Ressourcenschonend und gleichzeitig wirtschaftlich Beton produzieren – wie das mit dem Einsatz selbstlernender Systeme möglich wird, haben Forschende unter Leitung des Instituts für Baustoffe der Leibniz Universität Hannover (LUH) im Forschungskonsortium „ReCyCONtrol“ drei Jahre lang untersucht. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat das Projekt mit rund vier Millionen Euro gefördert. Die Forschenden haben dabei einen vollkommen neuen Ansatz der Betonherstellung entwickelt: Sensoren überwachen kontinuierlich alle Schritte der Betonherstellung und ermöglichen es durch Einsatz künstlicher Intelligenz, den Beton gegenüber Schwankungen…
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf haben in einer wegweisenden Studie gezeigt, dass die dauerhafte Aktivierung der Tubulin-Tyrosinierung eine neue Behandlungsoption für die genetische Herzkrankheit hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) sein könnte. HCM führt zu einer Verdickung der Herzmuskulatur und beeinträchtigte die diastolische Funktion. Sie ist die häufigste genetisch bedingte Kardiomyopathie und die häufigste Ursache für den plötzlichen Herztod bei jungen Menschen. Das Enzym Tubulin-Tyrosin-Ligase (TTL) spielt eine wichtige Rolle in der Regulation der Stabilität von Mikrotubuli – ein Teil des Zytoskeletts…
Studie zeigt genetische Ursachen für krankhafte Veränderung von Blutgefäßen. Vaskuläre, also Blutgefäße betreffende Erkrankungen, zählen zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Vor allem im Alter steigt das Risiko für neurovaskuläre Erkrankungen, wie zum Beispiel den Schlaganfall. Ein Forschungsteam um den Potsdamer Physiologen Prof. Dr. Salim Seyfried hat nun die Ursache für eine solche Gefäßerkrankung, die zerebrale kavernöse Malformation (CCM), bei der Blutgefäße im Gehirn abnormal groß werden, aufgedeckt. Das Wissen über diese Zusammenhänge könnte für die Behandlung von CCM und weiterer…
An der MHH entwickelte Aufnahmetechnik ermöglicht regionale Darstellung der Lungenfunktion ohne Strahlenbelastung und Atemstopps. Lungenerkrankungen zu erkennen und zu beurteilen, ist eine medizinische Herausforderung. Eine herkömmliche Computertomografie (CT) eignet sich zwar gut, um die Struktur der Lunge hochaufgelöst darzustellen. Sie sagt aber wenig über die Lungenfunktion aus und bringt zudem eine Strahlenbelastung für die Patientinnen und Patienten mit sich. Der Lungenfunktionstest ist weit etabliert, liefert aber nur Werte für die gesamte Lunge, sagt also nur aus, ob die Lunge krank…
Marburger Mikrobiolog*innen finden probiotischen Schutz gegen Entzündungen. Linderung bei Reizdarm: Bestimmte Stoffwechselprodukte des Bakteriums Clostridium sporogenes können eine protektive Rolle bei Darmentzündungen spielen. Das haben Forschende um Prof. Dr. Alexander Visekruna vom Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene sowie Prof. Dr. Burkhard Schütz vom Institut für Anatomie und Zellbiologie der Philipps-Universität Marburg herausgefunden. Sie berichten darüber in der aktuellen Ausgabe des Fachblatts „Gut Microbes“. Aus den Befunden schließen die Forschenden, dass Clostridium sporogenes (kurz: C. sporogenes) und seine Stoffwechselprodukte als…
Verwertung einer invasiven Art… Die DITF stellen zusammen mit der Fiber Engineering GmbH ein Verfahren zur Herstellung biologisch abbaubarer Pflanztöpfe vor. Die Produkte sind kostengünstig und wettbewerbsfähig. Gleichzeitig wird mit der Herstellung die Ausbreitung der invasiven Wasserhyazinthe bekämpft, deren Biomasse als Rohmaterial für die Pflanztöpfe dient. Die Wasserhyazinthe ist eine sich schnell ausbreitende Pflanze, die bereits in vielen Ländern der Erde als Gefahr für bestehende Ökosysteme erkannt worden ist. Besonders der afrikanische Viktoriasee leidet unter der großflächigen Ausbreitung der Wasserhyazinthe….
Ob Pflegeroboter, autonomes Fahren oder digitaler Zwilling – all diese Hightech-Anwendungen spielen beim neuen Mobilfunkstandard 6G eine wesentliche Rolle. Die ersten kommerziellen 6G-Netze sollen ab 2030 verfügbar sein. Schon heute erproben und entwickeln Forschende der Technischen Universität München (TUM) und der TU Dresden in den Initiativen 6G-life und 6G Zukunftslabor Bayern die grundlegenden Mechanismen der sechsten Mobilfunkgeneration. Ein Ziel ist es, ein vollständiges Kommunikationssystem mit Komponenten aufzubauen, die nur von deutschen Start-ups stammen. Weitere ausgewählte Projekte stellen wir hier vor….
… in klinischer Phase Ib-Studie als sicher und wirksam getestet. Das MERS-Coronavirus – MERS steht für „Middle East Respiratory Syndrome“ – verursacht schwere Atemwegserkrankungen mit einer hohen Sterblichkeitsrate. Bisher gibt es weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung. Die Sicherheit, Immunogenität und das optimale Dosierungsschema des im DZIF entwickelten Impfstoffkandidaten MVA-MERS-S wurden nun in einer Phase-Ib-Studie an gesunden Personen untersucht, die zuvor mit dem verwandten Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert waren. Das MERS-Coronavirus verursacht schwere Atemwegserkrankungen mit einer hohen Sterblichkeitsrate. Bisher gibt…
Ein Team der Universität Freiburg hat eine Drohne gebaut, die Bienen über eine Strecke von mehr als 100 Meter verfolgen und filmen kann. Die Daten sollen Informationen über das Verhalten von Insekten in ihrer natürlichen Umgebung liefern. Dafür entwickelten die Forschenden eine neue Tracking-Technologie. Unser Verständnis davon, wie Insekten sich in ihrer natürlichen Umgebung verhalten, ist stark begrenzt. Das liegt unter anderem an technologischen Schwierigkeiten bei dem Versuch, die Bewegungen etwa von Bienen nachzuverfolgen und aufzunehmen. Ein Forschungsteam der Universität…
Pflanzen-Pilz liefert neuen Wirkstoff für neues zelluläres Ziel. Neuartige chemische Strukturen aus einem Pilz könnten neue Perspektiven für die Behandlung von Darmkrebs (kolorektales Karzinom) eröffnen, einer der weltweit häufigsten und tödlichsten Krebsarten: Ein Forschungsteam berichtet in der Zeitschrift Angewandte Chemie über die Isolierung und Charakterisierung einer bisher unbekannten Klasse von Metaboliten (Terpen-Nonadrid-Heterodimere). Einer dieser Naturstoffe tötet Darmkrebszellen sehr effektiv ab. Angriffspunkt ist das Enzym DCTPP1, das damit als neuer potenzieller Darmkrebs-Biomarker und therapeutisches Ziel gelten kann. Statt mit konventionellen nebenwirkungsreichen…
Bund und Land fördern neue KI-Anlaufstelle für den Mittelstand / Wissing: „Schaffen bundesweites Netzwerk für KI“. Gemeinsame Pressemitteilung von BMDV, MWNI und DFKI Mit dem Anspruch mittelständische Unternehmen in allen Phasen der Umsetzung ihrer KI-Projekte aktiv und praktisch zu begleiten, ist das Projekt CRAI (Center of Research and development of trustworthy AI applications for mid-sized companies) am Deutschen Zentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Osnabrück gestartet. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) und das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr,…
Fernerkundung macht Veränderungen der Erdoberfläche frühzeitig und umfassend sichtbar. Doch nicht jede Technologie ist für alle praktischen Anwendungen geeignet. Forschende der Hochschule Anhalt haben gemeinsam mit Partnern aus der Praxis ein neues multispektrales Messsystem für Flugzeuge entwickelt. Das technische Auge schließt eine Lücke zwischen einfachen und komplexen Lösungen. Vom Umweltmonitoring bis zum 3D-Stadtmodell Entstanden ist ein Prototyp mit sechs hochauflösenden Kameras, die bei Flughöhen von 1000 Metern Aufnahmen mit einer Genauigkeit von 10 Zentimetern erreichen. Die Kameras sind mit verschiedenen…
Forschende der ETH Zürich haben das ungewöhnliche Waffenarsenal eines räuberisch lebenden Meeresbakteriums bis ins kleinste Detail untersucht. Vielleicht könnten diese Waffen dereinst auch in der Medizin eingesetzt werden. In Kürze ETH-Forschende klären die Struktur und Funktionsweise von zwei bisher unerforschten Waffen des räuberisch lebende Bakteriums Aureispira Bei den Waffen handelt es sich um einen molekularen Enterhaken, mit dem Aureispira die Beute fängt, und um eine Art Kanone, mit dem es sie tötet. Möglicherweise könnte man solche räuberisch lebenden Bakterien nutzen,…
In einer Pilotstudie haben Forschende der Universität Zürich erstmals künstliche Intelligenz zur Erkennung von antibiotikaresistenten Keimen eingesetzt. Damit ist ein erster wichtiger Schritt gemacht, um GPT-4 zukünftig in die klinische Diagnostik zu integrieren. Forschende der Universität Zürich (UZH) haben zum ersten Mal künstliche Intelligenz (KI) zur Identifizierung von antibiotikaresistenten Bakterien eingesetzt. Das Team um Adrian Egli, UZH-Professor am Institut für Medizinische Mikrobiologie hat untersucht, wie GPT-4 – ein leistungsstarkes KI-Modell von OpenAI – zur Analyse von Antibiotikaresistenzen verwendet werden kann….
… und thermische Nachbehandlung von flexiblem Ultradünnglas. Ultradünnglas bietet großes Potenzial für moderne High-Tech-Anwendungen. Trotz seiner überlegenen Eigenschaften im Vergleich zu Polymerfolien, hat sich der Werkstoff bislang auf dem Massenmarkt noch nicht durchgesetzt. Ein zentrales Hindernis ist seine glastypische Neigung zu Sprödbruch, die Anpassungen entlang der gesamten Prozesskette erfordert. Eine solche Prozesskette steht am Fraunhofer FEP in Dresden ab sofort für Machbarkeitsuntersuchungen bis hin zum Pilotierungs-Maßstab für innovative Fragestellungen von der Reinigung bis zur skalierten in-line Sputterbeschichtung zur Verfügung. Prozesskette…
Technische Universität München kooperiert mit der Stiftung Pfennigparade. Die TUM und die Stiftung Pfennigparade haben eine Forschungszusammenarbeit für drei Jahre vereinbart. Der Fokus liegt auf Forschungen mit Menschen, deren Beweglichkeit eingeschränkt ist. Robotik und KI kann dazu beitragen, sie in ihrem täglichen Leben zu unterstützen. Diese Zusammenarbeit in der Forschung wurde von der Ethikkommission der TUM genehmigt. Robotik- und KI-Forschende der Technischen Universität München (TUM) werden künftig mit körperlich eingeschränkten und behinderten Personen der Stiftung Pfennigparade zusammenarbeiten. In den kommenden…