Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
KKH fordert, Gentests nur zur Heilung und Vermeidung von Krankheiten zu nutzen. EU-Experten für Screenings bei Neugeborenen – Gesetzgeber muss handeln
An der ersten deutschen Gentest-Reihenuntersuchung zur Früherkennung einer Erbkrankheit haben 6.000 Versicherte der KKH teilgenommen. Der Modellversuch – der erste seiner Art, den eine deutsche Krankenkasse durchführte – hatte zum Ziel, die vererbbare Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose) nachzuweisen, um diese Stoffwechselerkrankung erfo
Die Aufdehnung verengter Herzkranzgefäße mit Hilfe eine Ballons an der Spitze eines Herzkatheters (Ballondilatation) ist seit Jahrzehnten ein Standardverfahren zur Behandlung bzw. Verhinderung von Herzinfarkten. Üblicherweise werden seit den 90er Jahren nach der Dilatation noch sogenannte Stents (sich selbst entfaltende Metallkörbchen) in das verengte Gefäß eingesetzt, die es auf Dauer offen halten sollen. Diese Stents sind zum Teil mit Medikamenten beschichtet, die die Narbenbildung und damit erneut
Kölner Max-Planck-Forscher entschlüsseln Resistenzmechanismus der Gerste gegen Pilzinfektionen
Der Mehltau ist eine bei Getreide häufig auftretende Pilzerkrankung, die nur durch regelmäßigen Fungizideinsatz große Ertragseinbußen in der Landwirtschaft verhindert. Einige Getreidesorten sind jedoch von Natur aus gegen den Mehltaupilz immun. Bei der Gerste sind es u.a. Sorten, die einen Defekt im Mlo-Gen haben und flächendeckend in Europa angebaut werden. Wissenschaftlern vom Max-Planck-I
Studie der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg in “Blood” veröffentlicht
Wissenschaftler der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg haben eine grundlegende Erkenntnis zur Stammzellforschung gewonnen: Ihnen ist es gelungen, Einblicke in das genetische Programm der asymmetrischen Teilung von Blutstammzellen zu erhalten.
Die asymmetrische Zellteilung ist eine besondere Fähigkeit von Stammzellen. Wenn Stammzellen sich teilen, entstehen Tochterzellen mit unterschie
Fünf Jahre: Das ist im Durchschnitt die Lebenszeit, die Patienten mit der Diagnose multiples Myelom verbleibt. Das multiple Myelom ist eine unheilbare Form von Blutkrebs und gehört zu den 20 häufigsten Krebserkrankungen. Seit Mai gibt es in Deutschland eine Therapie, die den Krebs auch dann noch zumindest vorübergehend aufhalten kann, wenn kein anderes Medikament mehr hilft. Bortezomib, ein neuartiger Wirkstoff, greift in den Stoffwechsel der Myelomzellen ein und verhindert ihr Wachstum. So kann die
Die berauschenden Substanzen in Cannabis können möglicherweise im Kampf gegen Hirntumore eingesetzt werden
Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Complutense-Universität in Madrid. Das Team um Manuel Guzmán beobachtete, dass die für das „High”-Gefühl verantwortlichen Cannabinoide bei Mäusen das Wachstum von Blutgefäßen behinderten, die den Tumor „füttern“. Die Substanzen blockierten ein Protein, das für das Sprießen von Blutgefäßen sorgt. So werde die Blutzufuhr von Krebsgeschwüre
Die Europäische Union hat den Nierenerkrankungen den Kampf angesagt. Mit 10,5 Millionen Euro fördert sie ein Forschungsprojekt, das den genetischen Ursachen von Nierenleiden auf den Grund gehen will. Prof. Thomas Willnow vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch koordiniert das European Renal Genome Project (EuReGene), an dem 18 Forschungsgruppen von außeruniversitären Einrichtungen, Universitäten sowie sechs Universitätskliniken in neun europäischen Ländern* teilnehmen. Es ha
Basis ist chinesisches Arzneimittel Artemisinin
Klinische Tests mit dem neuen synthetischen Malariamittel auf Basis des chinesischen Wirkstoffes Artemisinin haben bereits begonnen, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist. Das neue Produkt könnte das teuer herzustellende Naturheilmittel tatsächlich ersetzen, hoffen die Forscher.
Artemisinin ist ein Wirkstoff aus der Pflanze Artemisia annua, die in der Traditionellen Chinesischen Medizin unter dem Namen Quinghaosu sei
Der Shiitake-Pilz (Lentinus edodes) wird auch in Deutschland als Speisepilz geschätzt, gezüchtet und in größeren Mengen verzehrt. Bei besonders empfindlichen Menschen kann der kulinarische Genuss aber nachträglich durch streifenförmige, peitschenhiebähnliche Rötungen der Haut getrübt werden. Auslöser dieser seltenen, zum Teil schweren Hautreaktionen ist vermutlich ein natürlicher Inhaltsstoff dieser Pilzart.
Shiitake-Pilze werden nicht allein wegen ihrer hervorragenden Würz- und Gesc
Unfallopfer sollen genauer untersucht werden
Einem Forscherteam in Newcastle ist es gelungen, ein neues Gerät zur Feststellung von Kopfverletzungen zu entwickeln, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist http://www.newscientist.com . Das Gerät wird eine Sekunde vor die Pupille des Patienten gehalten und misst die Kontraktionen des Auges auf das Licht. Damit können Rückschlüsse auf eventuelle Verletzungen gezogen werden.
Das Gerät, das in der Hand des untersuchen
Wegweiser-Funktion von CCR7 entdeckt – Studie am 18. August in “Immunity”
Ein kleiner Rezeptor namens CCR7 lotst Abwehrzellen der Haut in die Lymphbahnen – und spielt somit eine entscheidende Rolle beim Transport von körpereigenem und fremdem Material in die Schaltstellen des Immunsystems. Diese wichtige Entdeckung gelang einem Forscherteam um Professor Dr. Reinhold Förster, Direktor des Instituts für Immunologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Die Ergebnisse werden am
Die Funktion von Interleukin-22 erhellt
Immunzellen des Körpers senden lösliche Botenstoffe (Interleukine) aus, um die Kommunikation unter einander aufzunehmen und die Immunantwort des Körpers auf Eindringlinge von außen (Bakterien, Viren, Pilze und allergisierende Stoffe) zu regulieren. Bislang sind mehr als 20 derartige Botenstoffe bekannt. Ein neuer, das sogenannte Interleukin-22 (IL-22), ist im Jahr 2000 in der Maus und später auch im Menschen entdeckt worden und wird hauptsächli
Über die Ursachen von Lymphdrüsenkrebs ist wenig bekannt. Eine Fallkontrollstudie unter Leitung von Professor Nikolaus Becker und Dr. Alexandra Nieters, Abteilung Klinische Epidemiologie, Deutsches Krebsforschungszentrum, nimmt mögliche Risikofaktoren in den Blick. Erste Ergebnisse dieser deutschen Lymphomstudie weisen auf immunologische Risiken hin, die von Lebensstil- und Umfeldbedingungen geprägt werden. Möglicherweise begünstigt eine unzureichende Beanspruchung des Immunsystems in der frühen Kind
Erste klinische Tests positiv abgeschlossen
Wissenschaftler des Consejo Superior de Investigaciones Cientificas (CSIC) haben Statine sechs Patienten verabreicht, die HIV positiv waren. Nach einem Monat zeigte sich, dass die ursprünglich cholesterinsenkenden Medikamente auch die Virenwerte senken konnten. Wurde die Einnahme gestoppt, stiegen die Werte laut BBC wieder an. Die Forscher gehen im Journal of Experimental Medicine davon aus, dass Statine eine neue und verhältnismäßig kosteng
Brustkrebs ist die häufigste bösartige Erkrankung bei Frauen in den westlichen Ländern. Jede zehnte Frau ist hierzulande von dieser Diagnose betroffen. Wird Brustkrebs früh erkannt, kann er jedoch in den meisten Fällen geheilt werden. Ein neuer Test hilft, das persönliche Risiko einzuschätzen.
Im Rahmen der bundesweiten Kampagne “Brustkrebs Vorbeugen!” entwickelte ein Kreis erfahrener Frauenärzte sieben zentrale Fragen. Diese können im Internet unter www.brustkrebsvorbeugen.de oder
Eine klinische Studie über Erfahrungen mit der cervikalen Bandscheibenprothese haben nun Magdeburger Neurochirurgen vorgelegt. Seit einigen Jahren wird bei Verschleiß der Bandscheiben untersucht, ob eingesetzte künstliche Bandscheiben zu besseren klinischen Ergebnissen führen als die allgemein bisher angewandte alleinige Entfernung von erkranktem Bandscheibengewebe und die Versteifung der betroffenen Bewegungssegmente.
Die Arbeitsgruppe von Dr. Boris Jöllenbeck und Professor Raimund