Wie denkt die deutsche Bevölkerung über die Nutzung von Erdwärme? Dieser Frage ist die Universität Leipzig in einer Teilstudie eines von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) geleiteten Forschungsprojekts nachgegangen. Ziel der bundesweiten Befragung war es, den Status quo der öffentlichen Wahrnehmung und Akzeptanz der Oberflächennahen Geothermie zu erfassen – also jener Form der Erdwärmenutzung, bei der bis zu 400 Meter tiefe Sonden das thermische Potenzial des Erdreichs zum Heizen und Kühlen von Gebäuden nutzbar machen….
Forschungsprojekt KARLI stellt neue Ansätze für eine KI-gestützte Interaktion im Fahrzeug vor. Rund 150 Teilnehmende aus Wissenschaft, Industrie, Politik sowie Presse haben am 18. September 2024 in der ARENA2036 bei der Abschlusspräsentation des Projekts KARLI Einblicke in die Zukunft des Fahrens erhalten. Gemeinsam mit zehn weiteren Partnern aus Industrie und Wissenschaft haben das Fraunhofer IAO sowie das IAT der Universität Stuttgart KI-Anwendungen entwickelt, die das automatisierte Fahren sicherer und nutzungsfreundlicher machen. Sicherheit und Nutzungserlebnis des automatisierten Fahrens weiter steigern –…
Kombinierte Leistungseinheit für den Antrieb und die Netzanbindung von Elektrofahrzeugen. Im vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geförderten Projekt „CombiPower“ steht die Entwicklung einer kombinierten Einheit für den Antrieb und die Netzanbindung von Elektrofahrzeugen im Fokus. Das Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE entwickelt mit Projektpartnern eine innovative, multifunktionale Lade- und Antriebseinheit für Elektrofahrzeuge. Das Projekt startete Ende 2023 und läuft bis September 2026. Moderne Elektrofahrzeuge sind mit einer Vielzahl unterschiedlicher Umrichter ausgestattet: AC- oder DC-Ladegeräte, Antriebsumrichter sowie DCDC-Booster…
Modulare Aluminium-Elemente mit integrierten Photovoltaikmodulen für Solarfassaden. Die gebäudeintegrierte Photovoltaik ermöglicht die Erzeugung von Strom direkt dort, wo er gebraucht wird. Solarmodule werden dazu in die Struktur von Gebäuden integriert. Am Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP werden in einem neuen Projekt Produktionsprozesse erforscht, wie Photovoltaik-Module mit Aluminiumbauteilen verbunden werden können, sodass effiziente Energieerzeugung, architektonische Gestaltungsfreiheit und günstige Herstellungsprozesse vereint werden. Erste Ergebnisse werden ab heute auf der EU PVSEC (bis 27. September) in Wien vorgestellt. Bis 2030 sollen 65 Prozent des…
Neue Einblicke in die Solvatationskinetik an Oberflächen. Die Abteilung Interface Science des Fritz-Haber-Instituts hat weitere Fortschritte im Verständnis der Solvatation von Ionen an Grenzflächen gemacht, wie in ihrer neuesten Veröffentlichung “Exploring Dynamic Solvation Kinetics at Electrocatalyst Surfaces” im renommierten Journal Nature Communications detailliert beschrieben wird. Neben anderen Reaktionen untersuchen die Forschenden die Ionensolvatation während der Produktion von grünem Wasserstoff und der Oxidation von grünem Ammoniak, zwei zentralen Molekülen der Energiewende. Das Wissen über die Täler und Berge und der Anzahl…
Durch Innovationen im Bereich Design, Regelungs- und Produktionstechnik arbeiten bürstenlose Antriebe von Pumpen und Lüftungssystemen effizienter und leiser. Profitieren können Nutzer*innen von Elektrogeräten und die Fahrzeugindustrie. Kleine Elektromotoren stecken in einer Vielzahl von Haushaltsgeräten, Werkzeugen und Computern sowie in modernen Autos, wo sie Hilfsaggregate wie Pumpen und Lüfter antreiben. Einzeln betrachtet verbraucht jeder dieser Motoren nicht viel Energie, in ihrer Summe bieten sie aber viel Einsparpotenzial. Das Forschungsteam des kürzlich erfolgreich beendeten „CD-Labors für Bürstenlose Antriebe für Pumpen- und Lüfteranwendungen“…
Herstellung von Solartreibstoffen… Das ETH-Spin-off Synhelion hat in Deutschland die weltweit erste industrielle Anlage zur Produktion von Solartreibstoffen eingeweiht. Im Herzen der Anlage steckt auch ein Stück Empa: Zusammen mit Synhelion entwickelten Empa-Forschende ein Material für den Hochtemperatur-Wärmespeicher, dank dem die Anlage rund um die Uhr betrieben werden kann, also auch ohne Sonnenlicht. Erneuerbare Treibstoffe aus Sonnenenergie und CO₂: Im Herzen der Anlage «DAWN» steckt auch ein Stück Empa. Bild: Synhelion Klimaschädliches Kohlendioxid zurück zu Kerosin, Benzin und Diesel umwandeln…
BMBF-Zukunftscluster QSens startet in die zweite Förderphase. Im Zukunftscluster QSens der Universitäten Stuttgart und Ulm forschen Wissenschaftler*innen, Unternehmen und Start-ups erfolgreich an innovativen Quantensensoren und ihrem Transfer in die Praxis. Diese bergen vielversprechende Potenziale beispielsweise für die Gesundheitsversorgung, das Internet der Dinge oder erneuerbare Energien. Das Bundesministerium für Bildung- und Forschung (BMBF) fördert QSens im Rahmen des Wettbewerbs Clusters4Future für weitere drei Jahre mit circa 15 Millionen Euro. Quantensensoren auf dem Weg zur Marktreife Blick in den Reinraum: Hier werden…
Brownsches Reservoir Computing ermöglicht, Handbewegungen mit den Bewegungen eines Skyrmions zu erkennen / Veröffentlichung in Nature Communications. Wissenschaftlern der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ist es gelungen, das Brownsche Reservoir Computing weiterzuentwickeln und einfache Gesten einer Hand auf das System zu übertragen, sodass mithilfe von Skyrmionen die einzelnen Gesten detektiert werden können. “Wir sind erstaunt, wie gut unser Hardware-Ansatz funktioniert und energieintensiven Software-Lösungen mit neuronalen Netzen überlegen ist”, teilt Grischa Beneke vom Institut für Physik der JGU mit. Beneke, Mitarbeiter im…
Plattformprojekt vernetzt Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik – Synergien schaffen, Herausforderungen im Zusammenspiel angehen. Synthetische Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien haben das Potenzial, den CO2-Ausstoß im Vergleich zu herkömmlichen Treibstoffen um bis zu 90 Prozent zu verringern. Zwar sind sie prinzipiell in nahezu allen Verkehrsträgern einsetzbar, ihre industrielle Herstellung bleibt aber eine Hürde. Die Großproduktion schneller voranzutreiben, ist Ziel des Plattformprojekts InnoFuels vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Dazu vernetzt es alle beteiligten Akteure, analysiert Forschungsvorhaben und initiiert neue, wo…
Licht setzt eine Kettenreaktion in Gang, die für Viren tödlich endet: Ein Forschungsteam vom Fraunhofer IPA hat zusammen mit Partnern aus der Industrie antimikrobielle und selbstreinigende Wandfarben entwickelt. Ihre Wirkung ist zeitlich unbegrenzt und Umweltschäden sind nicht zu befürchten. Virologen sind sich einig: Die nächste Pandemie wird kommen. Fraglich ist nur, wann. Antimikrobielle Wandfarben und Beschichtungen könnten das Infektionsrisiko in Krankenhäusern und öffentlichen Einrichtungen mindern. Doch bisher haben sie zwei gravierende Nachteile: Einerseits erlischt ihre Wirkung nach einer gewissen Zeit….
Mit einem 3D-Drucker aus dem Elektromarkt ein lebendiges Gewebekonstrukt drucken? Bisher war dies unmöglich. Bioprinting erforderte teure Spezialgeräte. Forschenden ist es jetzt gelungen, einen einfachen 3D-Drucker so zu modifizieren, dass er biologische Strukturen auf Knopfdruck erstellen kann. Das ist eine Chance für kleine Labore, auch in diesem Bereich zu forschen. „Tissue Engineering ist eine Zukunftstechnologie“, davon ist Benedikt Kaufmann überzeugt. Künstlich hergestelltes, funktionsfähiges Gewebe – beispielsweise Knorpel, Knochen oder Muskelgewebe – bietet potentiell eine Fülle von Anwendungsmöglichkeiten: beispielsweise in der…
Erstmals genaue Wetterdaten für die Arktis erheben und weltweit Vorhersagen sowie Klimabeobachtungen verbessern – das ist die Aufgabe des Arctic Weather Satellite, den die ESA Mitte August auf den Weg zu seiner erdnahen Umlaufbahn geschickt hat. Das hochmoderne Mikrowellenradiometer, das er dafür nutzt, enthält vier rauscharme Verstärker des Fraunhofer IAF mit weltweit führender InGaAs-mHEMT-Technologie. Auf der EuMW 2024 in Paris präsentiert das Freiburger Institut vom 24. bis zum 26. September Ausstellungsexemplare der im AWS verbauten Verstärker ebenso wie weitere Hochfrequenzelektronik…
… in technischen Bauteilen – neues Projekt. Der Einsatz nachhaltiger Materialien ist eine Entscheidung mit hoher ökologischer Relevanz und ein strategischer Schritt für Unternehmen. Klassisch verstärkte Materialien, z. B. kurzglasfaserverstärkte Polymere (GFK) müssen dafür durch naturfaserverstärkte Kunststoffe (NFK) substituiert werden. Eine direkte Eins-zu-Eins-Substitution ist oft nicht möglich, so dass Grenzen und Potenziale naturfaserverstärkter Kunststoffe vor allem für technische Bauteile systematisch analysiert werden müssen. Am Fraunhofer LBF wurde das Projekt »NaFiTech« initiiert, wo die Partner gemeinsam eine solide Datenbasis erarbeiten, um…
Prof. Dr.-Ing. Christian Haase leitet das neue Fachgebiet „Werkstoffe für die Additive Fertigung“ an der TU Berlin im Rahmen einer Kooperation mit dem Werner-von-Siemens Centre for Industry and Science. Obwohl das Verfahren des 3D-Drucks seit mehr als drei Jahrzehnten angewandt wird, ist diese Technologie noch jung im Vergleich zu etablierten Fertigungstechniken. Besonders bei den Ausgangsmaterialien, speziell wenn es um metallische Werkstoffe geht, gibt es noch Optimierungsbedarf. Dafür können aber mit Hilfe des 3D-Drucks Produkte mit bisher nicht möglichen, komplexen Stoffzusammensetzungen…
Mehrstöckige Holzbauten liegen im Trend. Damit ihnen starker Wind oder ein Erdbeben nichts anhaben können, müssen genügend Aussteifungen im Tragwerk vorhanden sein. Die Grundlagen hierzu liefern Computerberechnungen. Um diese in der Praxis zu überprüfen und die Computermodelle zu verbessern, nutzen Empa-Forschende einen zwei Tonnen schweren «Shaker». Im grössten Labor der Empa in Dübendorf, der Bauhalle, wird für den Tag der offenen Tür am 14. September 2024 ein eindrückliches Experiment aufgebaut. Herzstück dabei ist der sogenannte «Shaker». Mit diesem werden dann…
ETH-Forschende haben ein schnelles, robotergestütztes Druckverfahren für Erdmaterialien entwickelt, das ohne Zement auskommt. Ganze Häuser können aus Lehm oder Erde gebaut werden. Das Material ist billig, fast überall verfügbar und beim Bauen nachhaltig, weil es ohne Zement auskommt. Herkömmliche Baumethoden sind jedoch sehr arbeitsintensiv, langsam und daher teuer. ETH-Forschende haben nun ein schnelles, robotergestütztes Druckverfahren für Erdmaterialien entwickelt, das ohne Zement auskommt. Beim so genannten «Impact Printing» schiesst ein Roboter Material von oben und baut so nach und nach eine…