Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
An der Abteilung Genvektoren des GSF – Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit nimmt zum 12. Januar eine Arbeitsgruppe zur Tumorforschung ihre Arbeit auf. Unter Leitung von Privatdozentin Dr. Irmela Jeremias sollen Mechanismen der Apoptose, also des programmierten Zelltods, untersucht werden. Die Nachwuchsgruppe wurde im Rahmen der Aktivitäten der GSF zur Förderung junger Wissenschaftlerinnen explizit für Frauen ausgeschrieben.
Das Ziel der Therapie von Patienten mit einer Kre
Hydrierung in Gegenwart von Boran- und Iod-Katalysatoren ebnet den Weg zur Verflüssigung von Magerkohle
Die Verknappung der weltweiten Ölreserven lässt den Ölpreis eskalieren – und macht die in weitaus größeren Mengen vorhandene Kohle wieder interessant als Ausgangsmaterial für flüssige Kraftstoffe und chemische Rohstoffe. Forscher vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr haben ein neues Verfahren entwickelt, das erstmals auch hoch-inkohlte Steinkohle (“
Entwicklung neuer Prothese nach vier Jahren in Endphase
Europäische Forscher haben in einem Gemeinschaftsprojekt eine neuartige Handprothese entwickelt, die mittels Elektroden mit dem menschlichen Nervensystem verbunden wird. Damit kann die Cyberhand ähnlich einer normalen Hand direkt vom Gehirn gesteuert werden. Sensoren in der Prothese ermöglichen sogar Empfindungen wie Druck und Temperatur.
Erste klinische Versuche mit der Cyberhand sollen Mitte des Jahres abgeschloss
Bestimmte Schmerz- und Rheumamittel sowie ein erst seit wenigen Jahren bekanntes Medikament gegen Diabetes haben offensichtlich auch einen positiven Effekt auf die Vorbeugung und Behandlung der Alzheimer-Erkrankung. Dies haben Forscher um Prof. Dr. Michael T. Heneka von der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Münster (UKM) zusammen in Wissenschaftlern anderer Zentren in Deutschland, Belgien, Schweden und den USA herausgefunden.
In umfangreichen experimentellen Untersuchun
Medikamente, die gegen Diabetes oder Rheuma wirken, scheinen sich nach aktuellen Untersuchungen auch zum Einsatz gegen Alzheimer zu eignen. Wissenschaftler der Universität Bonn haben zusammen mit Kollegen aus Europa und den USA herausgefunden, warum das so ist. Ihre Ergebnisse könnten dazu beitragen, das Waffenarsenal gegen die gefürchtete Hirnerkrankung zu erweitern. Die Studie ist kürzlich im Fachjournal “Proceedings of the National Academy of Sciences” (PNAS) erschienen.
Die Boxsport
Test soll Überlebensrate bei Prostatakrebs nicht erhöhen
Wissenschafter der Yale University School of Medicine haben nachgewiesen, dass der PSA-Test die Überlebensrate bei Prostatakrebspatienten nicht erhöht. Es zeigte sich, dass nach Untersuchungen des prostataspezifischen Antigens gleich viele Männer starben wie in der zuvor nicht überprüften Patientengruppe. Die Ergebnisse der Studie, für die die Daten von 1.000 Männern analysiert wurden, wurden in den Archives of Internal Medi
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit legt die Ergebnisse des Lebensmittelmonitorings 2004 vor – Monitoringbericht weist auf Problembereiche hin
Eine Vielzahl von Lebensmitteln in Deutschland ist nur geringfügig mit Schwermetallen, Organochlorverbindungen und gesundheitsschädlichen Stoffwechselprodukten von Schimmelpilzen belastet. Zu diesem positiven Ergebnis kommt der Bericht zum Lebensmittelmonitoring 2004, den das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebe
Die Sicherheit und das Wohlbefinden aller Personen zu gewährleisten, die Reisen in den Weltraum oder aber Tiefsee-Erkundungen unternehmen, ist eine der wissenschaftlichen Anforderungen, die an die Technologien zur Unterstützung solcher Versuche gestellt werden.
Eine neue, von einem israelischen Forscher entwickelte Erfindung könnte einen Wendepunkt beim Verfahren darstellen, wie Taucher (und möglicherweise auch Astronauten) vor dem Auftreten von Gasembolien gewarnt und gesch
Seit die Wissenschaft die Vorstellung umgestoßen hat, wonach sich in einem erwachsenen Organismus keine neuen Nervenzellen bilden, will sie wissen, wie diese “Neurogenese” gesteuert wird. Ziel ist es, dieses Wissen für die Entwicklung neuartiger Therapien neurodegenerativer Erkrankungen zu nutzen und das Verständnis vom Zusammenspiel von Struktur und Funktion im Gehirn zu verbessern. Komplexe Vorgänge wie die Nervenzellentwicklung werden nicht durch einzelne Gene bestimmt sondern durch Netzwer
Im Gehirn ausgewachsener Säuger – inklusive des Menschen – findet fast keine Neubildung von Nervenzellen mehr statt. Nur in zwei kleinen Bereichen des Vorderhirns werden abgestorbene Zellen ersetzt. Einer dieser Bereiche ist der Riechkolben, wo die von der Nase kommenden Riechnerven enden. Die Entwicklungsbiologin Prof. Dr. Magdalena Götz (GSF-Institut für Stammzellforschung und Institut für Physiologie der Ludwig Maximilians-Universität München) konnte nun die molekularen Mechanismen aufklären,
ttz-Wissenschaftler schicken probiotische Bakterien auf eine sichere Reise durch den Körper
Abgefüllt in kleinen Fläschchen oder gut verpackt in zahlreichen Joghurtbechern warten sie im Kühlregal auf ihre Verbraucher. Die Rede ist von probiotischen Bakterien. Im optimalen Fall werden diese lebenden Mikroorganismen in Form von Joghurt oder anderen Milcherzeugnissen konsumiert. Überstehen sie dann die Reise durch Magen- und Dünndarmtrakt, können sie im Dickdarm Gesundheit und Wohlb
Der Würzburger Studienkreis “Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde” hat den Echten Thymian (Thymus vulgaris) zur Arzneipflanze des Jahres 2006 gekürt. Das auch als Gewürz verwendete Gewächs hat eine lange Geschichte als Heilkraut und zählt heute zu den wertvollsten Arzneipflanzen bei Erkältungskrankheiten.
Thymianpräparate werden in vielfältiger Weise eingesetzt, hauptsächlich aber als Hustenmittel – wegen der auswurffördernden und krampflösenden Eigenschaften sowie der
Fortbildung im Bergmannsheil für niedergelassene und Klinikärzte – Neue Therapieansätze vom Antibiotikum bis zur Made Etwa 1.400 Patienten in Bochum leiden am diabetischen Fußsyndrom (DFS) oder seinen Folgen: Ausgelöst durch eine Schädigung der Nerven infolge von Diabetes, oft kombiniert mit einer Durchblutungsstörung der Beine, kann es zu einer lebensbedrohlichen Entzündung führen, die früher häufig nur durch eine Amputation beherrscht werden konnte. Neue Therapiekonzepte, insb
Die Bekämpfung multiresistenter Krankheitskeime gehört heute weltweit zu den größten Herausforderungen in Krankenhäusern. Besonderes im Blick haben Mediziner und Krankenhaus-Hygieniker dabei die so genannten MRSA-Bakterien (Methicillin resistente Staphylokokken), da es für sie mittlerweile kaum noch Möglichkeiten der Therapie mit Antibiotika gibt. Um eine Ausbreitung dieser lebensgefährlichen Keime und damit eine Gefährdung großer Patientenzahlen zu verhindern, kommt es in hohem Maße darauf an, das A
Ein Loch in der Kammerscheidewand ist mit etwa 25 Prozent der am häufigsten vorkommende angeborene Herzfehler und führt unter anderem zu Linksherzschwäche und Atemnot. Bislang konnte dieser so genannte Ventrikelseptumdefekt im Jugendlichen- und Erwachsenenalter meist nur durch eine Operation am offenen Herzen behandelt werden. Doch jetzt haben Ärzte an der Medizinischen Klinik II des Universitätsklinikums Bonn erstmals in der Region einen solchen Herzfehler bei einem Erwachsenen katheterunterstützt
Sonnenblumen können eine Substanz produzieren, die zumindest in Zellkulturen den AIDS-Erreger HIV an seiner Vermehrung hindert. Das haben Wissenschaftler der Universität Bonn sowie des Forschungszentrums caesar herausgefunden. Das so genannte “DCQA” gilt schon seit einigen Jahren als Hoffnungsträger einer völlig neuen Gruppe von AIDS-Medikamenten. Der Wirkstoff ist aber nur in sehr geringen Mengen verfügbar und daher extrem teuer. Mit dem Bonner Verfahren ließe er sich wahrscheinlich zu einem