Medizintechnik

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Forschungsteam Entdeckt Wirkstoff Gegen Hornhautzerstörenden Keim

Infektiöse Keratitis lässt jährlich 1,5 Millionen Menschen weltweit erblinden. Oft geht die Krankheit auf den „Krankenhauskeim“ Pseudomonas aeruginosa zurück, den die Weltgesundheitsorganisation zu den gefährlichsten dieser Art zählt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Saar-Universität und des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) haben nun einen Weg gefunden, den Keim effektiv zu bekämpfen. Ihre Studie wurde im Fachmagazin Advanced Science veröffentlicht. Pseudomonas aeruginosa ist ein tückischer Feind. Das Bakterium neigt dazu, wie viele andere bakterielle Krankheitserreger ebenso, Resistenzen gegen Antibiotika zu entwickeln….

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Mit Wearables die Gesundheit immer im Blick

Wearables wie Smartwatches oder Sensorringe sind bereits fester Bestandteil unseres Alltags und beliebte Geschenke zu Weihnachten. Sie tracken unseren Puls, unsere Schrittzahl oder auch unseren Schlafrhythmus. Auf welche Weise können sie schon heute unser Verhalten beeinflussen und welche zukünftigen Entwicklungen sind möglich? Im Interview gibt Can Dincer, Professor für Sensors and Wearables for Healthcare an der Technischen Universität München (TUM), Einblicke in seine Forschung. Was versteht man unter Wearables? Unter Wearables fällt zunächst alles, was man am Körper tragen kann….

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Verdacht auf Prostatakrebs

Bei unauffälligem MRT ist das Krebsrisiko gering. Abwarten und kontrollieren ist bei negativem MRT-Befund der Prostata eine ausreichend sichere Option. Um frühzeitig Prostatakrebs zu erkennen, gibt es verschiedene Strategien: Am Anfang steht oft ein Bluttest (PSA-Test). Liegt der PSA-Wert über einer bestimmten Grenze, wird in der Regel eine Gewebeprobe entnommen. Eine andere Möglichkeit ist, bei Krebsverdacht zunächst anhand von MRT-Aufnahmen nach Anzeichen für einen Tumor zu suchen und nur bei Auffälligkeiten eine Biopsie durchzuführen. Ob die MRT-gestützte Strategie auch langfristig…

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Täuschend echt: KI-generierte Histologiebilder

Selbst Experten können künstlich erzeugte Gewebeschnittbilder nicht zuverlässig identifizieren / Herausforderung für die Beurteilung biomedizinischer Forschung. Sie hilft bei der Beurteilung von Röntgen- und MRT-Bildern, beim Schreiben von Arztbriefen und bei der Auswertung von Messdaten in der Forschung – die künstliche Intelligenz, kurz KI, ist in der klinischen Praxis und in der biomedizinischen Forschung zu einem hilfreichen und mächtigen Instrument geworden. So mächtig, dass Hochschulen und Forschungsorganisationen Empfehlungen und Leitlinien zu ihrer Nutzung in der Wissenschaft formulieren. Wie berechtigt das…

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Durchbruch in der Sepsis-Therapie

OptAB – Weltweit 1. KI-Modell zur optimierten Antibiotikaauswahl. Das Forschungsprojekt OptAB („an optimal antibiotic selection framework for Sepsis patients using Artificial Intelligence“) markiert einen Meilenstein in der medizinischen Forschung. Das von Philipp Wendland (Hochschule Koblenz) und Prof. Dr. Maik Kschischo (Universität Koblenz) in Kooperation mit den Medizinern Prof. Dr. Christof Schenkel-Häger (Hochschule Koblenz) und Dr. Ingobert Wenningmann (Universitätsklinik Bonn) entwickelte Künstliche Intelligenz (KI)-Modell wurde kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „npj Digital Medicine“ veröffentlicht. Entstanden ist OptAB im Rahmen des vom…

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Kopf-Hals-Bereich: Eine neue Ära der transoralen Präzisions-Roboterchirurgie

Die transorale Roboterchirurgie (TORS) hat sich in den letzten Jahren als minimal-invasive Behandlungsmodalität in der Kopf-Hals-Chirurgie etabliert. Durch die Weiterentwicklung und eine europäische Neuzulassung kann das Einsatzspektrum von TORS nun optimiert und verbreitert werden. In Kürze soll die neuartige Technik in der HNO-Klinik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf zum Einsatz kommen. Ziel der transoralen Roboterchirurgie ist die sichere und schonende Entfernung von Tumoren in der Kopf-Hals-Region, insbesondere im Bereich des Rachens und des Kehlkopfes. Dabei wird ein Operationsroboter eingesetzt, um das gesunde…

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Mit winzigen Blüten Medikamente transportieren

Mit Mikropartikel aus hauchdünnen Blättern können Medikamente über die Blutbahn punktgenau zu einem Tumor oder einem Blutgerinnsel transportiert werden. Ultraschall und andere akustische Verfahren steuern die Partikel durch den Körper und machen ihre Position sichtbar. Das macht ihre Anwendung einfach, denn Ultraschall ist ein in der Medizin etabliertes Verfahren. Diese kleinen Teilchen erinnern an Papierblumen oder Sandrosen. Mit ihnen können Ärztinnen und Ärzte Medikamente im Körper punktgenau ans Ziel bringen. Der grosse Vorteil: Weil die Partikel Schallwellen streuen, lassen sie…

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Sicher ist sicher: Additiv gefertigte Individualprodukte in der Medizintechnik

Die Regulatorik in Branchen wie der Medizintechnik ist bekanntlich streng, die Implementierung neuer Produktionsprozesse erfordert viel Know-how und die Validierung ist aufwendig. Es besteht aber eine hohe Nachfrage nach patientenindividualisierten Produkten wie Prothesen oder Implantaten, deren komplexe Geometrien mittels additiver Fertigungsverfahren herstellbar sind. Fachleute des Fraunhofer IPA erleichtern Medizintechnikunternehmen den Zugang zur Produktion additiv gefertigter Individualprodukte mithilfe eines Leitfadens. Abutments zur Verbindung von Zahnimplantat und Zahnprothese. Foto: Hajo Groneberg / Fraunhofer IPA Wenn im Auto Warnsymbole leuchten, ist häufig ein…

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„Daumen hoch“: Mini-Gelenk hilft bei Verschleiß und Schmerzen

Bergmannsheil versorgt 100. Patientin mit innovativem Gelenkersatz. Gelenkverschleiß im Daumen ist weit verbreitet. Starke Schmerzen und eingeschränkte Bewegungsfähigkeit sind typische Symptome der sogenannten Rhizarthrose. Wirksame Abhilfe kann eine kleine Prothese schaffen, die das Daumensattelgelenk ersetzt. Die Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie am BG Universitätsklinikum Bergmannsheil (Direktor: Prof. Dr. Marcus Lehnhardt) setzt dieses innovative Verfahren bereits seit rund zwei Jahren ein. Jetzt hat sie die 100. Patientin mit dieser Therapie behandelt. Gute Ergebnisse, schnellere Rehabilitation „Unsere Erfahrungen mit diesem relativ…

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Färbiges microCT: Neue Methode zur Bildgebung von Blutgefäßen

Eine aktuelle Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien präsentiert im „Journal of Microscopy“ einen neuen Workflow für die dreidimensionale Visualisierung und Analyse von mikroskopisch kleinen Blutgefäßen mittels Röntgen-Computertomographie (microCT) in Labortiermodellen. Laut den am Projekt beteiligten Forscher:innen ist die neue Methode ein wichtiger Schritt hin zu einer besseren Erforschung kleinster Blutgefäße. Die Darstellung von mikroskopisch kleinen Blutgefäßen mittels Röntgenkontrastmittel ist bereits seit vielen Jahren etabliert. Diese Technik wird von einer Reihe internationaler Forschungsgruppen für die quantitative Analyse von Blutgefäßen in Labortieren…

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Lebensretter unter der Haut

Erstmals in der UMG Defibrillator mit Brustbein-Elektrode gegen den plötzlichen Herztod implantiert. Im Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) wurde einem Patienten mit Herzrhythmusstörungen erstmals ein neuartiger Defibrillator mit Brustbein-Elektrode implantiert: Das Aurora-System ist ein Defibrillator, der außerhalb des Herzens liegt und den plötzlichen Herztod verhindert. Laut der Deutschen Herzstiftung sterben in Deutschland jedes Jahr etwa 65.000 Menschen an einem plötzlichen Herztod. Das entspricht 20 Prozent aller durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachten Todesfälle. Der plötzliche Herztod wird durch schnelle Herzrhythmusstörungen in den Hauptkammern…

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Optimiertes Notfallmanagement dank App

Wie die eGENA-App bei Notfällen in der Anästhesie hilft. Mit der eGENA-App hat die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) ein digitales Werkzeug geschaffen, das den Klinikalltag bei Notfällen in der Anästhesie grundlegend erleichtert. In der neuen Folge des DGAI-Podcast wird die App vorgestellt und beleuchtet, wie sie Fachkräfte unterstützt, die Patientensicherheit erhöht und die Zusammenarbeit im Team fördert. Dr. Florian Rückert, Facharzt für Anästhesiologie am Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam, erklärt im Podcast detailliert die Funktionsweise…

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Protonen gegen Krebs

Neue Forschungsbeamline für innovative Strahlentherapien. Das HZB hat gemeinsam mit der Universität der Bundeswehr München eine neue Beamline für die präklinische Forschung eingerichtet. Sie ermöglicht künftig am HZB Experimente an biologischen Proben zu innovativen Strahlentherapien mit Protonen. Der Protonenbeschleuniger des Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) ist seit gut 25 Jahren gegen spezielle Tumorerkrankungen des Auges im Einsatz. Bisher haben schon über 4800 Menschen von der Augentumor-Therapie mit Protonen profitiert, die gemeinsam mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin durchgeführt wird. Magnetische Quadrupole fokussieren…

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Wegweisend für die Diagnostik

Forschende der Universität Jena entwickeln Biosensor auf Graphen-Basis. Zweidimensionale Materialien wie Graphen sind nicht nur ultradünn, sondern auch äußerst empfindlich. Forschende versuchen deshalb seit Jahren, hochsensible Biosensoren zu entwickeln, die sich diese Eigenschaft zunutze machen. Feldeffekttransistoren auf Graphen-Basis könnten beispielsweise winzigste Veränderungen der elektronischen Eigenschaften registrieren, die die Moleküle verursachen, wenn sie mit dieser atomar dünnen Schicht interagieren. Doch ausgerechnet die Hypersensivität des Materials steht der praktischen Umsetzung dieser Idee bisher im Wege. Jetzt haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität…

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Köpfe, KI, MRT: Einblicke ins Gehirn

…mittels Künstlicher Intelligenz und „rasanten“ Messverfahren Mit Künstlicher Intelligenz (KI) und beschleunigten Messroutinen möchte Prof. Alexander Radbruch die bisherigen Fähigkeiten der Magnetresonanztomografie erweitern, neue Erkenntnisse über das Gehirn ermöglichen und die Diagnostik neurodegenerativer Erkrankungen verbessern. Der Bonner Radiologe und Neurowissenschaftler leitet am DZNE den neuen Forschungsschwerpunkt „Human Imaging“. Die Magnetresonanztomografie (MRT) hat seit langem einen festen Platz in der medizinischen Versorgung und der Wissenschaft – das gilt insbesondere für die Hirnforschung. Denn diese Technologie, umgangssprachlich auch „Kernspin“ genannt, ermöglicht anhand…

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Neue Einblicke ins Gehirn

Tomáš Čižmár für holografisches Endoskop ausgezeichnet. Professor Tomáš Čižmár vom Leibniz-Institut für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) und der Friedrich-Schiller-Universität Jena, wurde am 19. November 2024 mit dem renommierten Preis des tschechischen Ministers für Bildung, Jugend und Sport ausgezeichnet. Die Ehrung würdigt seine Arbeit an der Entwicklung eines holografischen Endoskops für die Hirnforschung – ein Projekt, das Čižmár auch als Leiter der Gruppe „Komplexe Photonik“ am Institut für wissenschaftliche Instrumente der Tschechischen Akademie der Wissenschaften in Brünn maßgeblich vorantreibt. Das holografische Endoskop,…

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