Alle Neuigkeiten

Architektur Bauwesen

100% emissionsfreie, biobasierte Klebstoffe für tragende Holzwerkstoffe

Forschungsverbund will Klebstoffe aus pflanzlichen Tanninen fit für den industriellen Einsatz machen. „100% emissionsfreie und biobasierte Klebstoffe für tragende Holzwerkstoffe gibt es bislang nicht. Wären diese dann auch noch kostengünstig verfügbar, hätten wir so etwas wie den heiligen Gral der Holzwerk- und -klebstoffindustrie gefunden“, sagt Professorin Marie-Pierre Laborie von der Universität Freiburg, Koordinatorin des Forschungsverbundes TANIPU. Genau nach diesem heiligen Gral fahndet das TANIPU-Team. Die Forschenden setzen dabei auf Klebstoffe auf Basis von Tanninen – pflanzlichen Gerbstoffen. Das Vorhaben TANIPU…

Wirtschaft Finanzen

IAB-Arbeitsmarktbarometer: Positiver Beschäftigungsausblick verbessert sich weiter

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer steigt mit 0,3 Punkten zum fünften Mal in Folge und liegt im März bei 103,4 Punkten. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) verbleibt damit deutlich über der neutralen Marke von 100 und deutet auf eine positive Entwicklung des deutschen Arbeitsmarkts in den nächsten Monaten hin. Auch das europäische Barometer verzeichnet erneut einen Anstieg: Es liegt mit 101,8 Punkten wieder deutlich über der neutralen Marke von 100 Punkten. „Der Arbeitsmarkt zieht weiter an, die Wirtschaft lässt…

Unternehmensmeldungen

Es steht ein Unternehmensumzug an? So lassen Sie sich nicht stressen

Wer schon einmal privat mit seinem Hab und Gut umgezogen ist, der weiß wie stressig es sein kann. Ein Standortwechsel mit einem Unternehmen ist da nochmal eine ganz andere Größenordnung. Hier ist wirklich ein Organisationstalent gefragt. Denn es ist auch wirtschaftlich äußerst schlecht, wenn ein Unternehmen aufgrund eines Umzugs zu lange stillsteht. Es gibt zahlreiche professionelle Unternehmen, die sich genaustens auf die Bedürfnisse eines Unternehmens bei einem Umzug fachgerecht spezialisiert haben. Aber auch hier sollten vorbereitende Maßnahmen durch das Unternehmen…

Materialwissenschaften

Magnetische Kühlung für effizientere Wasserstoff-Verflüssigung?

Bei der Transformation zu einer CO2-neutralen Gesellschaft wird Wasserstoff eine zentrale Rolle spielen. Gemessen am heutigen Verbrauch verfünffacht sich Schätzungen zufolge der weltweite Wasserstoff-Bedarf bis 2050 auf 550 Millionen Tonnen. Bei der Verflüssigung geht jedoch ein Drittel des Energieinhalts von Wasserstoff verloren. In dem mit rund fünf Millionen Euro geförderten Horizont Europa-Projekt HyLICAL will nun ein Team unter Mitwirkung des HZDR, der TU Darmstadt und MAGNOTHERM Technologien zur Speicherung von Flüssigwasserstoff deutlich verbessern. Dafür setzt das Team auf magnetokalorische Materialien:…

Energie & Elektrotechnik

Effizienzschub für die Geothermie

Forschende an der Hochschule München entwickeln ein Antriebssystem für Pumpen, die selbst unter extremen Bedienungen in mehr als tausend Metern Tiefe effizient und zuverlässig arbeiten können – ein wichtiger Baustein für die hydrothermale Tiefengeothermie in Bayern. „Wenn die Energiewende gelingen soll, und wir in Zukunft zu einem bezahlbaren Preis unser Wohnzimmer heizen wollen, dann müssen wir die Effizienz regenerativer Energiegewinnung steigern – das gilt für Solaranlagen und Windräder, aber auch – und vor allem – für geothermische Kraftwerke“, betont Prof….

Physik Astronomie

Nanophysik: Der richtige Dreh

Gestapelte Schichten aus ultradünnen Halbleitermaterialien erzeugen Phänomene, die sich für neuartige Anwendungen nutzen lassen. Ein Team um LMU-Physiker Alexander Högele zeigt, welche Auswirkungen leichtes Verdrehen zweier Lagen haben kann. Neuartige, ultradünne Nanomaterialien haben bisweilen erstaunliche Eigenschaften. Stapelt man beispielsweise einzelne, atomar dünne Lagen aus Kristallen, können faszinierende physikalische Effekte entstehen. So sind etwa unter dem magischen Winkel von 1,1 Grad verdrehte Doppellagen aus dem Wundermaterial Graphen supraleitend. In den Fokus der Forschung sind auch zweilagige halbleitende Heterostrukturen aus sogenannten Übergangsmetall-Dichalokogeniden…

Materialwissenschaften

Warum Nickelate supraleitend sind

Ursache gefunden: Supraleiter übertragen elektrischen Strom verlustfrei über jede Entfernung und spielen eine wichtige Rolle bei Quantencomputern und medizinischer Bildgebung. Ein vielversprechendes Material sind Nickelate, Oxidverbindungen auf Nickel- und Neodymbasis. Sie wurden 2019 entdeckt; die Mechanismen, die sie supraleitend machen, waren bisher nicht geklärt. Die Ursache gefunden hat nun ein internationales Team unter Leitung der US-amerikanischen Cornell University. Zu ihm gehörten auch eine Physikerin und ein Physiker der Universität Duisburg-Essen (UDE). Die Entdeckung könnte helfen, neue verbesserte Supraleiter herzustellen. Die…

Physik Astronomie

Hochgeladene Ionen bringen Nano-Goldnuggets zum Schmelzen

Winzige Strukturen aus Gold können an der TU Wien durch Ionenbeschuss gezielt manipuliert werden – ausschlaggebend ist dabei erstaunlicherweise nicht die Wucht des Einschlags. Normalerweise muss man sich in der Physik entscheiden: Entweder man befasst sich mit großen Dingen – etwa mit einer Metallplatte und ihren Materialeigenschaften, oder mit winzigen Dingen – etwa mit einzelnen Atomen. Es gibt aber auch eine Welt dazwischen: Die Welt der kleinen, aber noch nicht winzigen Dinge, in der sowohl Effekte der makroskopischen Welt als…

Geowissenschaften

Erdbebenvorhersage mit GSI-Sensorik

Kann die Kernphysik die Vorhersage von Erdbeben verbessern? Das ist das Ziel des europäischen Forschungsprojekts artEmis, an dem das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung gemeinsam mit zwölf anderen Instituten beteiligt ist. Im Rahmen von artEmis, das bis 2027 mit einer EU-Förderung (Euratom) in Höhe von zwei Millionen Euro unterstützt wird, soll der Grundstein für ein zuverlässiges Frühwarnsystem für Erdbeben gelegt werden. Ein Netzwerk von Sensoren, die den Radongehalt und andere Parameter in ausgewählten Wasserquellen in Europa messen, soll Erdbeben mehrere Tage…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Mikroplastik verändert Darmflora von Seevögeln

Weniger vorteilhafte Bakterien, dafür mehr Krankheitserreger. Je mehr Mikroplastik wilde Seevögel wie Eissturmvogel und Corysturmtaucher mit der Nahrung aufnehmen, desto stärker verändert sich die mikrobielle Vielfalt im Darm. Die Folge: vorteilhafte, „gute“ Bakterien nehmen ab und Krankheitserreger zu. Dies kann nicht nur kurzfristig individuelle Schäden, sondern möglicherweise langfristig artübergreifende Folgen haben, da eine Anreicherung der Schadstoffe über die Nahrungskette zu erwarten ist, so Forschende der Universität Ulm zusammen mit Partnern aus Portugal und Kanada. Die Studie zu Auswirkungen von Mikroplastik…

Biowissenschaften Chemie

Screening auf einzelne Bakterienarten in Bioproben vereinfacht

Eine im Graduiertenkolleg TransEvo entwickelte Methode spart Zeit und Kosten bei der Analyse von komplexen mikrobiologischen Proben. In der medizinischen Forschung und Diagnostik rückt das Mikrobiom, also die mikrobielle Besiedlung etwa des Darms zunehmend ins Blickfeld. Über eine Stuhlprobe lässt sich das komplexe mikrobielle Ökosystem des Darms genau analysieren. Dazu gibt es prinzipiell zwei Verfahren: die klassische Anzucht auf Platten mit spezifischen Nährmedien oder die recht teure DNA -Analyse der Stuhlprobe. Beide Methoden für sich genommen sind unbefriedigend, wenn es…

Energie & Elektrotechnik

Mit Blutzucker Strom erzeugen

Wenn eine Brennstoffzelle unter der Haut Blutzucker aus dem Körper in elektrische Energie umwandelt, klingt das nach Science-​Fiction. Dabei funktioniert es einwandfrei, wie ein ETH-​Forschungsteam um den Biotechnologieprofessor Martin Fussenegger zeigt. Bei Typ-​1-Diabetiker:innen produziert der Körper kein Insulin. Deshalb müssen sich Betroffene das Hormon von aussen zuführen, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Heutzutage geschieht dies meist über Insulinpumpen, die direkt am Körper sitzen. Solche Geräte, aber auch andere medizinische Anwendungen wie beispielsweise Herzschrittmacher, brauchen eine zuverlässige Energieversorgung. Diese wird derzeit…

Biowissenschaften Chemie

Für eine wirkungsvollere Immunisierung

Per Computer entworfene Adjuvanzien beflügeln Vakzine. Außer dem Antigen enthalten viele Impfstoffe Hilfsstoffe: Adjuvanzien, die das Immunsystem „ankurbeln“. Durch computergestütztes Moleküldesign und maschinelles Lernen hat ein chinesisches Forschungsteam jetzt zwei neuartige Adjuvanzien mit breitem Wirkungsspektrum entwickelt, die die Immunantwort auf Vakzine deutlich verstärken können. Wie in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichtet, konnte so die Immunisierung gegen bestimmte Krebsarten im Tiermodell wirksam gesteigert werden. Adjuvanzien verstärken und verlängern die Immunisierung durch Vakzine. Bereits seit vielen Jahrzehnten werden Aluminiumsalze erfolgreich als Adjuvanzien…

Physik Astronomie

Magnetische schwergewichtige Sterne brauchen Gesellschaft

Forschende des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP), der Europäischen Südsternwarte (ESO) und des Kavli-Instituts und des Instituts für Physik des MIT haben entdeckt, dass Magnetfelder in Mehrfachsternsystemen mit mindestens einem schweren, heißen blauen Stern viel häufiger vorkommen als bisher von Fachleuten angenommen. Die Ergebnisse verbessern erheblich das Verständnis massereicher Sterne und ihre Rolle als Vorläufer von Supernovaexplosionen. Blaue, so genannte O-Typ-Sterne gehören zu den massereichsten Sternen in unserem Universum mit einer Masse von mehr als dem 18-fachen unserer Sonne. Zwar…

Informationstechnologie

Wenn Maschinen selbstständig lernen

Carlo d’Eramo ist neu an der Universität Würzburg. Der Informatikprofessor arbeitet auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz. Er ist Experte für eine spezielle Form des maschinellen Lernens, das Reinforcement Learning. Ein intelligentes Kameraüberwachungssystem soll auf einem Bahnhof selbstständig herrenlose Gepäckstücke oder andere verdächtige Objekte aufspüren. Dazu muss es wissen, wie Koffer und Taschen aussehen. Um das zu erreichen, muss der Mensch das System mit Trainingsdaten füttern – in diesem Fall mit möglichst vielen Bildern von unterschiedlichen Gepäckstücken. Ganz anders funktioniert…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Batterierecycling: 70 Prozent des Lithiums zurückgewonnen

Aus Batterieabfällen bis zu 70 Prozent des Lithiums zurückgewinnen, ohne dass korrosive Chemikalien, hohe Temperaturen oder eine vorherige Sortierung der Materialien erforderlich sind. Dies ermöglicht ein am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickeltes Recyclingverfahren, das mechanische Prozesse und chemische Reaktionen verbindet. Die Methode erlaubt ein kostengünstiges, energieeffizientes und umweltverträgliches Recycling unterschiedlichster Lithium-Ionen-Batterien. Die Forschenden berichten in der Zeitschrift Nature Communications Chemistry (DOI: 10.1038/s42004-023-00844-2). Aus Batterieabfällen bis zu 70 Prozent des Lithiums zurückgewinnen, ohne dass korrosive Chemikalien, hohe Temperaturen oder eine…

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