Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Im Rahmen eines vom Gesetzgeber und den Krankenkassen geförderten Projektes – Integrierte Versorgung -, gehört das Universitätsklinikum Bonn zu einem von vier Eierstockzentren des Landes Nordrhein-Westfalens. Neben der Bonner Universitäts-Frauenklinik versorgen Zentren in Düsseldorf, Leverkusen und Krefeld künftig Frauen mit Eierstockkrebs. Damit soll eine bestmögliche Versorgung für die Betroffenen gesichert werden. Alle vier Eierstock-Zentren arbeiten nach den gleichen internationalen Standards, w
Rhythmusstörungen bei Herzmuskelschwäche individuell behandeln: Neue Tests sagen voraus, welche Patienten profitieren / Zwei Kardiologen des Universitätsklinikums Heidelberg ausgezeichnet
Bis zu 50 Prozent der Patienten, die an einer fortgeschrittenen Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) leiden, sind durch gefährliche Herzrhythmusstörungen bedroht. Für sie kann es lebenswichtig sein, einen Defibrillator oder einen Herzschrittmacher implantiert zu bekommen, der ihr Herz wieder im Gle
Nanozellen erfolgreich an Mäusen getestet
Wissenschafter des Massachusetts Institute of Technology haben eine Nanozelle entwickelt, die sich in einen Tumor hineingraben, seine Blutversorgung unterbinden und eine tödliche Dosis von Antikrebsmitteln freisetzen kann. Dieses zweifach wirkende Behandlungsverfahren, das in einer winzigen Doppelkammer verpackt verabreicht wird, beschädigt gesunde Zellen nicht. Bei Mäusen wurde die Sicherheit und Wirksamkeit des Verfahrens bei Melanomen und
Problem: Patienten sind verunsichert, da die Finanzierung unklar scheint
Neue Medikamenten-beschichtete Gefäßstützen (Stents) ersetzen immer mehr die herkömmlichen Metallgitter – sie senken das Risiko einer erneuten Gefäßverengung von 20 bis 30 Prozent auf bis zu vier Prozent. Der neue Stenttyp verringert die häufigen Reizungen der Gefäßwände in den ersten zwei bis drei Jahren; diese Reizungen können die Verengungen verursachen.
“Viele Patienten sind aber zurzeit verunsicher
Das hormonrefraktäre und metastasierende Prostatakarzinom ist ein sich verschärftendes medizinisches Problem, für das es bisher keine wirksame Therapie gibt. Seit einigen Jahren werden Ansätze zur Immuntherapie klinisch erprobt mit ersten Erfolgen. Ein Hindernis für diesen Ansatz ist der Mangel an Zielantigenen des Prostatakarzinoms, die für die Immuntherapie benutzt weden können. In einem von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderten Projekt sucht ein Forschungsteam um Prof. Marcus Groettrup vom
“Asymmetrische” Weltraum-Strahlung Ursache für Leben auf L-Aminosäure-Basis?
Spätestens seit einer einschlägigen Werbung (“rechtsdrehender” Joghurt) wissen wir, dass es von vielen Biomolekülen “rechte” und “linke” Varianten gibt. Moleküle oder Molekülteile können wie Bild und Spiegelbild aufgebaut sein. Bild und Spiegelbild können völlig unterschiedliche Eigenschaften haben: vom Geschmack bis zur physiologischen Wirkung. Die Grundbausteine des Lebens kommen fast ausschließlich in ei
Die Sommerhitze verführt zu Erfrischungen – doch manchmal ist es einfach zu viel des Guten: Den nassen Bikini auf der Haut trocknen lassen, sich im bauchfreien Outfit den Fahrtwind beim Radeln oder Motorradfahren um die Nase wehen zu lassen oder im zarten Sommerkleidchen die kühleren Abende im Freien genießen – das alles kann unangenehme Folgen haben.
Besonders Frauen sind in den Sommermonaten anfällig für Harnwegsentzündungen, die häufig “verschleppt” werden. Die Entzündung zieht nach “obe
BfR zur Greenpeace-Bewertung von Pflanzenschutzmittelrückständen in Beerenfrüchten
Sommerzeit ist Beerenzeit. Das verlockende Angebot an Strauchfrüchten auf den Wochenmärkten und in den Ladenregalen ruft nicht nur den Kunden, sondern auch Verbraucherschützer auf den Plan. Zum Schutz des Verbrauchers dürfen Rückstandshöchstmengen bestimmter Pflanzenschutzmittel nicht überschritten werden. Aktuell sorgt eine Untersuchung der Umweltorganisation Greenpeace für Diskussionen. Das Bundesin
Internationale gerontopsychologische Tagung der Uni Zürich
Sich in die Zukunft erinnern – wie soll das gehen? Den meisten Leuten ist gar nicht bewusst, wie häufig sie sich im Alltag nach vorne und nicht in die Vergangenheit erinnern. Der Lehrstuhl Gerontopsychologie der Universität Zürich widmete sich während dreier Tage dem “prospektiven Gedächtnis” – an der II. Conference on Prospective Memory im Kongresshaus Zürich , die heute, Mittwoch, zu Ende geht.
Beim “prospektive
Transforming Growth Factor Beta Receptor Type II entscheidend
Wissenschafter der University of Texas haben ein Gen identifiziert, das mit tödlichen Erkrankungen der Aorta in Zusammenhang steht. Das Team um Dianna Milewicz hofft, dass ihre in dem Fachmagazin Circulation veröffentlichen Forschungsergebnisse zur Entwicklung neuer Tests und Behandlungsmethoden führen wird. Die Forscher analysierten die Daten von 80 Familien mit Krankheitsgeschichten in den Bereichen Aortenaneurysmen und
Wer in der Steinzeit durch seinen Geschmackssinn vor dem Verzehr giftiger Substanzen gewarnt wurde, hatte gegenüber weniger geschmacksempfindlichen Menschen einen deutlichen Selektionsvorteil. Dieses lassen neue genetische Untersuchungen eines “Bittergeschmacks-Gens” vermuten, die ein internationales Wissenschaftlerteam durchführte, zu dem auch Professor Dr. Wolfgang Meyerhof und Dr. Bernd Bufe vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) gehören (Soranzo, N. et al., C
Genmutationen können verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der betroffenen Personen haben. Dies trifft auch auf Patienten der Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) zu; diese Genkrankheit wird durch Mutationen des Dystrophin-Gens verursacht und äußert sich in Form von Muskelschwund und geringen Überlebensraten.
Das Dystrophin-Protein ist ein fester Bestandteil der Muskelzellen, der die Struktur festigt und an den Permeabilitätsschranken der Zellmembran beteiligt
Weltweit sind Laboratorien bestrebt, die genetischen Wurzeln menschlicher Krankheitsverläufe genau darzustellen, um ihre Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten zu verbessern. Das EU-Projekt CANCER GENES AT 11Q23 konzentriert sich auf den Einfluss der Chromosomenregion 11q23 auf den menschlichen Krebs.
Der Bruchpunkt 11q23 ist eine bestimmte genetische Region, die sich auf dem langen Arm des Chromosoms 11 befindet. Bei einer Reihe von Tumoren und hämatopoetischen Krebsarten wie chroni
Zoologen vergleichen ihre Laborgrillen mit einer Population in Freiheit
Wenn es draußen warm und trocken war, konnte man Zoologen der Universität Leipzig auf einem sonnigen Hang bei Leipzig herumkraxeln sehen. Die Wissenschaftler haben Grillen markiert und beobachtet. Den Hintergrund für diese Exkursionen erläutert Prof. Klaus Schildberger vom Institut für Zoologie der Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie.
Es wimmelt von Grillen und Schaben …
Forscher der Universität Jena untersuchen, welche Gene unser Körper bei hoher Belastung anschaltet
Ein Blick auf die muskulösen Waden der Tour de France-Radler genügt, um uns bewusst zu machen: Ihre Körper sind auf Leistung getrimmt. Doch was passiert im Körper eines Profis wirklich während des Trainings und während der Tour? Eines steht fest, unter Hochleistung verändern unsere Körperzellen ihr Stoffwechselprogramm. Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena untersuchen
Forscher am Universitätsklinikum Heidelberg zeigen: Neue Substanz stört den Aufbau der Virushülle im Reagenzglas
Einen Ansatzpunkt für die Entwicklung neuer HIV-Medikamente haben Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg entdeckt. In Laborexperimenten gelang es ihnen erstmals, mit einem Eiweißbruchstück (Peptid) den Zusammenbau der Proteinhülle von Virusteilchen zu verhindern, sowie die genaue Angriffsstelle dieses Peptids zu ermitteln. Die viel versprechenden Arbeiten unt