wäre dann der Fall, wenn nicht nur eine Ansteckung des Menschen über befallenes Geflügel erfolgen würde, sondern – infolge einer genetischen Veränderung (Mutation) des Erregers – auch ein Überspringen der Viren von Mensch zu Mensch mögl
Schneller als die US-Konkurrenz – Bericht in “Nature”
Ein Team von deutschen Forschergruppen unter Federführung von Wissenschaftlern des Biozentrums der Uni Würzburg hat ein Protein entdeckt, das Blutgerinnungsforscher auf der ganzen Welt seit Jahren vergeblich suchen. In Zusammenarbeit mit dem DRK-Blutspendedienst Frankfurt/Main, dem GSF-Forschungszentrum München und der Biologischen Bundesanstalt in Münster konnten sie zeigen, warum das häufig verwendete Blutverdünnungsmittel Marcum
Für Vitamin K entscheidendes Gen identifiziert
Deutschen und britischen Wissenschaftlern ist ein Durchbruch bei der Behandlung von Blutgerinnseln gelungen. Bei der Untersuchung der Rolle von Vitamin K für die Bildung von Blutgerinnseln haben sie mit VKORC1 jenes Gen identifiziert, das für seine Produktion entscheidend ist. Die Forscher schreiben in Nature, dass diese Entdeckung neue Möglichkeiten für die Blutverdünnung eröffnen kann.
Das von Wissenschaftlern des Medical Rese
Lösen “Selbstmord” der Zellen aus
Amerikanische Wissenschaftler behaupten, dass den Bruchteil einer Sekunden anhaltende Energieimpulse Krebszellen angreifen können, ohne die benachbarten gesunden Zellen zu verletzen. Diese Impluse zerstören die Zelle nicht im eigentlichen Sinn. Sie scheinen jedoch einen Prozess auszulösen, der zu ihrem “Selbstmord” führt. Das Team der University of Southern California und der Old Dominion University hat nachgewiesen, dass Nanopulse zumindest im Labor
Wissenschaftlern aus Hannover und Heidelberg ist es erstmals gelungen, die Bewegungsrichtung eines biologischen Motorproteins gezielt umzukehren
Spezielle Proteine mit gewünschten Eigenschaften maßschneidern zu können, ist ein wichtiges Ziel der Bio- und Nanotechnologie. Von besonderem Interesse ist hierbei Myosin, ein winziger molekularer Motor, der auch unsere Muskeln bewegt. Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und des Heidelberger Max-Planck-Instituts für medizini
Entdeckung soll in Zukunft Ursachen von Krankheiten entschlüsseln
Deutschen Forschern aus Braunschweig und Göttingen ist es gelungen, Antikörper zu entwickeln, die gezielt lebende Nervenzellen markieren. Dadurch sollen in Zukunft markierte Antikörper Ursachen von Krankheiten wie Parkinson identifizieren können, berichtet BioProfil Funktionelle Genomanalyse, eine Initiative von Forschungseinrichtungen und Biotechnologie-Unternehmen der Region Braunschweig, Göttingen und Hannover.
Die Samen der südamerikanischen Blumennessel-Pflanzen enthalten eine bestimmte Sorte essentielle Fettsäuren, die wegen ihrer pharmakologischen Wirkung entscheidende Bedeutung in der Vorsorge zahlreicher Erkrankungen von Akne bis Krebs besitzen. Wissenschaftliche Untersuchungen weisen auf ein breites Spektrum von positiven pharmakologischen Wirkungen hin. Bislang wurde das stearidonsäure-reiche Öl vor allem aus der Pflanze Natternkopf gewonnen, die in der jedoch im Anbau nicht besonders ertragreich i
So alltäglich es erscheint, so rätselhaft ist es immer noch: Gewöhnliches Wasser und seine Eigenschaften unter verschiedenen Bedingungen beschäftigen Forscher weltweit. Einer, der seit langem mit theoretischen Berechnungen dem Wasser auf der Spur ist, ist Prof. Dr. Dominik Marx (Lehrstuhl für Theoretische Chemie der Ruhr-Universität). Ihm wird eine besondere Ehre zuteil: In der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Science kommentiert er als Experte die Arbeit von Kollegen. In den USA gelang mi
Die EU hat Fördermittel in Höhe von 2,2 Millionen Euro für ein neues ERA-NET-Projekt bereitgestellt, das die multinationale Zusammenarbeit in der Pflanzengenomforschung fördern und letztendlich für eine bessere Koordinierung der jährlich in Europa für derartige Aktivitäten getätigten Ausgaben in Höhe von 80 Millionen Euro sorgen soll.
Das Projekt zur Pflanzengenomik im Europäischen Forschungsraum (European Research Area Plant Genomics/ERA-PG) wurde am 1. Januar gestartet und vereint Fördere
Nach ersten Ergebnissen der bislang maßgeblichsten Studie über eine mögliche Verbindung zwischen Mobiltelefonen und Krebs liegt das Krebsrisiko bei Personen, die bereits seit 10 Jahren oder länger ein Mobiltelefon benutzen, nicht höher als bei Kurzzeitnutzern.
Die kürzlich veröffentlichte Untersuchung wurde in Dänemark durchgeführt und ist Teil der von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) koordinierten INTERPHONE-Studie. Es handelt sich um die größte Studie dieser Art, an d