Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Wie werden Dauergifte in Luft, Wasser, Böden und letztlich den Nahrungsketten weltweit verteilt ? Die meisten dieser Stoffe werden vor allem in der Atmosphäre transportiert – und zwar in mehreren Sprüngen. Modellsimulationen zeigen, dass dieser sog. Grashüpfer-Effekt eine erhöhte Persistenz und eine Anreicherung der Problemstoffe in den Polargebieten bewirkt. Überraschenderweise sagen die Modellexperimente letzteres für bestimmte Stoffe sogar ohne den Grashüpfer-Effekt voraus. Dies un
Mit der Stammzellforschung verbindet sich nach Ansicht von Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn, “viel medizinisches Potenzial, doch viele wissenschaftliche Fragen sind noch offen. Sie müssen beantwortet werden, ehe sich zuverlässige Aussagen über den Einsatz stammzellbasierter Therapien treffen lassen”, sagte die Ministerin am Freitag auf dem internationalen Kongress “Biopolitik und Regenerative Medizin – Pro und Contra” in Berlin, den das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Be
Kontinuierliche Parasitenvariation verhindert Bildung von Antikörpern
Der wohl tödlichste Malariaerreger Plasmodium falciparum hat die Fähigkeit sich geschickt vor dem menschlichen Immunsystem zu verstecken, indem er permanent sein Erscheinungsbild ändert. Denn der Erreger variiert kontinuierlich ein bestimmtes Protein, das an die infizierten Zellen angebunden wird. Dadurch wird in weiterer Folge verhindert, dass das menschliche Immunsystem Antikörper produzieren kann. Zu diesem E
Krampfadern werden seit mittlerweile über 100 Jahren erfolgreich durch das so genannte “Venen-Stripping” entfernt. Dabei wird die erkrankte Vene komplett aus dem Bein herausgezogen. Seit einigen Jahren gibt es Alternativen zu diesem etablierten Verfahren: Mit Hilfe von Radiowellen oder Laserstrahlen “verschweißen” die Ärzte die erkrankten Gefäße von innen. “Diese Verfahren sind für den Patienten schonender und nach bisherigen Studien ist der Behandlungserfolg genauso gut wie beim herkömmlichen V
Siemens stellt Telemedizinlösung Soarian Integrated Care auf der ITeG vor
Mit „Soarian Integrated Care“ präsentiert Siemens Medical Solutions (Med) auf der ITeG in Frankfurt seine Telemedizinlösung für den Daten- und Informationsaustausch zwischen Kliniken, Praxisgemeinschaften, niedergelassenen Ärzten und Gesundheitseinrichtungen. Die wesentliche Komponente der Lösung bildet eine im Netzwerk zentral abgelegte, elektronische Patientenakte mit Befundberichten und -bildern, Laborwer
Wissenschaftler decken weitere Details der Abwehrstrategien von Pflanzen auf
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena und der Schweizer Universität Neuchatel haben herausgefunden, dass Pflanzenwurzeln der feindlichen Attacke hungriger Bodenbewohner nicht wehrlos ausgeliefert sind. In einer in der aktuellen Ausgabe von Nature (7. April 2005) veröffentlichten Untersuchung konnten die Forscher zeigen, dass die Wurzeln nach Befall mit Insektenlarven einen Boten
Marburger Forscher untersuchen die Kommunikation in Multienzymkomplexen
Forscher der Philipps-Universität Marburg haben einen Schlüssel zur Generierung zahlreicher neuer Peptidantibiotika gefunden. Den Biochemikern Martin Hahn und Torsten Stachelhaus ist es gelungen, das Zusammenspiel der Enzyme aufzuklären, die an der Antibiotikabildung in Mikroorganismen beteiligt sind, und es sogar zu steuern. Dadurch hat sich die Möglichkeit eröffnet, auf schnellem Wege zahlreiche neuartige Pept
Junge Bremer Insektenforscherin erhielt Forschungspreis
Mit dieser Frage beschäftigte sich die Biologin Dr. Andra Thiel in ihrer Dissertation. Dafür erhielt sie jetzt den Forschungspreis der Ingrid Weiss / Horst Wiehe Stiftung. Parasitoide sind wissenschaftlich auch deshalb so interessant, weil sich mit ihnen auf natürlich-biologischem Wege pflanzenfressende Schadinsekten bekämpfen lassen.
Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für allgemeine und angewandte Entomolo
Max-Planck-Wissenschaftler entdecken Protein, das die Befüllung kleiner Transportbläschen in der Zelle mit Stresshormonen steuert
Eine Gruppe von Neurowissenschaftlern des Göttinger Max-Planck-Instituts für experimentelle Medizin hat einen neuartigen Mechanismus entdeckt, über den die Speicherung und Freisetzung der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin reguliert werden, und der ein interessantes medizinisches Target darstellen könnte. Die Ergebnisse dieser gemeinsam mit Neurophys
Wissen bewegt – Unter diesem Motto präsentieren sich in diesem Jahr Hochschulen und Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen auf der Hannover Messe. Mit 23 Highlights bieten die Hochschulen auf dem Gemeinschaftsstand Forschungsland NRW innovative Spitzenforschung (Halle 2, Stand C36).
Wissenschaftlern der Forschungszentrum Jülich GmbH und der Universität zu Köln ist es gelungen, Tenside effizienter zu machen. Sie verbesserten die Eigenschaften von Tensiden in wesentlichen Punkten durch
Gesund alt werden – das wünschen sich die meisten Menschen. Die Wirklichkeit sieht jedoch oft anders aus. Bei einer Reihe von Menschen entwickelt sich bereits eine schwere Krankheit, ohne dass sie davon wissen. Denn wer sich nicht krank fühlt, geht auch nicht zum Arzt. Gerade schwerwiegende Erkrankungen wie Krebs oder Herz-Kreislauf-Krankheiten zeigen anfangs noch keine oder nur harmlose Symptome. Wenn diese Krankheiten endlich festgestellt werden, ist es oft schon zu spät für eine erfolgverspre
Herz-Kreislauf-Patienten können aufatmen: Ein intelligentes Sensornetzwerk ermöglicht künftig das mobile Echtzeit-Vital-Monitoring. Das Projekt senSAVE wird von fünf Fraunhofer-Instituten bearbeitet und trägt dazu bei, Notfälle zu verhindern sowie Mobilität und Selbstständigkeit der Betroffenen zu erhöhen.
Gertrud S. fühlt sich an diesem trüben Wintermorgen eigentlich wie sonst auch: nur das komische Gefühl in der Magengrube, das seit dem Schneeräumen nicht verschwunden ist, stört e
122. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, 5. bis 8. April 2005, ICM München
Dank minimalinvasiver Operationsmethoden können auch komplizierte Eingriffe immer schonender für den Patienten durchgeführt werden. Verbesserte bildgebende Verfahren und Videokameras im Kleinstformat machen selbst in der Wirbelsäulenchirurgie die Anwendung der so genannten Schlüssellochtechnik möglich. “Komplikationen und Schmerzen werden dadurch erheblich reduziert und die Patienten können früh
Elektronische Nase in der Größe eines Inhalators verspricht Früherkennung
Die jüngsten technischen Entwicklungen im Bereich der Medizintechnik geben Hoffnung auf eine frühere Diagnostizierbarkeit von Lungenkrebs. Denn durch ein handgroßes Elektrogerät – die Cyranose – soll der Lungenkrebs schon bald olfaktorisch anhand der ausgeatmeten Luft diagnostiziert werden können. US-amerikanischen Forschern der Cleveland Clinic in Ohio ist es gelungen, einen Prototypen zu entwickeln, der ein f
Schwefel (S) und Stickstoff (N) sind Hauptbestandteile von pflanzlichem Eiweiß. Landwirte düngen Stickstoff, um Ertrag und Gehalt an Protein u.a. in Getreide, Raps und Grünland zu erhöhen. Allerdings werden im Mittel des Landes nur etwa 50-60 % des auf Acker- und Grünland ausgebrachten Stickstoffs von den Pflanzen aufgenommen und Ernteprodukte umgewandelt. Der Rest geht überwiegend an Atmosphäre und Gewässer verloren und beeinträchtigt durch Nitratanreicherungen die Qualität von Trinkwasser oder
Schlüssel zur Generierung zahlreicher neuer Peptidantibiotika gefunden – Marburger Forscher untersuchten die Kommunikation in Multienzymkomplexen – Patentanmeldung bereits erfolgt
Zunehmende Resistenz und schnelle Anpassungsfähigkeit von Krankheitserregern gegenüber Antibiotika erfordern die kontinuierliche und rasche Entwicklung neuer Wirkstoffe. Den Biochemikern Dr. Torsten Stachelhaus und Dr. Martin Hahn vom Fachgebiet Chemie der Philipps-Universität Marburg ist es nun gelungen,