Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Biochemiker der Uniklinik Frankfurt am Main entdecken mit Ubiquitin ein entscheidendes Signalmolekül bei der Reparatur der DNA
In der aktuellen Ausgabe des amerikanischen Wissenschaftsmagazins Science (16.12.2005, Seiten 1821-1824) wird über eine erstaunliche Entdeckung berichtet, die einen entscheidenden Beitrag zum Verständnis der molekularen Grundlagen der DNA-Reparatur liefert. Wissenschaftler des Instituts für Biochemie II: Kardiovaskuläre Biochemie, am Klinikum der Johan
Forscher der Universität Zürich und der Zürcher Höhenklinik Wald konnten zeigen, dass regelmässiges Didgeridoo spielen den Schweregrad des krankhaften Schnarchens vermindern kann. Für Patienten, bei denen eine Behandlung mit nächtlicher Überdruckatmung (CPAP-Therapie) nicht geeignet ist, ist Didgeridoo spielen daher eine attraktive Alternative. Die Studie wird am 23. Dezember 2005 in der Online-Ausgabe des “British Medical Journals” publiziert.
Beinahe jeder Zweite schnarcht und s
CT Clinical Engines – mehr Effizienz für Akutversorgung, Kardiologie, Neurologie und Onkologie
Siemens hat jetzt neue klinische Anwendungspakete für die Computertomographie (CT) vorgestellt, so genannte CT Clinical Engines. Diese Softwaresysteme basieren auf der bewährten syngo-Oberfläche von Siemens und verbessern den Workflow in vier Schlüsselbereichen der medizinischen Bildgebung: Akutversorgung, Kardiologie, Neurologie und Onkologie. Kombiniert mit modernster CT-Technologie
Seit längerem vermutet die Forschung, dass das Spurenelement Selen eine wichtige Rolle für das menschliche Immunsystem, bei Alterungsprozessen und bei Hormonstörungen der Schilddrüse spielt. Jetzt haben Wissenschaftler der Charité zusammen mit einem internationalen Forscherteam einen neuen Gendefekt entdeckt, der einen Selenmangel und – in dessen Folge – eine Schilddrüsenhormonstörung auslöst. “Damit ist aus einer Vermutung eine genetische Gewissheit geworden”, sagt Mitautor Dr. Lutz Schomburg v
Weltweit erste Installation mit fahrbarem Computertomographen
Am Klinikum der Universität München, Großhadern wird im Januar ein Hochtechnologie-Operationssaal in Betrieb genommen. Kernstück ist ein neu entwickeltes CT.
Mit einer vergrößerten Innenöffnung kann es, fahrbar auf Schienen, bei laufender der Operation über den Patienten gefahren werden. Mit Hilfe der so gewonnenen CT-Aufnahmen können Eingriffe schonender für den Patienten und zielgerichteter im Ergebnis erreic
Wissenschaftler des Tübinger Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie haben entschlüsselt, wie Pflanzen die Anzahl ihrer Stammzellen regulieren
Pflanzen verfügen dank totipotenter Stammzellen lebenslang über die Fähigkeit, ständig neue Organe zu bilden. Wie Hormone und genetische Faktoren zusammenwirken, damit Pflanzen weder verkümmern noch krebsartig wuchern, war jedoch unbekannt. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie haben jetzt einen Rückkopplungsme
MPI-Forschern gelingt erstmalig die Kartierung der Aktivität, die durch elektrische Mikrostimulation des Gehirns ausgelöst wird
Eine neue Technik, mit der man die Gehirnaktivität mit Hilfe des BOLD-Signals (Blood Oxygen Level Dependent Signal) während der elektrischen Mikrostimulation im Gehirn von Primaten genau aufzeichnen kann, haben Forscher des Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik in Tübingen entwickelt. Diese Kombination aus elektrischer Mikrostimulation und funkti
Innsbrucker Molekularbiologen mit 30 Institutionen an Sequenzierung beteiligt
Ein Wissenschaftsteam von 30 Institutionen – darunter auch Molekularbiologen der Universität Innsbruck – haben das Genom von drei verwandten Schimmelpilzspezies entschlüsselt. Aspergillus nidulans, Aspergillus oryzae und Aspergillus fumigatus zählen zu den Schimmelpilzen, die weltweit vorkommen und für den Menschen von großer Bedeutung sind. Das Wissenschaftsmagazin Nature berichtet über die neuen Pilzgen
Erstmals hat ein internationales Forscherkonsortium die Genomsequenzen von drei verwandten Schimmelpilzen (Aspergillen) zusammengetragen und verglichen. Die Ergebnisse, die am 22. Dezember in Nature erscheinen, zeigen, dass die drei Pilze – Aspergillus oryzae, Aspergillus fumigatus und Aspergillus nidulans – obwohl zur gleichen Gattung zählend, genetisch so unterschiedlich sind wie Fische und Menschen. Die Resultate erlauben neue Rückschlüsse über die Genomevolution und Genomregulation im Allgeme
Deutsch-schweizerische Arbeitsgruppe sammelt Daten zu invasiver Art und will Bevölkerung sensibilisieren
Ambrosia, die Speise der griechischen Götter, soll ihnen ihre Unsterblichkeit verliehen haben. Solch positive Wirkung löst Ambrosia artemisiifolia, das Beifußblättrige Traubenkraut, leider nicht aus. Die stark allergene Pflanze, die aus Nordamerika stammt, hat sich bereits in mehreren europäischen Ländern (Frankreich, Italien, Ungarn) massiv ausgebreitet. Kürzlich haben auf Einla
Die Mammuts sind vor rund 10 000 Jahren von der Erde verschwunden. Die Pflanzenfresser waren im späten Pleistozän, in der Zeit vor 135 000 bis 11 000 Jahren, in weiten Teilen Europas, Asiens, Afrikas und Nordamerikas verbreitet und konnten bis zu drei Meter groß werden – etwa wie heutige Elefanten, die auch ihre nächsten noch lebenden Verwandten sind. Unter günstigen Bedingungen sind von den Mammuts einzelne Knochen oder auch ganze Skelette im Boden erhalten geblieben, das Erbgut in den Zellen is
Behandlung bei zwei Patienten in Vietnam erfolglos
Das Virus, das beim Menschen zu Erkrankungen mit Vogelgrippe führt, scheint eine Resistenz gegen das einzige Medikament zu entwickeln, das derzeit zur Verfügung steht. Wissenschafter der University of Oxford haben zwei Fälle von Vietnamesischen Patienten gemeldet, die starben, nachdem die Behandlung mit Tamiflu nicht den gewünschten Erfolg brachte. Details der Forschungsergebnisse wurden im Fachmagazin New England Journal of Medici
Graduiertenkolleg an der RWTH Aachen untersucht neurobiologische Grundlagen von Emotionen bei Patienten mit Schizophrenie und Autismus
Aktuelle Entwicklungen in der neuropsychiatrischen Forschung verlangen bei Diagnose und Therapie eine Umkehr hin zu den biologischen Ursachen gesunden wie durch psychische Störungen beeinträchtigten, krankhaften Verhaltens. Vor allem die Fortschritte in der anatomischen und der funktionellen Bildgebung des Gehirns, zunehmend verbunden mit klassischen
Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben einen Mechanismus entschlüsselt, der eine wichtige Funktion bei der Ausbreitung von so genannten disseminierten (“schlafenden”) Tumorzellen des Speiseröhrenkrebs ins Knochenmark und in die Lymphknoten besitzt. Aus dieser Erkenntnis ergibt sich für die Zukunft ein möglicher neuer Therapieansatz. Die Studie der Arbeitsgruppe um Dr. Jussuf Kaifi und Prof. Dr. Jakob R. Izbicki, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, so
Die Tasten des neuen Handys sind so winzig, dass sie sich kaum einzeln drücken lassen. Das Display der Digitalkamera ist so klein, dass man Motivdetails nicht erkennt. Der Griff des Vertikutierers ist so kurz, dass ein erwachsener Mann in leicht gebückter Haltung damit arbeiten muss. Was in der Freizeit nur ein Ärgernis darstellt, kann am Arbeitsplatz schnell zum Unfall- oder Gesundheitsrisiko werden: Maschinen und Geräte, die schlecht oder gar nicht an die Bedürfnisse des Menschen angepasst sind
Jedes Jahr wird bei etwa 3000 Menschen in Deutschland Schilddrüsenkrebs diagnostiziert. Die Heilungschancen bei dieser Art von Krebs sind vergleichbar höher als bei vielen anderen bösartigen Tumoren. Eine frühzeitige Entdeckung des Tumors und seine richtige Behandlung begünstigen die Heilung. Allerdings ist hier ganz besonders die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit aller beteiligten Ärzte entscheidend für den Erfolg der Behandlung. Deshalb hat Professor Dr. med. Frank Grünwald, Direktor der Klini