Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Mikroorganismen in 30 und 90 Metern Tiefe unter dem Meeresgrund besonders aktiv
Mit einem großen Arsenal von modernen Analysetechniken hat ein internationales Wissenschaftlerteam aus den USA und Deutschland Bohrkerne aus dem Ostpazifik auf Lebensformen untersucht. Die Proben sammelten sie im Jahre 2002 mit dem Bohrschiff Joides Resolution aus bis zu 400 Meter Tiefe unter dem Meeresboden, also aus mehreren Millionen Jahre alten Ablagerungen. Nach mehrjähriger Analyse berichten sie je
Doppelte Salzbrücke entscheidend für ordnungsgemäße Funktion des Genomwächter-Proteins p53
Das Protein p53 ist unser “Genomwächter”. Wenn DNA-Schäden vorliegen, stoppt es die Zellteilung und verschafft der Zelle ausreichend Zeit, um diese zu reparieren. Bei irreparablen Schäden löst es den programmierten Zelltod aus und schützt die Zellen vor Entartung. In 50% aller menschlichen Tumore ist p53 nicht funktionstüchtig. Beim Li-Fraumeni-Syndrom, einer Erbkrankheit, die bereits in jungen
Dresdner Max-Planck-Forscher weisen beim Fadenwurm C. elegans nach, dass die Zellteilungsfurche durch zwei aufeinander folgende Signale positioniert wird
Wenn wir verstehen, wie das Zellwachstum reguliert und gesteuert wird, verstehen wir auch, inwiefern Fehlfunktionen zum Auslöser von Krankheiten werden können. Wird etwa die Regulierung der Zellteilung fehlgesteuert, kann das zu unkontrolliertem Wachstum wie beispielsweise Krebs führen. Bei der Zellteilung ist die Positionierun
Gerade im Sommer zur Urlaubs- und Badesaison ist der Schutz vor Sonnenbrand ein wichtiges Thema. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bietet hierfür einen kostenlosen UV-Check-Service an. Der Service informiert darüber, wie lange man, je nach Hauttyp, in der Sonne bleiben kann, bis bei Haut mit mittlerer Pigmentierung die erste Rötung einsetzt. Die zugrunde liegenden Daten basieren auf Messungen des Atmosphärensensors SCIAMACHY (Scanning Imaging Absorption Spectrometer for Atmospheric
Mediziner des Universitätsklinikums Jena belegen Wirksamkeit Kneippscher Güsse als effektive Abhärtung gegen Infekte
Damit Schnupfen und Husten gar nicht erst kommen, hilft ein altes Hausmittel: Kaltes Wasser, nach den “Ritualen” von Pfarrer Kneipp mittels regelmäßigen Güssen angewendet. Was die Volksweisheit schon lange wusste, kann jetzt auch nach strengen wissenschaftlichen Kriterien belegt werden: Eine Doktorarbeit am Universitätsklinikum Jena zeigt, dass mit der Anwendung kalter
FLJ14299, C8orf2, BRF2 und RAB11FIP sind auf Chromosom 8
Wissenschafter der University of Cambridge haben vier weitere Gene identifiziert, die mit der Entstehung und Entwicklung von Brustkrebs in Zusammenhang stehen. Mehrere Gene, die entweder vererbt sind oder sich im Laufe eines Lebens verändern, wurden bereits bestimmt. Jetzt wurden mit FLJ14299, C8orf2, BRF2 und RAB11FIP weitere Gene identifiziert, die für eine Erkrankung verantwortlich sein können. Die in dem Fachmagazin Oncoge
MEDIAN Klinik bietet Patienten mit neurologisch bedingten Sehstörungen eine neue Alternative an / Info-Hotline für Patienten
Jetzt können auch im Großraum Berlin Patienten mit Sehstörungen nach Schlaganfall oder Trauma in einer Klinik behandelt werden. In der MEDIAN Klinik steht Betroffenen eine wissenschaftlich bewiesene computer-gestützte Sehtherapie, die Visuelle RestitutionsTherapie (VRT), zur Verfügung. Die VRT wurde vom Zentrum für Sehtherapie NovaVision in Zusammenarbeit mit
Von Viren ausgelöste Infektionskrankheiten wie etwa AIDS, Herpes oder Hepatitis sind ein riesiges medizinisches Problem. Doch bislang wurden weltweit nur etwa dreißig Medikamente für die Therapie jener Viren zugelassen, die Erkrankungen beim Menschen verursachen. Die Arbeitsgruppe von Prof. Frank Kirchhoff an der Universität Ulm, zu der Dr. Jan Münch gehört, ist in jahrelanger Kooperation mit der Medizinischen Hochschule (MHH) und der IPF Pharmaceuticals GmbH Hannover auf der Suche nach neuen Wirksto
Deutsche Herzstiftung: Herzneurosen ernst nehmen
Nicht immer beruhen Herzbeschwerden auf krankhaften Veränderungen des Herzens. Auch seelische Gründe können verantwortlich sein. Die Deutsche Herzstiftung mahnt daher an, den Einfluss der Psyche auf das Herz ernst zu nehmen. Oft lassen sich mit gezielten Therapien deutliche Verbesserungen bewirken.
Manche Menschen leiden immer wieder unter Beschwerden wie Herzrasen, Herzstolpern, Atemnot und Brustschmerzen. Die Angst daran zu
“Ruhig stellen, wenig körperliche Betätigung und bloß kein Sport” – die bei Herzinsuffizienz lange Zeit verordnete Inaktivität setzte einen Teufelskreis in Gang: Die resultierende Muskelfehlfunktion belastete zusätzlich das ohnehin geschwächte Herz. Heute besteht kein Zweifel mehr daran, dass neben der richtigen Ernährung eine gezielte Trainingstherapie unerlässlich ist. Doch was darf den schwerkranken Patienten zugemutet werden? In einer interdisziplinären Studie prüfen Kardiologen, Sportmediziner u
Völlig neue Einblicke in das menschliche Herz erlaubt der weltweit schnellste Computertomograph, der Siemens Somatom Sensation 64. Das Beratungsunternehmen Frost & Sullivan hat das System jetzt mit dem Preis „Enabling Technology“ des Jahres 2005 ausgezeichnet. Das Gerät mit der Rotationsgeschwindigkeit von nur 0,33 Sekunden ermöglicht Aufnahmen mit höchster Qualität und einer räumlichen Auflösung von unter 0,4 Millimetern – auch von bewegten Organen.
Daraus ergeben sich Vorteile bei der Unt
Neue Technik senkt Kosten
Die 454 Life Science Corporation (LSC) hat mit der so genannten 454 Genome Sequencing System ein Verfahren entwickelt, welches es ermöglicht, innerhalb von 100 Tagen ein Erbgut vollständig zu entschlüsseln. Wie Marcel Margulies und Michael Egholm, beide Mitarbeiter des Management der LSC, im Fachmagazin Nature bekannt gaben, ist die neue Methode dabei um ein Vielfaches schneller als die gängige Methode. Derzeit werden zum Entschlüsseln von Erbgut Verfahren
Adulte Stammzellen aus Knochenmark sind die “shooting stars” ihrer Zunft. Viele Forscher spekulieren, dass die Zellen über das Blut in erkrankte Organe gelangen und dort defektes Gewebe ersetzen können. Auch bei der Behandlung von bestimmten Muskelerkrankungen galten sie als Hoffnungsträger. Eine aktuelle Studie am Universitätsklinikum Bonn bringt nun die Ernüchterung: Die Zellen können zwar in Muskelfasern einwandern, übernehmen aber meist keine gewebsspezifischen Aufgaben. Als Ersatz für defekt
Bei Alzheimer-Patienten fällt der Kupferspiegel im Hirngewebe weitaus niedriger aus als bei gesunden Personen. Deshalb vermuten Wissenschaftler: Ist der Kupferspiegel im menschlichen Gehirn zu niedrig, kann APP, das so genannte Amyloid-Vorläuferprotein, das das Gleichgewicht des zellulären Kupferstoffwechsels beeinflusst, keine Bindungen eingehen. APP bildet dann die schädlichen Amyloid-Aß-Proteine, also die Plaques-Ablagerungen, die die Hirnzellen zerstören. Die Annahme liegt nahe, dass eine Bes
Golmer Max-Planck-Forscher identifizieren ungewöhnliches Zuckermolekül, das die Stärkespeicherung in Pflanzen reguliert
Wissenschaftlern des Max-Planck-Institutes für molekulare Pflanzenphysiologie in Golm bei Potsdam ist es gelungen, mit Hilfe gentechnischer und biochemischer Methoden ein Signal zu entschlüsseln, das die Speicherung von Stärke in Pflanzen reguliert. Stärke besitzt eine große wirtschaftliche Bedeutung, da sie einerseits Grundlage unserer Ernährung ist und andererseit
Selbstmedikation erzeugt Schädlingsgift
Wissenschaftler der University of Arizona in Tucson haben entdeckt, dass Raupen gezielt Medikamente in Form von giftigen Pflanzen fressen, wenn sie von Parasiten geplagt werden. Dabei ändern die Tiere ihren gesamten Speiseplan, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature. Offensichtlich verändern die Schädlinge sogar den Geschmackssinn der Raupen.
Das Verhalten der Raupen der Bärenspinner Grammia geneura (Bild) und Estigmene acrea, die