Unfallopfer sollen genauer untersucht werden
Einem Forscherteam in Newcastle ist es gelungen, ein neues Gerät zur Feststellung von Kopfverletzungen zu entwickeln, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist http://www.newscientist.com . Das Gerät wird eine Sekunde vor die Pupille des Patienten gehalten und misst die Kontraktionen des Auges auf das Licht. Damit können Rückschlüsse auf eventuelle Verletzungen gezogen werden.
Das Gerät, das in der Hand des untersuchenden Arztes gehalten wird, ermöglicht eine wesentlich genauere Diagnose als das bis jetzt mit herkömmlichen Leuchten mit Taschenlampen möglich ist. Das Gerät verfügt nämlich über zwei Infrarot strahlende Dioden, eine normale Glühbirne, einen Mikroprozessor und eine Flüssigkristallanzeige und nimmt die Augenreaktion digital auf. Der behandelnde Mediziner hält das Gerät etwa 28 Millimeter vor das Auge. Die kurzen Lichtimpulse reichen aus, um die Reaktionen des Auges zu messen, zu untersuchen und anschließend auszuwerten. Im Vergleich zu anderen Geräten liegt der Vorteil auch darin, dass beim Pupillometer kein Patientenkontakt hergestellt wird. Damit können bei einem Unfall mehrere Verletzte hintereinander untersucht werden.
Das Gerät, das vom Medical Device Management in Braintree/Essex gebaut wurde, ist speziell für den Notfall-Einsatz bei Unfällen entwickelt worden, bei denen genaue Untersuchungen lebenswichtig sind. Der Pupillometer soll bei der Fachmesse Medica, die im November in Düsseldorf stattfindet, der Öffentlichkeit vorgestellt werden.



