Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Französische Forscher präsentieren Studie an über 3.000 Männern
Einer Studie der französischen Agentur für Aids und Hepatitis ANRS zufolge, könnte die Beschneidung das HIV-Risiko unter Männern drastisch senken. Die Forscher haben mehr als 3.000 Männer in Südafrika untersucht und wurden bei der derzeit in Rio stattfindenden Konferenz über Aids präsentiert. Demnach könnten sieben von zehn Infektionen durch Beschneidung verhindert werden, meint Studienleiter Bertrand Auvert.
Etwa jede fünfte Bundesbürger knirscht mit den Zähnen. Dies kann zu nachhaltigen Schäden an Zähnen und Kiefergelenk führen. Grund für das Zähneknirschen ist oft eine unbewusste Anspannung der Kaumuskulatur, die wiederum sehr häufig auf Stress beziehungsweise unverarbeitete persönliche Konflikte zurückzuführen ist. Um Zähne und Kiefergelenk zu schützen, wird Betroffenen in der Regel vom Zahnarzt eine Kunststoffschiene angefertigt. Damit wird aber lediglich den Folgen des Zähneknirschens vorgebeugt
“Konsequente Umsetzung von Präventionsstrategien ist das Gebot der Stunde”, hat Hygiene-Experte Professor Dr. Wolfgang Witte, Robert-Koch-Institut (RKI), nachdrücklich auf einer Pressekonferenz gefordert. Hintergrund ist der Besorgnis erregende Anstieg von Infektionen mit dem gefährlichen Erreger MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) in medizinischen Einrichtungen und die wirtschaftlichen Auswirkungen. Die Veranstaltung, zu welcher der Bibliomed-Verlag und die B. Braun Melsungen AG ein
Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin: Grundstein für Bewegungsarmut von Kindern heute wird ganz früh geleg Das Dilemma ist bekannt: immer mehr Kinder in Deutschland neigen zur Fettsucht, zeigen Koordinationsstörungen oder Störungen der Aufmerksamkeit. Unter den vielfältigen hierfür verantwortlichen Einflüssen ist eine Ursache bisher unterschätzt worden: schon in den ersten beiden Lebensjahren bewegen sich viele Kinder zu wenig oder nicht richtig, betont Profes
Sauerstoff regt sie wieder an
Stress verzögert die Wundheilung. Zumindest bei Mäusen ist dieser Satz zutreffend, wie ein Forscherteam der University of Illinois in Chicago UIC festgestellt hat. Extra Sauerstoff kann die Wundheilung allerdings wieder beschleunigen, berichten die Wissenschaftler.
Der Dentalforscher Phillip Marucha und sein Forscherteam von UIC College of Dentistry haben festgestellt, das psychischer Stress die Verheilung bei offenen Wunden bei Mäusen um mehr a
Der Besuch beim Urologen ist bei Männern ungefähr genauso beliebt wie ausgedehnte Shopping-Touren mit der Ehefrau oder ein Nachmittag bei der Pediküre. Nur etwa jeder fünfte Herr der Schöpfung lässt sich nach einer Auswertung des Zentralinstituts für kassenärztliche Vorsorgung bei der Krebs-Früherkennung untersuchen. Dabei wird für Männer im “gefährlichen Alter” ab ca. 45 die Standard-Untersuchung (DRU) von den Kassen übernommen.
Der Besuch bei der Krebs-Vorsorge kann sogar lebens
Systematische Vorgehensweise erleichtert die Identifizierung prognostischer Tumormarker
Für die Wahl der optimalen Therapie des schwarzen Hautkrebses, des malignen Melanoms, ist es wichtig, Tumorstadien und die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls anhand von Tumormarkern mit großer Zuverlässigkeit unterscheiden und daraus den weiteren Verlauf der Erkrankung voraussagen zu können. In Kooperation mit verschiedenen englischen Forschergruppen aus Nottingham, England, haben Professor Dirk
Goldrute und Co. verdrängen heimische Arten
Was versteht man unter “biologischer Invasion” und was bedeuten solche Invasionen für die Vielfalt an heimischen Organismen? Biologische Invasionen, darunter werden die durch Menschen ermöglichte Vermehrung und Ausbreitung von Organismen außerhalb ihrer natürlichen Herkunftsgebiete verstanden. Sie gelten weltweit als wesentlicher Gefährdungsfaktor der Biodiversität und verursachen Kosten in Milliardenhöhe. Beeinträchtigungen der natürlich
Wissenschaftlicher Support für gentechnikfrei-Politik der NÖM
Vor kurzem hat das Wissenschaftsteam um Andreas Rang vom Institut für Risikobewertung in Berlin vier neue synthetische Moleküle (RNA) in der transgenen Roundup Ready Sojabohne entdeckt. Roundup Ready ist seit zehn Jahren als Lebens- und Futtermittel in der EU und auch in Österreich zugelassen. “Bis jetzt ist nicht klar, welche Funktion diese RNA-Moleküle haben und wie der Organismus darauf reagiert”, so Werner Müller, Gen
Zwei Tierarten können entgegen der bisherigen Lehrmeinung zu einer dritten, neuen Art verschmelzen. US-Forscher haben dieses Phänomen bei Fruchtfliegen erstmals nachgewiesen. Voraussetzung dafür ist, dass die neue Art in einen anderen Lebensraum umzieht, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt “Nature” (Bd. 436, S. 546). Von Pflanzen ist das auch Hybridisierung genannte Phänomen bereits bekannt, bei Tierarten ist es bislang noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen worden. Normalerweise entstehen Tier
Das ungebremste Wachstum von Krebszellen und die Bildung von Metastasen lassen sich durch das körpereigene Protein Prohibitin kontrollieren. Darüber berichten Forscher von der Uni Würzburg mit Kollegen aus Berlin in der Zeitschrift “Nature Cell Biology”. Ihre Erkenntnis könnte eine Grundlage für neue Therapiemöglichkeiten darstellen.
Krebs entsteht zumeist durch eine Schädigung des Erbguts. Als Folge davon sind Proteine und Signalwege so verändert, dass sich daraus eine unkontrollier
Der “Bootfarn” Angiopteris ist die größte Farnpflanze der Welt. Allein die Blattstiele können schenkeldick werden; die Blätter erreichen eine Länge von über sechs Metern. Die Botanischen Gärten der Universität Bonn haben das “lebende Fossil” zur Pflanze des Monats August gekürt. Ein gewaltiges Exemplar von Angiopteris evecta steht unmittelbar am Haupteingang zum Palmenhaus im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss.
Farne spielen in den Botanischen Gärten der Universität Bonn ei
Die Chloroplasten sind die Photosynthese betreibenden Einheiten der Pflanzenzelle. Wie die Energie erzeugenden Mitochondrien auch, stammen sie von Bakterien ab. So lassen sich anhand verschiedener Merkmale immer noch Gemeinsamkeiten feststellen. Umstritten war allerdings, ob die äußere der beiden Hüllmembranen von Zellbestandteilen wie den Chloroplasten von dem ursprünglichen Bakterium stammt oder der Wirtszelle, die dieses aufgenommen hat. Das Team um Dr. Enrico Schleiff vom Department für Biolo
Der Reismehlkäfer Tribolium castaneum dient der Wissenschaft bereits seit längerem als Modellorganismus, um Wege der Evolution zu erforschen. Nachdem seine Genomsequenz nun entschlüsselt ist, eröffnen sich den Experten neue Forschungsfelder. Ein internationales Treffen der Tribolium-Forscher, das zweite dieser Art, findet am 3. und 4. August 2005 an der Universität Göttingen statt. An dem Workshop mit Vorträgen und Posterpräsentationen werden rund 50 Experten aus Deutschland, Europa und den USA teil
Mangelnde Hygiene kann Hepatitis-Infektion begünstigen
Manche nutzen den Urlaub, um sich am Ferienort ein Tattoo in die Haut ritzen zu lassen. Doch Vorsicht: Bei mangelnder Sauberkeit kann man sich nicht nur die Verzierung, sondern auch eine gefährliche Lebererkrankung (Hepatitis C) einhandeln.
Urlaubszeit ist Reisezeit. Und bei Sonne, Meer und Ferienspaß werden Risiken gerne verdrängt. Wer denkt schon daran, dass der nette Urlaubsflirt als Erinnerung eine gefährliche Hep
Die meisten Menschen, vor allem ältere, bewegen sich viel zu wenig. Dabei ist körperliche Inaktivität – wie zahlreiche epidemiologische Arbeiten zeigen – ein signifikantes Gesundheitsrisiko. Gesundheitsorganisationen wie das Robert Koch Institut in Berlin empfehlen der erwachsenen Bevölkerung, täglich mindestens 30 Minuten körperlich aktiv zu sein. An diesem Punkt setzt das Institut für Sportwissenschaft der Universität Stuttgart mit zwei Projekten an, die von der Landesstiftung Baden-Württemberg inn