Materialwissenschaften

Materialwissenschaften

Schneller und leiser bremsen: Neuer Modifikator für Reibbeläge verbessert Bremseigenschaften

Künftig können die Fahrer von Nutzfahrzeugen und Pkw’s nicht nur schneller, sondern auch leiser bremsen: Für die Herstellung von Bremsbelägen hat die Bayer Chemicals AG, Leverkusen, einen neuen Modifikator entwickelt, der die Bremseigenschaften deutlich verbessert. Baymod® N VP KA 8641 gehört zur Gruppe der weichmachenden Polymere und ist eine Weiterentwicklung von Baymod® N XL 38.20, der bereits einen neuen Standard im Bereich Pulver-Nitrilkautschuk gesetzt hat. Bei gleichen chemischen Eigensch

Materialwissenschaften

Fraunhofer Leitinnovation "Adaptive Strukturen" – Potenzial für die Forschungslandschaft

Wissenschaftler des Darmstädter Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit LBF haben ein Ziel: den jungen Forschungszweig der “Adaptiven Strukturen” voran zu treiben und die innovative Technologie in kommerzielle Anwendungen zu überführen. Dieses Thema wurde vom Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft FhG, Professor Bullinger, als wegweisend für die Zukunft identifiziert.

Die Fraunhofer-Gesellschaft hat zwölf wissenschaftliche Leitinnovationen ausgerufen. Damit möchte die mittlerweile zwei

Materialwissenschaften

Porositätssprung: Lamellares Material ändert seinen Schichtabstand durch Einbau kleiner Moleküle

Ein Kristall hat eine definierte Struktur, an der sich im Nachhinein nicht mehr viel ändern lässt – dieses Dogma haben spanische Chemiker nun durchbrochen: Sie haben ein schichtartiges Material hergestellt, dessen Porosität sich schlagartig erhöhen lässt. Dies könnte die Geburtsstunde einer neuen Art von Materialien mit maßgeschneiderten, auf äußere Signale antwortenden Poren sein. Mikroporöse Stoffe können “Gast”-Moleküle aufnehmen und sind heiß begehrt, etwa als selektive Katalysatoren, Ionenaustau

Materialwissenschaften

Kleine Fehler haben große Wirkung

Max-Planck-Materialforscher haben aufgedeckt, warum ferroelektrische Materialien im Nanometerbereich ihre nützlichen Eigenschaften verlieren

Viele Materialien verlieren ihre nutzbringenden Eigenschaften, wenn ihre äußeren Abmessungen unter einen bestimmten Schwellenwert fallen. Dieser so genannte Size-Effekt, dessen Ursachen vielfältig sein können, behindert die weitere Miniaturisierung von elektronischen, elektromechanischen und elektrooptischen Bauelementen. Für eine besonders auss

Materialwissenschaften

Basilikum-Extrakt schützt vor Bakterien

Neuartige Kunststofffolie entwickelt

Forscherteams des israelischen Technion Institute of Technology in Haifa und der australischen Victoria University in Melbourne haben eine Plastikfolie entwickelt, die Lebensmittel länger haltbar machen soll. Die Folie enthält einen antibakteriellen Extrakt, der langsam vom Kunststoff abgegeben wird. Er wird aus zwei ätherischen Ölen des Basilikums gewonnen, deren positive Wirkung gegen verbreitete Bakterienarten bekannt ist. Entscheidend für die

Materialwissenschaften

Testverfahren für chemikalienbeständige Schuhe

Um die Schuhhersteller bei der Produktion sichererer Schuhe zu unterstützen, wurden jetzt Testläufe durchgeführt, in denen die Beständigkeit von Schuhen gegen Chemikalien und Mikroorganismen analysiert wurde.

Arbeitnehmer in Chemie- oder Laborumgebungen sind nicht selten gefährlichen chemischen Substanzen (in Form von Flüssigkeiten oder Gasen) und Mikroorganismen ausgesetzt. Schon 1989 wurde in einer EU-Richtlinie (89/686) über die Grundanforderungen zur Gesundheit und Sicherheit die Notwen

Materialwissenschaften

Neue SFRC-Konstruktionen mit minimalen Änderungen

Zur Minimierung des Implementierungsaufwands bei gleichzeitiger Maximierung der Qualität wurde jetzt ein Entwurfsverfahren für Komponenten aus stahlfaserverstärktem Beton (Steel Fibre Reinforced Concrete, SFRC) entwickelt, das auf der bestens bekannten Sigma-Epsilon-Technik basiert.

Die Zähigkeitseigenschaften von SFRC lassen sich nach bahnbrechenden Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Beton-Balkenprüfung künftig exakt bestimmen. Durchgeführt wurden die Tests im Rahmen des Projekts

Materialwissenschaften

Neuer Supraleiter entdeckt

Eine japanische Wissenschaftlergruppe um Zenji Hiroi von der University of Tokyo hat aus den Elementen Kalium, Osmium und Sauerstoff eine neue supraleitende Phase mit der Zusammensetzung KOs2O6 synthetisiert.

Sobald diese Verbindung auf eine Temperatur von 9,6 Kelvin abgekühlt wird, setzt sie dem elektrischen Strom keinen Widerstand mehr entgegen und behält diese Eigenschaft sogar beim Wirken vergleichsweise hoher externer Magnetfelder bei.

Die Forscher haben bereits vor zwei Jahr

Materialwissenschaften

Durchs Ofenfenster beim Brennen zusehen

Jedes Kind weiß, dass Kohle brennbar ist. Und Bremsscheiben? – Zumal wenn sie wie in Formel-1-Rennwagen und einigen Topmodellen von Porsche und Mercedes aus Siliciumcarbid bestehen, das mit Kohlenstofffasern verstärkt ist? Hochleistungkeramiken wie diese werden wegen ihrer überlegenen Bremseigenschaften bald auch in mittelprächtigen Autos eingesetzt. Rasante Passfahrten können sie ebenso wie ihre metallischen Verwandten in Rotglut versetzen. In Lastwagen müssen sie die Bewegungsenergie einer tonnens

Materialwissenschaften

Fertigung multifunktionaler Oberflächen als Schlüssel- und Querschnittstechnologie von morgen

“Innovative Methoden zur Herstellung funktionaler Oberflächen”: Stiftung richtet neue Initiative mit ingenieurwissenschaftlichem Schwerpunkt ein

Die Lotusblume gab lange Zeit das Rätsel auf, warum sie durch nahezu nichts in ihrer Schönheit zu trüben ist und selbst Schlamm an ihren Blättern abperlt. Dann entdeckten Wissenschaftler zu Beginn der 1980er Jahre, dass eine im Mikro- und Nanobereich sehr wirkungsvoll strukturierte (und nicht etwa eine besonders glatte) Oberfläche das reine

Materialwissenschaften

Katalysatoren aus ungewöhnlichen Materialmischungen

Chemiker der Universität Jena beenden Verbundprojekt erfolgreich und suchen jetzt Praxispartner

Saubere Luft wird immer wichtiger – im Büro ebenso wie in der Fabrikhalle. Nicht zuletzt die Bestimmungen der Europäischen Union verschärfen die Anforderungen an die Abgasreinigung. Als Konsequenz müssen neue Katalysatoren entwickelt und gebaut werden. Diesem Thema widmet sich u. a. das vom Bundesforschungsministerium (BMBF) geförderte Programm “Innovative regionale Wachstumskerne – Netzwe

Materialwissenschaften

Autolack wird kratzfester durch Nano-Partikel

Mercedes-Benz bietet ab Ende 2003 als nach eigenen Angaben weltweit erster Autohersteller einen besonders kratzfesten Autolack an. Der so genannte Nano-Lack schütze deutlich besser vor Kratzern etwa in der Autowaschanlage, berichtete DaimlerChrysler am Mittwoch in Stuttgart.

Der in vier Jahren entwickelte Lack enthalte mikroskopisch kleine Keramikpartikel, die beim Aushärten eine sehr dichte Netzstruktur bildeten. Versuche in Autowaschanlagen hätten eine um das dreifache verbesserte Kratzbes

Materialwissenschaften

Alte Autoreifen dienen dem Umweltschutz

Jae Park und seine Kollegen vom Department für Ingenieur- und Umweltwissenschaften von der University of Wisconsin in Madison, haben festgestellt, dass sich das Granulat von geschredderten Altreifen hervorragend eignet, um Grundwasser vor organischen Düngemitteln und Pestiziden zu schützen. Dazu wird der zerkleinerte Reifengummi als Zwischenschicht in das Erdreich eingelagert. Insbesondere für Nitrate besitzen die Pneus ein ausgezeichnetes Absorptionsvermögen.

Gerade für Golfplätze könnte d

Materialwissenschaften

Papierdünne 20%-Solarzellen mit neuer Technologie

Ein aufmerksamer Blick auf aktuelle Meldungen aus der Solarstrombranche zeigt, dass Materialeinsparung und höhere Wirkungsgrade für die Solarzellenhersteller im Mittelpunkt stehen. Die Notwendigkeit, beide Ziele gleichzeitig zu erreichen, ergibt sich aus den relativ hohen Kosten für das Ausgangsmaterial kristallines Silicium, aus dem mehr als 90% aller weltweit hergestellten Solarzellen bestehen. Im Labor des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE wurde jetzt eine 37 Mikrometer (µm) dünne

Materialwissenschaften

Forscher entwickeln kalt verformbaren Kunststoff

Materialwissenschaftler um Anne M. Mayes vom Massachusetts Institute of Technology in Cambridge haben einen neuartigen Kunststoff entwickelt, der sich bereits bei Raumtemperatur allein durch Druck verformen lässt. Die Forscher nutzen dazu eine Mischung aus zwei unterschiedlichen Polymeren, die eine hohe beziehungsweise eine niedrige Glasübergangstemperatur besitzen.

Das Material mit dem Namen BAROPLASTIC wird als pulverförmiges Gemisch aus dem vergleichsweise starren Polystyrol und dem rela

Materialwissenschaften

Bioverbunde erobern moderne Leichtbaukonstruktionen

Mit Unterstützung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) ebnet die Invent GmbH Naturfaserverbundwerkstoffen den Weg in neue Anwendungen. Neben einem Kajak und einem Messestand soll auch ein Motorradhelm aus dem Bioverbund entwickelt werden. Ziel ist es, die Kombination aus Naturfasergewebe und Pflanzenölmatrix für die Serienproduktion von Massengütern reif zu machen.

Naturfaserverbundwerkstoffe haben ein großes Potenzial, darin sind sich die Experten einig. Da die Fasern von F

Rückmeldung