Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Unbekannte Komponente erhöht die Zahl der Herzerkrankungen um 60 Prozent
Einem seltsamen Phänomen sind derzeit die Forscher der University of Edinburgh auf der Spur: Aufgrund von unbestimmten Faktoren, die nicht mit der Ernährung, dem Rauchen oder der Armut in Schottland zusammenhängen, ist dort die Rate der Herzerkrankungen um 62 Prozent höher als in England. Selbst bei Einhaltung eines gesunden Lebensstils betrug die Differenz 50 Prozent. Darum vermuten die Forscher, dass es
Möglicherweise hat der endlose Kampf gegen Zellulitis endlich ein Ende. Ein französisches KMU konstruierte innovative Bildverarbeitungsinstrumente und -methoden zur Erkennung und Behandlung von Zellulitis.
Zellulitis ist der gebräuchliche Name für geweitete Fettzellen unter der Oberfläche der Haut, die für eine unebene Erscheinung sorgen. Vorrangig Frauen sind anfällig für Zellulitis, und sie tritt in erster Linie im Bereich der Hüfte und der Oberschenkel auf. Im Gegensatz zu de
Ein bakterieller Hautbewohner mit lebensgefährlichem Potenzial
In den letzten Jahren häufen sich Berichte über das Auftreten von neuen Krankheitserregern, die gegen nahezu alle der gegenwärtig zugelassenen Antibiotika unempfindlich sind. Von einer derartigen Entwicklung sind besonders Patienten auf Intensivstationen betroffen, deren schwere Grundleiden mit naturgemäß infektionsanfälligen Maßnahmen behandelt werden. Bedingt durch die zunehmende Unempfindlichkeit von Krankheitserregern
Max-Planck-Materialwissenschaftler haben bestimmt, mit welcher Größe Viren oder Nanopartikel optimal in lebende Zellen eindringen können
Viren können Infektionen mit fatalen Folgen hervorrufen, wie allein die globale Aids-Epidemie zeigt. Diese Erreger sind extrem klein, also eigentlich “Nanopartikel”, die in Zellen eindringen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Metallforschung in Stuttgart und der Brown University, Providence, USA, haben mit Hilfe eines mathematischen Model
Sehr stabile Schäume durch Anlagerung silikatischer Nanopartikeln an die Bläschenoberflächen
Was haben ein Glas Bier, Schlagsahne, Geschirrspülmittel, Shampoo und Schaumfestiger gemein? Sie sollen ordentlich schäumen. Schäume sind Gasblasen, die durch flüssige oder feste Stege begrenzt werden. Während feste Schäume recht stabil sind (z.B. Schaumgummi, Schlagsahne), fallen flüssige Schäume meist rasch in sich zusammen: Lassen wir ein Bier zu lange stehen, ist die Schaumkrone weg; auc
Atemwegsinfekte werden durch Viren ausgelöst gegen die das Präparat machtlos ist
Bei leichten Erkältungen und Atemwegsinfekten gleich Antibiotika einzusetzen ist schlichtweg nutzlos. Das berichten die Forscher der University of Southampton in der heute erschienen Ausgabe des Journal of the American Medical Association. “Viele Patienten mit unkomplizierten Erkältungen und Infektionserkrankungen haben einen Virus, gegen den Antibiotika machtlos sind”, erklärte Studienleiter Paul Litt
Viele Menschen mit Hirnerkrankungen, etwa einem Schlaganfall, haben Schwierigkeiten, sich räumlich zu orientieren. Welche Hirnschädigungen zu solchen Orientierungsstörungen führen, war bisher kaum bekannt. Wissenschaftlern des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsverbundes “NeuroImage Nord” ist es nun gelungen zwei Hirnregionen zu identifizieren, die für die räumliche Orientierung entscheidend sind: den retrosple
Schmerz tötet jede Lebensfreude. Doch in Deutschland besteht in der Schmerzbehandlung von Kindern und Jugendlichen immer noch ein hoher Nachholbedarf. “Jeder hat ein Recht auf Schmerzfreiheit”, sagt Oberärztin Dr. Carola Hasan von der Kinderonkologie des Universitätsklinikums Bonn.
“Vor Schmerzen hatte ich irgendwann keine Kraft mehr. Ich lag den ganzen Tag im Bett und konnte nicht mehr in die Schule gehen.” Bereits ein halbes Jahr vor der Diagnose “Knochentumor” litt Milan B. unert
Atemwegsinfektion greift auf das Gehirn über
Ein halbes Jahr nach der Tsunami-Katastrophe in Asien sind Ärzte auf eine ungewöhnliche Lungenkrankheit gestoßen, die eine weitere Folge des Seebebens sein könnte. Wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtet, sind Menschen betroffen, die von Wellen erfasst wurden und dabei Salzwasser und aufgewirbelten Schlamm inhaliert haben. Die Bakterien aus dem Salzwasser in Verbindung mit dem Schlick führen zu einer Lungenentzündung, die sich auf das
Publikation am 21. Juni 2005 in “Immunity”
Ein wichtiger Faktor namens Gfi1 ist notwendig, damit die “Wachtposten” des Immunsystems, die dendritischen Zellen, im Knochenmark aus Blutstammzellen heranreifen können. Diese bedeutsame Erkenntnis gelang einer Arbeitsgruppe um Professor Dr. Christoph Klein, Abteilung Pädiatrische Hämatologie und Onkologie (Direktor: Professor Dr. Karl Welte) der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Die Ergebnisse der Arbeit werden am 21. Juni 2005 in d
Emotionaler Stress in der frühen Kindheit hinterlässt Spuren
Traumatische Erlebnisse und mangelnde emotionale Zuwendung in früher Kindheit beeinflussen nicht nur durch Erinnerungen das Leben des Menschen, sie können sich auch als veränderte Gehirn-Struktur manifestieren und dem Betroffenen Lernen und soziale Integration erschweren. Prof. Dr. Gerd Poeggel vom Institut für Biologie II an der Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie der Universität Leipzig erläutert akt
BMBF fördert Kinom-Projekt
Die ProQinase, eine Geschäftseinheit der KTB Tumorforschungs GmbH an der Freiburger Klinik für Tumorbiologie, das NMI Naturwissenschaftliche und Medizinische Institut an der Universität Tübingen und die MorphoSys-Geschäftseinheit Antibodies by Design, München, geben den Beginn eines gemeinsamen Projektes bekannt, das die Analyse aller menschlichen Proteinkinasen – des menschlichen “Kinoms” – revolutionieren könnte. Das Projekt kombiniert die etablierte Prot
Manchen aggressiven Bakterien gelingt es, in menschliche Körperzellen einzudringen und sie von innen heraus zu zerstören. Wie das zum Beispiel der Lebensmittel-Keim Listeria monocytogenes anstellt, hat ein Team von Wissenschaftlern der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) in Braunschweig und der Universität Gießen untersucht. Ihr Ergebnis: Die Bakterien sondern ein Gift ab, das die Oberfläche menschlicher Zellen stark verändert. Die Keime können die Abwehrmechanismen der Zelle dann
Veröffentlichung im Wissenschaftsjournal “Nature Biotechnology” – Molekulare Prozesse können nun beliebig lange beobachtet werden
Die Beobachtung kleinster Teilchen und einzelner Moleküle, aus denen sich unsere belebte und unbelebte Materie zusammensetzt, ist mit herkömmlichen optischen Mikroskopen meistens nicht möglich. Eine neue Methode, als Plasmonenkopplung bezeichnet, erlaubt es nun, Abstände im Nanometerbereich zu erfassen. Damit ist auch die Beobachtung von langsam ablaufe
T-Zellen, die eine regulierende Funktion im Immunsystem haben, sprechen anders auf Apoptoseauslöser an als T-Zellen, die die eigentliche Abwehrreaktion ausmachen (Effektor-T-Zellen). Dies zeigte Dr. Benedikt Fritzsching in Zusammenarbeit mit Kollegen im Deutschen Krebsforschungszentrum und weiteren Partnern von der Universität Heidelberg jetzt erstmals in Untersuchungen* an menschlichen T-Zellen. Die Erkenntnisse bieten möglicherweise neue Ansatzpunkte für die Therapie von Krebs und Autoimmunerkr
Im Blindflug zielsicher in der Lunge unterwegs
Lungenkrebs schonender zu diagnostizieren soll eine neue Navigationsmethode helfen, die jetzt am RUB-Klinikum Bergmannsheil als erster Universitätsklinik in Deutschland erprobt wird. Das neuartige, in Israel entwickelte Gerät erzeugt aus den Daten einer Computertomographie eine 3D-Darstellung der Lunge, in der sich der untersuchende Arzt während einer Bronchoskopie sicher orientieren kann. So lassen sich auch verdächtige Herde, die noch