Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Jedes fünfte Kind und jeder dritte Jugendliche leidet unter Übergewicht. Der Anteil dicker Kinder ist in den vergangenen Jahren doppelt so schnell gewachsen wie der Anteil dicker Erwachsener. Die Ursachen sind Bewegungsmangel, süße und fetthaltige Ernährung, Langeweile, Unzufriedenheit und Einsamkeit. Deshalb müssen in der Nahrungsmittelproduktion neue Wege beschritten werden. Die Hochschule Bremerhaven greift diese Thematik im Rahmen der “Stadt der Wissenschaft 2005” mit dem Projekt “Kinder koc
Chemierückstände in der Muttermilch machen sie nicht weniger wertvoll
Muttermilch ist die beste, die praktischste und die preiswerteste Nahrung für das Neugeborene. Gestillte Säuglinge erkranken im ersten Lebensjahr seltener an Infektionen und neigen im späteren Alter weniger zu Übergewicht. Auch auf das Allergierisiko scheint Stillen einen positiven Einfluss zu haben. Neben der Gesundheit des Säuglings fördert Stillen auch die Gesundheit der Mutter. Weil Stillen Energie verbra
Natürliche Killerzellen behindern das Einnisten des Fötus
Die Einnahme von Steroiden kann die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt signifikant senken: Besonders bei Frauen, die bereits mehrere Fehlgeburten hinter sich haben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der University of Liverpool, die bei der 21. Jahresversammlung der European Society of Human Reproduction and Embryology in Kopenhagen vorgestellt wurde. “Die Steroide blockieren spezielle Immunzellen, die bei manch
Jülich: Höhere Sicherheitsstufe genehmigt Die Forscher am Forschungszentrum Jülich dürfen ab sofort Schnupfenviren (Adenoviren) verwenden, um die mechanischen Eigenschaften von Zellen zu untersuchen. Adenoviren dienen als Transportkapsel, um Farbstoffe in Zellen einzubringen. Auf diese Art werden die für die Bewegung verantwortlichen Proteine sichtbar gemacht und die Kräfte untersucht, die die Zelle ausübt. Einer besonderen Genehmigung bedurfte es, weil Adenoviren normalerw
Siemens hat ein neues System vorgestellt, dass die Wasserqualität in Schwimmbecken bei geringstmöglicher Zugabe von Desinfektionsmitteln sicherstellt. Damit ist es erstmals möglich, die Zugabe von Chlor abhängig von der Verschmutzung zu regeln. Bei Bedarf dosiert das System automatisch die benötigte Menge; eine Überchlorung des Wassers wird so vermieden.
Schwimmbecken können eine Brutstätte für Bakterien sein. Jeder Badegast hat durchschnittlich mehr als zwei Milliarden Keime auf der Haut, d
Wissenschaftler des Robert Koch-Instituts haben einen schnellen und spezifischen Nachweis für eine wichtige Gruppe antibiotikaresistenter Bakterien im Krankenhaus entwickelt, der den Infektionsschutz in Hospitälern deutlich verbessern kann. Das Verfahren zum Nachweis der multiresistenten Staphylococcus aureus (MRSA) wurde inzwischen zum Europäischen Patent angemeldet und in mehreren Vergleichsstudien in der Anwendung erfolgreich erprobt. “Die besorgniserregende Zunahme von MRSA in den letzten Jahren
Gezüchtete Blutgefäße bringen einen neuen Therapieansatz für Herzerkrankungen
Wissenschaftern der Duke University ist es erstmals gelungen, langlebige Blutgefäße aus menschlichem Zellgewebe heranzuzüchten. Die US-amerikanischen Forscher haben somit ein zentrales Problem – nämlich die Kurzlebigkeit der Zellen – überwunden. Gelungen ist ihnen dies, indem sie die Spenderzellen mit einem harmlosen Virus infizierten. Dieses enthält ein Enzym, das die Langlebigkeit der Zellen anregt. Dadu
Das Fehlen eines Rezeptormoleküls trägt beim Menschen zum Wachstum von Tumoren des Eierstocks bei. Diesen überraschend klaren Zusammenhang belegt ein Team der Medizinischen Universität Wien mit der Veröffentlichung ihrer Daten im Fachjournal Molecular Cancer Research. Das vom Wissenschaftsfonds FWF unterstützte Team fand auch die mögliche genetische Ursache für das Fehlen des Rezeptormoleküls, das einen wichtigen Faktor zur Regulierung des Zellwachstums darstellt.
Ein Team um Prof. Michael
Neuer Ansatz bei der Überwindung der Chemoresistenz
Wissenschaftlern der Universitätsklinik Heidelberg ist es gelungen, ein zelleigenes Protein zu identifizieren, das den Tod von Tumorzellen initiieren kann. In der Online-Ausgabe des Journal for European Molecular Biology Organization (EMBO) beschreiben sie den Mechanismus, wie das Protein TAp63alpha den programmierten Zelltod auslöst. Das Protein, das zur Familie der p53-Familie gehört, macht dabei die Zelle für eine Chemotherapie
Kinder, die nach einer Operation erbrechen, erleiden mitunter schwere Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes. Manchmal wird dadurch aus einem ambulanten ein stationärer Fall. Das Erbrechen führt zu Schmerzen an den Operationswunden und belastet die kleinen Patienten auch seelisch. Nicht selten ist die Übelkeit durch die Narkose bedingt. “Ziel muss es deshalb sein, die Gefahr eines postoperativen Erbrechens durch das entsprechende Narkoseverfahren vorausschauend zu minimieren”, betont Prof
Mit regelmäßigen flächendeckenden Reihenuntersuchungen von Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren wird in Deutschland ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Brustkrebs unternommen. Noch in diesem Jahr werden die ersten Regionen in Deutschland mit dem Mammographie-Screening starten. Das Universitätsklinikum Münster (UKM) übernimmt dabei mit der Gründung des ersten von insgesamt fünf geplanten Referenzzentren eine bundesweite Führungsrolle. In dieser Woche unterzeichneten der Kaufmännische Direktor de
Frühzeitiges Erkennen von Krebs soll dank mitochondrischer DNA möglich werden
Ein relativ simpler Diagnosetest mittels eines DNA-Microarry-Chips könnte Tumore schon im frühen Stadium entlarven. Dieses medizinisches Hightech-Verfahren der besonderen Art hat das National Institute of Standards and Technology (NIST) in Kooperation mit dem National Cancer Institutes Early Detection Research Network (EDRN) in Angriff genommen: Sie konnten in einem Pilotprojekt ein Testverfahren entw
Zentrum der Rechtsmedizin veranstaltet 3. Frankfurter Symposium Gewebetransplantation
Durch die Transplantation von Gewebe – etwa der Augenhornhaut oder der Herzklappen – können viele Menschen, die an schwereren Krankheiten leiden, geheilt werden. Denn die moderne Transplantationsmedizin hat sich längst von einem experimentellen Verfahren zu einer sehr wirkungsvollen therapeutischen Routinemethode entwickelt. “Die klinische Erfahrung zeigt, dass der Einsatz von menschlichem Ge
Das Wort “Prion” wurde 1982 von Stanley Prusiner eingeführt, als Abkürzung für „proteinaceous infectious particles“. Es handelt sich dabei um Eiweiße, die zwei verschiedene Formen aufweisen können: eine „normale“, mit einer gebundenen, nicht immer bekannten Funktion, und eine weitere, die pathologische Symptome verursachen kann (etwa die Creutzfeldt-Jakob Krankheit). Alle Spezies haben Prionen, meistens aber mit der „gesunden“ Struktur. Seitdem viele Tiere an BSE (Bovine Spongiforme Encephalopathy)
Auf einem Forum in Harbin Anfang Juni diskutierten Heidelberger Forscher mit chinesischen Partnern über Biosynthese, Gewinnung, molekulare Wirkung und medizinischen Einsatz pflanzlicher Schutzstoffe (phytoprotectants) für die menschliche Gesundheit
Auf einem Internationalen Forum am Engineering Research Center of Plant Medicine (ERCPM) der Northeast Forestry University, Harbin, diskutierten Heidelberger Forscher mit chinesischen Partnern über Biosynthese, Gewinnung, molekulare Wirku
Das Biotechnologie-Unternehmen BRAIN AG und der Schweizer Spezialchemikalien-Hersteller Ciba Spezialitätenchemie arbeiten bei der Entwicklung von “Designer-Mikroorganismen” zur nachhaltigen Produktion von Spezialchemikalien aus nachwachsenden Rohstoffen zusammen. Ziel ist insbesondere die fermentative Herstellung chemischer Grundkörper.
Ausgangsmaterial für verschiedenartigste Synthesen und Produkte der Spezialchemie sind bislang fast ausschließlich fossile Rohstoffe, die durch che