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Landwirtschaft & Umwelt

Hat Die Steinnelke Ein Rezept Gegen Den Klimawandel?

Eine Alpenpflanze könnte über den Schlüssel für ihr Fortbestehen in einem sich stetig erwärmenden Klima verfügen. Forschende der ETH Zürich haben nämlich den Ursprung von zwei uralten Genvarianten in der Pflanze geklärt. Diese Varianten steuern den Zeitpunkt des Blühens. Das Klima erwärmt sich immer schneller, besonders in den Alpen. Das fordert Organismen heraus. Wenn sie sich nicht in grössere Höhen ausbreiten, müssen sie sich an ihrem bisherigen Standort sehr rasch an höhere Temperaturen anpassen, oder ihre Populationen werden geschwächt und…

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Ökologie Umwelt- Naturschutz

Polarstern startet Richtung Arktis

Expedition in das Langzeitobservatorium zwischen Grönland und Spitzbergen. Am Pfingstmontag, den 24. Mai 2021 startet die Polarstern Richtung Arktis. In der Framstraße zwischen Grönland und Spitzbergen werden gut 50 wissenschaftliche Fahrtteilnehmende die seit über 20 Jahren laufenden Langzeitbeobachtungen im sogenannten AWI HAUSGARTEN fortsetzen. Sie erforschen hier den Einfluss von Umweltveränderungen auf das arktische Tiefseeökosystem. Die Arktis verändert sich: Steigende Wassertemperaturen und der Rückgang des Meereises bewirken dadurch Ökosystemverschiebungen im offenen Wasser und im tiefen Ozean. „Wir wollen die Änderungen im…

Geowissenschaften

Grundwasserüberwachung mit Erdbebenmessgeräten

Wie lässt sich in schwer zugänglichen Gebieten ermitteln, wie leer oder voll der Bodenspeicher ist? Forschende des Deutschen GeoForschungsZentrums (GFZ) haben jetzt gemeinsam mit Kollegen aus Nepal demonstriert, mit Erdbebenmessgeräten die Grundwasserdynamik in Hochgebirgen zu verfolgen: Sie nutzen seismische Wellen, wie sie bei Bodenerschütterungen entstehen. Die Forschenden um Luc Illien, Christoph Sens-Schönfelder und Christoff Andermann vom GFZ berichten darüber im Fachjournal AGU Advances. Wasser im Hochgebirge hat viele Gesichter. Gefroren im Boden ist es wie ein Zementfundament, das Hänge stabil…

Geowissenschaften

Welternährung: Neue Sorten für Anpassung an den Klimawandel erforderlich

Der LMU-Geograph Dr. Florian Zabel hat mit einem internationalen Forscherteam die globalen Auswirkungen des Klimawandels auf den Anbau der vier wichtigsten Nutzpflanzen simuliert. Mit Hilfe angepasster Sorten können klimawandelbedingte Ertragsminderungen aufgewogen und die globale Produktion sogar deutlich gesteigert werden. Dafür würden auf bis zu 40% der globalen Ackerflächen neue, lokal angepasste Sorten benötigt. Mit zunehmender Erwärmung steigt allerdings das Risiko, dass keine angepassten Sorten zur Verfügung stehen. Die Landwirtschaft ist nicht nur einer der größten Verursacher des Klimawandels, sondern auch…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Baumartenvielfalt ist kein Schutz gegen Borkenkäferbefall

In den vergangenen Jahren konnten es Försterinnen und Förster hautnah beobachten: Erst schwächt langanhalte Trockenheit die Bäume, dann greifen Borkenkäfer und andere Schädlinge an. Während gesunde Bäume die Eindringlinge mit Harz fernhalten, sind gestresste beinahe wehrlos. Die Freiburger Wissenschaftlerin Sylvie Berthelot und ihr Team von Forschenden aus der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen und der Fakultät für Biologie untersuchen die Bedeutung von Baumdiversität auf den Borkenkäferbefall. Sie gehen der Frage nach, ob die Zusammensetzung der Baumarten eines Waldes das…

Agrar- Forstwissenschaften

Wie kooperative Wurzelnetzwerke gestressten Bäumen helfen können

Wer gute Netzwerke hat, kommt besser durch schwierige Lebenslagen. Was für uns Menschen gilt, konnte eine Forschungsgruppe um Uta Berger, Professorin für Forstliche Biometrie und Systemanalyse an der TU Dresden, auch für Mangrovenbäume nachweisen. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Kropotkin‘s Garden“ wurden jetzt im renommierten Nature-Magazin „Communications Biology“ veröffentlicht. Die VolkswagenStiftung förderte die Forschung im Rahmen ihres Programms „Offen für Außergewöhnliches“. Dass Wurzeln von Bäumen derselben oder gar verschiedener Spezies miteinander verwachsen und sich so zu Netzwerken verbinden, ist nicht neu….

Geowissenschaften

Natürliche Ökosysteme nutzen Wasser nur effizient …

… wenn Stickstoff und Phosphor ausgewogen verfügbar sind. Wie effizient Pflanzen Wasser und Kohlendioxid für ihr Wachstum umsetzen, wird von der Verfügbarkeit von Nährstoffen und deren Gleichgewicht im Ökosystem bestimmt. Forscher des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena und ihre spanischen Partner analysierten die Reaktionen von Pflanzen und deren Umgebung auf die Zugabe von Stickstoff und Phosphor. Für ein halbtrockenes Savannen-Ökosystem fanden sie, dass die alleinige Zugabe von Stickstoff die Pflanzen besser wachsen lässt, aber auch zu einem stärkeren Wasserverbrauch führt….

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Das Ende vieler asiatischer Gletscher ist besiegelt

Vom Wasser aus den Gletschern Hochasiens, wozu neben dem Himalaya auch das Tibetische Hochland und die zentralasiatischen Gebirge gehören, sind rund 250 Millionen Menschen abhängig. Doch um die grösste nicht-polare Eismasse der Erde ist es schlecht bestellt, zeigt eine Studie unter Leitung der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL. Das Forschungsteam hat eine neue Berechnungsmethode entwickelt, die mit Hilfe von Satellitendaten die Balance zwischen neu gebildetem und geschmolzenem Gletscher-Eis abschätzen kann. Die Gletscher Hochasiens speisen unter anderem die…

Geowissenschaften

Mess-Festival in Brandenburg zur Erfassung kleinräumiger Wetterphänomene

So könnte man das Projekt FESSTVaL umschreiben, welches von Mitte Mai bis August 2021 rund um das Meteorologische Observatorium Lindenberg – Richard-Aßmann-Observatorium (MOL-RAO) des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im Landkreis Oder-Spree stattfinden wird. Gemessen werden sollen Wetterphänomene, die wir alle kennen: Das Wetter ist warm und schön, und plötzlich kommt ein Gewitter auf. Die Luft kühlt sich deutlich ab, es treten starke Windböen auf und es fällt kräftiger Niederschlag, aber fünf Kilometer weiter regnet es noch nicht einmal einen Tropfen. Nach…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Kohlenstoff-Emission von Talsperren bislang deutlich unterschätzt

Talsperren dienen unter anderem als Reservoire für Trinkwasser, die landwirtschaftliche Bewässerung oder den Betrieb von Wasserkraftanlagen. Bisher ging man davon aus, dass Talsperren ungefähr so viel Kohlenstoff speichern, wie sie in Form von Treibhausgasen an die Atmosphäre abgeben. Forscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) am Standort Magdeburg konnten in Kooperation mit spanischen Wissenschaftlern des Katalanischen Instituts für Wasserforschung (ICRA) in Girona sowie der Universität Barcelona nun aber zeigen, dass Talsperren zweimal mehr Kohlenstoff freisetzen als sie speichern. Die Studie ist…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Ist die Klimasensitivität höher als gedacht?

Metastudie zu Edelgaskonzentrationen im Grundwasser rekonstruiert Klima der letzten Eiszeit. Eine internationale Metastudie, die mit Beteiligung des Heidelberger Umweltphysikers Prof. Dr. Werner Aeschbach durchgeführt wurde, deutet darauf hin, dass die letzte Eiszeit vor rund 20.000 Jahren kälter war als dies bisherige Rekonstruktionen der globalen Temperatur in diesem Zeitraum vermuten lassen. Zusammengefasst sind darin die Ergebnisse aus über 30 Einzelstudien. Die daraus hervorgehenden kalten eiszeitlichen Temperaturen weisen auf eine höhere Klimasensitivität hin. Das könnte bedeuten, dass die Erderwärmung höher ausfallen könnte…

Geowissenschaften

Erdbeobachtung mit Drohnenschwärmen

Neues Graduiertenkolleg zur Radarfernerkundung bewilligt … In Zukunft sollen mit Radarsensoren ausgestattete Drohnenschwärme Verborgenes sichtbar machen. Die technischen Grundlagen werden im nun bewilligten Graduiertenkolleg (GRK) „Kooperative Apertursynthese für Radar-Tomographie“ gelegt. Ab dem Wintersemester entwickeln Promovierende, Postdocs und etablierte Forschende der Universität Ulm und der FAU Erlangen-Nürnberg im GRK neue Konzepte der Radarfernerkundung für die Geowissenschaften. Das Graduiertenkolleg wird für zunächst viereinhalb Jahre mit rund 2,8 Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Nichts weniger als eine neue Qualität der…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Globale Landnutzungsänderungen größer als gedacht

Der Mensch hinterlässt weltweit seine „Fußabdrücke“ auf der Landoberfläche. Diese Landnutzungsänderungen spielen eine wichtige Rolle für Ernährung, Klima und Biodiversität. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben Satellitendaten mit Statistiken der vergangenen 60 Jahre kombiniert und herausgefunden, dass globale Landnutzungsänderungen rund 32 Prozent der Landoberfläche umfassen. Damit sind sie etwa viermal so groß wie bisher angenommen. Über ihre Ergebnisse berichten die Forschenden im Wissenschaftsmagazin Nature Communications. Der Mensch hinterlässt weltweit seine „Fußabdrücke“ auf der Landoberfläche. Diese Landnutzungsänderungen…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Mit Smartphones den ökologischen Wandel erfassen

Smartphone-Apps zur Pflanzenbestimmung wie „Flora Incognita“ können nicht nur Pflanzenarten erkennen, sie erfassen auch großräumige ökologische Muster. Diese Muster stimmen mit Langzeit-Kartierungen der deutschen Flora erstaunlich gut überein, obwohl sie in kürzester Zeit gewonnen wurden und stark vom Verhalten der Nutzer der App beeinflusst werden. Damit eröffnen sich neue Perspektiven für die schnelle Erfassung von Veränderungen der Biodiversität. Das sind die wesentlichen Erkenntnisse einer Studie, die von einem Forscherteam aus Mitteldeutschland durchgeführt und in der Zeitschrift Ecography veröffentlicht wurde. Mit…

Geowissenschaften

Starkes Beben, kleiner Tsunami

Die energiereichsten Erdbeben entstehen dort, wo ozeanische Erdplatten unter Kontinentalplatten abtauchen. Beben an solchen Subduktionszonen bergen immer die Gefahr, dass sie schwere Tsunamis auslösen. Doch als am 1. April 2014 die Erde bei der nordchilenischen Stadt Iquique mit einer Momentenmagnitude von 8,1 bebte, blieb der Tsunami verhältnismäßig klein. Ein einzigartiger seismologischer Datensatz, den Forscher*innen des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel jetzt in der internationalen Fachzeitschrift Geophysical Research Letters veröffentlichen, liefert eine mögliche Erklärung dafür. Wer die Entstehung von Erdbeben besser…

Agrar- Forstwissenschaften

„Pandemie” auf dem Rübenacker

Verbundprojekt untersucht Schilf-Glasflügelzikade als Überträger bakterieller Krankheit. Die Verbreitung invasiver Arten ist häufig eine Folge des globalen Wandels und stellt die Landwirtschaft vor große Herausforderungen. In einem neuen Forschungsprojekt untersucht die Universität Göttingen gemeinsam mit dem Julius-Kühn-Institut (JKI) und der Gemeinschaft zur Förderung von Pflanzeninnovation e.V. die Biologie der Schilf-Glasflügelzikade. Das kleine Insekt ist Überträger der neuartigen, bakteriellen Krankheit Syndrome Basse Richesse (SBR), welche zunehmend den Zuckerrübenanbau in Deutschland gefährdet. (pug) Allein im vergangenen Jahr hatte sich die befallene Fläche…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Schadstoffabbau und Treibhausgas-Verringerung

Neue Studie zur Funktionsweise aquatischer Ökosysteme. Die Funktionen wassergeprägter Ökosysteme können durch hydrologische Schwankungen erheblich beeinflusst und verändert werden. Von entscheidender Bedeutung sind dabei die variierenden Zustände redoxaktiver Substanzen. Dies haben Forscher*innen der Universität Bayreuth in Kooperation mit Partnern an den Universitäten Tübingen und Bristol sowie am Umweltforschungszentrum Halle-Leipzig herausgefunden. In der Zeitschrift „Nature Geoscience“ stellen sie ihre Entdeckung vor. Die neue Studie ermöglicht ein genaueres Verständnis biogeochemischer Prozesse, die zum Abbau von Schadstoffen und zur Verringerung von Treibhausgas-Emissionen beitragen….

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