Neue Hinweise auf schädliche Wirkung von Kortisonpräparaten in der Therapie solider Tumoren
“Überwiegend kontraproduktiv”, lautet das Resümee von Professor Ingrid Herr zur Wirkung von Glukokortikoiden, die häufig zur Milderung von Nebenwirkungen in der Krebstherapie eingesetzt werden. Wissenschaftler der Arbeitsgruppe Uroonkologie des Deutschen Krebsforschungszentrums und des Universitätsklinikums Heidelberg fanden in Untersuchungen an Zellkulturen und Mäusen neue Anhaltspunkte
Eine der wenigen bisher erfolgreichen Gentherapiestudien musste 2003 abgebrochen werden, weil einige der behandelten Kinder an Leukämie erkrankten. Der Blutkrebs wurde durch die Aktivierung eines Onkogens ausgelöst. Christof von Kalle, Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) und Deutsches Krebsforschungszentrum, zeigte nun gemeinsam mit Kollegen aus dem Salk Institute, La Jolla, Kalifornien, dass das übertragene menschliche Gen selbst auch krebsfördernde Eigenschaften hat.
Das Leben
Nach ein, zwei Gläsern Wein mit dem Trinken aufzuhören, fällt vielen Menschen schwer. Das kann an den Genen liegen: Wissenschaftler des Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN) entschlüsselten zwei Varianten im Gen CRHR1, die unsere Trinkgewohnheiten beeinflussen. Betroffene betrinken sich im Schnitt doppelt so häufig wie Menschen, die diese Genveränderungen nicht aufweisen. Dabei trinken sie durchschnittlich nicht häufiger als andere, trinken aber bei jedem Anlass im Schnitt wesentlich mehr.
Max-Planck-Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Fadenwürmer der Gattung Pristionchus von Mikroorganismen an Käfern leben.
Fadenwürmer gibt es fast überall: Im Meer, im Strandsand und im Ackerboden. Bestimmte Arten können sich sogar in den Augen des Menschen einnisten und die in den Tropen gefürchtete Flussblindheit auslösen. Forscher des Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie in Tübingen haben jetzt entdeckt, das einige Fadenwürmer der Gattung Pristionchus auf Maikäfer
Stammzellen und Stammzellenkulturen stehen ganz oben auf der Rangliste des wissenschaftlichen Forschung. Es könnte sich aber auch als kritisch herausstellen, sie zu stoppen, zumal es vermehrt Hinweise gibt, wonach Stammzellen beim Krebs eine Rolle spielen. In der menschlichen Brust sollen bis zu 20 Prozent aller Tumore ihren Ausgangspunkt in Stammzellen haben. Forscher der Icelandic Cancer Society und der Faculty of Medicine der University of Iceland haben dreidimensionale Brustzell-Kulture
Männer fühlen sich vermutlich bei diesem Gedanken nicht wohl, aber spermienproduzierende Stammzellen in den Hoden können entfernt, im Labor kultiviert und zur zukünftigen Verwendung eingefroren werden. Ein Forscherteam in den Niederlanden hat Stammsamenzellen von Kühen gesammelt und diese in Mäusehoden kultiviert. Nun besteht die Hoffnung, dass der gleiche Vorgang auf Männer angewandt möglich wird. “Das wäre speziell für junge Krebspatienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen müssen, eine ho
Wissenschaftler aus Göttingen entwickeln neue Methoden zur quantitativen Analyse molekularer Prozesse.
Moleküle sind die Grundbausteine jeden Lebens. Um zu verstehen, wie die Prozesse des Lebens funktionieren – wie zum Beispiel Nervenzellen Informationen kodieren und weiterleiten – ist die Analyse der molekularen Grundlagen solcher Vorgänge unerlässlich. Seit etwa zwei Jahrzehnten nutzen Wissenschaftler so genannte “Imaging Technologien”, um mit Hilfe von Fluoreszenzfarbstoffe
Wasser schmeckt süß, wenn es Hemmstoffe wegspült, die die Süßgeschmacks-Rezeptoren im Mund blockieren. Paradoxerweise zählen auch die Süßstoffe Saccharin und Azesulfam K zu diesen Hemmstoffen. Dies fand jetzt ein deutsch-amerikanisches Wissenschaftlerteam heraus, zu dem auch Forscher des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) gehören. Die am 23. April in der Fachzeitschrift Nature online publizierten Studienergebnisse könnten für die Entwicklung neuer Zuckeraustauschsto
Die Helmholtz-Gemeinschaft und das Indian Council of Medical Research (ICMR) werden ihre Zusammenarbeit in der biomedizinischen Forschung ausbauen. Eine entsprechende Vereinbarung haben heute der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Professor Dr. Jürgen Mlynek, und der Direktor des ICMR, Professor Nirmal Ganguly, unterzeichnet. An der hochrangigen Zeremonie im Rahmen eines deutsch-indischen Wirtschaftstreffens auf der Hannover Messe nahmen Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und der indische
Ein Forschungsteam der Universität Zürich hat ein neues Protein im so genannten Wnt Signalweg entdeckt. Dieser Signalweg kontrolliert die Kommunikation zwischen Körperzellen und kann bei Fehlern Krebs auslösen. Die Forschungsgruppe von Prof. Konrad Basler konnte nun nachweisen, dass Parafibromin – ein erst kürzlich entdecktes Protein mit bisher unbekannter Funktion – eine wichtige Rolle in der Kontrolle dieses Signalwegs spielt. Diese Entdeckung könnte neue Möglichkeiten für Therapie-Ansätze von Kr
Deutschlands Imker sind in eine schwere Krise geschleudert: Bis zu 80 Prozent der Bienenvölker sind in manchen Gegenden vernichtet! Schuld daran sind unter anderem eine spezielle Bakterieninfektion und eine “Killer”-Milbe, der selbst Gifte nichts anhaben können. Doch im Obstbau, der vor allem auf Insektenbestäubung angewiesen ist, keimt jetzt dennoch Hoffnung: In einem Pilotversuch in Rostock soll als Alternative zur anfälligen Honigbiene der Einsatz der robusteren Roten Mauerbiene – häufigste Wild
Uni-Wissenschaftler entwickeln altersgerechte Arbeitsbedingungen
An einem Projekt, das Forschungen zur Entwicklung altersgerechter Arbeitsumgebungen und Anwendungen zum Gegenstand hat, ist ein Team um Holle Greil, Professorin im Institut für Biochemie und Biologie der Universität Potsdam, beteiligt. Die Ergebnisse der Wissenschaftler haben das Ziel, humanbiologische Grundlagen für eine ergonomische Optimierung von Produkten für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu
“Die Gefahr einer Einschleppung des Geflügelpestvirus H5N1 Asia über infizierte Wildvögel ist in Deutschland hoch”, so der Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), Prof. Thomas Mettenleiter. “Der Ausbruch der Geflügelpest in Sachsen hat dies eindrücklich bestätigt”. Daher empfiehlt das FLI in seiner neuen Risikobewertung zur aviären Influenza (Vogelgrippe) eine verlängerte Stallpflicht für Nutzgeflügel in Deutschland.
Eine Erlaubnis zur Freilandhaltung sei nur unter besonderer B
Wenn es partout nicht gelingen will, Buchstaben und Worte korrekt zu schreiben oder zu lesen, kann das auch an den Genen liegen. Wissenschaftler des Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN) der Universitäten Bonn, Lübeck und Marburg stellten fest, dass bei Kindern mit schwerer Lese-Rechtschreib-Schwäche (Legasthenie) häufig das so genannte DCDC2-Gen verändert ist. Das Risiko, eine Legasthenie zu entwickeln, steigt hierdurch um das bis zu Fünffache. DCDC2 liegt auf Chromosom 6 in einer Region, die sch
Göttinger und Bochumer Wissenschaftler finden Hinweise auf neuen Mechanismus, mit dem unsere Nervenzellen in der Lage sind, Signale zu filtern und selektiv weiterzuleiten
Bekanntlich kommunizieren Nervenzellen untereinander, indem sie kurze elektrische Impulse aussenden und empfangen. Seit einiger Zeit ist klar geworden, dass die meisten dieser Signale im lebenden Gehirn unbeantwortet bleiben. In jeder Sekunde empfängt eine typische Zelle der Großhirnrinde Tausende Signale von an
In Deutschland sind etwa 800.000 Patienten wegen einer krankhaft erhöhten Blutgerinnung auf eine teils lebenslange Therapie mit blutverdünnenden Medikamenten angewiesen. Am häufigsten verschreiben Ärzte so genannte Cumarine, dazu zählt beispielsweise das bekannte Marcumar. Die benötigte Menge ist jedoch von Patient zu Patient verschieden; eine falsche Dosis kann zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen. Mediziner der Universität Bonn haben nun herausgefunden, warum Cumarine so unterschiedlich