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Gesundheit & Leben

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Entdeckung: Ganzkörper-Gehirn bei Seeigeln Identifiziert

Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…

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Alle Neuigkeiten

Biowissenschaften Chemie

Effizientes Verfahren für chemische Synthese von Terpenen

Ein Wissenschaftler:innen-Team um Prof. Dr. Tanja Gulder vom Institut für Organische Chemie der Universität Leipzig hat gemeinsam mit Kolleg:innen der Universität Regensburg eine vereinfachte und effiziente Methode entwickelt, um Terpene künstlich herzustellen. Terpene sind eine sehr umfangreiche und vielfältige Klasse von Naturstoffen, die eine große Breite an Funktionen in der Natur erfüllen und auch industriell eingesetzt werden. Ihre Gewinnung setzt bisher sehr unterschiedliche Ausgangsszenarien mit teils harschen Bedingungen voraus oder basiert auf aus der Natur entnommenen Substanzen. Die neue Methode…

Biowissenschaften Chemie

Zentrosom spielt wichtige Rolle bei der Migration von Neuronen

Forscher vom DZNE lösen ein wichtiges Rätsel der Neurobiologie: Die Verkabelung und die Bewegung von Nervenzellen hängen zwar eng zusammen, werden aber unabhängig voneinander gesteuert. Im Mittelpunkt der Studie stehen das Wachstum und die Migration von Nervenzellen: Wenn sich Neuronen bilden, verkabeln sie das Gehirn, um die Kommunikation mit den übrigen Neuronen zu ermöglichen. Eines dieser Kabel, das sogenannte Axon, kann sehr lang werden: diese Kabel bilden die Grundlage für neuronale Netzwerke. Gleichzeitig wandern die Neuronen und setzen sich im…

Medizin Gesundheit

Eisenmangel bei Herzschwäche: Tablette als Alternative zur Infusion?

Die MHH-Kardiologie startet die multizentrische ORION-HF-Studie. Sie will herausfinden, ob ein Präparat in Tablettenform einen Eisenmangel beheben und die typischen Symptome der Herzinsuffizienz lindern kann. Menschen mit Herzinsuffizienz, auch Herzschwäche genannt, haben häufig zu wenig Eisen im Körper. Durch den Eisenmangel werden die Symptome der Herzerkrankung wie beispielsweise Atemnot, Müdigkeit und Schwäche noch verstärkt. Eine Eisengabe kann den Betroffenen helfen. Bisher geschieht das mittels Infusion über die Vene. Kann der gleiche Erfolg auch mit einer speziellen Zubereitung von Eisen in…

Medizintechnik

HIPS und CISPA machen gemeinsam künftige Wirkstoffe sicherer

Im Projekt ImageTox bündeln das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) und das CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit ihre Expertise auf den Gebieten Wirkstoffforschung und künstliche Intelligenz. Mit modernsten Methoden des maschinellen Lernens wollen die Saarbrücker Einrichtungen die Erforschung von Wirkungsweisen neuer Medikamente effizienter machen. Das Projekt ist eine Initiative im Rahmen des Helmholtz Medical Security, Privacy, and AI Research Center (HMSP) und wird mit 200.000 Euro von Helmholtz Imaging gefördert, einer Initiative zur Förderung der bildgebenden Forschung. Forschende auf der…

Biowissenschaften Chemie

Feststoffbatterie: Neue Materialklasse mit hervorragender Ionenleitfähigkeit

Einem Forschungsteam der Technischen Universität München (TUM) ist mit der Entdeckung einer überdurchschnittlich leitfähigen Materialklasse ein entscheidender Schritt bei der Entwicklung von leistungsfähigen Feststoff-Batterien gelungen. Untersuchungen an der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) haben zu der Entdeckung entscheidend beigetragen. Die Erwartungen an die Batterien der Zukunft sind hoch: Sie sollen nicht nur leichter und leistungsfähiger, sondern auch langlebiger, sicherer und weniger störanfällig werden. Wissenschaftler:innen auf der ganzen Welt versuchen diese Ziele mit Hilfe der Feststoff-Technologie zu erreichen: Anders als bei…

Biowissenschaften Chemie

Neue Schutzfunktion von Antidiabetika nachgewiesen

SGLT2-Hemmer könnten Entstehung ernährungsbedingter Stoffwechselerkrankungen verhindern: In der Therapie von PatientInnen mit Diabetes mellitus Typ 2 werden seit einigen Jahren erfolgreich SGLT2-Hemmer eingesetzt. Auch zur Behandlung der chronischen Herz- und Niereninsuffizienz finden diese Antidiabetika breite Anwendung. Mit den neuesten Forschungsergebnissen eines Teams um die Endokrinologin und Diabetologin Susanne Kaser von der Univ.-Klinik für Innere Medizin I kann SGLT2-Hemmern nun auch eine bislang unerforschte Funktion für die Vorbeugung von Übergewicht, Fettleber oder Diabetes zugeschrieben werden. SGLT2-Hemmer (Sodium-glucose cotransporter) sind blutzuckersenkende Wirkstoffe…

Medizin Gesundheit

Hoffnung auf neue Ziele für Therapien bei Prostatakrebs

Die zweithäufigste krebsassoziierte Todesursache bei Männern in den entwickelten Ländern ist das metastasierte kastrationsresistente Prostatakarzinom. Häufigste Lokalisation von Metastasen sind hierbei die Knochen. Diese Krebsart der Vorsteherdrüse schreitet voran, obwohl die männlichen Geschlechtshormone, fachsprachlich Androgene, therapeutisch unterdrückt werden (= Kastrationsresistenz). Forschende an der Klinik für Urologie und Kinderurologie des Universitätsklinikums Bonn (UKB) wollen jetzt dieses Prostatakarzinom mittels zwei moderner Methoden charakterisieren. Ziel ist es, so neue Ziele und Ansätze für Therapien des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms zu finden. Dieses Forschungsvorhaben wird…

Biowissenschaften Chemie

Neuartige Bildgebungstechnologie enthüllt die Rolle von Immunzellen

… bei der Entstehung des diabetischen Katarakts. Diabetische Komplikationen können bereits im prädiabetischen Zustand beginnen. Neue Erkenntnisse von Forscher*innen des Brigham and Women’s Hospital und der Harvard Medical School in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitscampus Göttingen widersprechen bisherigen Vorstellungen über die Rolle von Zucker bei der Entstehung des diabetischen Grauen Stars. Das Forscher*innenteam unter der Leitung von Prof. Dr. Ali Hafezi-Moghadam, Direktor des Molecular Biomarkers Nano-Imaging Laboratory (MBNI), hat in Zusammenarbeit mit HAWK-Professor Dr. Christoph Rußmann, Dekan des Gesundheitscampus Göttingen, und…

Biowissenschaften Chemie

Medikament lindert Autismus-assoziierte Verhaltensformen bei Mäusen

Hinter den bei Autismus beobachteten Verhaltensauffälligkeiten steckt eine Vielzahl an genetischen Veränderungen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Hector Institut für Translationale Hirnforschung (HITBR)* haben jetzt eine weitere molekulare Ursache für dieses Krankheitsbild gefunden. Der Transkriptionsfaktor MYT1L schützt normalerweise die molekulare Identität von Nervenzellen. Wird er in menschlichen Nervenzellen oder in Mäusen genetisch ausgeschaltet, so kommt es zu den Autismus-typischen Funktionsveränderungen und Symptomen. Ein Medikament, das Natriumkanäle in der Zellmembran blockiert, kann die Folgen des Ausfalls von MYT1L aufheben und die funktionellen…

Medizin Gesundheit

Das Ziel ist ein Bluttest für psychische Erkrankungen

Forschende des LMU Klinikums untersuchen Lipidprofil v. Patiente. Schizophrenie, Depression, bipolare Störung mit wechselnd depressiven und manischen Phasen – drei psychische Erkrankungen, an denen allein in Deutschland Abermillionen Menschen leiden. Diese Erkrankungen rechtzeitig erkennen zu können, am besten noch vor ihrem Ausbruch, ist ein Traum der biologisch-psychiatrischen Forschung. Einen ersten Schritt haben jetzt Forschende des LMU Klinikums um Prof. Dr. Thomas G. Schulze und Privat-Dozentin Dr. Dr. Eva C. Schulte vom Institut für Psychiatrische Phänomik und Genomik (IPPG) zusammen mit…

Biowissenschaften Chemie

Konzept für das rationale Design wichtiger Stickstoff-Verbindungen

N-Heterozyklische Verbindungen sind zentrale Wirkstoffe vieler Medikamente und zugleich wichtige Bausteine neuer organischer Materialien für die Energiewende. Forscher der Universität Bayreuth unter der Leitung von Prof. Dr. Rhett Kempe präsentieren jetzt in „Nature Communications“ ein Konzept für das rationale Design neuer Stoffklassen, die zur Gruppe der N-heterozyklischen Verbindungen gehören. Zugleich stellen sie zwei neue, auf Basis dieses Konzepts synthetisierte Stoffklassen vor. Innovationen auf Gebieten der medizinischen Wirkstoffe oder der Funktionsmaterialien sind heute wesentlich auf die Entdeckung neuer Stoffklassen angewiesen. N-Heterozyklen…

Medizin Gesundheit

Medikamentenentwicklung: Studie identifiziert neue Bindestellen für zielgerichtete Therapien

Bereits seit vielen Jahren forscht das Team von Principal Investigator Georg Winter am CeMM an der Entwicklung einer neuen Generation an Medikamenten, die durch gezielten Abbau schadhafter, krankheitserregender Proteine mittels sogenannter Degrader höhere Therapieerfolge erzielen. In ihrer aktuellen Studie, veröffentlicht im Journal of the American Chemical Society (JACS), präsentieren die Wissenschafter:innen eine neue Methode, um zielgerichtet neue Moleküle zu identifizieren, die als Degrader fungieren und damit für Medikamente herangezogen werden könnten. Die neueste Generation an Medikamenten setzt auf einen gezielten…

Biowissenschaften Chemie

Methode zur Analyse komplizierter, winziger Kristalle gefunden

– Erfolg nach zehnjähriger Forschungsarbeit. Die atomare Struktur fester Stoffe kann oft schnell, einfach und sehr präzise mit Hilfe von Röntgenstrahlung analysiert werden. Dies setzt aber voraus, dass Kristalle der entsprechenden Substanzen vorliegen. Der Chemiker Prof. Dr. Oliver Oeckler von der Universität Leipzig und sein Team entwickeln Methoden, um dies auch für sehr kleine, mit bloßem Auge nicht erkennbare Kristalle zu ermöglichen. Dazu gehören sogenannte Phosphoroxidnitride, die aus Phosphor, Stickstoff und Sauerstoff bestehen und so in der Natur nicht vorkommen….

Biowissenschaften Chemie

Wie das Gehirn Wärme und Kälte erkennt

Wenn wir Dinge berühren, nehmen wir gleichzeitig ihre Temperatur wahr. Dafür ist eine ganz bestimmte Region des Gehirns verantwortlich, berichten Forscher*innen des Max Delbrück Center um James Poulet in „Nature“. Sie haben im hinteren Teil der Inselrinde einen „thermischen Kortex“ entdeckt. Ein heißer Kaffee, eine kalte Limonade – die Temperatur von Objekten wahrnehmen zu können, ist überlebenswichtig. Seit fast 100 Jahren haben Wissenschaftler*innen versucht, diese Fähigkeit im Gehirn zu lokalisieren. Manche haben vermutet, dass es einen „thermischen Kortex“ gebe. Doch…

Biowissenschaften Chemie

Auf der Forschungsdatenwelle surfen

Automatisiertes Datenaustauschformat „EnzymeML“ schafft Transparenz bei enzymatischen Experimenten – Veröffentlichung in “Nature Methods”. Bei Experimenten zur Katalyse entstehen – wie in anderen Wissenschaftsbereichen auch – große und komplexe Datenmengen, deren Auswertung und Wiederverwendung eine enorme Herausforderung darstellt. Ein Team unter der Leitung von Prof. Jürgen Pleiss vom Institut für Biochemie und Technische Biochemie der Universität Stuttgart stellt jetzt in der Fachzeitschrift „Nature Methods“ ein Datenaustauschformat vor, das die Ergebnisse enzymatischer Experimente komplett erfasst, die Daten strukturiert ablegt und nachvollziehbar macht….

Biowissenschaften Chemie

Wie sich proteinreiche Tröpfchen bilden

Mit Terahertz-Spektroskopie lässt sich die spontane Bildung proteinreicher Tröpfchen erklären, die möglicherweise zu neurodegenerativen Erkrankungen führen. Mithilfe einer neuen Methode, der Terahertz-Kalometrie, ist es einem Forschungsteam des Bochumer Exzellenzclusters Ruhr Explores Solvation RESOLV gelungen, die spontane Phasentrennung in eine proteinreiche und eine proteinarme Phase in einer Lösung neu zu beleuchten. Man vermutet, dass die proteinreichen Tröpfchen die Bildung von neurotoxischen Proteinaggregaten begünstigen – ein Ausgangspunkt für neurodegenerative Krankheiten. Die Forschenden um Prof. Dr. Martina Havenith, Inhaberin des Lehrstuhls für Physikalische…

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