Medizin Gesundheit

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HIV-Forschung

Abstammung entscheidet über die Infektionsfähigkeit. Ein Forschungsteam um Prof. Dr. Christina Karsten (UDE/UK Essen) und Prof. Dr. Stefan Pöhlmann (Deutsches Primatenzentrum) haben herausgefunden, dass die Art der Zellen, in denen ein Virus entsteht, die Infektionsfähigkeit des Virus beeinflussen kann. Die Herkunftszellen beeinflussen auch die Widerstandsfähigkeit gegen Antikörper sowie gegen Lektine, Zucker-bindende Proteine mit potentiell therapeutischem Nutzen. Das Team hat in Zellkulturversuchen mit dem SI-Virus – einem Modellvirus für HIV – eine mögliche Erklärung für die unterschiedlich starke Infektiösität und Resistenz…

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Künstliche Beatmung kann Keimzentren für akutes Lungenversagen hervorrufen

MHH-Forschungsteam identifiziert mikroskopisch kleine Cluster geschädigter Lungenbläschen als Ursache für massiven Ausfall der Lungenfunktion. Eine künstliche Beatmung kann Leben retten, belastet aber gleichzeitig das Lungengewebe. Ist die Lunge vorgeschädigt, kann die Druckbeatmung sogar unerwünschte Effekte haben. Das betrifft vor allem Patienteninnen und Patienten mit akutem Lungenversagen (Acute Respiratory Distress Syndrome, ARDS). Denn beim Versuch, die Lunge offen zu halten und den Gasaustausch weiter zu ermöglichen, kann der Druck wegen einer Überdehnung noch intakter Lungenareale einen zusätzlichen Schaden setzen. Aber auch…

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Neuer Antikörper birgt großes Potenzial zur Bekämpfung von Blutkrebs

Kieler Krebsforschende von CAU und UKSH testen einen bereits bei Autoimmunerkrankungen klinisch erprobten Antikörper für die Behandlung von Leukämie bei Kindern und können im Modell gute Wirksamkeit gegen Krebszellen belegen. – Gemeinsame Pressemitteilung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein – Die akute lymphatische Leukämie (ALL) ist die häufigste Krebserkrankung bei Kindern. Diese Form des Blutkrebses, die ebenfalls bei Erwachsenen vorkommt, geht von bösartig entarteten Vorläuferzellen bestimmter weißer Blutkörperchen (B-Zell-Vorläufer- oder T-Zellen) aus, die sich unkontrolliert teilen. Dies führt…

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Regenerative Stammzellen als Ursprung entzündungs-assoziierter Darmtumore

Forschungsgruppe der Medizin findet Triggerpunkte für Darmkrebs in jungen Lebensjahren. Fragt man einen Zellbiologen, wie Krebs entsteht, so lautet die Antwort: durch eine Mutation in einer Stammzelle. In einer neuen Veröffentlichung im Fachmagazin „Nature Genetics“ durchbrechen Wissenschaftler des Erasmus Medical Center (Erasmus MC) in Rotterdam und der Philipps-Universität Marburg dieses Dogma. Sie zeigen, dass ein Darmtumor auch aus einem spezialisierten Zelltyp entstehen kann, der eigentlich die Aufgabe besitzt, Schleim oder antibakterielle Moleküle zu produzieren. Die Forscher kamen aufgrund eines Widerspruchs…

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Neue Therapieoption für Kinder mit Neuroblastomen

Neuroblastome (Nebennierentumoren) sind die häufigsten extrakraniellen Tumoren und die häufigsten bösartigen Tumoren im Kleinkindalter. Für viele betroffene Kinder stehen die Chancen auf Heilung bisher denkbar schlecht. Ein internationales Forschungsprojekt unter Beteiligung von Professor Dr. Selim Corbacioglu, Leiter der Abteilung für Pädiatrische Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation (PHOS) des Universitätsklinikums Regensburg (UKR), und seinem Team konnte nun zeigen, dass eine speziell entwickelte medikamentöse Krebstherapie (RIST) die Überlebenschancen der Kinder signifikant erhöhen kann. Etwa 150 Kinder und Jugendliche pro Jahr erkranken in Deutschland…

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Neue Therapieoption für tödliche Nervenerkrankung ALS

MHH-Forschende finden innovativen Ansatz, um das Überleben der motorischen Nervenzellen zu verlängern. Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine unheilbare, schwere Erkrankung des Nervensystems. In ihrem Verlauf sammeln sich fehlgefaltete Eiweiße in den für die Muskelbewegung zuständigen motorischen Nervenzellen in Gehirn und Rückenmark, verursachen Entzündungen und schädigen diese Motoneuronen genannten Zellen nachhaltig. Die gesamte Muskulatur wird zunehmend schwach, und meist tritt nach wenigen Jahren der Tod durch Atemlähmung ein. ALS ist nicht heilbar; bislang gibt es nur einen einzigen zugelassenen Arzneiwirkstoff,…

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Ferroptose – wichtiger Zelltodmechanismus umfassend dargestellt

Übersichtsartikel in Redox Biology: Ein internationales Team aus 90 Autorinnen und Autoren präsentiert den Forschungsstand zur „Ferroptose“, einem durch Eisenüberschuss und Sauerstoffradikalen bewirkten Zelltodmechanismus. Die Ferroptose spielt bei vielen Krebsarten, bei neurologischen Erkrankungen, Schlaganfall und Herzinfarkt und weiteren medizinisch relevanten Fällen eine wichtige Rolle. An der umfassenden Darstellung dieses Zelltodmechanismus, die kürzlich in der Fachzeitschrift Redox Biology erschien, sind vier Forschende der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) / des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) maßgeblich beteiligt. Ferroptose ist ein vergleichsweise neu bekannter Zelltodmechanismus, er…

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Funktionsweise von Adrenalin-bindendem Rezeptor entschlüsselt

Leipziger Biophysiker verfolgen Mechanismus der Signalübertragung im Körper nach. G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCR) sind im menschlichen Körper allgegenwärtig und an vielen komplexen Signalwegen beteiligt. Trotz ihrer Bedeutung für zahlreiche biologische Vorgänge ist der zentrale Mechanismus der G-Protein-Kopplung und die damit einhergehende Signalübertragung bislang nicht verstanden. Einer Forschungsgruppe der Universität Leipzig ist es gelungen, den Mechanismus der Signalübertragung durch einen Adrenalin-bindenden Rezeptor auf atomarer Ebene nachzuverfolgen. Mit diesen Ergebnissen könnten Forschende zukünftig gezielter Nebenwirkungen bei der Entwicklung von Wirkstoffen umgehen. Die Studie…

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Mehr Lebensqualität bei chronischen Knieschmerzen

Schmerztherapien mittels direkter Nervenstimulation kommen in der Neurochirurgie zum Einsatz. | Chronischer Knieschmerz wird mithilfe einer dünnen Elektrode einfach ausgeschaltet. | Ein unkomplizierter Test ermittelt die Erfolgsaussichten bei Patientinnen und Patienten. In Deutschland bekommen jährlich rund 150.000 Patientinnen und Patienten ein künstliches Kniegelenk. Häufig ist eine fortgeschrittene Arthrose oder eine Knieverletzung der Grund für eine solche Operation. Doch trotz guter Erfolge in der Chirurgie kann es passieren, dass die erhoffte Schmerzlinderung ausbleibt. Am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden kommt nun…

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Mit Kaltplasma gegen multiresistente Keime

MHH: Schwerbrandverletzten Zentrum Niedersachsen wird zum ersten CPT PlasmaKompetenzZentrum in Europa zertifiziert. Das Schwerbrandverletzten Zentrum Niedersachsen ist das einzige Zentrum im Bundesland Niedersachen, das Patienten und Patientinnen mit schwersten Verbrennungen behandelt. Hier werden lebensgefährlich verletzte Menschen aus Norddeutschland und Europa, auch Kriegsopfer aus der Ukraine, versorgt. Das Team des Zentrums, das zur Klinik für Plastische, Ästhetische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) gehört, setzt seit kurzem erfolgreich Kaltplasma bei der Therapie großflächiger Brandwunden ein. Für diese neue Anwendung…

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Zukunft der Raumfahrtmedizin

Tübinger Wissenschaftlerin Teils eines internationalen Forschungsteams, das den Einfluss der Raumfahrt auf die Gesundheit von Astronautinnen und Astronauten untersucht. Bis zum Mars: Das ist das erklärte Ziel der Raumfahrt. Um die Gesundheit und Sicherheit der Astronautinnen und Astronauten sicher zu stellen, wollen Forschende verstehen, wie die Raumfahrt den menschlichen Körper beeinflusst. Eine von ihnen ist Daniela Bezdan aus Tübingen. Sie war an Studien von einer der größten Datensammlungen im Bereich der Luft- und Raumfahrtmedizin beteiligt. „Das ist ein kleiner Schritt…

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Wie RNA-Fragmente aus dem Menschen dem Hepatitis-E-Virus helfen

Baut das Virus Genabschnitte des Wirts in sein Genom ein, droht die Infektion chronisch zu werden. Warum wird Hepatitis E bei manchen Patienten chronisch, warum wirken Medikamente nicht? Um das herauszufinden, beobachtete ein internationales Forschungsteam unter Bochumer Leitung einen Patienten mit chronischer Hepatitis-E-Infektion über ein Jahr lang. Wiederholte Sequenzierungen der Virus-RNA belegten, dass das Virus verschiedenste Teile der Wirts-Messenger-RNA in sein Genom einbaute. Daraus resultierte ein Replikationsvorteil, der möglicherweise dazu beitrug, dass die Infektion chronisch wurde. „Die sogenannte Insertion von…

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Bessere Krebsdiagnosen in der Kinderradiologie

Das Projekt RACOON-RESCUE unter Leitung der MHH will Bilddaten aus CT und MRT automatisch auswerten und neue bildbasierte Merkmale finden, um das Krankheitsstadium bei Kindern und Jugendlichen mit Non-Hodgkin-Lymphom verlässlicher beurteilen zu können. Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) gehören zu den bösartigen Erkrankungen des Lymphgewebes und stellen die vierthäufigste Krebsform im Kindes- und Jugendalter dar. Mehr als 30 Untergruppen sind bekannt. Zwar liegt die langfristige Überlebensrate zwischen 70 und 90 Prozent. Bei einem Rückfall ist die Aussicht auf Heilung insgesamt aber eher schlecht….

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Umweltbelastung in der Embryonalentwicklung

Nanopartikel: Risiko für Babys im Mutterleib Über die gesundheitlichen Auswirkungen von Nanopartikeln auf die Schwangerschaft ist bislang noch wenig bekannt. Ein interdisziplinäres Forschungsteam unter Leitung der Empa analysiert derzeit die Risiken für Babys im Mutterleib. So konnten die Forschenden mit Hilfe eines Labormodells feststellen, dass bestimmte Nanopartikel die Ausschüttung von Botenstoffen in der Plazenta stören und so die Ausbildung von Blutgefässen beeinträchtigen. Ihre Ergebnisse publizierten sie kürzlich im Fachjournal «Advanced Science». Gelangen Nanopartikel während der Schwangerschaft in die Plazenta, wird…

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Was die Schutzkappen unserer DNA mit der Herzgesundheit zu tun haben

MHH-Forschungsteam entwickelt neues molekulares Werkzeug, um den Einfluss von Telomerase auf die Entwicklung von Herzmuskelzellen zu untersuchen. Wenn wir altern, verändert sich unser Äußeres, die Haare werden grau, Falten machen sich breit. Und wir werden anfälliger für Erkrankungen. Ein Grund dafür liegt darin, dass sich unsere Telomere verkürzen. Diese liegen als Schutzkappen an den Enden der Chromosomen, den Trägern unserer Erbsubstanz. Bei jeder Zellteilung werden die Telomere kürzer, bis sie eine kritische Länge erreicht haben und die von ihnen beschützten…

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Fanconi-Anämie: Bei doppelter Genmutation sind Gehirntumore tödlich

Ergebnis einer internationalen Kohortenstudie von MHH-Forschenden. Die Fanconi-Anämie (FA) ist eine seltene erbliche Krebsprädispositionserkrankung, die sich durch Knochenmarkversagen sowie endokrine und körperliche Anomalien kennzeichnet. Ein klinisches Hauptmerkmal bei Betroffenen ist ein hohes Krebsrisiko. Grund dafür ist, dass bei der Erkrankung bestimmte Gene nicht richtig funktionieren, die an der Reparatur von DNA-Schäden beteiligt sind. Hierzu zählt auch das Gen BRCA2. Bei betroffenen Patientinnen und Patienten wird das größte Krebsrisiko beobachtet, wenn auf beiden Kopien des BRCA2-Gens schädliche Veränderungen vorliegen. „Es gibt…

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