Biowissenschaften Chemie

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Dogma gebrochen: "Nervenkitt" kommuniziert!

Lange hielt man Gliazellen lediglich für eine Art Leim, der den Extrazellularraum im Gehirn ausfüllt und die Nervenzellen stabilisiert. Doch nun konnten Forscher der Universität Bonn zusammen mit Schweizer Kollegen erstmalig überzeugend nachweisen, dass der “Nervenkitt” kommunikativer ist als bisher angenommen: Bestimmte Gliazellen verfügen über kleine Speicherbläschen mit Botenstoffen, so genannten Neurotransmittern, die sie auf ein chemisches Signal hin schlagartig in ihre Umgebung entleeren können

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Torwächter der Zelle

Für seine Arbeiten über die Qualitätskontrolle bei der Zellteilung erhält Dr. Ignacio Rubio von der Universität Jena ein Stipendium der Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung Wenn Zellen sich teilen und vermehren, ist das ein haarfein abgestimmter Prozess. Und ein gefährlicher außerdem: Kommt es nur zu einem kleinen Fehler, kann sich die Zelle destabilisieren und schlimmstenfalls entarten. Dann wächst ein Tumor heran. Um dies zu vermeiden, kontrolliert eine Zelle vor ihrer Tei

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Rätsel um blutigen Nilpferdschweiß gelöst

Pigment-Verbindung für den rötlichen Glanz der Tiere verantwortlich

Forscher der japanischen Pharmazieuniversität von Kyoto haben das Rätsel um den farbigen “Schweiß” von Nilpferden gelöst. Schon in der Antike war das Phänomen bekannt, das den Tieren den Mythos einbrachte, sie schwitzten Blut. Nun hat sich herausgestellt, dass es sich bei den Sekreten weder um Blut noch um Schweiß handelt, sondern um eine Mischung aus Pigmenten, die als Sonnenschutz, Antibiotikum und zur Regulierung d

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Forschungsprojekt "Herausforderungen der Biomedizin – soziokulturelle Kontexte, Europäische Regulierungsform

Unter dem Titel “Herausforderungen der Biomedizin – sozio-kulturelle Kontexte, Europäische Regulierungsformen und Bioethik” haben Wissenschaftler aus acht europäischen Ländern jetzt ein interdisziplinäres Forschungsprojekt gestartet. An den Beispielen Organtransplantation und nachgeburtliche (postnatale) Gendiagnostik wollen sie analysieren, wie die Bevölkerung – Patienten und Gesunde – in Deutschland, Frankreich, Niederlande, Schweden, Österreich und Zypern auf neue Entwicklungen in der Biomedizin

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Telomerische Sequenzen und DNA-Modifikationen

Eines der wichtigsten Forschungsgebiete, die telomerische Biologie, hat bereits bedeutendes Wissen über die Prozesse der DNA-Schädigung, Zellalterung und Krebserkrankung erbracht. Hierbei wurde im Rahmen des EU-finanzierten TELORAD-Projekts die Stabilität von Interstitiellen Teleomerischen Sequenzen (ITS) im Säugetiergenom und die Verbindung zu Zellprozessen und Radiosensibilität intensiv untersucht.

Telomere sind spezialisierte Strukturen, die sich am Ende eines Chromosoms befinden und fü

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Genetische Hefetechnik zur Charakterisierung von seltenen Krankheiten

Das EUROGLYCAN-Projekt konzentrierte sich auf eine Gruppe von seltenenen Stoffwechselkrankheiten und hat Hefemodelle entwickelt, die zur Charakterisierung von acht neuen Defektarten führten.

Die Congenital Disorders of Glycosylation (CDG) sind eine Gruppe von seltenen Krankheiten, die ihre Ursache in genetischen Störungen der Glykolisierung von Serum und Zellproteinen haben. Es gibt viele Arten dieser Krankheit, von denen CDIa die verbreitetste ist, aber alle Arten können schwerwiegende Fol

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Aspirin verändert das Sexualverhalten von Ratten

Medikamente beeinflussen geschlechtsspezifische Entwicklung

Aspirin und andere entzündungshemmende Medikamente, die neugeborenen Ratten verabreicht wurden, veränderten ihr späteres Sexualverhalten. Diese Medikamente beeinflussten die geschlechtsspezifische Entwicklung. Theoretisch könnten Mütter, die hohe Dosen nicht-steroidaler Antirheumatika (NSAIDs) einnehmen, eine entsprechend große Menge dieser Substanzen über die Plazenta an ihre Kinder weitergeben. Die Wissenschaftler raten mi

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Hunderassen-Genstruktur als Hilfe für Menschen

Sharpei mit Husky näher verwandt als vermutet

Eine Studie an 144 Rassehunden 85 verschiedener Rassen zeigt, dass teilweise sehr unterschiedlich erscheinende Hunderassen mitunter genetisch sehr nahe Verwandte sind. Forscher des Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle unter der Leitung von Leonid Kruglyak sehen aus ihren Forschungsergebnissen eine gute Grundlage für die künftige Erforschung von Krankheiten wie Krebs, Herzkrankheiten oder Diabetes beim Menschen, berichtet der N

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DFG-Schwerpunktprogramm: "Stammesgeschichte der Tiere – Deep Metazoan Phylogeny"

Es ist schon paradox: Da kennt man das gesamte Genom der Fruchtfliege, weiß aber nicht, wer ihre nächsten Verwandten sind. Auch über die evolutionäre Herkunft von Insekten im Allgemeinen ist wenig bekannt. Ist die Ordnung, in die wir Menschen die Natur einsortiert haben, womöglich willkürlich und unzutreffend? Diese Fragen werden Spezialisten aus ganz Deutschland ab Anfang 2005 mit vereinten Kräften zu klären versuchen: im Schwerpunktprogramm “Stammesgeschichte der Tiere – Deep Metazoan Phylogeny”

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BioInnovationsZentrum Dresden – Kraftfeld der Biotechnologie mit einzigartigem Konzept

Das BioInnovationsZentrum Dresden (BIOZ) wurde heute als eines der bedeutendsten Kompetenzzentren für Biotechnologie im Freistaat Sachsen feierlich eröffnet. Auf rund 10.000 Quadratmetern Fläche vereint das Haus Wissenschaft und Wirtschaft unter einem Dach: Fast 2.900 Quadratmeter belegt das Biotechnologische Zentrum der Technischen Universität (TU) Dresden (BIOTEC), in dem die neu geschaffenen Lehrstühle mit ihren Arbeitsgruppen Platz finden. Rund 6.500 Quadratmeter stehen jungen Unternehmen und Grü

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Wichtige Fortschritte im Verständnis der Molekularmechanismen des Coffin-Lowry Syndroms

Das Coffin-Lowry Syndrom ist eine seltene genetische Krankheit, von der ein Kind unter 50.000 betroffen ist und schlimmere Konsequenzen für Jungen als für Mädchen hat. Hauptsymptome sind eine tiefgreifende geistige Behinderung und ein verzögertes Knochenwachstum, was zu unterschiedlichen Anomalien führt: geringer Wuchs, Deformierung des Gesichts, Deformierung der Wirbelsäule und des Thorax, usw. Eine Mutation des RSK2 Gens ist die Ursache dieser Krankheit. Das Gen RSK2 befindet sich auf dem X Chrom

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Blasenkrebs: Entscheidendes Gen entdeckt

E2F3 unterstützt Ausbreitung der Erkrankung

Wissenschaftler des Institute of Cancer Research haben mit E2F3 ein Gen entdeckt, das eine Schlüsselrolle bei der Entstehung von Blasenkrebs spielt. E2F3 produziert ein Protein, das die Ausbreitung der Erkrankung unterstützt. Der leitenden Wissenschaftler Colin Cooper erklärte, dass dieses Gen das fehlende Bruchstück im Wissen um diese Krankheit gewesen sei. In den Krebszellen der Blase fanden sich mehrfache Kopien dieses Gens. Zusätzlich k

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Ein Kelch für Gase

Calixarenkristalle als neues Absorptionsmittel zur Aufreinigung von Wasserstoff

Blubbernde Luftblasen, die aus einem Kristall austreten, wenn er in Nitrobenzol getaucht wird – diese überraschende und mehr oder weniger zufällige Beobachtung könnte der Grundstein für eine neue Methode zur Aufreinigung von Wasserstoff sein. Bei dem ungewöhnlichen kristallinen Material, mit dem Jerry L. Atwood und Agoston Jerga (University of Missouri-Columbia, USA) sowie Leonard J. Barbour (University o

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Ausgewogene Ernährung für Plankton

So wie ein gutes Frühstücks-Müsli aus Getreideflocken, Nüssen und Früchten besteht, braucht auch das Phytoplankton in den Weltmeeren ausgewogene Mahlzeiten aus verschiedenen Nährstoffen zum Wachsen und Gedeihen. Das zeigt ein Bericht von Matthew M. Mills und anderen Wissenschaftlern in der aktuellen Ausgabe von Nature (2550, 07.05.2004)*. Sechs Wochen lang waren Mills und seine Kollegen an Bord des deutschen Forschungsschiffs METEOR im tropischen Nordatlantik unterwegs, um die komplexen Zusammenhän

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Fliegen erweitern ihren Horizont

Fliegen sind erst dank der direkten Verschaltung ihrer Nervenzellen in der Lage, extrem geschickt zu navigieren, berichten Max-Planck-Neurobiologen

Die eigene Fortbewegung steuern und den Kurs bei auftauchenden Hindernissen sofort korrigieren zu können, erfordern eine komplexe Verrechnung jener Reize, die das Gehirn über die Augen erhält. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Neurobiologie in Martinsried haben jetzt entdeckt, wie raffiniert einzelne Nervenzellen im Sehzentrum v

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Evolution im Reagenzglas

Max-Planck-Chemiker haben ein fundamental neues Prinzip entwickelt, mit dem die Effizienz enantioselektiver Biokatalysatoren beträchtlich gesteigert werden kann

Katalysatoren steuern mehr als 80 Prozent aller großtechnischen Prozesse in der chemischen Industrie. Von besonderem Interesse sind deshalb Katalysatoren, die es ermöglichen, so genannte chirale, also spiegelbildliche Verbindungen, gezielt herzustellen. Chirale Verbindungen werden heute vor allem als Medikamente, Pflanzenschu

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