Australische Forscher auf Spuren der Bedienungsanleitung des Lebens
Forschern des Institute for Molecular Bioscience (IMB) der University of Queensland ist es gelungen, genetische Elemente zu entdecken, die seit hunderten von Jahren identisch geblieben sind. Das Forscherteam unter der Leitung von John Mattick nimmt an, dass diese genetischen Elemente Teil einer ausgeklügelten und vorher unentdeckten Bedienungsanleitung zur Zusammensetzung komplexer Organismen wie dem Menschen sind, b
Ergebnis der BMBF-Förderung “Marine Naturstoffe” in Frankfurt vorgestellt
Gerade in Meeresorganismen entdecken Wissenschaftler immer mehr Substanzen zur Behandlung von Krankheiten. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Kompetenzzentrum BIOTECmarin in Mainz hat einen Wirkstoff gefunden, der in biologischen Tests gegen Leukämiezellen wirkt. Den Wirkstoff Sorbicillacton filterten die Forscherinnen und Forscher aus Pilzen heraus, die in Meeresschwämmen lebe
Proteine sind die Schlüsselmoleküle in biologischen Prozessen. Einen entscheidenden Schritt auf dem Weg, ihre Funktion aufzuklären, hat das Proteincenter der Ruhr-Universität Bochum gemacht: Juniorprofessor Dr. Eckhard Hofmann hat am Lehrstuhl für Biophysik (Leiter: Prof. Dr. Klaus Gerwert, Fakultät für Biologie) ein Röntgendiffraktometer in Betrieb genommen, mit dem Forscher Eiweißmoleküle in atomarer Auflösung abbilden und so Kenntnisse über ihre räumliche Struktur gewinnen können. Das aufwändige
Herz-Kreislauf-Erkrankungen stehen weltweit an erster Stelle der Todesursachen. Blutfette, insbesondere das LDL-Cholesterin, gelten dabei als die größten Risikofaktoren. Sie führen zur Verkalkung von Gefäßen. Die Folgen sind Herzinfarkt und Schlaganfall. Doch der Cholesterinspiegel im Blut ist Schwankungen unterworfen.
Soviel ist bekannt: je größer der Quotient aus “schlechten” LDL-Cholesterinwerten und “guten” HDL-Cholesterinwerten, desto größer ist das Risiko für einen Einzelnen eine Herz
Mäuse ohne RAGE-Rezeptor überleben Sepsis / Heidelberger Studie im “Journal of Clinical Investigation” veröffentlicht
RAGE reguliert die Sepsis im Mausmodell
Heidelberger Wissenschaftler haben entdeckt, dass ein bestimmtes Protein nicht nur bei der Zuckerkrankheit, Entzündungs- und Alterungsprozessen eine entscheidende Rolle spielt, sondern auch bei der Sepsis (Blutvergiftung): Mäuse, die das Regulatormolekül RAGE nicht in ihren Zellen bilden können, überleben deutlich häufi
Biologe weist erstmals Existenz spezieller Mikroorganismen in der Kreidezeit nach
Fünf Gramm Bernstein und viel Geduld – mehr brauchte Dr. Alexander Schmidt nicht für seine sensationellen Entdeckungen. Der Biologe, der an der Universität Jena seine Doktorarbeit anfertigte, hat Einschlüsse in hunderten von Bernsteinsplittern untersucht. In dem Harz von Bäumen, die vor 100 Millionen Jahren in der Kreidezeit wuchsen, entdeckte er einen hochinteressanten biologischen Mikrokosmos. “Es si
Jüngste Fortschritte auf dem Gebiet der Genomik haben viele aufregende Forschungswege eröffnet, die eine echte Hoffnung bei der Identifizierung neuer Behandlungsmethoden für Erkrankungen des Menschen und genetische Störungen bieten. Die Meeresbiologie wurde jedoch im Laufe der so genannten “Genomikrevolution” zum größten Teil übergangen. Das heißt, bis heute.
Am 11. Mai wurden im Rahmen der EUROCEAN 2004 Konferenz in Galway, Irland, die Einzelheiten eines Exzellenznetzwerks vorgestellt, das
Untersuchungen mit Synchrotronstrahlung deuten auf ring- oder kettenförmige Struktur hin
Struktur der ersten Koordinierungsschale von flüssigem Wasser
Wasser faszinierte schon Wissenschaftler der Antike, für sie war es eins der “Grund”-Elemente und ein Schlüssel zum Verständnis von Natur und Leben. Heute weiß zwar jedes Schulkind, dass Wasser aus zwei Elementen besteht und wir kennen unzählige lebenswichtige Prozesse, die ohne Wasser nicht stattfinden könnten. Wie wenig wir
Die bekannte Hülsenfrucht kann auch gesundheitsschädlich wirken
Soja ist in – ob nun als Soja-Drink, Soja-Würstchen oder als bewährte Soja-Sauce, die Hülsenfrucht, die in Asien als Grundnahrungsmittel dient, wird auch hierzulande immer häufiger gegessen. Der Grund: Soja gilt als gesund. Krebsvorbeugend ist ein Attribut, das Soja häufig bescheinigt wird. Außerdem soll der gerne als Fleischersatz verwendete Stoff die Beschwerden der Wechseljahre mildern. Doch gibt es wirklich nur posit
Die DNA in den “Kraftwerken” der Zelle, den so genannten Mitochondrien, wird gerne zur Untersuchung von Verwandtschaftsverhältnissen herangezogen: Da nach gängiger Theorie beim Menschen immer die Mütter ihre Mitochondrien an die Kinder weitergeben, nie aber die Väter, lassen sich aus den DNA-Unterschieden vergleichsweise unkompliziert umfangreiche Stammbäume rekonstruieren – bis zurück zur “Ur-Eva”. Wissenschaftler aus den USA, Dänemark und Bonn haben das Dogma der rein mütterlichen Vererbung mitocho
1,2 Mio. Euro Forschungsmittel und die Aussicht auf neue Wirkstoffe mit Hilfe der automatisierten Proteinlokalisierung
Biologen und Informatiker der Universität Bielefeld machen sich auf die Suche nach Verfahren einer automatischen Lokalisierung des “Proteoms” (der Gesamtheit aller Proteine) in lebenden Zellen. Die Lokalisierung von Proteinen soll auch als Grundlage für die Erschließung neuer Wirkstoffe dienen. Das können medizinisch wirksame Substanzen sein, aber auch solche, die sic
Verändertes Erbgut geht auch auf herkömmliche Pflanzen über
Während US-Forscher von der University of California in Riverside über eine neue erfolgreiche genetisch veränderte Maispflanze berichten, die doppelte Menge an Fett und Proteinen enthält, haben Wissenschaftler der Texanischen A&M-University in Corpus Christi davor gewarnt, dass genetisch veränderter Mais seine Erbanlagen an herkömmliche Pflanzen übertragen kann. Das berichten die Forscher in der jüngsten Ausgabe des Fachmagaz
Die sogenannten dendritischen Zellen spielen eine wesentliche Vermittlungsrolle bei der Immunantwort auf die von HIV infizierten Zellen. Sie informieren die T CD8 Lymphozyten über die Infektion und initiieren so eine komplexe Strategie für die spezifische Zerstörung der infizierten Zellen.
Wie sie dies tun, war bisher nicht genau bekannt. Jetzt konnte ein Team der Immunologieabteilung des Cochin Instituts (CNRS, INSERM, Universität Paris 5) die Informationsmechanismen aufklären, die
Ein Selbstmordgen hungert Tumore aus
Tumore brauchen Blut um zu wachsen und sich zu entwickeln. Das Wachstum von Tumoren zu hemmen, indem man ihren Nachschub an Nährstoffen über das von ihnen geschaffene Blutgefäßnetz begrenzt (dieser Herstellungsprozess wird auch „Angiogenese“ genannt), könnte neue Wege zur Krebsbekämpfung eröffnen. Tatsächlich ist es möglich die Tumore so auszuhungern. Aber wie kann man die Entwicklung neuer Kapillaren verhindern, ohne die Gefäße, die gesundes Gew
Im Rahmen des weltweiten Forschungsnetzwerks GLOPNET (Global Plant Network: 30 Forscher aus 14 Ländern) haben CNRS Wissenschaftler des Zentrums für funktionelle und Evolutionsökologie (CEFE) ein neues Schema entwickelt, das die Arbeitsweise aller Pflanzen in Abhängigkeit von ihren strukturalen, biochemischen und physiologischen Eigenschaften beschreibt. Dieses Schema geht weiter als die traditionellen Klassifikationen und ermöglicht so die Evaluierung der funktionellen Rolle der Biodiversität.
Die Menschheitsgeschichte ist kompliziert. Ein Hauptproblem besteht darin, die Menschenspezies differenzieren zu können. Zum Beispiel sind die Unterschiede in der DNA des modernen Menschen („Homo sapiens“) und der des Neandertalers (Homo neandertalensis) zu gering, um darauf schließen zu können, das es sich um verschiedene Spezies handelt. Spezies sind verschieden, wenn sie sich untereinander nicht reproduzieren können. Somit haben Wissenschaftler jahrelang versucht zu zeigen, dass das Wachstum von