Forscher des Fraunhofer SIT und der FH Münster haben gravierende Prozessfehler gefunden – Unsicherheit wurde jetzt behoben. Über das Mailsystem der Telematikinfrastruktur verschicken Arztpraxen beispielsweise elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen oder Heil- und Kostenpläne an Krankenkassen. Jetzt hat das E-Health-Team des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie SIT herausgefunden, dass die Verschlüsselung für das Mailsystem bei mehreren Krankenkassen fehlerhaft eingerichtet war – insgesamt acht Krankenkassen benutzten die gleichen Schlüssel und konnten so theoretisch auch die Mails anderer Krankenkassen entschlüsseln. Die Forscher stellen heute, 27.12.23, ab…
Kieler Forschungsteam identifiziert wesentliche Mechanismen und neuartige Materialien für eine energieeffizientere Informationsverarbeitung. Jede Anfrage bei einer Suchmaschine, jeder KI-generierte Text und erst recht Entwicklungen wie das autonome Fahren: Im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz (KI) und Big Data verbrauchen Computer und Rechenzentren viel Energie. Weitaus sparsamer arbeitet dagegen das menschliche Gehirn. Um nach seinem Vorbild leistungsfähigere und energieeffizientere Computer entwickeln zu können, hat ein Forschungsteam der Materialwissenschaft und der Elektrotechnik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) jetzt wesentliche Voraussetzungen für eine passende…
ETH-Forschende haben zusammen mit der Schweizer Firma ExoLabs ein KI-gestütztes Schneemesssystem entwickelt, das die Schneehöhe täglich und genauer als bisher bestimmen kann. Durch die Verwendung von Satellitenbildern kann die Schneehöhe sogar aktualisiert werden, ohne dass dafür neue Messdaten am Boden benötigt werden. Ein weiterer Vorteil der neuen Technologie ist, dass sie etwa Wintersportler:innen oder Kraftwerksbetreibern die Unsicherheit der Schätzung mitliefert. Wie viel Schnee liegt wo in den Bergen? Diese Frage ist für den Wintertourismus und Betreiber von Wasserkraftwerken gleichermassen relevant…
Ein Navigationsgürtel hilft Sehbehinderten ihr Ziel zu erreichen. Man gibt über eine App die Strecke ein, die man zurücklegen möchte, drückt auf „Start“ und der Gürtel führt einen wie ein Kompass in die richtige Richtung. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) haben ein Kontaktierverfahren entwickelt, womit diese Orientierungshilfe – und E-Textiles allgemein -wirtschaftlicher, umweltfreundlicher und komfortabler hergestellt werden können. Der Navigationsgürtel hilft bei der Orientierung. (c) feelSpace Wenn man in eine Straße abbiegen muss, vibriert der naviGürtel®…
Eine absolut abhörsichere Kommunikation sowie der abhörsichere Transfer anderer Daten wird durch eine neue Technologie möglich, die auf Quantenmechanik basiert. Die Methode kann einfach in bestehende Herstellungsprozesse von Mikrochips und Prozessoren integriert werden und ist kostengünstig herzustellen. In der derzeitigen Kommunikation werden Daten mathematisch generiert verschlüsselt. Der dieser Verschlüsselung zugrunde liegende Algorithmus kann jedoch entschlüsselt werden. Die zahlreichen Cyberattacken weltweit zeigen die Schwachstellen der Datensicherheit auf. Setzt man jedoch Quantenobjekte für den Datentransfer ein, verlagert man die Datensicherheit direkt in…
Zusammen mit dem Munich Quantum Valley beschafft das Leibniz-Rechenzentrum einen Quantencomputer, der auf der Technologie gefangener Ionen basiert. Quantentechnologie für Forschung und Entwicklung: Zusammen mit dem Munich Quantum Valley (MQV) kauft das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW) einen weiteren Quantencomputer für sein Quantum Integration Centre (QIC). Dieser arbeitet mit 20 Qubits, implementiert in einer Ionenfalle, und stammt vom Innsbrucker Start-up Alpine Quantum Technologies (AQT). Er steht den sieben Mitgliedsorganisationen des MQV vorrangig für Forschungszwecke im Bereich Systemsoftware…
Ein völlig neues Konzept in der Fotografie kann die Aufnahme von Strömungen transparenter Medien wesentlich verbessern. Die sogenannte Schlierenfotografie ist ein Standardverfahren in Forschung und Industrie: Mit ihr werden Aufnahmen im Windkanal gemacht, Strömungen von Düsen und Turbinen untersucht oder Gaslecks in Tanks und Anlagen aufgespürt. Einem Team aus zwei Forschern der TU Berlin und einem japanischen Wissenschaftler ist es am Exzellenzcluster „Science of Intelligence“ (SCIoI) nun gelungen, mit dem völlig neuen Konzept der „Eventkameras“ die Möglichkeiten der Schlierenfotografie deutlich…
Hilfe für Verschüttete in Katastrophengebieten. Nach einer Katastrophe zählt jede Minute. Bei der Suche nach Überlebenden werden oftmals unbemannte Luftfahrzeuge (UAV) eingesetzt, die in schwer zugänglichen Gebieten ein erstes Lagebild liefern und helfen, Opfer aufzuspüren – sofern diese sichtbar sind. Forschende am Fraunhofer FKIE wollen mit einer neuen Technologie eine Lücke im Katastrophenschutz schließen: Mit Mikrofon-Arrays ausgestattete Drohnen sollen künftig die Hilfeschreie und akustische Signale Hilfesuchender aus der Luft gezielt orten und Bergungskräften die Standortdaten der Verletzten liefern. Das erhöht…
KI- und menschengenerierte Online-Inhalte gelten als ähnlich glaubwürdig. Studie der Hochschule Mainz und der JGU zeigt, dass KI-generierten Inhalten eine größere Klarheit und Anziehungskraft zugesprochen wird. In einer Zeit, in der das Internet für viele Menschen zur Hauptquelle von Informationen geworden ist, hat die Glaubwürdigkeit von Online-Inhalten und deren Quellen einen kritischen Wendepunkt erreicht. Diese Besorgnis wird durch die Verbreitung von Anwendungen generativer künstlicher Intelligenz (KI) wie ChatGPT und Google Bard verstärkt. Im Gegensatz zu traditionellen Plattformen wie Wikipedia, deren…
Forschende des KIT haben erstmals mithilfe von Deep Learning sowohl die räumliche als auch die zeitliche Auflösung grober Niederschlagskarten verbessert. Starke Niederschläge können Naturkatastrophen wie Hochwasser oder Erdrutsche auslösen. Um die durch den Klimawandel zu erwartenden Änderungen der Häufigkeit dieser Extreme vorherzusagen, sind globale Klimamodelle notwendig. In einer Studie zeigen Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) erstmals eine Methode auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI), mit der sich die Genauigkeit der von globalen Klimamodellen erzeugten groben Niederschlagsfelder erhöhen lässt. Ihnen…
Wachhund „NERO“ soll Unternehmen schützen. 5G-Mobilfunknetze besser vor Angriffen zu schützen, daran arbeitet ein Team um Stefan Valentin, Professor für Mobile Netzwerke am Fachbereich Informatik der Hochschule Darmstadt (h_da). Im Blick haben die Wissenschaftler Netzwerke in Unternehmen. Dort wird die 5G-Technologie inzwischen in vielen Be-reichen genutzt, um komplexe, zeitkritische Abläufe zu steuern – zum Beispiel in großen Logistikzentren, in der Automobilindustrie, in Krankenhäusern und künftig möglicherweise auch bei Sicherheitsbehörden oder der Feuerwehr. Diese kritische Infrastruktur kann, die nötige kriminelle Energie…
Die Vision von vielen Scifi-Serien und -Romanen: Anstatt in einfachen Videoanrufen, unterhalten sich Gesprächspartner als digitale Avatare miteinander – so, als säßen sie in einem Raum, obwohl in Wirklichkeit Tausende Kilometer zwischen ihnen liegen. Damit eine solche „Telepräsenz“ funktioniert, braucht es fotorealistische digitale Abbilder der Nutzer, die mit geringem Rechenaufwand und in Echtzeit erzeugt werden können. An der Grundlagenforschung hinter solcherlei Anwendungen arbeiten Forschende des Saarbrücker Max-Planck-Instituts für Informatik. Im Zuge dessen bauen sie ein hochmodernes Informatik-Labor auf, das in…
Neuer SFB ATLAS erforscht Technologien für Raumfahrtmissionen in sehr geringer Höhe. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gibt grünes Licht für den neuen Sonderforschungsbereich „Advancing Technologies of Very Low Altitude Satellites“ (SFB 1667 ATLAS). Unter Federführung der Universität Stuttgart wollen die Wissenschaftler*innen die technologischen Grundlagen für eine nachhaltige Nutzung des Bereichs der sehr niedrigen Erdorbits (VLEO – Very Low Earth Orbit Regime) erarbeiten. Dieser Bereich bietet große Potenziale, um wissenschaftliche und kommerzielle Satellitenmissionen zu verbessern und zukunftsfähig zu gestalten. „Der neue…
Nachweis von 3D-Magnetringen eröffnet eine neue Dimension für Computertechnologien (Nature). Exotische magnetische Strukturen wie Skyrmionen sind auch als topologische Teilchen bekannt. Da sie sich leicht innerhalb eines Kristalls bewegen lassen, gelten sie als vielversprechende Informationsträger der Zukunft. Wissenschaftler aus Jülich, China und Schweden haben nun erstmals ein verwandtes stabiles nanoskaliges, magnetisches 3D-Objekt in einem Festkörper erzeugt und beobachtet. Die von ihnen entdeckten Hopfionen eröffnen mit ihrer komplexen Struktur und Dreidimensionalität einen neuen Forschungszweig und könnten sich als wegweisend erweisen für…
Identifikation dynamik- und sicherheitsrelevanter Zustände mittels digitaler Zwillinge. Autonom fahrende LKW werden in der Zukunft auf den Straßen unterwegs sein. Dabei stellt sich die Frage, wie der technisch einwandfreie Zustand des Trailers vor Fahrtantritt überprüft werden kann, wenn es keinen Fahrer mehr gibt. Dies betrifft insbesondere die Komponenten, die für die Verkehrssicherheit und fahrdynamische Stabilität verantwortlich sind. Auch die Fahreigenschaften des Gespanns, die der Fahrer während der Fahrt erfühlt und seine Fahrweise darauf einstellt, müssen automatisiert erfasst und durch den…
Open-Source-Algorithmus für Supercomputer sagt Muster und Dynamik lebender Materialien vorher und ermöglicht es, ihr Verhalten in Raum und Zeit zu untersuchen. Biologische Materialien sind aus einzelnen Komponenten zusammengesetzt, darunter winzige Motoren, die Kraftstoff in Bewegung umwandeln. Auf diese Weise entstehen Bewegungsmuster, und das Material strukturiert sich durch ständigen Energieverbrauch selbst. Solche permanent bewegten Materialien werden als “aktive Materie” bezeichnet. Die Mechanik von Zellen und Geweben lässt sich mit der Theorie der aktiven Materie beschreiben, einem wissenschaftlichen Konzept um die Form…