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Gesundheit & Leben

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Entdeckung: Ganzkörper-Gehirn bei Seeigeln Identifiziert

Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…

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Medizintechnik

Premiere: Protonentherapie gegen Lungenkrebs

Am Paul Scherrer Institut PSI wurde heute ein an Lungenkrebs erkrankte 60-jährige Patientin mit Protonen, also positiv geladenen Teilchen, bestrahlt. Es ist das erste Mal in der Schweiz, dass diese Art der Bestrahlung zur Krebsbehandlung an der Lunge eingesetzt wird. Die siebenwöchige Therapie erfolgt im Rahmen einer internationalen Studie, an der das PSI im Verbund mit dem Kantonsspital Aarau teilnimmt. Das PSI hat grosse Erfahrung mit Protonentherapie und behandelt damit schon seit 1996 erfolgreich Patienten mit Tumoren im Hals und…

Biowissenschaften Chemie

Neue Methodik in der Tumorforschung

Mit stabilen Isotopen den Stoffwechsel solider Tumore untersuchen. Ein Kennzeichen von Tumoren ist, dass sie einen schnellen Stoffwechsel und deshalb einen hohen Energieverbrauch haben. Aber welche Stoffwechselwege in ihrem Inneren genau ablaufen und welche Faktoren den Stoffwechsel beeinflussen, lässt sich in Zellkulturversuchen nicht vollständig klären: Dazu muss der intakte Tumor analysiert werden. Ein deutsch-amerikanisches Forschungsteam, an dem auch der neu an die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen berufene Prof. Dr. Dr. Alpaslan Tasdogan maßgeblich beteiligt ist, hat eine neue Methode…

Medizintechnik

Schwere Covid-19-Verläufe mit Künstlicher Intelligenz besser behandeln

Die Nutzung von Big Data soll künftig helfen, schwere Verläufe von Covid-19 früh vorherzusagen und individueller zu behandeln. Das ist das Ziel des Verbundprojekts CovidDataNet.NRW unter Leitung von Prof. Dr. Michael Adamzik vom Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum (RUB) Knappschaftskrankenhaus Bochum. Das Projekt wird mit rund 3,2 Millionen Euro vom NRW-Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie gefördert. Intensivstationen entlasten „Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Big Data erlaubt es, die Betroffenen zukünftig von Anfang an individueller und zielgerichteter zu behandeln…

Biowissenschaften Chemie

Supercomputer im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen

Die Entwicklung von Antibiotika ist einer der bedeutendsten Durchbrüche in der Medizin. Allerdings entwickeln Krankheitserreger Resistenzmechanismen, die die Wirksamkeit von Antibiotika zunichtemachen. Rund 700.000 Menschen sterben jedes Jahr an solchen resistenten Bakterien. Dank Simulationsstrategien können Supercomputer dazu beitragen, die dringend benötigte Entwicklung neuer Antibiotikavarianten zu beschleunigen. Die Rechenprozesse wurden von einem internationalen Team unter der Leitung von Forschern des Exzellenzclusters Ruhr Explores Solvation, kurz RESOLV, umgesetzt. Die Ergebnisse werden am 16. November in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy…

Biowissenschaften Chemie

Erklärung für ungewöhnliche Isotopenmuster

PNAS-Publikation: In einem Laborversuch simulieren MARUM-Forschende alternative Kohlenwasserstoffbildung durch Reduktion von Essigsäure. Unter Druck und hoher Temperatur bilden sich im tiefen Ozeanboden Kohlenwasserstoffe, die auch ein wesentlicher Bestandteil von Erdöl und Erdgas sind. Im Guaymas-Becken im Golf von Kalifornien sind Forschende auf Spuren von Kohlenwasserstoffgasen gestoßen, die nicht auf herkömmliche Art und Weise entstanden sind. In ihrer Studie, die das Journal Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) jetzt veröffentlicht hat, zeichnen sie einen neuen Bildungsweg der Gase Ethan…

Biowissenschaften Chemie

Stammzellen würfeln nicht (nur)

Aus einer befruchteten Eizelle entsteht in nur wenigen Wochen ein komplett neuer Organismus. Das eigentliche Wunder dabei ist, dass aus einem kleinen Haufen vollkommen identischer Stammzellen ganz unterschiedliche, spezialisierte Zelltypen werden. Das Team um Christian Schröter, Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund, hat nun zeigen können, dass die Spezialisierung von Zellen während der Embryonalentwicklung nicht wie bisher angenommen ausschließlich vom Zufall abhängt, sondern vielmehr durch die Kommunikation der Zellen bestimmt wird. Stammzellen sind wahre Multitalente. Sie können sich…

Biowissenschaften Chemie

„Tauziehen“ der Zellen

Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen untersucht dichte Verbindungen. Die gemeinsame Bewegung von Zellen ist entscheidend für verschiedene biologische Prozesse in unserem Körper – zum Beispiel, damit Wunden heilen und sich der Organismus entwickeln kann. Diese Bewegung wird durch die Verbindungen zwischen einzelnen Zellen ermöglicht. Diese Verbindungen wiederum werden durch verschiedene Proteinkomplexe hergestellt und übertragen die notwendigen Kräfte zwischen benachbarten Zellen. Ein Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen und mit Beteiligung des Dresdener Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik hat…

Medizin Gesundheit

Genetischer Defekt als Einfallstor für bakterielle Entzündungen

Die Ursachen für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED), zu denen auch Morbus Crohn und Colitis ulcerosa gehören, sind nach wie vor unbekannt. Obwohl nachgewiesen wurde, dass Gene zum CED-Risiko beitragen, entwickelt nur eine Minderheit der Menschen, die genetische Risikovarianten in sich tragen, die Krankheit. Dies deutet darauf hin, dass andere Umweltfaktoren eine wichtige Rolle bei CED spielen. Forscher des CRTD und der Medizinischen Fakultät der TU Dresden haben nun einen Signalweg identifiziert, der zur Darmentzündung beitragen kann. Sie zeigen, wie ein menschlicher…

Biowissenschaften Chemie

Marshmallow-Test bei Papageien

Afrikanische Graupapageien lehnen eine sofortige Belohnung mit Aussicht auf eine bessere eher ab als Aras. Sie können also möglicherweise eine Belohnung länger herauszögern als Aras. Dies haben Wissenschaftler*innen um Auguste von Bayern vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen herausgefunden. Die Vögel, die sich mit auf- und abgehen ablenkten, hielten das Warten am längsten durch. Der Marshmallow-Test ist ein bekanntes Experiment zu Impulskontrolle und Belohnungsaufschub aus den frühen 1970er Jahren. Er misst das Vermögen, auf eine Belohnung zu warten, wenn diese…

Medizin Gesundheit

Tetanustoxin: Der erste Wirkstoff gegen Muskelabbau

Erstmals zeigen Wissenschaftler*innen der Universitätsmedizin Göttingen und aus Berlin: Das hochpotente Nervengift Tetanustoxin wirkt gegen Muskelschwund. Veröffentlicht im Journal of Cachexia, Sarcopenia and Muscle. Schlaganfall, Multiple Sklerose oder Rückenmarksverletzungen zählen zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen, bei denen es durch eine Störung im zentralen Nervensystem zu dauerhaften Lähmungen und Muskelschwund kommen kann. Bisher gibt es für eine Behandlung kein wirksames Medikament. Der Schwerpunkt der Therapie liegt daher auf Physio- und Ergotherapie. Um die Behandlungslücke schließen zu können, forschen Göttinger und Berliner…

Biowissenschaften Chemie

Forscher weisen Barriere im Inneren des Fliegengehirns nach

Ein Forscherteam um Nicole Pogodalla und Prof. Dr. Christian Klämbt vom Institut für Neuro- und Verhaltensbiologie der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster wies nun erstmals eine zweite Barriere im Gehirn von Taufliegen (Drosophila melanogaster) nach – neben der bereits bekannten Blut-Hirn-Schranke. Die im Gehirn liegenden Nervenzellen sind auf komplexe Weise über besondere Schaltstellen, die Synapsen, verknüpft. Sie benötigen eine stets gleichbleibende Umgebung, um verlässlich zu funktionieren. Um dies zu gewährleisten, ist das Gehirn von einer sogenannten Blut-Hirn-Schranke umgeben. Sie sorgt zum…

Medizin Gesundheit

Pathomechanismen bei Herz-Kreislauf-Erkrankung entdeckt

Durch das größte Protein des menschlichen Körpers, Titin, können sich Muskeln elastisch bewegen. Mutationen im Titin-Gen (TTN) können diese Funktion beeinträchtigen und zur Erkrankung des Herzmuskels führen. Welche Pathomechanismen dahinterstecken – also warum TTN-Mutationen krankheitsauslösend sind – war bislang unklar. Ein Experten-Team um Prof. Dr. Wolfgang Linke der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster untersuchte nun diese Pathomechanismen genauer und hat wegweisende Erkenntnisse gewonnen. Durch das größte Protein des menschlichen Körpers, Titin, können sich die Muskeln – und damit auch das Herz…

Biowissenschaften Chemie

Die Herstellung chemischer Produkte nachhaltig gestalten

Die Nachwuchsgruppe »H2Organic« arbeitet unter Leitung von Dr. Daniel Siegmund an einem »grünen« elektrochemischen Prozess. Am Anfang stand ein Wettbewerb. Mit seiner Idee, innovative Materialien für die elektrokatalytische Hydrierung von organischen Chemikalien einzusetzen, bewarb sich Dr. Daniel Siegmund beim »BMBF Nachwuchswettbewerb NanoMatFuture«. Ziel der Maßnahme: im Sinne einer Exzellenzförderung dem wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich Werkstoff- und Nanotechnologie gute Startbedingungen zu ermöglichen. Einige Monate später dann die Bestätigung: Daniel Siegmund, Gruppenleiter »Elektrokatalyse« am Fraunhofer UMSICHT sowie Habilitant bei Prof. Dr. Ulf-Peter…

Biowissenschaften Chemie

Wasserpflanze offenbart evolutionäre Überraschungen

Team mit Beteiligung der Universität Göttingen sequenziert Erbgut. Brachsenkräuter sind Wasserpflanzen, die zu einem uralten Stamm von sogenannten Gefäßpflanzen gehört. Diese Pflanzen besitzen Gewebe zum Transport von Wasser, Pflanzensaft und Nährstoffen. Dieser Stamm hat sich vor mehr als 400 Millionen Jahren von anderen Gefäßpflanzen evolutionär abgespalten. Ein internationales Forschungsteam, an dem auch die Universität Göttingen beteiligt ist, hat nun das gesamte Genom dieser Pflanze sequenziert und dabei die Geheimnisse ihrer einzigartigen Art der Photosynthese gelüftet. Zudem hat es die unterschiedliche…

Biowissenschaften Chemie

Ein natürlicher CO2-Speicher dank symbiotischer Bakterien

Seegraswiesen bieten einen vielseitigen Lebensraum an vielen Küsten. Zudem speichern sie große Mengen Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre im Ökosystem. Um zu wachsen, brauchen die Seegräser Nährstoffe, vor allem Stickstoff. Bisher glaubte man, dass die Pflanzen den Stickstoff vorwiegend aus dem Wasser und Sediment aufnehme – die allerdings extrem nährstoffarm sind. Nun zeigt eine in Nature veröffentlichte Studie von Forschenden des Bremer Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie, dass Seegras im Mittelmeer in seinen Wurzeln eine Symbiose mit einem Bakterium unterhält, welches…

Biowissenschaften Chemie

Die Tricks der Lymphome

Zelluläre Immuntherapien sind bei Non-Hodgkin-Lymphomen bisher wenig wirksam. Einen möglichen Grund hat ein Team um den MDC-Forscher Armin Rehm entdeckt. Wie es in „Cell Reports“ berichtet, verändern die Krebszellen große Blutgefäße, über die Immunzellen normalerweise in die Lymphknoten einwandern. Aus der modernen Krebsbehandlung sind Immuntherapien nicht mehr wegzudenken. Besonders erfolgreich sind sie zum Beispiel bei Morbus Hodgkin, einer bösartigen Erkrankung des Lymphsystems. Bei aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen hingegen versagen vergleichbare Ansätze, bei denen das Immunsystem mit unterschiedlichen Strategien dazu gebracht wird, die…

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