Medizin Gesundheit

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Neue Erkrankung entdeckt: Wie das Immunsystem das Kleinhirn zerstört

MHH-Studie identifiziert neue Autoantikörper im Nervenwasser als möglichen Biomarker für schnell fortschreitende Kleinhirnentzündung. Die zerebelläre Ataxie ist eine neurologische Störung des Kleinhirns. Dieses wichtige Areal im hinteren Teil des Gehirns koordiniert sozusagen als Dirigent unsere Bewegungen und hält uns im Gleichgewicht. Bei der zerebellären Ataxie ist diese Fähigkeit beeinträchtigt. Betroffene Menschen können Schwierigkeiten beim Gehen, Sprechen und Greifen oder auch bei kontrollierten Augenbewegungen haben. Teils beginnt die Schädigung schleichend und entwickelt sich über Jahre hinweg. Sie kann verschiedene Ursachen haben,…

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Nahtheilung nach Darmoperation

Kann Kohlenstoffdioxid helfen? Gießener Chirurg Dr. Dr. Moritz J. Strowitzki forscht mit Emmy Noether-Nachwuchsgruppe zu Komplikationen nach Darmoperationen – DFG-Förderung von rund 1,68 Millionen Euro. Wie kann verhindert werden, dass Nähte nach einer Darmoperation undicht werden? Können undichte Darmnähte wieder verschlossen werden? Dies erforscht Dr. Dr. Moritz J. Strowitzki, Allgemeinchirurg am Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) am Standort Gießen, mit einer neuen Emmy Noether-Nachwuchsgruppe. Im Fokus steht dabei der Einfluss von Kohlenstoffdioxid auf die Nahtheilung nach einer Darmoperation. Die Deutsche…

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Neue Therapieform mit gespiegelter RNA gegen hochaggressive Hirntumore wirksam

Ergebnisse der GLORIA-Studie… Glioblastome sind besonders aggressive Hirntumore, die schnell auch in das gesunde Hirngewebe hineinwuchern. Da die Tumore chirurgisch meist nicht vollständig entfernt werden können, ist die Prognose von Glioblastom-Patiententen sehr schlecht. Die Standardtherapie verspricht keine Heilung. Mit Hochdruck wird daher nach erfolgreichen Behandlungsmöglichkeiten gesucht. Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mannheim (UMM), des DKFZ-Hector Krebsinstitutes an der UMM und des Universitätsklinikums Bonn (UKB) erforschen eine neue Therapie mit einer neuartigen Medikamentenklasse von gespiegelten RNA-Polymeren, sogenannten Spiegelmeren, die die Regeneration des Glioblastoms…

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417 Menschen das Augenlicht gerettet

Seit einem Jahr verbessert die Gewebebank im Klinikum Stuttgart die deutschlandweite Versorgung mit Augenhornhauttransplantaten. Seit einem Jahr ist die Gewebebank Stuttgart in Betrieb und die Mitarbeiterinnen konnten bereits über 600 Augenhornhautspenden bearbeiten. Davon wurden 417 Augenhornhauttransplantate[1] erfolgreich zur Transplantation abgegeben. Eröffnet wurde die Gewebebank im Mai 2023 von der Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) und dem Klinikum Stuttgart. „Wir freuen uns sehr darüber, dass die Gewebebank Stuttgart so gut gestartet ist und schon nach einem Jahr maßgeblich zur Patientenversorgung in…

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Nierenerkrankung entschlüsselt

UKE-Forschende klären Ursache von wichtiger Nierenkrankheit bei Kindern und Erwachsenen auf. Neues Testverfahren ermöglicht bessere Überwachung des Krankheitsverlaufs. „Idiopathisch“ werden Krankheiten genannt, deren Ursachen nicht hinreichend geklärt sind. Dazu gehörte bislang auch das „idiopathische nephrotische Syndrom“, die häufigste Ursache für einen großen Eiweißverlust über die Nieren im Kindesalter. Nierenforschenden der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) ist es mit einem interdisziplinären Team des UKE sowie internationalen Kooperationspartnern gelungen, Ursachen, Auslöser und Krankheitsmechanismus dieses Syndroms aufzudecken. Die Forschenden…

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Gestörtes Gleichgewicht hemmt Leukämie

Fachübergreifendes Team klärte Zusammenspiel von Entzündung und Krebsentwicklung auf. Entzündungen können die Krebsausbreitung fördern, eine überschießende Entzündungsreaktion kann aber auch zum Zelltod von Tumorzellen führen. Welcher Mechanismus hinter diesem Balanceakt steht, beschreibt eine Marburger Forschungsgruppe im Fachblatt „Nucleic Acids Research“ anhand einer akuten Leukämie. Akute Leukämien gehören zu den aggressivsten Tumorerkrankungen, die man beim Menschen kennt. Bei etwa 80 Prozent aller akuten Leukämien von Erwachsenen handelt es sich um akute myeloische Leukämie (AML). Darunter versteht man eine Krebserkrankung des blutbildenden…

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Ohne Gefäße ist alles nichts: Die Angiologie

Womit sich eine Kardiologin oder ein Radiologe beschäftigen, ist bekannt. In vielen Fällen wissen wir, welcher Facharzt bei diesen oder jenen Beschwerden der richtige Ansprechpartner ist. Aber was macht eigentlich ein Angiologe? Diese Fachrichtung der Inneren Medizin ist in der Bevölkerung weitestgehend unbekannt. Und das, obwohl sich Angiologen mit 100.000 Kilometern unseres Körpers beschäftigen. Der Begriff Angiologie kommt aus dem Griechischen und bedeutet Lehre von den Gefäßen. Die Blutgefäße eines einzigen Menschen, zu denen die Arterien, Venen und Kapillaren zählen,…

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Lichtblick für die Diagnose und Behandlung des kleinzelligen Lungenkarzinoms

An der Univ.-Klinik für Nuklearmedizin der Medizinischen Universität Innsbruck wurde ein neues Radiopharmazeutikum entwickelt, mit dem der Tumor besser und damit früher erkannt und schließlich gezielt behandelt werden kann. Die innovative Technologie folgt dem sog. Ansatz der Theragnostik, in dem Diagnostik und zielgerichtete Therapie eng verknüpft sind. Mit einem US-Industriepartner soll die Technologie nun für den klinischen Einsatz weiterentwickelt werden. Radiopharmaka sind radioaktiv markierte Arzneimittel, die in Kombination mit bildgebenden Verfahren zur Diagnostik, aber auch bei der Radionuklidtherapie zur gezielten…

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Signaturen des Herzinfarkts

Die Multi-Omics-Faktoren-Analyse liefert neue Erkenntnisse. Patienten nach einem Herzinfarkt noch besser als bisher zu behandeln, ist eines der Ziele der Kardiologie. Dazu gehören ein umfassendes Verständnis und die rechtzeitige Erkennung jener Patienten, die nach einem Infarkt ein hohes Risiko für einen ungünstigen Verlauf haben. Forschende des LMU Klinikums, von Helmholtz Munich und weiterer Einrichtungen haben jetzt mit Hightech-Methoden der Biomedizin und Bioinformatik die Immunantwort beim Herzinfarkt im Menschen umfassend kartographiert und Signaturen identifiziert, die mit dem klinischen Verlauf der Erkrankung…

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Bessere Versorgung und Lebensqualität für herzkranke Kinder

MHH-Studie untersucht die Auswirkung der Thymusentfernung auf das Immunsystem bei Kindern nach Herz-OP und will eine Datengrundlage für neue Therapie- und Vorsorgestrategien schaffen. Viele Kinder mit angeborenem Herzfehler benötigen oft schon in der Neugeborenen- oder Säuglingszeit eine Herzoperation. Eine gute Übersicht und ein sicherer Zugang sind angesichts der kleinen Körper- und Organverhältnisse für die erfolgreiche Operation extrem wichtig. Daher wird das Gewebe zwischen dem Herzen und dem Brustbein präpariert und auch der hinter dem Brustbein gelegene Thymus, ein wichtiger Teil…

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Hoffnung auf einen Wirkstoff gegen Hepatitis E

Bislang gibt es gegen Hepatitis E keinen spezifischen Wirkstoff. Da die Erkrankung jährlich 70.000 Menschen das Leben kostet, suchen Forschende intensiv danach. Möglicherweise fündig geworden ist das Team der Abteilung Molekulare und Medizinische Virologie der Ruhr-Universität Bochum. Die Forschenden konnten zeigen, dass die Verbindung namens K11777 Körperzellen daran hindert das Viruskapsid zu spalten und so dem Virus aus seinem Kapsid zu helfen. Somit kann es keine Zellen mehr infizieren. „Die Verbindung wird derzeit in klinischen Studien schon gegen andere Viren…

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Baby dank „Verglasung“ von Eierstockgewebe

Neues Verfahren zur Kryokonservierung zum Fertilitätserhalt vor Krebstherapie am Universitätsklinikum Bonn etabliert. Dem Team um Prof. Nicole Sänger, Direktorin der reproduktionsmedizinischen Abteilung am Universitätsklinikum Bonn (UKB), ist es gelungen mit der sogenannten Vitrifikation eine moderne Methode zur Kryokonservierung von Eierstockgewebe zu etablieren. Es dient dem Fertilitätserhalt vor einer Krebstherapie. Erstmalig in Europa berichtet das Team nun von einer erfolgreichen Entbindung nach Retransplantation von blitzartig eingefrorenen, gelagerten und wieder aufgetautem Eierstockgewebe. Die Ergebnisse sind jetzt im Fachjournal „Reproductive BioMedicine“ erschienen. (v….

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Auf der Suche nach dem besten Test

Forschende der MHH verglichen sechs Verfahren zur Diagnose der minimalen Hepatischen Enzephalopathie miteinander. Eine Leberzirrhose zieht als Folgeerkrankung häufig eine sogenannte Hepatische Enzephalopathie (HE) nach sich. Dabei handelt es sich um eine Funktionsstörung des zentralen Nervensystems mit unterschiedlichen Schweregraden. Fachleute unterscheiden die minimale Hepatische Enzephalopathie (mHE) von der klinisch manifesten Hepatischen Enzephalopathie, die mit Persönlichkeitsveränderungen, Desorientiertheit und Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma einhergeht. Die mHE ist durch Einschränkungen der geistigen Leistungsfähigkeit charakterisiert. Diese lassen sich bei einer körperlichen Untersuchung und…

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Neues Antibiotikum gegen Erreger der Flussblindheit und Lymphatischen Filariose

Prof. Achim Hoerauf, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie des Universitätsklinikums Bonn (UKB), und seinem Team ist es in Kollaboration mit der Abteilung Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie der Universität Bonn und dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) gelungen, für die Weiterentwicklung des Antibiotikums Corallopyronin A (CorA) als Mittel zur Behandlung der vernachlässigten Tropenkrankheiten Flussblindheit und Lymphatischer Filariose eine Partnerschaft mit der japanischen Pharmafirma Eisai einzugehen und eine hohe Fördersumme einzuwerben. Das Ziel des Teams ist die Entwicklung eines…

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Wie Sepsis Gefäßmuskelzellen akut und langfristig beeinträchtigen kann

Wie die Funktion von Muskelzellen der Blutgefäße durch eine Sepsis, oft auch Blutvergiftung genannt, gestört werden kann, zeigt eine aktuelle Studie der Universitätsmedizin Halle. Das Forschungsteam demonstrierte, dass erhöhte Laktatwerte und eine Übersäuerung, wie sie akut bei einer Sepsis durch einen entgleisten Stoffwechsel auftreten können, erst im Zusammenspiel schädlich auf die Gefäßmuskelzellen wirken. Die Studie im Journal of Biomedical Science liefert zudem eine Erklärung für die langanhaltenden Beeinträchtigungen von Sepsis-Überlebenden. Die Behandlung von Sepsis stellt Kliniken weltweit vor große Herausforderungen:…

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Neue Wege zur mentalen Gesundheit

Magnetspule am Kopf sorgt für antidepressive Effekte… In der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Bonn (UKB) wird derzeit eine Studie zur Erforschung der antidepressiven Wirkung einer transkraniellen Magnetstimulation (rTMS) als Ersttherapie bei Patient:innen mit Depressionen durchgeführt. Bei der rTMS handelt es sich um ein nicht-invasives hirnstimulatorisches Behandlungsverfahren, das kaum Nebenwirkungen aufweist. Es gibt bereits mehrere größere klinische, placebo-kontrollierte Studien, die die Wirksamkeit der TMS in der Depressionsbehandlung belegen. Bei therapieresistenten Depressionen ist die rTMS deshalb in…

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