Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Proteine können nur mit ihrer jeweils spezifischen dreidimensionalen Struktur funktionieren. Meist findet die Faltung unter Verbrauch von Energie in Form von ATP statt. Privatdozent Dr. Johannes Herrmann und sein Team vom Adolf-Butenandt-Institut für Physiologische Chemie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München konnten zeigen, dass in den Mitochondrien, den Kraftwerken der Zelle, eine andere Energiequelle zur Proteinfaltung genutzt wird, nämlich die Oxidation. Wie die Wissenschaftler in
Wissenschaftler der Universität Zürich konnten nachweisen, dass das Langzeit-Gedächtnis beim Menschen mit dem Prion-Gen zusammenhängt, das bisher mit dem Rinderwahn und der Jakob-Creutzfeldt Krankheit in Verbindung gebracht wurde. Die Ergebnisse dieser Studie sind jetzt in der Online-Ausgabe der englischen Wissenschaftszeitschrift Human Molecular Genetics erschienen und werden in der zweiten August-Ausgabe publiziert.
Wie ist es möglich, dass man sich an Ereignisse erinnern kann, die
Aktuelle Publikation im “Journal of Chemical Physics”
1855 stellte der Physiologe Adolf Eugen Fick, der in Zürich und Würzburg forschte, seine Diffusionsgesetze auf. 150 Jahre später sind es nun erneut Wissenschaftler von der Uni Würzburg, die eines dieser Gesetze verallgemeinert haben. Dadurch öffnen sich in der Forschung neue Möglichkeiten.
Der Mensch ist daran gewohnt, dass Transportvorgänge – etwa mit der Bahn oder dem Flugzeug – zielgerichtet und planmäßig ablaufen. An
Rostocker Forscher arbeiten an Heilung von Erkältungen durch probiotische Mittel
Ein natürliches mittel gegen Husten, Schnupfen und Heiserkeit ist das Ziel von Forschern am Institut für Mikrobiologie am Universitätsklinikum Rostock. Im Rahmen eines bundesweiten Forschungsprojektes untersucht eine Rostocker Wissenschaftlergruppe die Wirkungsweise von probiotischen Bakterien, um sie für Atemwegserkrankungen nutzbar zu machen. Das Projekt wird vom Bundesbildungsministerium gefördert, au
Zellmutation CCR5 blockiert die Wanderung der Viren in die Zellen
Ein Durchbruch in der HIV-Forschung ist US-amerikanischen Wissenschaftern gelungen, indem sie einen Weg zur Immunisierung gegen HIV gefunden haben. Erstmals konnten jene Zellen, die für das Wachstum des menschlichen Immunsystems verantwortlich sind, genetisch so verändert werden, dass sie resistent gegen den am häufigsten auftretenden HIV-Stamm sind. Diese viel versprechenden Untersuchungsergebnisse haben jedoch einen
Betroffene über ihr Aussehen unglücklich
Zwei Drittel der übergewichtigen Frauen sagen, dass das Leben aufgrund ihres Aussehens nicht lebenswert ist. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie von Slimming World gekommen. Von den 4.000 befragten Teilnehmerinnen war nur ein Prozent mit ihrem Aussehen glücklich. Neun von zehn Frauen fühlten sich deprimiert und acht von zehn sollen über ihr Gewicht verzweifelt gewesen sein. Eine Befragung von 1.000 übergewichtigen Männern kam zu ähnlichen Erge
Neues Göttinger Graduiertenkolleg erforscht individualisierte Krebstherapien
Mit zwei Millionen Euro fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) seit Januar 2005 für zunächst viereinhalb Jahre ein interdisziplinäres Graduiertenkolleg zum Thema “Pharmakogenomik” in Göttingen. Ziel des Kollegs ist es, Krebstherapien individuell auf den Patienten abzustimmen und gleichzeitig jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine umfassende Ausbildung in dem hochrangigen Forschungsg
Für Erwachsene ist bei geringen Gehalten kein gesundheitliches Risiko zu erkennen
Mineralwasser, das mit dem Zusatz “Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung” versehen ist, sollte kein Uran enthalten. Dieses Fazit zieht das BfR, nachdem es die Urangehalte von Mineralwässern gesundheitlich bewertet hat. “Uran ist, wie andere Schwermetalle auch, ab bestimmten Konzentrationen giftig. Da Säuglinge besonders empfindlich reagieren, müssen bei ihnen strengere Maßstäbe angelegt werd
Verzicht von Anglertrophäen können Arten vor dem Aussterben bewahren
Die Fische, mit denen sich stolze Sportangler gerne auf Photos zeigen, sollten in Zukunft wieder ins Wasser zurückgeworfen werden, fordern Experten. Denn die Anglertrophäen könnten ganze Arten vor dem Aussterben bewahren, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist in seiner jüngsten Ausgabe.
Die Experten Charles Birkeland von der University of Hawaii und Paul Dayton von der Scripps Institution of Oc
Zweiphasiger Chip-Reaktor zur Herstellung sehr einheitlicher nanoskopischer Halbleiterkristalle
Leuchtende Quantenpunkte aus Halbleitermaterialien könnten zukünftig helfen, etwa Tumore zu identifizieren, großflächige Flachbildschirme zum Leuchten zu bringen oder die optische Datenverarbeitung voran zu bringen. Quantenpunkte sind nanoskopische Kristalle – so klein, dass ihre chemischen Eigenschaften denen von einzelnen Molekülen ähneln. Forscher vom MIT haben nun eine Mikrofluid-Techn
Chaosforschung mit einem mikrobiellen Nahrungsnetz
Erstmals konnten Kölner Wissenschaftler aus dem Bereich Allgemeine Ökologie des Zoologischen Institutes der Universität zu Köln gemeinsam mit Kollegen der Universität Osnabrück, des Max-Plank Instituts für Limnologie in Plön und des Instituts für Ostseeforschung in einem experimetellen Nahrungsgewebe chaotisches Verhalten nachweisen. Die beiden Kölner Ökologen entwickelten ein System, das aus zwei Bakterienstämmen und einem Ciliaten
“Wir haben Hinweise gefunden, dass Superantigene die Ursache für sehr schwer verlaufende Allergien sind.” Das berichtete Professor Dr. Claus Bachert aus Gent, Belgien, auf dem Welt-Allergie-Kongress in München. Bei etwa einem Drittel der Bevölkerung können Ärzte eine Besiedelung mit dem Bakterium Staphylokokkus aureus nachweisen. In den meisten Fällen verursacht der Staphylokokken-Befall keine Probleme. Bei Menschen mit schweren Atemwegserkrankungen wie Nasennebenhöhlenentzündung ode
Siemens-Forscher haben ein mathematisches Rechenmodell entwickelt, mit dem sich krebsauslösende Gene identifizieren lassen. Damit liefert es entscheidende Informationen für die Entwicklung passgenauer Medikamente gegen verschiedene Tumortypen. Das erste Ergebnis der Forschungsarbeit ist die Identifizierung eines Gens, das eine Form der Leukämie auslöst. So lässt sich durch mathematische Simulationen die Anzahl teurer Experimente einschränken.
Nicht jede Krebsart verrät sich direkt
Erstmals vollständiger Schutz bei Primaten erzielt
Wissenschafter des US Army Medical Research Institute for Infectious Diseases (USAMRIID) und der Public Health Agency of Canada haben einen viel versprechenden Impfstoff gegen das potenziell tödliche Lassa-Fieber entwickelt. Eine einzelne Impfung reichte aus, um Makaken gegen eine tödliche Dosis zu schützen. Lassa-Fieber tritt in Westafrika epidemisch auf. Hunderttausende Menschen werden jedes Jahr infiziert. Einzelne Erkrankunge
Schlafstörungen beeinträchtigen das Wohlbefinden ganz erheblich, als Ursache müssen oft Mobilfunk-Masten herhalten. Im Rahmen der EPROS (Electrosensitives Protected Sleep)-Schlafstudie untersuchen Wissenschafter der TU Graz den Zusammenhang zwischen elektromagnetischen Feldern und Schlafstörungen. Seit Jahresbeginn messen der Elektrosmog-Experte Norbert Leitgeb und sein Team vom Institut für Krankenhaustechnik der TU Graz bereits in österreichischen Schlafzimmern. Im Zuge des deutschen Mobilfu
Wie sich angeborene Gehörlosigkeit auf die Entwicklung des Gehirns auswirkt, untersucht die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Andrej Kral, Institut für Neurophysiologie und Pathophysiologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Die Ergebnisse ihrer Forschungen wurden jetzt in renommierten internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht.
Jeder 1000. Neugeborene ist hörgeschädigt. Vielen Hörstörungen liegt ein Defekt der Hörschnecke (Cochlea) im Innenohr zugrunde. Diese wandelt normalerwe