Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Freiburg wendet weltweit einzigartige Operationstechnik an
Stürze und Kollisionen können zu Verletzungen im Gesichtsbereich mit Brüchen der empfindlichen Gesichtsknochen führen. Besonders häufig geschieht dies im Bereich des Jochbeines und des Auges. Der anatomisch sehr dünn gestalte Augenboden bricht hierbei und verlagert sich in Richtung der darunter liegenden Kieferhöhle. Folge dieser Fraktur ist das Absinken des Augapfels. Schon be
Nach Beobachtungen des Naturschutzbundes NABU sind in diesem Frühjahr deutlich weniger Störche in ihre nord- und ostdeutschen Brutgebiete zurückgekehrt als im Vorjahreszeitraum. Zwischen zehn und 40 Prozent der Störche fehlen, wie NABU-Weißstorchbetreuer jetzt in einer Blitzumfrage feststellten. Auch aus den Ländern Mittel- und Osteuropas kommen ähnliche Angaben. “In den Dörfern Nord- und Ostdeutschlands sind zahlreiche Storchennester verwaist”, sagte Storchenexperte Kai-Michael Thomsen vom
Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung erhält zwei Mio. Euro für Europäisches Forschungsnetzwerk
Ein Forschungsprogramm über “Aktive Biomimetische Systeme”, an dem Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung sowie von acht weiteren Forschungseinrichtungen in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Italien beteiligt sind, erhält eine Förderung der Europäischen Kommission von 2 Mio. Euro. Im Rahmen eines “Specific Targeted R
Wer sich schon einmal geschnitten hat, weiß: Bis sich die Wunde geschlossen hat, können mehrere Minuten vergehen. Die tropische Grünalge Caulerpa taxifolia dagegen versiegelt eine Wunde in Sekundenschnelle mit einem gelatineartigen Verschluss. Ähnlich arbeitet ein bereits genutztes Operationshilfsmittel. Welche Entwicklungen in der Wundbehandlung zu erwarten sind, wie Schnecken die Vernetzung für die Vermehrung der Grünalge ausnutzen und warum die Alge für andere Wasserpflanzen zum Problem wird,
Neues Zellsystem erlaubt erstmals Einblick in frühe Stadien der Virusinfektion / Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg testen potentiellen Hepatitis-B-Schutz
Weltweit sterben etwa eine Million Menschen pro Jahr an schweren Leberschäden als Folge einer chronischen Hepatitis-B-Erkrankung. Wie der Überträger, das Hepatitis-B-Virus (HBV), in die Leberzellen eindringt, darüber ist nur wenig bekannt. Der Grund: Forschern stand bisher kein Zellkultursystem zur Verfügung, wel
Silvia-King-Preis der Deutschen Diabetes-Gesellschaft für Lübecker Forschergruppe
Intranasales Insulin senkt den Körperfettanteil von Männern, aber nicht von Frauen. Dies geht aus Untersuchungen an der Universität zu Lübeck hervor, die in der Fachzeitschrift “Diabetes” veröffentlicht wurden. Die Lübecker Forschergruppe hat dafür jetzt den mit 2.600 Euro dotierten Silvia-King-Preis 2005 der Deutschen Diabetes-Gesellschaft erhalten.
Die prämierte Arbeit stammt aus dem Inst
Beliebte Informationsbroschüren des BfR ab sofort in aktualisierter Form erhältlich
Magenkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerz: Am 31. Mai 2005 wurden elf Schüler einer Berliner Schule mit Vergiftungssymptomen ins Krankenhaus eingeliefert. Der Verdacht, dass sie Samen oder Früchte des giftigen Goldregens, einem beliebten Ziergehölz heimischer Gärten, verzehrt hatten, bestätigte sich nicht: Die Schüler hatten “nur” zu viele Schoten des vergleichsweise harmlosen Erbsenstrauchs ge
Ein völlig unregelmäßiger Pulsschlag, Herzrasen, innere Unruhe – so macht sich häufig ein Anfall von Vorhofflimmern bemerkbar. In vielen Fällen verschwindet diese weit verbreitete Herzrhythmusstörung genauso plötzlich, wie sie gekommen ist, auch von selbst wieder. Wenn das Flimmern allerdings länger als zwei Tage anhält, ist ärztliche Hilfe nötig, denn sonst drohen schlimme Folgen. Wie der Arzt den normalen Herzrhythmus mittels Elektroschock wieder herstellen kann, demonstrieren Mitarbeiter de
Das Leben neben dem Mast erhöht das Krebsrisiko bei Kindern um bis zu 70 Prozent
In der unmittelbaren Umgebung von Hochspannungsmasten zu leben führt bei Kindern möglicherweise zu einem erhöhten Risiko an Leukämie zu erkranken. Denn laut jüngsten Forschungsergebnissen der University of Oxford haben Kinder, die im Umkreis von 200 Meter zu einem Hochspannungsmasten wohnen, ein 70 Prozent höheres Erkrankungsrisiko. Von Geburt an neben einem Mast zu leben könnte demnach für fünf zusät
Die Zeckensaison hat begonnen, und mit ihr steigt das Risiko, an durch Zeckenbisse übertragenen Infektionen zu erkranken. Betroffen sind vor allem Menschen, die in Risikogebieten leben oder sich dort längere Zeit aufhalten. In Deutschland sind das Baden-Württemberg, Bayern und Teile von Hessen und Thüringen.
Neben der tückischen Borreliose, die Zecken in ganz Deutschland übertragen können, ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) eine der gefährlichsten Krankheiten. Dieser E
Ein Blick durch das Lichtmikroskop genügt, um anhand von Gewebeproben das Aussehen und die Anordnung von Zellen und Interzellularsubstanz zu bestimmen. Diese Faktoren geben Aufschluss über die Art und manchmal auch über die Ursache einer Erkrankung. Wie aber erlangen blinde oder hochgradig sehbehinderte Schüler, Studierende, Ärzte oder Biologen die Kenntnisse, die man bislang fast ausschließlich visuell erhält?
Mit dieser Frage haben sich Dr. Mathias Wagner und Prof. Dr. Klaus Rem
Neues Max-Planck-Partnerinstitut in Shanghai konzentriert sich auf die Erforschung biologischer Netzwerke
Ein “Partner Institute for Computational and Theoretical Biology” haben die Max-Planck-Gesellschaft und die Chinesische Akademie der Wissenschaften jetzt in Shanghai offiziell gegründet. MPG-Gründungsdirektor des neuen Instituts ist der Mathematiker Prof. Andreas Dress, bisher Universität Bielefeld und Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften. Chinesischer Ko
Ob in der Liebe oder in der Politik, ob im Familien- oder Geschäftsleben, immer spielt das Vertrauen eine wichtige Rolle. Wissenschafter der Universität Zürich haben jetzt neurobiologische Determinanten dieses menschlichen Verhaltens entdeckt. Ihre Forschungsergebnisse werden in der kommenden Ausgabe der Wissenschaftszeitschrift Nature publiziert.
Ohne Vertrauen wäre der private, gesellschaftliche und politische Alltag nicht denkbar. So erfordert ein funktionierender Markt Vertrau
Ein argentinischer Schafzüchter hat den bei weitem kurzhalsigsten Langhalssaurier entdeckt, der bisher gefunden wurde. Ein deutsch-argentinisches Forscherteam um den Münchener Paläontologen Dr. Oliver Rauhut von der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie stellen das Tier in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift “Nature” vor. Die Studie entstand im Rahmen einer an der Universität Bonn koordinierten Forschergruppe, die sich mit der Entstehung und Biologie der Riesen-Dinos beschä
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie steigern die Auflösung der Fluoreszenzmikroskopie jenseits konventioneller Grenzen
Das von Ernst Abbe 1873 formulierte Gesetz zur beugungsbegrenzten Auflösung im Lichtmikroskop haben jetzt Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie in Göttingen überwunden und ein neues Gesetz, das in der Fluoreszenzmikroskopie eine unbegrenzte optische Auflösung ermöglicht, etabliert. Zukünftige Anwendunge
Max-Planck-Forscher enthüllen weitere molekulare Details, die die Stärke der Informationsübertragung zwischen Nervenzellen im Gehirn regeln
Ein weiterer Schritt bei der Aufklärung jener Mechanismen, die die Informationsübertragung zwischen Nervenzellen regulieren, ist jetzt Forschern um Ralf Schneggenburger am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen gelungen. Mit elektrophysiologischen Messungen und der optischen Stimulation einzelner Nervenzellen konnten die W