Erste klinische Tests positiv abgeschlossen
Wissenschaftler des Consejo Superior de Investigaciones Cientificas (CSIC) haben Statine sechs Patienten verabreicht, die HIV positiv waren. Nach einem Monat zeigte sich, dass die ursprünglich cholesterinsenkenden Medikamente auch die Virenwerte senken konnten. Wurde die Einnahme gestoppt, stiegen die Werte laut BBC wieder an. Die Forscher gehen im Journal of Experimental Medicine davon aus, dass Statine eine neue und verhältnismäßig kostengünstige Alternative zur Bekämpfung dieser Krankheit sein können. Statine werden weltweit von Millionen Menschen eingenommen. Sie hindern die Leber an der Produktion von Cholesterin.
Das Team um Gustavo del Real testete die Medikamente im Labor. Die Forscher konnten nachweisen, dass die Statine das Virus daran hindern, gesunde Zellen zu infizieren. Es war nicht mehr in der Lage, die Membran zu durchdringen, die die Zellen umgibt. Zusätzlich konnte das Virus sich nicht mehr aus bereits infizierten Zellen hinausbewegen. Anschließende Tests mit Mäusen legten nahe, dass die Medikamente helfen können, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen. Die Ergebnisse der Tests mit Patienten seien viel versprechend. “Die Daten deuten an, dass Statine die HIV-1 Reproduktion bei infizierten Patienten hemmen können und lassen weitere klinische Studien zur Erforschung ihrer Wirksamkeit gegen Retroviren sinnvoll erscheinen.”



