Ein Forschungsteam des Lehrstuhls Biomechanik der Universität Bayreuth hat Schuhsohlen von mehr als 100 Laufschuhen untersucht. Im Ergebnis waren über ein Drittel der Sohlen im Fersenbereich schlecht konstruiert und tragen somit zum Verletzungsrisiko von Läuferinnen und Läufern bei. Über ihre Ergebnisse berichten die Forschenden im Fachjournal Bioengineering. What for? Sport gehört zu einem gesunden Lebensstil und beugt chronischen Krankheiten vor. Zu den von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen körperlichen Aktivitäten zählt auch das Laufen, das sich wegen der einfachen Umsetzung großer Beliebtheit…
Joint FAO/IAEA Centre of Nuclear Techniques in Food and Agriculture, Wien, und Universität Gießen gründen Kooperationszentrum für Agroökologie und Klimafolgenforschung Wie wirkt sich der Klimawandel auf Agrarökosysteme aus, welche Anpassungen sind nötig? Die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) als eine der führenden deutschen Hochschulen im Bereich der Umwelt- und Agrarwissenschaften trägt zum besseren Verständnis komplexer Zusammenhänge bei: Im Mittelpunkt eines Forschungsschwerpunkts steht hier die Entwicklung innovativer Strategien, um landwirtschaftliche Produktivität auch unter den Bedingungen des Klimawandels zu sichern – ressourcenschonend und umweltverträglich….
Das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) haben einen interaktiven CO₂-Preis-Rechner für Verbraucherinnen und Verbraucher entwickelt. Der Rechner zeigt die persönliche Belastung bei unterschiedlich hohen CO₂-Preisen an und gibt Hinweise für potenzielle Einsparmöglichkeiten durch Verhaltensänderungen. Zugleich werden Rückverteilungsmöglichkeiten simuliert: Wie stark profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher von möglichen Kompensationsmaßnahmen des Staates? Der Rechner wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Das Wichtigste in Kürze: – Seit Januar 2021 gilt in Deutschland die CO₂-Bepreisung für Emissionen…
Viele Menschen sind mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) infiziert, und die meisten merken nichts davon. Manchmal jedoch kann das EBV Krebs auslösen, und auch bei Multipler Sklerose und anderen Autoimmunerkrankungen scheint dieser Erreger eine wichtige Rolle zu spielen. Forschende vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem Nierenzentrum der Universitätsklinik Heidelberg haben herausgefunden, dass EBV die Migrationsfähigkeit der infizierten Immunzellen steigert. Damit fördert der Erreger seine Verbreitung im Körper – eine möglicherweise therapeutisch nutzbare Entdeckung. Das zu den Herpesviren zählende Epstein-Barr-Virus war das…
In unserem Erbgut steckt mehr Bewegung, als man denkt: Fast die Hälfte des menschlichen Genoms besteht aus Transposons – kurzen DNA-Stücken, die in der Lage sind, ihren Platz im Erbgut zu verändern: Sie „springen“ von einer Stelle zur anderen und sie verteilen sich dabei im Genom nicht gleichmäßig, sondern sind oft in Gruppen gebündelt. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben nun herausgefunden, wie es zu dieser Gruppenbildung kommt. Möglich macht das ein physikalischer Effekt, der das Erbgut an…
Viele Mikroorganismen können sich in Flüssigkeiten zielgerichtet bewegen. Wie schaffen die das eigentlich, ohne komplexes Nervensystem? Forschungen der TU Wien liefern Erklärungen. Bakterien können es, Amöben können es, sogar Blutkörperchen können es: Sie alle haben die Fähigkeit, sich in Flüssigkeiten gezielt fortzubewegen. Und das, obwohl es sich um extrem einfache Strukturen handelt, ohne zentrales Steuerungssystem. Wie lässt sich das erklären? Ein Team der TU Wien, der Universität Wien und der Tufts University (USA) bildete diese Art der Bewegung am Computer…
Eine neue Studie unter der Leitung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich beleuchtet, wie die Sichtbarkeit von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien – wie Windkraftanlagen und Solarmodule – die Akzeptanz in der Bevölkerung und die Kosten der Energiewende in Deutschland beeinflusst. Viele Menschen wollen in ihrem Alltag keine Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien sehen. Besonders Windkraftanlagen werden oft als „Verschandelung der Landschaft“ angesehen. Für eine klimaneutrale Zukunft sind sie jedoch unerlässlich. Die Forschenden haben sich daher zwei Faktoren für…
Alaska: Innsbrucker Team entdeckte und analysierte 20.000 Jahre alte Gesteinsablagerungen Paul Wilcox, Geologe an der Universität Innsbruck, entdeckte erstmalig landbasierte Belege für Schmelzwasserimpulse während der letzten Eiszeit vor etwa 20.000 Jahren. Das Alter der Höhlensedimente wurde mit Hilfe optischer Datierungsmethoden bestimmt. Die aus den Sedimenten gewonnenen Daten tragen entscheidend dazu bei, die Abfolge der Klimaereignisse, die damals zu einer Erwärmung des Planeten führten, zu rekonstruieren. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Nature Geoscience veröffentlicht. Vor etwa 20.000 Jahren erreichte das…
Ein Forschungsteam aus Biophysikern um Prof. Dr. Oliver Bäumchen der Universität Bayreuth und Biologen um Dr. Maike Lorenz der Algensammlung der Universität Göttingen hat eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur verlässlichen Kultivierung der einzelligen Grünalge Chlamydomonas reinhardtii veröffentlicht. Damit unterstützen sie weltweit Forschende aus den Bereichen Biowissenschaften, Biophysik und Bioengineering bei der Erforschung biologischer, biophysikalischer und biotechnologischer Prinzipien. Ihre zuverlässigen Kultivierungsmethoden beschreiben sie in Nature Protocols. What for? Die einzellige Grünalge Chlamydomonas reinhardtii ist ein sogenannter Modellorganismus: eine Art, die Forschende besonders häufig…
Forschung, die aktiv Lösungswege für globale Herausforderungen sucht; Technologien, die die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Niedersachsen sichern; Wissenschaft, die direkt ins Leben der Menschen in unserem Land wirkt: Mit dem Programm zukunft.niedersachsen leiteten das Land Niedersachsen und die VolkswagenStiftung im Februar 2023 eine neue Ära der Wissenschaftsförderung in Niedersachsen ein. Gut zwei Jahre später sind dadurch bis jetzt über 1 Milliarde Euro in die niedersächsische Wissenschaftslandschaft investiert worden. Anlässlich dieses Meilensteins für die Wissenschaft in unserem Land ist es Zeit, einen…
Standortdaten gelten als besonders sensibel – ihr Missbrauch kann schwerwiegende Folgen haben. Forschende der Technischen Universität München (TUM) haben ein Verfahren entwickelt, das es erlaubt, den eigenen Standort kryptografisch zu beweisen – ohne diesen preiszugeben. Die Grundlage hierfür bildet der sogenannte Zero-Knowledge-Beweis mit standardisierten Gleitkommazahlen. Zahlreiche Apps auf dem Handy zeichnen ununterbrochen den Standort auf – oftmals ohne dass es Nutzerinnen und Nutzer bemerken. Anhand von Bewegungsprofilen können Anbieter daraus Schlüsse über den Arbeitsort, Gewohnheiten und persönliche Vorlieben ziehen. Welche…
Die Universitätsmedizin Magdeburg ist das erste deutsche Studienzentrum, das Patient:innen in die weltweit größte klinische Studie zur Staphylococcus aureus-Bakteriämie (SAB) aufnimmt. Die internationale Plattformstudie „Staphylococcus aureus Network Adaptive Platform“ (SNAP) untersucht neue medikamentöse Behandlungsstrategien, um die Morbidität und Mortalität dieser potenziell lebensbedrohlichen Infektion zu senken. Die deutschlandweite Studienkoordination liegt beim Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene (IMMB) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg unter der Leitung von Institutsdirektor Prof. Dr. med. Achim Kaasch.Die Studie wird weltweit unter der Führung der University of Melbourne…
Damit Honigbienen erfolgreich überwintern, müssen einige Faktoren zusammenspielen. Forschende der Universität Würzburg haben nun einen entscheidenden identifiziert: Je vielfältiger die Nahrung, desto größer die Überlebenschancen. Gerade in gemäßigten Klimazonen stellt der Winter für Honigbienenkolonien eine große Herausforderung dar. Um ihr Überleben zu sichern, müssen die Tiere die passende Temperatur im Bienenstock aufrechterhalten und die nächste Generation Arbeiterinnen heranziehen. Von entscheidender Bedeutung ist außerdem die Verfügbarkeit von Blütenpollen als Nahrung. Dabei kommt es nicht nur auf die reine Menge an. Wie…
Wissenschaftliche Begleitung zeigt differenziertes Bild der Umgestaltung beider Verkehrsachsen, Verstetigung wird empfohlen Um den Rad- und Fußverkehr zu fördern sowie die Wohn- und Aufenthaltsqualität zu verbessern, führte die Stadt Frankfurt am Main ab 2022 Umgestaltungsmaßnahmen im Grüneburgweg sowie an der Achse Kettenhofweg/Robert-Mayer-Straße durch. Wie diese angenommen werden und was sie bewirken, haben Forscher*innen der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) untersucht und ziehen insgesamt eine positive Bilanz. Gemeinsam mit Vertreter*innen der Stadt Frankfurt stellten sie am 15. Mai 2025…
Schwärme aus Fahrerlosen Transportfahrzeugen, die miteinander kommunizieren und kooperieren, sollen in Zukunft den Materialtransport in Fabriken verbessern. An dieser innovativen Idee arbeiten Forschende aus Hannover und Nürnberg im Projekt „Orpheus“. Während das Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen IIS die kommunikationstechnische Umsetzung erforscht, untersucht das IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH anhand von Materialflusssimulationen, ob die dezentrale Steuerung effizienter ist als die zentrale Steuerung. Dafür sucht das IPH noch Unternehmen, die Interesse daran haben, am realen Beispiel ihrer Fabrik…
Unternehmen in Deutschland wappnen sich häufig mit Cyberversicherungen gegen mögliche Schäden durch Cyberkriminalität. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Befragung des ZEW Mannheim, an der sich von Mitte März bis Mitte April 2025 rund 1.200 Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes und der Informationswirtschaft mit Sitz in Deutschland beteiligt haben. „Fast jedes zweite Unternehmen in den von uns untersuchten Branchen verfügt über eine Cyberversicherung, um sich gegen Cyberangriffe und dadurch verursachte Schäden abzusichern. Je nach Branche und Unternehmensgröße variiert die Verbreitung solcher Versicherungen…