Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Sie sorgen zum Beispiel für trockene Babypopos: Hydrogele, dreidimensionale Polymernetzwerke, die ein Vielfaches ihres Eigengewichts an Flüssigkeit speichern können. Doch ihre spezifischen Eigenschaften eröffnen den Hydrogelen darüber hinaus interessante Einsatzmöglichkeiten für zukunftsträchtige technische, biomedizinische und naturwissenschaftliche Anwendungen. Dies hat auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft erkannt, die ab 2006 ein Schwerpunktprogramm zu diesem Forschungsbereich fördern wird
41. Jahrestagung der Amerikanischen Gesellschaft für Klinische Onkologie
Lapatinib ist ein neuer oraler Tyrosinkinase-Hemmer mit vielversprechenden Therapieergebnissen, erläuterte Prof. George Sledge, Indianapolis/USA anlässlich der diesjährigen ASCO-Jahrestagung in Orlando. Als First-line-Monotherapie erreicht Lapatinib bei Patientinnen mit fortgeschrittenem und metastasiertem, Erb1- und ErbB2-überexprimierendem Mammakarzinom eine Ansprechrate von 35%. Es traten keine schweren Nebe
Ein Mix aus Omega-3-Säuren und dem Narkotikum Propofol hemmt die Tumorbildung
Die Kombination von fettigem Fischöl und einem in der Anästhesie verwendeten Narkotikum hat eine außergewöhnliche Wirkung bei der Bekämpfung von Brustkrebstumoren gezeigt. Ein Medikament auf der Basis von Omega-3 Fettsäuren und dem Wirkstoff Propofol könnte laut jüngsten Untersuchungsergebnissen der Indiana University eine effektive Methode bei der Behandlung von Brustkrebs sein. Denn gemeinsam scheinen die
Molekül entsorgt fehlerhafte Proteine
Biologen der Universität Bonn haben zusammen mit Medizinern des University College in London ein Molekül entdeckt, das wie ein “Polizeiauto” für molekulare “Übeltäter” fungiert. Mit der Hilfe dieses Moleküls werden die fehlerhaften Proteine schnell entsorgt, ohne dass sie die Zelle schädigen können. Die Entdeckung hat große Bedeutung für die Bekämpfung der tödlichen Erbkrankheit Chorea Huntington (auch Huntington-Krankheit), gegen die es bisher
Ernährungswissenschaftler der Universität Jena erforschen Wirkung des Ballaststoffs Inulin
Inulin, ein Ballaststoff, der in Knoblauch, Zwiebeln, Artischocken, Spargel und nicht zuletzt in Chicoree vorkommt, senkt das Risiko an Dickdarmkrebs zu erkranken. In Kombination mit zwei im Darm vorkommenden Bakterienstämmen wird der prebiotische Wirkstoff sogar gleich doppelt aktiv. Denn er fördert nicht nur das Wachstum der “guten” Bakterien, sondern seine Abbauprodukte kurbeln auch die Kre
Extreme Bedingungen in der Umwelt werden auch auf zellulärer Ebene registriert und durch das Umlegen eines zentralen Schalters beantwortet. Dr. Christine Mayer und Kollegen aus der Abteilung Molekularbiologie der Zelle II des Deutschen Krebsforschungszentrums beschreiben in einer kürzlich veröffentlichten Ausgabe der Fachzeitschrift “Genes and Development”*, wie dieser Sensor, der eine Schutzfunktion für die Zelle übernimmt, funktioniert.
Menschen, die unter großem Stress stehen, nei
Den meisten Schädlingen im Weinbau geht es nicht anders als uns: sie lieben die Wärme. Vielen Plagegeistern ist es in nördlichen Weinbergen noch zu kalt und ihr Verbreitungsgebiet wird hauptsächlich durch klimatische Faktoren begrenzt. Langjährige Beobachtungen belegen allerdings, dass sich die klimatischen Bedingungen im deutschen Weinbau ändern. So blühen die Reben in Bernkastel-Kues heute 12 bis 14 Tage früher als noch vor 35 Jahren. Einer der drei Workshops auf der am 9. Juni beginnenden inte
Von Marburger Virologen neu entwickelter Impfstoff setzt an zentralem Infektionsmechanismus von Influenza-A-Viren an – Mögliche Antwort auf Pandemiegefahr – Veröffentlichung in Nature Medicine
Forscher des Instituts für Virologie der Philipps-Universität Marburg haben eine neue Methode zur Herstellung eines Lebendimpfstoffs gegen den Influenza-Virenstamm WSN33 entwickelt. Der Impfstoff setzt an einem Infektionsmechanismus an, den alle Influenza-A-Virenstämme gleichermaßen besitzen –
Designermedikament für kombinierte hormonelle und chemotherapeutische Behandlung
Die Suche nach neuen Medikamenten gegen Krebserkrankungen steht nach wie vor ganz oben auf der To-do-Liste der Pharmaforscher. Eine noch junge Variante sind polymere Chemotherapeutika, Wirkstoffe, die an ein “Rückgrat” aus langen Kettenmolekülen geknüpft werden. Ein britisches Team geht nun noch einen Schritt weiter und pfropft zwei verschiedene Pharmaka auf ein gemeinsames Rückgrat. Auf diese Weise zu e
Erster Patient aus Rostock wurde erfolgreich operiert
Ein Operationsteam der Neurochirurgischen Klinik an der Universität Greifswald hat diese Woche zum ersten Mal zur Behandlung eines Patienten aus Rostock das neue 3D-Hightech-Navigationssystem VectorVision der Firma BrainLAB eingesetzt. Einem 39-jährigen Rostocker wurde erfolgreich endoskopisch eine Zyste im Gehirn entfernt. Die 500.000 Euro teure dreidimensionale operative Computersteuerung ermöglicht einen schonenden und äußerst
Detox-Diäten versprechen unhaltbare Resultate
Spezielle, entgiftende Ernährungspläne sind nichts als Humbug, wenn es nach den Experten der University of Southern California geht. Denn das, was Detox-Diäten versprechen, ist nicht mehr als was der Körper ohnehin durch einen automatischen Selbstreinigungsprozess ausführt. “Es gibt keinen Beweis, dass diese körperlichen Säuberungsaktionen auch wirklich funktionieren. Die Annahme, dass die Ausscheidung von gesundheitsschädigenden Giften
Entwicklung von bösartigen Tumoren wird durch Gene gefördert /Veröffentlichung unter Federführung von Heidelberger Wissenschaftlern
Alkoholiker haben ein erhöhtes Risiko, an Krebs zu erkranken. Mit starkem Alkoholkonsum werden bösartige Tumoren, vor allem der Leber, Speiseröhre, Gaumen und Kehlkopf, seltener im Dickdarm sowie der Brust bei Frauen, in Zusammenhang gebracht. Mehr als 6.000 Menschen in Deutschland erkranken jährlich an Krebsarten des oberen Verdauungstraktes. Schon ein
Der Forscher Michael Krützen, Universität Zürich, hat bei wildlebenden Delphinen an der Westküste Australiens erstmals Anzeichen für eine materielle Kultur gefunden. Die Verwendung eines Werkzeugs für die Futtersuche scheint ein kulturelles Verhalten zu sein, das von der Delphinmutter an ihre Töchter weitergegeben wird. Die Ergebnisse dieser Studie erscheinen am 6. Juni 2005 im Journal Proceedings of the National Academy of Science USA (PNAS).
Forscher der Universität Zürich und
Das Rett Syndrom ist nach dem Down Syndrom (Trisomie 21) die zweithäufigste (1:10 000) neuronale Entwicklungsstörung bei Mädchen. Die Kinder kommen gesund zur Welt, gedeihen zunächst ganz normal, verlieren dann jedoch zwischen dem sechsten und 18. Monat bereits erworbene Fähigkeiten und entwickeln zusehends Sprach- und Bewegungsstörungen, sowie eine schwerwiegende geistige Behinderung. Mittlerweile ist bekannt, dass bei diesen Patientinnen das MECP2 Gen verändert (mutiert) ist, allerdings is
Forscher des Deutsches Rheuma-Forschungszentrums isolieren die selbst-zerstörerischen Zellen des Immunsystems von Rheumakranken
Rheuma ist bis heute nicht heilbar. Umso mehr ist der Traum jedes Rheumatiker zu verstehen: freie Bewegung der Gelenke und Schmerzfreiheit! Genau das ist das Ziel, an dem Wissenschaftler des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums (DRFZ) zusammen mit den Berliner Rheumakliniken arbeiten. Denn die Volkskrankheit kann gestoppt werden, wenn sie so früh wie möglic
Welch verheerendes Unheil defekte Proteine im Körper anrichten können, zeigen Krankheiten wie Alzheimer oder BSE. Biologen der Universität Bonn haben zusammen mit Medizinern am University College London ein Molekül entdeckt, das gewissermaßen als “Grüne Minna” für molekulare “Übeltäter” fungiert. Mit seiner Hilfe werden die fehlerhaften Proteine schnell entsorgt, ohne dass sie die Zelle schädigen können. In Zellkulturen gelang es der Substanz sogar, Anhäufungen des Proteins Huntingtin aufzulösen