Am 08.10.2004 hat das Robert Koch-Institut die sechste Genehmigung nach dem Stammzellgesetz für Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Grundlagenforschung erteilt. Sie ergeht an das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin.
In dem genehmigten Projekt sollen Mechanismen aufgeklärt werden, die regulieren, ob humane embryonale Stammzellen in ihrem ursprünglichen Zustand bleiben und sich unverändert vermehren oder ob sie sich in andere Zelltypen differenzieren. Schwe
Einblick in die Details der Immunantwort – RUB-Forscher untersuchen Resistenzfaktoren
Die erste Struktur einer neuen Proteinklasse (p47) hat ein Team von Chemikern, Genetikern und Strukturbiologen unter Beteiligung von Forschern der RUB-Fakultät für Chemie (Prof. Dr. Christian Herrmann) mit Hilfe der Röntgenkristallographie aufgeklärt. Wie die Forscher an Mäusen zeigen konnten, bildet der Organismus diese Proteine als Immunantwort auf den Befall durch Parasiten oder andere Erreger.
Der Zellbiologe und Stammzellforscher Dr. Daniel Besser vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch hat vom Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin die Genehmigung erhalten, mit humanen embryonalen Zellen zu forschen. Das teilte das RKI als zuständige Genehmigungsbehörde am 8.10.2004 mit. Zuvor hatte die Zentrale Ethikkommission für Stammzellenforschung (ZES) am RKI das Forschungsprojekt von Dr. Besser positiv beurteilt. Er erhält damit die Erlaubnis, vier Stammzelllinien aus
Intelligenter Floh im Ohr
Winzig klein, voller Hightech, universell einsetzbar – diese drei Begriffe charakterisieren einen mikrooptische Sensor, den Erfurter Forscher am CiS Institut für Mikrosensorik entwickelt haben. MORES heißt der Winzling, er misst die Herzfrequenz ebenso wie die Farbe einer Flasche, soll also sowohl in der Industrie wie der Telemedizin angewendet werden.
Sensoren – gleichgültig wo sie eingesetzt werden – müssen heute drei Bedingungen erfüllen: Sie me
Experten fordern bessere Beobachtung von Virusstämmen
Heutige Grippeviren können durch kleinste Veränderungen so tödlich gemacht werden wie der Stamm von 1918, der Millionen von Menschen getötet hat. Das haben Wissenschaftler von der Universität von Wisconsin unter der Leitung von Yoshihiro Kawaoka nachgewiesen. Ein US-amerikanisches Forschungsteam hat einem modernen Stamm zwei Gene von einer Probe des 1918er-Virus zugefügt, von dem bekannt war, dass er keinen Effekt auf Mäuse hat. T
Nach mehrmonatigen intensiven Beratungen legt der Nationale Ethikrat am heutigen Mittwoch seine Stellungnahme “Zur Patentierung biotechnologischer Erfindungen unter Verwendung biologischen Materials menschlichen Ursprungs” vor.
Der Nationale Ethikrat empfiehlt mehrheitlich, die EU-Richtlinie “Über den rechtlichen Schutz biotechnologischer Erfindungen” möglichst bald in nationales Recht umzusetzen. Er geht dabei davon aus, dass es Zweck des von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzent
Gegen jeden Gestank ist ein Duft gewachsen
Für die Erforschung der Grundlagen des Riechens erhielten Richard Axel und Linda Buck heute den Nobelpreis. Was man mit diesem Wissen anfangen kann, zeigen Bochumer Forscher: Kürzlich konnten sie nachweisen, dass Spermien ihren Weg zur Eizelle “der Nase nach”, dank eines bestimmten Riechrezeptors, finden. Jetzt gelang der Gruppe um Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt (Lehrstuhl für Zellphysiologie der RUB) ein weiterer spektakulärer Fund: Der gleich
Max-Planck-Forscher zeigen, dass das jahreszeitlich frühe Brüten von Stadt-Amseln nicht nur umweltbedingt, sondern auch genetisch verursacht ist
Stadtvögel starten im Frühling früher mit Partnersuche und Brüten als ihre Artgenossen im Wald. Für das frühe Brüten von Stadtvögeln bieten sich zwei Erklärungen an: Zum einen könnten die Unterschiede auf den unterschiedlichen Umweltbedingungen beruhen, denen Stadt- und Waldvögel ausgesetzt sind; zum anderen könnten sie auch auf einer unte
MULTIseq ist eine neuartige Sequenzierungsmethode hochkomplexer Nukleotidsäurenmischungen in einer einzigen Reaktion. Diese simple und kosteneffiziente Methode kann sowohl in der klinischen Diagnostik als auch in der Biotechnologie und in der ökologischen Analyse nützliche Anwendung finden.
Anders als die meisten herkömmlichen Multiplex-Sequenzierungsansätze fordert MULTIseq keine zusätzlichen Einschränkungen hinsichtlich Primerkonstruktion oder Reaktionsbedingungen. Diese reale Mu
Wissenschaftler des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung haben das Verfahren zur künstlichen Befruchtung entwickelt und weltweit erstmals erfolgreich angewandt. Nashornkuh Lulu (24) ist im 5. Monat trächtig.
Erstmals weltweit ist es gelungen, ein Nashorn künstlich zu befruchten. Das Verfahren und die Instrumente dazu haben die drei Wissenschaftler Thomas Hildebrandt, Robert Hermes und Frank Göritz des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW
Ein Patent auf indischen Weizen mit besonderer Backqualität der Saatgut-Firma Monsanto, ist vom Europäischen Patentamt widerrufen worden. Das im Juni 2003 erteilte Patent EP 445929 erstreckte sich vom Saatgut der Weizensorte “Nap Hal” bis zur “Herstellung von knusprigen, mehlhaltigen, essbaren Produkten wie Biskuits oder ähnlichem”. Die so genannte Erfindung Monsantos bestand darin, dass sie eine traditionelle Weizensorte mit anderen Pflanzen gekreuzt hatte. Greenpeace hatte
Selektive Herstellung von Kreuzcatenanen – Paaren aus zwei verschiedenen ineinander greifenden molekularen Ringen
Gebannt schaut das Publikum auf die Bühne, wenn der Magier massiv scheinende Ringe wie Kettenglieder ineinander schiebt, wieder trennt, um sie dann erneut zu vereinen. Auch Chemiker beherrschen diesen Zaubertrick: Ein System aus zwei oder mehreren molekularen Ringen, die ineinander greifen, aber nicht über chemische Bindungen verbrückt sind, nennt man Catenan (von lat.
Effekt bei Frauen doppelt so stark wie bei Männern
Wissenschafter der Philipps-Universität Marburg haben nachgewiesen, dass Mutationen des MC4R Gens bedeutende Auswirkungen auf die Körpermassenzahl (BMI) von Menschen haben. Der BMI ergibt sich durch die Division des Gewichts durch das Quadrat der Größe in Metern. Die Forscher schreiben im Journal of Medical Genetics, dass Menschen mit dieser Mutation deutlich mehr wiegen. Das Team untersuchte das Körpergewicht und die DNA von 181 Ve
Wissenschaftler aus Universitäten und Forschungseinrichtungen sowie Vertreter aus Industrie und Behörden diskutieren auf einer großen Umwelttagung vom 6. bis 8. Oktober 2004 an der Technischen Hochschule Aachen über neueste Erkenntnisse zur Umweltchemie und Ökotoxikologie. Das Themenspektrum reicht vom Risikomanagement in der EU über die Chemie der Atmosphäre bis zu Arzneimittelrückständen in Gewässern oder Geruchsbelästigungen aus Schweineställen. Die Fachgruppe Umweltchemie und Ökotoxikologie d
A multidisciplinary team of scientists at the University of Illinois at Urbana-Champaign is embarking on a comprehensive five-year study of the effects of soy isoflavones found in dietary supplements on various body tissues.
At the heart of the project is the safety of phytoestrogens – estrogen-like compounds in plants that are generally thought to have driven the anti-cancer and cholesterol-lowering benefits that nutrition researchers have attributed to soy consumption in numerou
Das “Fluoreszenz-Tomographiegerät” hat noch nicht ganz die handliche Größe des Tricorders erreicht, mit dessen Hilfe Mr. Spock seine Kollegen von der “Enterprise” in Sekundenschnelle über die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre eines fremden Planeten informiert. Dafür kann es aber mehr: Das schreibtischgroße Gerät erstellt automatisch ein detailliertes Bild der Verteilung chemischer Elemente in einer biologischen oder mineralischen Probe und ermöglicht einen zerstörungsfreien Blick ins Inner