Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Forschen für die Gesundheit und die Umwelt des Menschen ist das Ziel des Fraunhofer-Verbunds Life Sciences. Dazu haben sich die Fraunhofer-Institute für Biomedizinische Technik IBMT, für Grenzflächen und Bioverfahrenstechnik IGB, für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie IME und für Toxikologie und Experimentelle Medizin ITEM zusammengeschlossen.
Der Verbund Life Sciences will Erkenntnisse aus der biologischen Grundlagenforschung umsetzen und für industrielle Anwendungen nutzen.
Am 28. Juni wurde in Lyon, Frankreich, ein neues EU-Projekt gestartet, das sich mit der zunehmenden Resistenz bestimmter Viren gegenüber Arzneimitteln beschäftigt.
Die zunehmende Arzneimittelresistenz einiger Viren deutet darauf hin, dass bestimmte Krankheiten in Zukunft immer schwieriger zu behandeln sein werden. Die Europäische Kommission stellt daher neun Millionen Euro für das Projekt “Vigilance against Viral Resistance” (VIRGIL) bereit, das vom französischen Institut für Gesundheitswe
In dem neuen Exzellenznetzwerk MED-VET-NET, das unter dem vorrangigen Themenbereich “Lebensmittelqualität und -sicherheit” des Sechsten Rahmenprogramms (RP6) finanziert wird, werden zum ersten Mal human- und veterinärmedizinische Fachkenntnisse im Kampf gegen Zoonosen vereint. Bei Zoonosen handelt es sich um Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden können und für einige sehr ernste Probleme der öffentlichen Gesundheit verantwortlich sind. Viele von ihnen befallen N
Virusmutationen erhöhen die Gefahr für Säuger
Der Vogelgrippevirus mutiert und wird auch für Säugetiere immer gefährlicher. Diese Entdeckung verstärkt die Angst, dass eine Epidemie unter Menschen auftreten könnte. Die Vogelgrippe kam 1997 in die Schlagzeilen, als der so genannte H5N1-Stamm von Hühnern auf den Menschen übertragen wurde und sechs Personen in Hongkong tötete. Innerhalb von drei Tagen wurde die gesamte Hühnerpopulation des Landes geschlachtet und so wurde der Ausbruch kon
Biologische Unterschiede bei akuter myeloischer Leukämie
Abgrenzung von Untergruppen der AML
Zu den wichtigsten Merkmalen der häufigsten Form des akuten Blutkrebses beim Erwachsenen, der akuten myeloischen Leukämie (AML), zählen Veränderungen der Erbträger (Chromosomen) in den Leukämiezellen. Allerdings können mit den herkömmlichen Verfahren bei etwa der Hälfte aller jüngeren AML-Patienten keine derartigen Veränderungen nachgewiesen werden. Neuere Untersuchungen deuten darauf
Forschungszentrum caesar stellt im Technikzelt Rapid-Prototyping-Verfahren für die Medizin vor
Die Technik ist bewährt: Rapid Prototyping wird im Automobil- und Maschinenbau gerne verwendet, um schnell und kostengünstig Prototypen aus dreidimensionalen Datensätzen herzustellen. Die Arbeitsgruppe Rapid Prototyping am Forschungszentrum caesar nutzt diese Vorteile für neue Anwendungen in der Medizin. Im Rahmen der 4. Bonner Wissenschaftsnacht präsentieren die caesar-Forscher im Technik
“MiniProd” heißt ein Konzept, das eine automatisierte Produktion auch bei variantenreichen Kleinserien wirtschaftlich macht und mit einem Minimum an Raum und Infrastruktur auskommt. Das Baukastenprinzip sorgt für Flexibilität und reduziert Investitionskosten. Im gleichnamigen BMBF-Projekt (Laufzeitende August 2004) entstehen Komponenten und Demonstratoren für eine Biochip-Fertigung sowie die Montage von Laserdioden.
Ein- und Ausgabestation zur Herstellung von DNA-Biochips (vorne) mit
Honigbienen bauen ihre Waben in einer derart exakten Geometrie, dass ihnen früher eine mathematische Begabung zugesprochen wurde. Die Wahrheit sieht aber anders aus: Bienen sind zwar keine genialen Architekten, verwenden dafür aber einen genialen Baustoff, nämlich ihr eigenes Wachs.
Die Waben der Honigbienen setzen sich aus perfekt gleichmäßigen sechseckigen Zellen zusammen. Darin lagern die Insekten ihre Nahrung – Honig oder Pollen – und ziehen ihre Brut groß. Die Zellenwände besteh
Alle Zellen strahlen ein schwaches Licht ab, die so genannten Biophotonen. Man kann sie nur mit starken Lichtverstärkern sichtbar machen. Wie die Zeitschrift natur+kosmos in ihrer Juli-Ausgabe berichtet, glaubt eine ganze Reihe von Forschern, dass diese Strahlung unser Verständnis der Biologie verändern wird. Denn die Lichtteilchen sagen nicht nur etwas über den Zustand eines Organismus aus, sondern steuern womöglich seine Lebensfunktionen. Der Biophysiker Fritz-Albert Popp erforscht diese s
Was passiert genau, wenn Pflanzen auf Licht antworten, untersucht eine neue internationale Forscherkooperation, die Chemieprofessor Dr. Wolfgang Gärtner von der Uni Duisburg-Essen leitet. Die Volkswagen-Stiftung unterstützt das auf drei Jahre angelegte Vorhaben mit einer Gesamtsumme von etwa 760.000 Euro.
In dem Gemeinschaftsprojekt untersuchen vier Forschergruppen in Leiden (Niederlande), Gießen, Duisburg und Mülheim erstmals genau, wie der pflanzlichen Photorezeptor Phytochrom funktionier
Während die Wasserwirtschaft an sich zum Schutz des Bodens vor Überflutung und Erosion beiträgt, stören die konkreten genutzten Konstruktionen die Regulierung des Wasserflusses. Das wiederum führt zur Entstehung eines lebensfeindlichen Bereichs und damit zur Zerstörung von Fauna und Flora. Wenn diese wichtigen Organismen fehlen, wird der Prozess der biologischen Selbstreinigung gestört und damit das biotische Potential des Wassers reduziert. Das hat zur Folge, dass sich eine Zufluchtsstätte entwicke
DNA-basierte molekulare Maschine, die Thrombin abwechselnd binden und wieder freigeben kann
Nanoroboter und molekulare Maschinen sind heute nicht mehr der Phantasie von Science-Fiction-Autoren vorbehalten, sondern ein sehr realistisches Ziel ernsthafter Forschung. So ist es Münchner Forschern nun gelungen, eine Art “molekularer Hand” zu konstruieren, die einer äußeren Steuerung gehorchend ein Molekül des menschlichen Blutgerinnungsfaktors a-Thrombin greifen und auch wieder loslassen
Die Weltpremiere für ultraviolett leuchtendes Silizium fand dieser Tage im Forschungszentrum Rossendorf (FZR) in Dresden statt. In Kooperation mit der nanoparc GmbH, einer aus dem FZR ausgegründeten Firma, entwickelten Wissenschaftler des Forschungszentrums die weltweit erste in Siliziumtechnologie hergestellte Lichtquelle für ultraviolettes Licht (UV). Das von der Lichtquelle ausgehende UV-Licht soll neue und günstige Anwendungen v. a. im Bereich der Biosensorik ermöglichen.
Silizium, d
Die Verbraucher Initiative e. V. startet ihr neues Internet-Portal www.forum-elektrosmog.de . Damit erweitert der Bundesverband kritischer Verbraucherinnen und Verbraucher sein breit gefächertes Angebot an Online-Informationen um den Baustein Elektrosmog und Gesundheit.
Mit dem Ausbau der Mobilfunknetze ist eine heftige öffentliche Debatte um mögliche Gesundheitsgefahren durch Elektrosmog entbrannt. Angebliche Beweise für die krankmac
BIOLFLOR – so lautet der Name der bislang umfangreichsten Sammlung von Daten über unsere einheimische Pflanzenwelt, die nun im Internet einsehbar und damit für einen breiten Anwenderkreis nutzbar ist.
Sie wird von Wissenschaftlern des Umweltforschungszentrums Leipzig-Halle (UFZ) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) veröffentlicht und enthält eine umfassende Beschreibung von über 3.600 für die Vegetation Deutschlands und Mitteleuropas maßgeblichen Farn- und Blütenpflanzen. Eine in dieser
Lichtenberg-Professorin an der Lübecker Klinik für Neurologie erforscht den Morbus Parkinson
Mit 1,4 Millionen Euro wird am Lübecker Universitätsklinikum eine Stiftungsprofessur für Klinische und Molekulare Neurogenetik eingerichtet. Die Finanzierung übernimmt die VolkswagenStiftung. Sie hat das Lübecker Forschungsprojekt für eine der bundesweit fünf jetzt vergebenen “Lichtenberg-Professuren” ausgewählt. Die neue Professur wird mit Privatdozentin Dr. Christine Klein an der Lübecker U