Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Erste kombinierte Herz-Leber-Transplantation am Universitätsklinikum Jena erfolgreich verlaufen
“Ich fühle mich wie neu geboren”, sagt Bernfried Petter. Man sieht dem 54-Jährigen aus Saalfeld kaum an, dass er noch vor zwei Wochen mit dem Tod gerungen hat und ihm erst eine besonders schwierige Operation am Universitätsklinikum Jena (UKJ) das Leben rettete.
Petter litt seit Jahren an Herzproblemen, deren Auswirkungen auch die Leber betrafen. Mit schweren Herz- und Lebers
Siemens und CAS innovations beschließen Zusammenarbeit Siemens Medical Solutions und die CAS innovations AG haben einen Kooperationsvertrag im Bereich der elektromagnetisch gesteuerten Navigation unterzeichnet. Durch die Kombination des Angiographiesystems Axiom Artis dBA von Siemens und der CAPPA-Navigation von CAS innovations wird ein neues medizintechnisches Verfahren geschaffen, das die Navigation bei minimalinvasiven Eingriffen, wie zum Beispiel bei Leberbiopsien, mit viel geri
Forscher suchen nach Pflanzen mit erhöhter Salztoleranz
Der Schimmelpilz Eurotium herbatiorum steht derzeit ganz im Interesse von Forschern der Universität von Haifa: Der Pilz überlebt nämlich auch den zehnfachen Salzgehalt von Meereswasser. Die meisten Lebewesen der Erde weisen deutlich geringere Salztoleranzen aus und sterben, wenn sie in derartiger Umgebung sind. Den Forschern ist es gelungen, das Gen für die Salzresistenz in Brau-Hefe zu schleusen. Tatsächlich wurde die He
Kleines synthetisches Molekül löst Differenzierung adulter neuronaler Rattenhirn-Stammzellen zu Neuronen aus
In der heißen Diskussion über embryonale Stammzellen sollte man nicht aus den Augen verlieren, dass es auch im erwachsenenen Organismus Stammzellen gibt, die Ausgangspunkt für wirksame Therapien sein könnten. So bergen adulte neuronale Stammzellen das Potenzial, zu funktionstüchtigen Nervenzellen (Neuronen) und neuronenbegleitenden Zellen (Astroglia) zu reifen. Die Mechani
Die Rotbrasse (Pagrus pagrus) ist aufgrund ihres schmackhaften Fleisches und ihres Marktwertes ein sehr begehrter Fisch. Wird dieser Fisch jedoch in Gefangenschaft gehalten, entfärbt sich seine Haut. Neueste Studien versuchen nun, Fütterungs- und Zuchtstrategien zu entwickeln, anhand derer die Fischereien ein Produkt exzellenter Qualität in angemessenen Zahlen züchten können, um der Nachfrage auf dem Markt gerecht zu werden.
Physikalische, neuroendokrine, ernährungsbedingte und
Die Fischzucht nimmt einen großen Bereich in der europäischen Wirtschaft ein und ist stets bemüht, den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen der heutigen Zeit gerecht zu werden.
Im Rahmen des EU-finanzierten PROBE-Projekts wurde versucht, neue Wege für die Verbesserung der Wachstumsbedingungen von Stein- und Heilbutt zu entwickeln. Ziel war die Nutzung biologischer Methoden ohne Antibiotika zur Kontrolle von Krankheiten. Die Projektpartner konzentrierten
Im Bereich der biologischen Forschung und Anwendung stellen die Bildverarbeitungsmethoden wichtige Tools dar, da sie nicht nur für die Visualisierung eines bestimmten Phänomens benötigt werden, sondern auch dazu verhelfen, dieses zu verstehen. Da die wissenschaftlichen Fortschritte weitere Einblicke in biologische Prozesse ermöglichen, gibt es einen bisher noch offenen Bedarf an verbesserten Sensoren im Bereich der biologischen Lumineszenz.
Photovervielfacherröhren (PMTs – Photo
Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) vergibt zukünftig Qualitätszertifikate an Praxen und Kliniken, die Patienten mit endokrinologischen Erkrankungen versorgen. Die DGE will so die Versorgung dieser Patienten verbessern. Sie fördert dadurch aber auch einheitlichere Qualitätsstandards und ermöglicht den Vergleich der Institutionen miteinander. Das Zertifikat zeichnet ambulante und stationäre Einrichtungen aus, die ein bestimmtes endokrinologisches Niveau nachweisen können.
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Das Erscheinungsbild der Hodgkin-Lymphom-Zellen hat Pathologen viele Jahre Rätsel aufgegeben. Erst rund 160 Jahre nach der Beschreibung der Krankheit durch den Briten Thomas Hodgkin (1832) fanden Wissenschaftler 1994 heraus, dass der nach ihm benannte Lymphdrüsenkrebs von weißen Blutzellen, den B-Zellen, abstammt. Die Identifizierung der Ursprungszelle für das Hodgkin-Lymphom dauerte deshalb so lange, weil sie alle Merkmale, welche an eine B- Zelle erinnern, verloren hat, ein unter B-Zell-Lymphomen
Zum Verbinden und Behandeln von Wunden wurde ein neues innovatives Material bestehend aus hydrophilen Polymermaterialien entwickelt.
Bei reaktiven Sauerstoff- und Stickstoffverbindungen (RONS – Reactive Oxygen and Nitrogen Species) handelt es sich um freie Radikale, die beim Heilungsprozess auftreten und sich durch einen physiologischen Prozess an der Wunde bilden. Die RONS dienen zur Bekämpfung von Wundinfektionen, können jedoch manchmal zusammen mit fremden Mikroorganismen auch
Den alten Germanen war die Mistel (lateinisch: “Viscum album”, was “weißer Schleim” bedeutet und auf die klebrigen Eigenschaften der weißen Beeren hinweist) (Foto 1) heilig, weil sie zwischen Himmel und Erde lebend und auch im Winter grün, die Kontinuität des Lebens und der Fruchtbarkeit symbolisierte. Aus diesem Glauben geblieben ist der Brauch zu Weihnachten und zum Jahreswechsel, unter dem Mistelzweig Küsse zu tauschen. Die Mistel ist aber nicht nur Stoff für Mythen, sondern auch Inhalt wertvolle
Die Erforschung der biotechnologischen Pluspunkte von natürlich vorkommenden Materialien soll mehrere Vorteile für die medizinische Gemeinschaft auf globaler Ebene mit sich bringen. Ein in Großbritannien ansässiges Forschungszentrum verzeichnet bereits Erfolge aus seinen Bemühungen.
Die Mitarbeiter des John Innes Centre in Großbritannien erforschen neuartige Wundverbände (Folien) auf Basis von Stärke aus Hülsenfrüchten, die als Ausgangsmaterial genutzt wird. Im Gegensatz zu den meisten synt
Nur wenige der vielen Sinnesreize, die tagtäglich aus der Umwelt auf Menschen oder Tiere einströmen, sind für deren Verhalten und Überleben von Belang. Wie aber machen diese Reize im Gehirn deutlich, dass sie besonders wichtig sind? Auf diese Frage haben Forscher vom Biozentrum der Uni Würzburg eine Antwort gefunden, die sie in der Zeitschrift “Current Biology” beschreiben.
Die Umwelt wird im Gehirn des Menschen durch die Aktivität vieler tausender Nervenzellen abgebildet. Permanent
Eine junge Chemikerin der Technischen Universität (TU) Wien testet den klinischen Einsatz von Knochenersatzmaterialien.
Von Knochenersatzmaterialien bis hin zu Netzhautimplantaten – die Jury, die an der TU Wien über die Verleihung des heurigen TU-BioMed-Preises entscheiden musste, hatte es nicht leicht. Der mit 500,- Euro dotierte Preis ist als Anerkennungspreis für die beste Diplomarbeit oder Dissertation auf dem Gebiet der biomedizinischen Technik zu verstehen. Heuer wurde aus s
Heidelberger Wissenschaftler zeigen, dass Scheidenkrebs aus verstreuten Zellen des Gebärmutterhalskrebs entstehen kann
Bösartige Tumoren der Scheide können ihren Ausgang von Krebszellen des Gebärmutterhalses nehmen. Wissenschaftler der Abteilung für Angewandte Tumorbiologie am Universitätsklinikum Heidelberg haben gezeigt, dass Scheidenkrebs dieselbe Erbsubstanz des krebserregenden Humanen Papillom-Virus (HPV) enthalten kann wie Zellen des Gebärmutterhalskrebses.
Ihre Arbeit
Erstmals kann in Deutschland im nächsten Jahr eine neue Technik bei der strahlentherapeutischen Behandlung von Tumoren eingesetzt werden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) stattet vier Universitätskliniken mit den dafür notwendigen “Tomotherapiegeräten” aus. Eines davon erhält das Essener Universitätsklinikum.
3,5 Millionen Euro kostet das Großgerät, mit dessen Installation der Direktor der Universitätsklinik und -poliklinik für Strahlentherapie, Professor Dr. Martin S