Materialwissenschaften

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Neue Keramik zum Nageln

Einen ungewöhnlichen Werkstoff, der hitzebeständig wie Keramik und gleichzeitig zäh wie Holz ist, entwickelte ein Doktorand der österreichischen Montanuniversität Leoben.

Keramische Werkstoffe sind dadurch gekennzeichnet, dass sie zwar enorm hohe Temperaturen aushalten, aber spröd brechen. Jahrzehntelang sind Werkstoffwissenschafter auf der Suche nach einer Keramik, die ähnlich zäh wie Holz ist. Dies gelang nun dem Österreicher Dr. Reinhard Simon, der im Rahmen seiner Doktorarbeit an

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Erstmals Katalysator bei der Arbeit zugeschaut

Berliner Max-Planck-Forschern gelingen fundamentale Einblicke in die Wirkungsweise von Katalysatoren

In der theoretischen Materialwissenschaft ist ein seit Jahren angestrebter Brückenschlag gelungen: Eine katalytische Reaktion lässt sich erstmals unter realistischen Temperatur- und Druckbedingungen verfolgen, beginnend bei den elektronischen Bindungen über die atomaren Prozesse bis hin zur mesoskopischen Beschreibung der letztlich messbaren katalytischen Aktivität. Forscher des Berliner

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Neue Auftriebsmethoden für Gasturbinenbrenner und -gehäuse

Komponenten von Gasturbinen-Aeromotoren sind der extremsten mechanischen Ermüdungen ausgesetzt. Dies macht neue Materialien erforderlich, die den zukünftigen Kriterien der Gesetzgebung entsprechen. Rolls Royce ist es nun gelungen, dieses Problem bei allen Komponenten in Angriff zu nehmen, die im Laufe eines jeden Motorenlebenszyklus sowohl der Kriechspannung als auch der Plastizität ausgesetzt sind.

Um erfolgreich mit anderen Herstellern konkurrieren zu können, ist die europäische G

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Neue verschleißarme Tribowerkstoffe für Kunststoff-Bauteile

Bereits vor einigen Jahren hatten die Dresdner Wissenschaftler um Dr. Dieter Lehmann auf diesem Gebiet für Aufsehen gesorgt: Weltweit war es erstmals gelungen, den Hochleistungskunststoff Polytetrafluorethylen (PTFE, besser bekannt unter dem DuPont-Markennamen Teflon, z. B. aus Antihaftbeschichtungen) chemisch mit dem technischen Kunststoff Polyamid zu koppeln und so einen Werkstoff zu erhalten, der gleichermaßen die ausgezeichneten anti-adhäsiven und Gleiteigenschaften des PTFE und die sehr guten me

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Herstellung und Anwendung neuartiger Nanomaterialien

Wissenschaftler aus Leipzig und Nowosibirsk können künftig verstärkt zusammenarbeiten. Die Zusammenarbeit wird vom Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) unterstützt. Ziel der Kooperation sind die Herstellung neuartiger Nanomaterialien und die Prüfung ihrer Anwendungspotenziale.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) finanziert für drei Jahre ein Wissenschaftleraustauschprogramm von Prof. Dr. Klaus Bente, Institut für Mineralogie, Kristallographie und Materialwis

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Realisierung der Ölförderung in der Tiefsee

Wir müssen immer tiefer und tiefer in die Ozeane vordringen, um Öl zu finden. Wir wissen, dass es dort Öl gibt. Es wird aber immer schwieriger dorthin zu gelangen. Ein neues Material, Thermotite TDF, besitzt außergewöhnliche Eigenschaften, die eine bessere Isolierung von Rohren und anderen bei Tiefseeförderungen eingesetzten Steigleitungen ermöglichen.

Öl wird solange die Energiequelle Nr. 1 bleiben, bis alternative Energiequellen weiter entwickelt worden sind und breite Anwendung

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Vielseitige Kristalle

Doppel-Wolframate machen Laser effizienter. Das Projekt DT- CRYS erforscht den seltenen Werkstoff

Das Stückchen Kristall ist durchsichtig, etwa so groß wie ein Daumennagel. Man könnte es für Glas halten. Oder für einen großen Diamanten. Wertvoll und selten ist es ja, doch seinen Wert machen vor allem seine Anwendungsmöglichkeiten in der Lasertechnik und der Optoelektronik aus. Es handelt sich um einen Doppel-Wolframat- Kristall mit einer ganz speziellen Gitterstruktur; er ist monok

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Neues Verfahren zur lösemittelfreien Herstellung von Dekorfolien für die Keramikindustrie

Neues Verfahren in Nordrhein-Westfalen und im Saarland soll Alternativen aufzeigen – Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert mit 111.000 Euro Flotte Sprüche, lustige Motive, klassische Dekorationen – jeder hat seine Lieblingstasse, aus der er morgens Kaffee oder Tee trinkt. Doch die schmucken Tassen haben einen Schönheitsfehler: Um das Motiv auf der Keramik zu fixieren, werden Folien benutzt, die mit umwelt- und gesundheitsschädlichen Lösemitteln hergestellt werden. Geeignete Ersatzsto

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Laser-Direkt-Strukturierung bietet Vorteile bei der Produktion von Molded Interconnect Devices

Bei Molded Interconnect Devices (3D-MIDs) handelt es sich um spritzgegossene Schaltungsträger, mit denen es möglich wird, elektronische und mechanische Komponenten auf nahezu jeder beliebig geformten Leiterplatte zu integrieren. MIDs ermöglichen daher völlig neue Funktionen und unterstützen die weitere Miniaturisierung von zahlreichen Produkten. So lassen sich beispielsweise äußerst feinstrukturierte Leiterbahnen – mit Leiterbahnbreiten und -abständen unterhalb von 100 µm – sicher herstellen. Die te

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2 in 1: Verschleiß- und Korrosionsschutz in einem – möglich durch plasmaimpax!

Durch die Kombination einer Randschichtvorbehandlung des Bauteils mit einer speziell hergestellten Diamant-ähnlichen Kohlenstoffschicht (DLC) können Oberflächen besonders kompakt gestaltet werden und bieten daher einen optimalen Verschleiß- und Korrosionsschutz für alle Komponenten in tribologisch beanspruchten Systemen.

Lager, Wellen oder Verzahnungen aus Stahl für Antriebssysteme in Fahrzeugen oder Gelenkimplantate aus Titan für den Einsatz in der Medizintechnik unterliegen stetig wachse

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Dimensions- und witterungsbeständige Alternative zu Holz: Bahnschwellen aus Polyurethan

Holz ist einer der ältesten Werkstoffe der Menschheit – und gleichzeitig sicher einer der faszinierendsten. Gleichwohl hat der Einsatz dieses sympathischen Materials auch seine Grenzen. So ist Holz als nachwachsender Rohstoff nicht beständig gegen Verwitterung. Auch die hohe Verzugsneigung des Materials hat Ingenieure in manchen Bereichen, in denen Holz traditionell Einsatz findet, nach Alternativen suchen lassen. “Eslon Neo Lumber FFU” ist ein extrem dimensionsbeständiges Compositmaterial a

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Neue transparente thermoplastische Polyurethane zum Ummanteln von Textilfäden: Freier Blick auf das Effektgarn

Ungeahnte Gestaltungsmöglichkeiten versprechen neue lichtstabile Typen der thermoplastischen Polyurethane (TPU) Desmopan®/Texin, die die Bayer MaterialScience AG zur Ummantelung von Garnen für Textilien aller Art entwickelt hat. Die auf aliphatischen Isocyanaten und Polyethern basierenden Werkstoffe vergilben mit der Zeit durch Einwirkung von UV-Strahlung so gut wie nicht. Sie sind deshalb beliebig auch in hellen Farben einfärbbar. “Ihr besonderer Clou ist die Transparenz, die den Blick auf das Garn

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Glasplättchen vom Zahn der Zeit zernagt

Wie korrosiv eine Umgebung ist, erfassen dünne Plättchen aus Spezialglas in wenigen Wochen. Mit diesen Sensoren lässt sich im Freien Umwelt-Monitoring betreiben. In Innenräumen könnten empfindliche Produktionsprozesse wie etwa die Chipherstellung überwacht werden.

Wo rostet ein Jeep schneller – in der staubigen Sahara oder vor einem britischen Landsitz? Eine sehr einfache Quizfrage: Sicher das Auto im regenreichen England. Wie viel schneller es allerdings korrodiert, hängt nicht nur

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Neue Herstellungsmethode verbessert Zementfestigkeit und verringert Kosten

Der gewöhnliche Portlandzement (OPC Ordinary Portland Cement) muss ungefähr zwei bis drei Stunden abbinden. Ein deutsches Unternehmen entwickelt derzeit ein neues Herstellungsverfahren mit dem Namen HEM (High Energy Milling = Hochenergiemahlen), mit dem die Abbindezeit von Zement nur noch zwei bis drei Minuten beträgt.

Die herkömmlichen Herstellungsverfahren des gewöhnlichen Portlandzements (OPC) sind niederkinetisch, arbeiten mit Trommelmühlen und haben eine Korngrössenverteilung, bei der

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Ionenstrahlen bohren Nano-Löcher

Wissenschaftlern im Forschungszentrum Rossendorf (FZR) in Dresden ist es gelungen, mit einem sehr fein gebündelten Ionenstrahl ein besonders kleines Loch in die winzige Spitze eines Rasterkraftmikroskops zu bohren. Mit dieser “Lochblende” sollen dann einzelne Ionen (geladene Teilchen) gezielt auf eine Materialoberfläche gelenkt werden. So könnten einzelne Atome eines beliebigen chemischen Elements nanometergenau in einem Material vergraben (“implantiert”) werden, wodurch sich die physikalischen Eigen

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Kostengünstige Methode zur Herstellung von Mikrostrukturen aus Edelstahl und Titan mit hohen Aspektverhältnissen

Laserformabtrag von Mikromischerstrukturen

Das Institut für Mikrotechnik Mainz GmbH (IMM) hat eine kostengünstige Methode zur Herstellung von Mikromischerstrukturen aus Edelstahl und Titan entwickelt. Durch Formabtrag mittels Nd:YAG-Laserstrahlung können aufwändigere Mikrofertigungsverfahren ersetzt werden. Die mikrostrukturierten Segmente sind Hauptbestandteil von Mikromischern zur Herstellung von Dispersionen.

Typische Kanalgrößen der interdigitalen Zuführeinheit von Stand

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