Wie denkt die deutsche Bevölkerung über die Nutzung von Erdwärme? Dieser Frage ist die Universität Leipzig in einer Teilstudie eines von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) geleiteten Forschungsprojekts nachgegangen. Ziel der bundesweiten Befragung war es, den Status quo der öffentlichen Wahrnehmung und Akzeptanz der Oberflächennahen Geothermie zu erfassen – also jener Form der Erdwärmenutzung, bei der bis zu 400 Meter tiefe Sonden das thermische Potenzial des Erdreichs zum Heizen und Kühlen von Gebäuden nutzbar machen….
TH Köln erforscht die Nutzung von Bauabfällen aus dem Tunnelbau als Betonzusatzstoff. Den größten Anteil an mineralischen Bauabfällen nehmen laut Umweltbundesamt in Deutschland mit rund 60 Prozent Böden und Steine ein. Im Forschungsprojekt TOFFEE wurde untersucht, ob sich Aushubmaterial von Tunnelarbeiten als Betonzusatzstoff in Betonen eignen kann. Ziel des Teams mehrerer Wissenschaftler*innen um Prof. Dr. Christoph Budach und Prof. Dr. Björn Siebert war es, Deponien zu entlasten und den Herstellungsprozess von Betonen umweltfreundlicher zu gestalten. „Herkömmlicher Beton enthält sogenannten Portlandzementklinker,…
Fraunhofer IKTS eröffnet neues, europaweit einzigartiges FuE-Zentrum für Transparentkeramik in Hermsdorf, Thüringen. Durchsichtig wie Glas, aber wärmebeständig und kratzfest wie Keramik – Transparentkeramik ist ein besonderer Werkstoff, dessen Herstellung nicht nur ein spezielles Know-how, sondern auch spezialisierte Geräte und Anlagen benötigt. Zukünftig wird Transparentkeramik noch stärker ihre Vorteile Robustheit, Härte, Transmission und Wirtschaftlichkeit gegenüber Glas und Saphir ausspielen. Der Grund: Das Fraunhofer IKTS eröffnet am 29.8.2024 in Hermsdorf im Beisein des Thüringer Wirtschafts- und Wissenschaftsministers Wolfgang Tiefensee ein neues Forschungs-…
Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) hat eine neue In-situ-Überwachung entwickelt, die die Mechanochemie für die industrielle Anwendung geeignet macht. Die Mechanochemie ist eine vielversprechende nachhaltige Methode, bei der chemische Reaktionen durch mechanische Verfahren ausgelöst werden und weitgehend ohne Lösungsmittel auskommen. Bisherige Untersuchungen zur Mechanochmie, deren “grünes” Potenzial in den letzten Jahren international immer stärker in den Fokus rückt, setzen auf die Verwendung von Kugelmühlen. Sie erlauben jedoch nur die Produktion von Substanzen im Labormaßstab. Für die industrielle Anwendung…
Modernste Sensorik an einem Elektrolyseur im Industriemaßstab. Das Projekt DERIEL im Wasserstoff-Leitprojekt H₂Giga des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hat einen Teststand für ein PEM-Elektrolyseurmodul im Industriemaßstab in Betrieb genommen. Das Besondere: Es handelt sich um einen echten Industriestack, der mit etlichen Analyse-Methoden fortlaufend beobachtet wird. Dadurch wollen Wissenschaft und Wirtschaft die Elektrolyseure im Hinblick auf Kosten und Lebensdauer im Betrieb besser verstehen. Till Mansmann, der Innovationsbeauftragte Wasserstoff im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), hat im Forschungszentrum Jülich einen…
Neue Füge- und additive Fertigungsverfahren erlauben Holz-Metall-Verbindungen ohne Klebstoff. Forschenden der TU Graz gelang es mittels 3D-Drucktechnik und Ultraschall, den nachwachsenden Rohstoff Holz mit Metall und Kunststoff-Verbundwerkstoffen extrem fest zu verbinden. Beim Ultraschallfügen verbinden sich Holz und Grundbauteil durch Reibungshitze. (c) Oliver Wolf / TU Graz Der nachwachsende Rohstoff Holz ist klimaneutral, leicht und fest zugleich und dadurch grundsätzlich attraktiv für den Einsatz im Fahrzeugbau. Eine Herausforderung dabei ist bislang die robuste Verbindung zwischen Holz und den anderen Materialien im…
6,26 Millionen Euro für TU Ilmenau und Universität Jena. Das Innovationszentrum für Quantenoptik und Sensorik InQuoSens geht in seine zweite Phase. Das Zentrum, das an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und an der Technischen Universität Ilmenau angesiedelt ist, erhielt heute von Wolfgang Tiefensee, Thüringer Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, einen Fördermittelbescheid über 6,26 Millionen Euro für viereinhalb Jahre. Damit kann das Innovationszentrum Zukunftstechnologien an der Schnittstelle von Photonik und Sensorik weiterentwickeln, die Quantenphänomene nutzbar machen sollen, innovative Anwendungen entwickeln und…
Das Thema Nachhaltigkeit ist in der Baubranche längst angekommen. Während bisher vor allem auf die Energieeffizienz der Gebäude geachtet wurde, setzt HSBI-Professor Andreas Kopp vom Campus Minden auf ein ebenso wichtiges Potenzial zum Einsparen von Energie und Ressourcen: die Gebäudesubstanz selbst. Statt Abriss und Neubau können bestehende Gebäude umgenutzt werden. Die Ergebnisse lassen sich auch architektonisch sehen. Das beweisen zwei Studierenden-Projekte, die sich mit der Umfunktionierung eines Parkhauses zu Studierenden-Wohnraum beschäftigt haben. Ein großzügiges Atrium öffnet das Gebäude nach innen,…
Wissenschaftler der Uni Osnabrück haben ein Mikroskopieverfahren entwickelt, mit dem sich in lebenden Zellen gleichzeitig Molekülinteraktionen und ihre unmittelbare Nanoumgebung mit sehr hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung abbilden und analysieren lassen. Das neue Fluoreszenzmikroskop eröffnet den Forscherinnen und Forschern am Zentrum für Zelluläre Nanoanalytik (CellNanOs) ganz neue Möglichkeiten, molekulare Prozesse in Echtzeit zu verfolgen und mit der übergeordneten Dynamik zellulärer Strukturen wie der Zellmembran oder das Zellskelett zu korrelieren. Ihr neues Verfahren stellten sie nun in der renommierten Fachzeitschrift „Nature…
Akkus unterbieten ihre theoretische Kapazität in der Praxis zum Teil deutlich. In einer Lithium-Eisenphosphat-Kathode konnten Forschende der TU Graz nun genau beobachten, wo der Kapazitätsverlust auftritt. Lithium-Eisenphosphat zählt zu den wichtigsten Materialien für Batterien von E-Autos, stationären Stromspeichern oder Werkzeugen. Es ist langlebig, vergleichsweise günstig und neigt nicht zur Selbstentzündung. Auch die Energiedichte macht Fortschritte. Die Fachwelt rätselt allerdings nach wie vor, warum Lithium-Eisenphosphat-Akkus ihre theoretische Stromspeicherkapazität in der Praxis um bis 25 Prozent unterbieten. Hochauflösendes Bild von lithiumreichen (unten…
… ein Beitrag zur Proteinversorgung der wachsenden Weltbevölkerung. Damit Nahrungsmittelproteine trotz extremer Wetterlagen und steigender Umweltbelastungen in Zukunft nicht Mangelware werden, setzen sechs Fraunhofer-Institute im Leitprojekt »FutureProteins« auf Indoor-Farming-Systeme zur Kultivierung alternativer Proteinquellen: Wie können Weizengras, Luzerne und Kartoffeln erdlos, also ohne Substrat, in Innenräumen bei künstlicher Belichtung erfolgreich kultiviert werden? Und sind solche Verfahren nicht nur ökologisch nachhaltig, sondern auch wirtschaftlich? Das Fraunhofer IWU konzentriert sich insbesondere auf diesen Aspekt, denn für die Akzeptanz von Produktinnovationen im Lebensmittelbereich ist…
Prof. Dr. rer. nat. Axel T. Neffe leitet jetzt das Fachgebiet Organische Chemie mit Schwerpunkt Polymere an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU). Mit wissenschaftlicher Kompetenz und fachlichem Know-how bereichert er die Forschung und Lehre am Institut für Materialchemie auf dem Senftenberger Campus. Seit Mai 2024 ist Dr. Axel T. Neffe Professor für Organische Chemie mit Schwerpunkt Polymere an der BTU, zu der er vom renommierten Helmholtz-Zentrum Hereon in Teltow wechselte. Hier war er Abteilungsleiter und zuletzt stellvertretender Institutsleiter des…
… von der Lausitz auf den Weltmarkt. Am Fachgebiet Physikalische Chemie der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) ist das Forschungsprojekt „HoCHQuant“ zur Herstellung von sogenannten isotopenreinen „quantum grade“ Materialien gestartet. Diese dienen als Rohstoffe für Zukunftstechnologien wie Quantencomputer und für Hochleistungsoptiken. Aufbau einer neuen Wertschöpfungskette in der Lausitz Im Projekt „HoCHQuant“ beschäftigt sich ein vierköpfiges Forschungsteam an der BTU unter der Leitung von Dr. Owen C. Ernst mit der Herstellung der isotopenreinen Halbleiter-Wasserstoffe Silan-28 und German-73d. Aufgrund ihrer veränderten physikalischen…
… durch hochauflösende Analytik für »next generation«-Photovoltaiktechnologien. In der stark umkämpften Photovoltaikindustrie können technische Innovationen entscheidende Vorteile bringen, insbesondere für deutsche und europäische Marktteilnehmer. Voraussetzung dafür sind ein funktionierender Wettbewerb und die Möglichkeit, den Schutz geistigen Eigentums durchsetzen zu können. Hier setzt das neue Projekt »IP-Schutz« an, in dem das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP in Halle (Saale) zusammen mit Partnern an präparativen und analytischen Verfahren forscht, um rechtssichere Nachweise von Patentverletzungen erbringen zu können. Für den kontinuierlichen Ausbau der Photovoltaik…
… am ISAT der Hochschule Coburg. Mit Hilfe der so genannten Shadow Mask Lithographie können winzige Muster auf Oberflächen erzeugt werden. Im Institut für Sensor- und Aktortechnik (ISAT) der Hochschule Coburg ist es nun erstmals gelungen, mit dieser Technik plasmonische Nanostrukturen herzustellen – und das hat großes Potenzial für die Entwicklung hochempfindlicher Sensoren. Plasmonische Nanostrukturen: Durch Shadow Mask Lithographie wurde am ISAT der Hochschule Coburg ein sternförmiges Muster aus dreieckigen Silber-Strukturen erzeugt. Illustration: Hochschule Coburg Nano kommt aus dem Griechischen,…
3D-Druck und Leichtbau revolutionieren die Industrie. Oft sind kleine Spielereien der Einstieg in die Welt des 3D-Drucks – so wie bei Felix Felgenträger. Der Sonneberger studiert „Additive Manufacturing and Lightweight Design“ an der Fakultät Maschinenbau und Automobiltechnik der Hochschule Coburg. Dieser deutschlandweit einzigartige Studiengang wird in Coburg und Lichtenfels gelehrt und bildet Expertinnen und Experten aus, die es für die Zukunft der industriellen Fertigung braucht. Felgenträger erzählt, warum 3D-Druck und Leichtbau so revolutionär sind. Das 3D-Rendering zeigt Felix Felgenträgers Variante…
…für eine bessere Verkleb- und Bedruckbarkeit von Kunststoffen. In einem gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekt zwischen der ALPO Medizintechnik GmbH, der TIGRES GmbH und dem Forschungsinstitut INNOVENT e.V., wurde ein Atmosphärendruckplasma-Beschichtungsprozess für dielektrische Materialien entwickelt. Mit diesem konnte die Klebstoffhaftung an verschieden Kunststoffen, wie FEP, PTFE, PMMA oder HDPE sowie die Bedruckbarkeit erheblich gesteigert und eine Alternative zu nasschemischen Vorbehandlungsverfahren geschaffen werden. Die erzeugten haftvermittelnden Plasmaschichten können die Benetzbarkeit stark verbessern und bieten ein hohes Potential für zahlreiche industrielle Applikationen in…