Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Karlsruher Forscher an internationalem Genom-Projekt beteiligt
Ein internationales Forscherkonsortium hat zum ersten Mal drei verwandte Schimmelpilzarten genetisch entschlüsselt. Es handelt sich um die drei Pilze Aspergillus oryzae, Aspergillus fumigatus und Aspergillus nidulans. „Die Ergebnisse zeigen, dass diese drei Schimmelpilze genetisch so unterschiedlich sind wie Fische und Menschen, obwohl sie zur gleichen Gattung der Giesskannenschimmel gehören“, erklärt Professor Dr. Rei
Jenaer Max-Planck-Forscher zeigen: Ein Gen steuert den chemischen “Hilferuf”, mit dem schädlingsbefallener Mais Schutzinsekten anlockt
Welche genetischen Mechanismen Pflanzen in die Lage versetzen, gezielt chemische Hilferufe an Insekten abzugeben, haben Wissenschaftler der Universität Neuchatel, Schweiz, und des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena am Beispiel von Mais herausgefunden. Dessen Pflanzen setzen einen Cocktail aus verschiedenen Duftstoffen frei, soba
Max-Planck-Forschern gelingt erster Einblick in die molekularen Vorgänge, die Synapsen in Form halten
Nervenzellen können über spezielle Verbindungsstellen, die Synapsen, Informationen speichern und untereinander weitergeben. Synapsen entscheiden also mit darüber, was wir uns merken und was nicht. Beim Lernen verändern sich diese Kontaktstellen sowohl in ihrer Struktur als auch in ihren funktionellen Eigenschaften. Die dafür verantwortlichen molekularen Vorgänge sind jedoch n
Genetische Anpassung an die Umwelt
Neuer Sonderforschungsbereich gestartet
Welche Gene und welche molekularen Prozesse dazu führen, dass sich Lebewesen besser an die Umwelt anpassen als andere, ist Gegenstand des Sonderforschungsbereichs “Die molekularen Grundlagen evolutionärer Innovationen”, der zu Jahresbeginn am Institut für Genetik der Universität zu Köln gestartet ist. Im Laufe der Evolution ist eine grosse Anzahl von Spezies mit spezifischen Umwelt Adaptationen entst
Wissenschaftler am Leibniz-Institut für Agrartechnik in Potsdam-Bornim (ATB) haben einen “Frische-Indikator” entwickelt, mit dessen Hilfe die komplexen Umgebungsbedingungen von Frischmarktprodukten mit geringem Aufwand gemessen werden können.
Schmackhaft, bunt, vielseitig und gesund – Obst und Gemüse erfreuen sich auch im Winter großer Beliebtheit. Voraussetzung ist, dass Salat, Möhren oder Äpfel frisch sind. Frische steht für eine Vielzahl äußerer als auch innerer Produkteigen
Ausbruch aus dem Teufelskreis hemmt Tumorwachstum
An Eierstock-Krebs erkranken in Deutschland jährlich etwa 8.000 Frauen. Jetzt haben Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum (dkfz) einen Angriffspunkt für eine neue Therapiemöglichkeit identifiziert: Das Adhäsionsmolekül L1, das die Entwicklung von Tumoren fördert. “Die Therapie ist antikörperbasiert”, erklärt Hans-Peter Altevogt, Forschungsgruppenleiter des dkfz, im Gespräch mit pressetext. “Der Antikörper bindet a
Meilenstein für die Behandlung kranker Menschen
Spektakuläre Transplantationserfolge mit künstlichem Gewebe oder der Einsatz von Operationsrobotern im Bereich der minimalinvasiven Chirurgie zeigen es schon heute: Innovative Materialien und Verfahren ermöglichen Ärzten völlig neue Therapiewege. Dies erlaubt Hoffnung auf Heilung für Patienten, deren Behandlung noch vor wenigen Jahren nicht möglich oder unbezahlbar war. Um die viel versprechenden Technologien weiterzuentwickeln, müss
Ultraschneller Laser schneidet präzise und schont das Augengewebe / Neue Technologie an der Universitäts-Augenklinik Heidelberg
Ultragenau und schonend: Als erste Klinik in Deutschland setzt die Universitäts-Augenklinik Heidelberg ein neues Lasergerät für die Hornhaut-Transplantation ein. Der “Femtosekundenlaser” sorgt dafür, dass der Patient eine passgerechte neue Hornhaut bekommt. Das Augengewebe wird geschont, da beim Herausschneiden mit dem Laser keine Wärme erzeugt wird
Stichlingsweibchen scheinen bei der Partnersuche unter anderem auf UV-Signale ihrer männlichen Artgenossen zu stehen. Das haben Zoologen der Universität Bonn herausgefunden. Dank eines speziellen “Anstrichs” reflektieren die Fischmänner den UV-Anteil des Umgebungslichts. Setzten die Forscher ein Männchen hinter eine UV-undurchlässige Scheibe, ein zweites dagegen hinter UV-durchlässiges Glas, entschieden sich paarungswillige Weibchen signifikant häufiger für den zweiten Stichlingsmann. Auch be
Die Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) ist Europäische Spinne des Jahres 2006
Spinnenexperten aus 27 europäischen Staaten haben erstmals zusammen eine Spinnenart zur “Spinne des Jahres” gekürt, um verstärkt die überaus spannenden Seiten dieser nützlichen Tiere aufzuzeigen. 71 Jurymitglieder entschieden sich für ein in zweifacher Hinsicht karnevaleskes Tier, die Veränderliche Krabbenspinne, Misumena vatia. Ihre beiden Vorderbeinpaare sind kräftig und sehr lang, wodurch s
Antikörper gegen das Adhäsionsmolekül L1 hemmen das Wachstum von Tumorzellen in Zellkulturen und die Ausbreitung der Tumoren im Mausmodell.
Das Adhäsionsmolekül L1 könnte sich als Angriffspunkt für die Therapie von Eierstockkrebs erweisen. Dies bestätigt die Forschungsgruppe um Prof. Dr. Hans-Peter Altevogt aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der TU München um Prof. Dr. Achim Krüger und dem Paul Scherrer Institut in der Schweiz. Erfolg
Ehemalige Sepsis-Patienten und Angehörige wollen für mehr Engagement gegen Sepsis kämpfen
Die weltweit erste Betroffenen-Initiative ehemals Sepsiskranker ist zum Jahresende in Jena gegründet worden. Etwa 50 Betroffene, die eine Sepsis überlebt haben bzw. deren Angehörige, kamen aus ganz Deutschland an das Universitätsklinikum Jena, um mit Unterstützung der hier ansässigen Deutschen Sepsis-Gesellschaft die erste Patientenvereinigung ins Leben zu rufen.
“Die als Blutver
Wer an dunklen Wintermorgen zur Arbeit geht und an ebenso dunklen Winterabenden zurückkehrt, kennt das Problem: Ohne Sonnenlicht wird keiner so richtig wach. Das hat mit der inneren Uhr zu tun, die bei allen Lebewesen von Bakterien, Tieren und Pflanzen bis zum Menschen circadiane Rhythmen steuert. Diese hängen eng mit zyklischen Veränderungen der Umwelt zusammen, werden aber nicht nur vom Tag-Nacht-Wechsel und anderen Umweltsignalen angetrieben, sondern auch auf molekularer und zellulärer Ebene k
Spielerische Vorbeugung gegen Übergewicht bei Kindern. Materialien für Schulen verfügbar
Ernährungspsychologen des Bereichs Humanmedizin der Universität Göttingen haben zusammen mit dem Eutiner Institut für Bewegungstherapie und Rehabilitation das Ernährungs- und Bewegungsprogramm “Fitte Schule” entwickelt. Dieses Präventionskonzept will das Umfeld “Schule” nutzen, um Kinder und Jugendliche spielerisch an einen aktiven und gesunden Lebensstil heranzuführen. Das Programm ist f
Sepsis ist Schwerpunktthema beim zweiten Heidelberger Interdisziplinären Forum für Intensivtherapie (HIFIT) vom 18. bis 22. Januar 2006 / Große Nachfrage aus ganz Deutschland und dem Ausland
Jeden Tag sterben in Deutschland etwa 160 Menschen an einer Sepsis, im Volksmund “Blutvergiftung” genannt. Sie erliegen den Folgen einer außer Kontrolle geratenen Infektion durch Bakterien oder andere Erreger. In Deutschland ist sie die dritthäufigste Todesursache, in den Intensivstationen die N
Forschungsnetzwerk PID-ARI.net gibt wöchentlich Zusammenfassung seiner Surveillance-Daten heraus
Welche Erkältungsviren und -bakterien derzeit von “Nase zu Nase” wandern, überwachen die Wissenschaftler des Forschungsnetzwerkes PID-ARI.net. Ab sofort gibt das Netzwerk jede Woche aktuell eine Zusammenfassung seiner Surveillance-Daten als “Hitliste” der häufigsten Erreger heraus.
Zahlreiche Viren und Bakterien können eine schwere “Erkältung” oder – wie Fachleute sagen – t