Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Verzweigtes Molekül als Träger für mehrere Proteine – Wege zur Herstellung multivalenter Pharmaka
Die Erkennung zwischen Molekülen spielt eine wichtige Rolle bei biologischen Prozessen. Diese läuft im Allgemeinen über nur recht schwache Wechselwirkungen zwischen einzelnen Molekülteilen. Dennoch beobachtet man zuweilen ausgesprochen starke Bindungen, beispielsweise zwischen Antikörpern und ihren Antigenen. Ein Grund scheint darin zu liegen, dass Antigene mehrere Bindungsstellen tragen
Substanzen, die unsere Erregerabwehr aktivieren, können gleichzeitig zu einer vorübergehenden Schwächung der Abwehrkräfte führen. Diesen paradoxen Effekt haben Wissenschaftler der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) in Braunschweig am Beispiel des Moleküls TLR7 beobachtet, eines wichtigen Bestandteils des Immunsystems. Wird TLR7 durch einen Wirkstoff künstlich gereizt, verstärkt es zwar Abwehrreaktionen in der Haut, führt aber zugleich für mindestens 24 Stunden zu einer gravierende
Stoffwechselwege liefern Grundlagen für neue Behandlungsansätze
Wissenschafter der University of Alberta haben festgestellt, wie sich die Stoffwechselwege von gesunden und versagenden Herzen unterscheiden. Normalerweise gewinnt ein Herz aus der Balance von Fettsäuren und Kohlehydraten, vor allem Glukose, seine Energie. Das Team um Gary Lopaschuk hat nachgewiesen, dass das Herz während der frühen Stadien eines Herzversagens zu viele Fettsäuren nicht ausreichend Kohlehydrate verbrauch
Ultrashape Inc., führender Entwickler innovativer, nicht-invasiver Geräte für die ästhetische Medizin, gab heute bekannt, dass sein erstes Produkt, der Contour I für dauerhafte nicht-invasive Fettabsaugung, in Europa freigegeben wurde. Ultrashape beabsichtigt einen sofortigen Start des Produktvertriebes in Europa, Asien und den Pazifikländern. Eine offizielle Lancierung folgt im Herbst. Es wurden bereits Vertriebspartnerverträge in einigen Ländern unterzeichnet und erste Bestellungen im Umfang vo
Die Urologische Klinik des Universitätsklinikums Düsseldorf hat als zweites deutsches Zentrum und einziges in Nordrhein-Westfalen mit einer Studie beim fortgeschrittenen, nicht medikamentös vorbehandelten Nierenzellkarzinom begonnen. Dabei wird das neue, noch nicht zugelassene Medikament “Sorafenib” mit der bisherigen Standardbehandlung bei Auftreten von Metastasen, der Immuntherapie, verglichen. Die Ergebnisse einer weltweiten Phase III Studie waren ermutigend.
Das Nierenzellkarzino
Berliner Wissenschaftler präsentieren erstes umfassendes Modell einer “virtuellen Zelle”
Eine der spannendsten Forschungsrichtungen unserer Zeit ist die Systembiologie. Ihr Ziel ist es, eine Zelle oder ein Organ mit allen seinen Reaktionen (z. B. Umweltanpassung, Alterung oder Immunabwehr) zu verstehen, mathematisch abzubilden und am Computer zu simulieren. Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg gelang jetzt einer Gruppe von Wissenschaftlern aus Berlin und Göteborg. In der renommierten
Neue Antworten auf Fragen zur Entstehung der Parkinson-Krankheit – Proteomforscher untersuchen Rolle des Neuromelanins – RUB-Forscher in “Molecular and Cellular Proteomics”
Die Parkinson-Krankheit ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen, wobei die Häufigkeit der Neuerkrankungen mit dem Alter zunimmt. So leiden von den 55-jährigen bereits 1,4%, von den 75-jährigen 3,4% (Stand 1997) an Symptomen. Bis heute sind die krankheitsbedingenden zellulären und molekularen Mechanism
Ein Gen kann Übergewichtige zu Diabetikern machen und spielt damit eine Rolle bei der stark steigenden Diabetes- Epidemie. Das Gen RBP4 ist vor allem im Fettgewebe aktiv und führt zu einer Insulinresistenz. Das Hormon Insulin reguliert den Blutzucker und zügelt im Hirn den Appetit. Barbara Kahn von der Harvard- Universität in Boston (US-Staat Massachusetts) und Kollegen berichten darüber im Fachjournal «Nature» (Bd. 436, S. 354) vom Donnerstag.
Die Forscher fanden heraus, wie das G
Die ARTEMIS Pharmaceuticals GmbH (Köln) und die RiNA GmbH (Berlin) gaben heute den Start einer mit 2,8 Mio EURO ausgestatteten Forschungskooperation zur Entwicklung molekulargenetischer Methoden, die das Abschalten (“Knockdown”) der Funktion wichtiger Gene mit Hilfe der RNA-Interferenz (RNAi) in Ratten ermöglichen sollen, bekannt. Unter dem Dach des RiNA RNA-Netzwerks (Berlin) kooperieren die Arbeitsgruppen von Prof. Michael Bader, Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC, Berlin-Buch) s
Die Untersuchung der Langzeitsicherheit von transgenen Lebensmitteln war über viele Jahre hinweg ein umstrittener Punkt. Das von der EU finanzierte Projekt SAFOTEST wurde ins Leben gerufen, um neue Testverfahren zu entwickeln, die das Testen transgener Lebensmittel umfangreich unterstützen.
Genetisch veränderte (GV) Pflanzen besitzen speziell hinzugefügte Eigenschaften, wie z.B. die Resistenz gegenüber Krankheiten sowie geschmackliche und farbliche Verbesserungen, um nur einige zu n
Tieftemperaturservice der Universität Jena begeht kühles Jubiläum
Im Tieftemperaturlabor des Instituts für Festkörperphysik der Universität Jena ist es zwar im Kontrast zur sommerlichen Außentemperatur angenehm kühl. Doch dies ist nichts verglichen mit den Temperaturen, die im Kühlaggregat erreicht werden: Mit diesem Unikat können Proben für Gütemessungen auf Temperaturen bis hinab zu 4,2 Kelvin (-269 °C) gekühlt werden. Bei dieser Temperatur zerbröselt ein Ast in Sekunden wie ein v
Neues Tiermodell erlaubt erstmals Studien zu Krankheitsentstehung und möglichen Therapien / Erfolgreiche Forschung wird am Universitätsklinikum Heidelberg mit 1,37 Millionen Euro gefördert
Mit einem neuen Mausmodell ist es jetzt erstmals möglich, am lebenden Organismus Studien zu Entstehung und Krankheitsverlauf von Mukoviszidose, auch Zystische Fibrose genannt, durchzuführen. Das Tiermodell soll auch dazu beitragen, mögliche Therapieansätze für die unheilbare Atemwegserkrankung zu e
Wissenschaftler der in Melbourne gelegenen Monash University haben den weltweit ersten Versuch einer künstlichen Befruchtung bei Haien vorgenommen. Die Befruchtung wurde gestern im Melbourne Aquarium an einem Breitnasen-Siebenkiemerhai durchgeführt. Ob die Befruchtung zu einer Schwangerschaft geführt hat, wird sich erst in einigen Monaten herausstellen.
Das Team der Veterinäre und Taucher um Jonathan Daly hofft, dass sie über die Befruchtung genauere Kenntnisse darüber erlangen, wie sich au
Wissenschaftler vermuten Beteiligung der Stresshormon-Kaskade an der Entstehung des Rett-Syndroms
Das Rett-Syndrom, eine schwere Form der geistigen Behinderung, wird durch spontane Mutationen im MECP2-Gen ausgelöst. Bislang ist nicht bekannt, welcher Mechanismus für die schweren Entwicklungsstörungen verantwortlich ist, unter denen die Betroffenen leiden. Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik und der Universität Edinburgh ist es jetzt gelungen, Zielgene von
Das Erbgut in den “Kraftwerken” der Zelle, den so genannten Mitochondrien, dient Evolutionsbiologen als genetische Uhr: Da es sich mit relativ konstanter Geschwindigkeit verändert, kann man aus der Zahl der Unterschiede ziemlich genau schließen, wann sich zwei Ethnien voneinander getrennt haben. Forscher der Universität Bonn und der Harvard Medical School haben nun eine Studie veröffentlicht, nach der die Uhr eventuell neu geeicht werden muss (Nature Genetics,
Uranverbindungen sind natürlicher Bestandteil von Mineralen und Gesteinen, von Böden, Wässern und auch von Luft. Spuren von Uran sind deshalb auch in vielen Lebensmitteln und in verschiedenen Trink- und Mineralwässern enthalten. Bisher war es in diesen niedrigsten Konzentrationsbereichen nur möglich, den Gehalt von Uran zu bestimmen. Mit einer besonders empfindlichen Nachweismethode gelang im Forschungszentrum Rossendorf (FZR) jetzt erstmalig der direkte Nachweis des chemischen Zustands von Uran