Die Lebensvorgänge in Bakterienzellen werden maßgeblich durch einen exakt nach Bedarf regulierten Proteinabbau gesteuert. Wie die Einzeller diese Prozesse regulieren und dabei zusätzlich noch eine Qualitätskontrolle der Proteine vornehmen, wird ab 2002 im DFG-Schwerpunktprogramm “Proteolyse in Prokaryonten” erforscht. Die Koordination der interdisziplinären Arbeiten übernimmt Prof. Dr. Regine Hengge-Aronis von Institut für Biologie der Freien Universität Berlin.
Das Projekt ist eines von
An vielen Flüssen und Bachläufen in Mitteleuropa gedeiht eine Pflanze, die noch vor wenigen Jahren eher selten war: das Indische Springkraut. Warum hat sich dieses Gewächs – auch in Unterfranken – so erfolgreich ausgebreitet? Ganz einfach: Es ist in Sachen Sex weitaus besser als die meisten anderen Pflanzen. Das berichten Biologen von der Universität Würzburg in der neuen Ausgabe der Zeitschrift “Nature”. Das Indische Springkraut (Impatiens glandulifera) wurde vor etwa 100 Jahren als Gartenpf
“ab initio”-Simulation berücksichtigt alle Quanteneffekte
RUB-Chemiker untersuchen Protonentransfer im “Virtuellen Labor”
Mit Hilfe eines neuen aufwändigen Computerprogramms ist es nun möglich, den Protonentransfer im Computer – im virtuellen Labor – zu simulieren und beobachten. Gelungen ist dies kürzlich Prof. Dr. Dominik Marx (Lehrstuhl für Theoretische Chemie der RUB) in Zusammenarbeit mit Prof. Mark E. Tuckerman (Department of Chemistry and Courant Institute of Mathematical Science
Die Tomographie, also die 3D-Rekonstruktion etwa des menschlichen Gehirns durch Kernspinresonanzmessungen, ist seit Jahren ein in der Medizin angewandtes diagnostisches Routineverfahren. So mancher wird sich daran erinnern, schon mal “in die Röhre” geschoben worden zu sein. Die Kernspinresonanz (NMR) kann aber noch mehr: Im Rahmen eines Sonderforschungsbereiches arbeiten Forscher des Lehrstuhls für Makromolekulare Chemie an Fragen zum Stofftransport: Wie fällt ein Tropfen? Wann bilden sich Wellen au
Neuer Therapie-Ansatz bei koronarer Herzkrankheit
RUB-Studie: Genprodukt im Test
Ein neues Genprodukt soll Patienten mit koronarer Herzkrankheit zukünftig mehrfache Eingriffe wie wiederholte Ballondilatationen oder Bypassoperationen ersparen. Erstmalig wird im Rahmen einer Multicenter-Studie der Gentransfer im kardiovaskulären Bereich eingesetzt: Das iNOS-Lipoplex-Genprodukt, das während des ersten Eingriffs an der Engstelle in die Gefäßwand injiziert wird, soll eine Wiederveren
Neuer Chemosensor weist TNT in Grund- und Seewasser nach
Immer noch werden Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden, die damals nicht detoniert sind. Solche Blindgänger sind alles andere als harmlos. Werden sie nicht entschärft, können sie auch heute noch ihre zerstörerische Kraft entfalten. Nicht explodierte Sprengkörper im Boden lassen sich nicht so ohne weiteres orten. Auch der indirekte Nachweis über Sprengstoffspuren im Grundwasser funktioniert nicht, da die meisten heutigen Detektionsmeth
Bienen, die eine neue Futterquelle entdecken, kehren in den Stock zurück und führen dort eine Art Tanz auf. Dieser enthält im Prinzip alle Informationen über die Lage der Futterstelle. Forscher von der Universität Würzburg haben die tanzenden Insekten zum Lügen gebracht und dabei Erkenntnisse gewonnen, die einen seit 50 Jahren andauernden Wissenschaftsstreit beenden. Wie ihnen das gelang, ist in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift “Nature” nachzulesen. Das weltweit verbreitete Wissenschaftsblat
Sie sind vielfältig und in der Medizin sehr begehrt: blutbildende Stammzellen. Lebenslang sorgen sie für die ständige Erneuerung des Bluts und für ein intaktes Immunsystem. In der Krebstherapie sind sie überlebenswichtig für den Patienten. Bislang war eine Knochenmark-Spende die einzige Chance, blutbildende Stammzellen zu übertragen. Auch in Nabelschnurblut sind diese wertvollen Zellen enthalten, jedoch nicht in ausreichender Menge. Hier ist den Biotechnologen des Forschungszentrums Jülich ein Erfol
Dr. Torben Lübke hat die molekulare Ursache für eine seltene Erbkrankheit bei Kindern aufgeklärt. Er ist Mitglied der Arbeitsgruppe von Privatdozent Dr. Christian Körner aus der Abteilung für Biochemie II (Zentrum für Biochemie und Molekulare Zellbiologie der Universität Göttingen – Bereich Humanmedizin). Die betroffenen Patienten leiden unter geistigen und körperlichen Behinderungen sowie einer lebensbedrohlichen Infektanfälligkeit. Bei der von den Göttinger Wissenschaftlern aufgeklärten Erkrankung
Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen haben eine vergleichsweise einfache und universelle Methode entwickelt, einzelne Gene abzuschalten. Jetzt wurde die Methode erstmalig auch in Kulturen menschlicher Zellen getestet – mit Erfolg. Die Methode der “RNA-Interferenz” ist konzeptionell einfach und kann prinzipiell auf jede RNA-Sequenz angewandt werden. Sie stellt ein ideales Werkzeug für die funktionelle Genomanalyse zur Verfügung und könnte eventuell lang
Italienische Forscher entdecken weiteren Bildungsmechanismus für atmosphärisches N2O
Sommersmog, Ozonloch, Treibhauseffekt – das komplexe Geflecht chemischer Reaktionen in der Atmosphäre, das zu den vielfältigen Umweltproblemen führt, wird noch nicht vollständig durchschaut. Auf verzwickte Weise steht eine chemische Verbindung immer wieder im Zentrum des Geschehens: Lachgas (N2O). Eine italienische Chemikergruppe um Giulia de Petris von der Universität La Sapienza in Rom hat nun einen wich
Durchbruch der Auflösungsgrenze im Lichtmikroskop – Helmholtz-Preis für zwei Göttinger Wissenschaftler
Seltsame Landschaften aus den buckeligen Oberflächen einzelner Atome – solche Bilder gehören dank der Rastersondenmikroskopie in der Physik zum Stand der Technik. In der biologischen und medizinischen Forschung spielt dagegen das klassische Lichtmikroskop noch immer eine überragende Rolle, denn es bietet zwei Vorteile: Es zerstört lebende Zellen nicht und ermöglicht auch Einblicke in tief
Zum Mai 2001 starten die ersten Projekte des im Juni 2000 veröffentlichten BMBF-Förderschwerpunktes “Neue effiziente Verfahren für die funktionelle Proteomanalyse”. Mit dieser Initiative wird gezielt die Entwicklung einer hochinnovativen Schlüsseltechnologie zur systematischen Analyse des Proteoms (Gesamtheit aller Proteine) gefördert. Bisher wurden insgesamt 9 interdisziplinär ausgerichtete Projekte mit insgesamt 48 Arbeitsgruppen von einem hochrangig besetzten Gutachtergremium ausgewählt. Beteilig
Gefördert durch das Emmy-Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) startet die Nachwuchsgruppe um Dr. Clemens Glaubitz im Mai 2001 ihre Forschungsarbeiten zur “Entwicklung und Anwendung von Festkörper-NMR-Methoden zum Studium membranständiger Proteine”. Die biophysikalische Arbeitsgruppe ist am Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) angesiedelt und durch einem Kooperationsvertrag mit dem Institut für Chemie der Freien Universität Berlin (FU) verbunden.
Etwa
Max-Planck-Wissenschaftler steuern chaotische Mikrostrukturen in katalytischer Reaktion / Neue Erkenntnisse über Musterbildung in der Natur Spontane Strukturbildung und komplexes Chaos gehören zu den faszinierendsten Phänomenen in der Natur. Zum ersten Mal ist es jetzt Wissenschaftlern des Berliner Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft gelungen, chaotische Strukturen in einer chemischen Reaktion nicht nur zu beobach
Seit Mitte der 80er Jahre erobert die Rosskastanienminiermotte Süd- und Mitteleuropa. Sie ist die Hauptursache, wenn schon im Juni/Juli die Kastanien braunes, trockenes Laub abwerfen. Weil der Schädling bei uns neu ist und der Schaden an den Bäumen offensichtlich ist, trafen sich Experten am 8. und 9. Mai in Braunschweig in der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) zu einem Statuskolloquium. Sie tauschten ihre Erfahrungen über die Verbreitung des Kleinschmetterlings und zu s