Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
“Was passiert bei einer Chemotherapie?” “Was sage ich meinen Freunden, wenn die Haare ausfallen?” “Was ist eine Knochenmarkspunktion?” Diese und andere Fragen werden auf kindgerechte Weise in einem bundesweit einzigartigem Projekt beantwortet: Die Abteilung Pädiatrische Onkologie der Universitäts-Kinderklinik Heidelberg (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Andreas Kulozik) hat in Zusammenarbeit mit dem Elternverband krebskranker Kinder die CD Rom “Ich bin ein Onkokid” entwickelt. Unterstützt wird das
Die Betreuung von Patienten mit Nebennierenkarzinomen ist verbesserungsbedürftig. Um auf diesem Gebiet Fortschritte zu erzielen, haben das Tumorzentrum und die Medizinische Klinik der Uni Würzburg gemeinsam ein bundesweites Register zur Erfassung dieser Tumoren eingerichtet. Die Deutsche Krebshilfe (Bonn) fördert das Projekt.
Das Nebennierenkarzinom ist ein bösartiger Tumor, der bevorzugt bei jungen Erwachsenen, oft auch bei Kindern auftritt. Die Genesungschancen stehen häufig sc
Physiker der Universität Jena und des Berliner Hahn-Meitner-Instituts weisen erstmals Glasübergang in amorphem Silizium nach und belegen in “Nature Materials”-Publikation die Existenz eines Flüssig-Flüssig-Phasenübergangs
Man sollte meinen, ein Vorgang wie das Schmelzen eines Stoffes ließe aus wissenschaftlicher Sicht keine größeren Fragen mehr offen. Doch bis heute ist für viele Stoffe nicht bis ins Detail verstanden, was auf atomarerer Ebene wirklich passiert, wenn sie vom festen
Als Fossil des Monats November stellt das Goldfuß-Museum der Universität Bonn einen kleinen versteinerten Schwimmsaurier aus der Permzeit (250 Millionen Jahre alt) aus, zwischen dessen Rippen so genannte Magensteine gefunden wurden – das sind Kiesel, kleine Steine oder Gerölle, die sich im Magen von Tieren finden. Der Barasaurus – so der lateinische Name – wurde in Madagaskar ausgegraben. In Bonn ist er sozusagen auf Besuch, da er zusammen mit anderen ähnlichen Fossilien vom Staatlichen Museum für N
Tests von MVA85A erfolgreich abgeschlossen
Der erste Tuberkulose-Impfstoff, der in den vergangenen 80 Jahren entwickelt wurde, hat die Sicherheitsüberprüfung in Großbritannien passiert. Wissenschafter der University of Oxford gehen davon aus, dass der Impfstoff MVA85A die Wirksamkeit des bestehenden BCG Impfstoffes verstärken kann. Dieser Impfstoff bietet für rund 15 Jahre Schutz. Er wirkt jedoch nicht bei allen Menschen. Schätzungen gehen dahin, dass von den in Großbritannien Geim
Erstmals direkter Zusammenhang hergestellt
Ein einzelner genetischer Defekt könnte der Schlüssel zur Entstehung einer Reihe von Krankheiten wie Erkrankungen des Herzens und Schlaganfällen sein. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Yale University School of Medicine gekommen. Es zeigte sich, dass der Defekt in Zusammenhang mit Krankheitsbildern wie hohem Blutdruck und hohen Cholesterinwerten stand. Betroffen sind die Gene der Mitochondrien, jener energieproduzierenden “Kraftwerke”
Studie an Mäusen findet komplexere genetische Wechselwirkungen
Eine kleine Gruppe von Genen, die lange für das Entstehen des Down-Syndroms verantwortlich gemacht worden war, dürfte laut neuesten Forschungserkenntnissen doch nicht ursächlich für die Behinderung sein. Die aktuelle Studie von der Johns Hopkins University School of Medicine in Baltimore bedeutet schlechte Nachrichten für jene Forscher, die an Therapieansätzen arbeiten. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature.
Angesichts der steigenden Zahl von Menschen mit Diabetes haben Vertreter der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Diabetes Union (DDU) am 21. Oktober in München ein bundesweites Aktions-Programm vorgestellt. Das auf Initiative der DDU und des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) bundesweit gestartete mehrjährige “Nationale Diabetes-Programm Deutschland” verfolgt zwei Hauptziele: in der Öffentlichkeit die Wahrnehmung des Diabetes als Volkskrankheit zu
Meniskusrisse und ihre Refixierung
Die Menisken spielen eine Wichtige Rolle in der Mechanik des Kniegelenks. Ihre wichtigste Funktion ist die Fähigkeit, die Inkongruenz der Gelenkflächen von Ober- und Unterschenkelknochen auszugleichen und dadurch die kraftübertragende Kontaktfläche wesentlich zu vergrößern. Die früher häufig praktizierte Teil- oder Totalresektion verletzter Menisken resultierte deshalb in einer Überlastung des Gelenkknorpels und damit meistens in einer frühzeitig
Diatomea ist eine sehr weit verbreitete einzellige Alge, die für ca. ein Fünftel der gesamten Photosynthese auf der Erde verantwortlich ist. Allein das ist schon ein ausreichender Grund dafür, sich mit dieser Mikroalge zu beschäftigen, da die Photosynthese die beste natürliche Antwort auf die Reduzierung der Kohlendioxidwerte ist und somit auf die Verringerung des Treibhauseffektes.
Eine internationale Zusammenarbeit zwischen 26 Laboratorien (Joint Genome Institute), hat vor kurzem
Zusammenfassung der mit dem Miller-Preis 2004, dem bedeutendsten und mit 10.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), ausgezeichneten Arbeit von Priv.-Doz. Dr. Pascal Tomakidi (Heidelberg).
Das menschliche Parodont oder auch Zahnhalteapparat besteht aus verschiedenen Geweben, wie dem Zahnfleisch-Epithel, auch Gingiva genannt, dem Bindegewebe der Gingiva, dem Parodontalligament, das als spezialisiertes Bindegewebe d
Eine Verdünnung mit Stickstoff vermeiden
Während der Narkose kommt es zu einer Verdünnung der Narkosegase insbesondere mit Stickstoff und zu Gasverlusten. Das läßt sich auch mit hochdichten Narkosegeräten neuesten Standards nicht vermeiden. Dabei spielen entgegen bisherigen Annahmen Stickstoffauswaschzeiten, Patientengewichte und Narkosezeiten keine nennenswerte Rolle. Zwar ist die Verdünnung der Narkosegase mit Luftstickstoff nicht gefährlich, doch führt sie zu Wirkungsverlusten u
Pollen können direkt entzündungs- und allergiefördernd wirken. Dies entdeckten Forscher des Münchner Zentrums für Allergie und Umwelt (ZAUM).
Die allergische Entzündungsreaktion gegen Pollen entsteht nach herkömmlicher Meinung durch die Begegnung zwischen Allergen und Antigen-präsentierender Zelle in der Haut oder Schleimhaut. Früher wurden Pollenkörner selbst als “Allergene” bezeichnet. Inzwischen weiß man, dass die Allergenfreisetzung aus den Pollen ein hochdifferenzierter a
Am 21.10.2004 hat das Robert Koch-Institut die siebente Genehmigung nach dem Stammzellgesetz für Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Grundlagenforschung erteilt. Sie ergeht an das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin.
In dem genehmigten Projekt soll untersucht werden, unter welchen Bedingungen reife Leberzellen (Hepatozyten) aus humanen embryonalen Stammzellen gezüchtet werden können. Die Entwicklungsschritte, die während der Umprogrammierung von der embryon
Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat dem Max-Delbrück- Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage die Genehmigung erteilt, mit humanen embryonalen Stammzellen zu forschen. Wie das RKI als zuständige Genehmigungsbehörde am Donnerstag, den 21. Oktober 2004, mitteilte, handelt es sich dabei um ein Forschungsprojekt von Dr. Iduna Fichtner, das die Zentrale Ethikkommission für Stammzellenforschung (ZES) am RKI zuvor positiv beurteilt hatte. Erst am 8.
Darmbakterien entscheidend beim Aufbau des Immunsystems
Babys, die per Kaiserschnitt auf die Welt kommen, haben ein erhöhtes Risiko, in den ersten zwölf Lebensmonaten Nahrungsmittelallergien und Durchfall zu bekommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Ludwig-Maximilian Universität in München an 865 Babys, die bis zum Alter von vier Monaten mit Muttermilch gefüttert wurden. Bei Kaiserschnittgeburten war die Wahrscheinlichkeit im ersten Lebensjahr Durchfall zu bekommen deutlich