Eine Alpenpflanze könnte über den Schlüssel für ihr Fortbestehen in einem sich stetig erwärmenden Klima verfügen. Forschende der ETH Zürich haben nämlich den Ursprung von zwei uralten Genvarianten in der Pflanze geklärt. Diese Varianten steuern den Zeitpunkt des Blühens. Das Klima erwärmt sich immer schneller, besonders in den Alpen. Das fordert Organismen heraus. Wenn sie sich nicht in grössere Höhen ausbreiten, müssen sie sich an ihrem bisherigen Standort sehr rasch an höhere Temperaturen anpassen, oder ihre Populationen werden geschwächt und…
Neuer Bericht “Waldzustand in Europa 2001” erschienen Wetterextreme, Schädlinge und Luftverschmutzung richten Schaden an einem Viertel aller Baumkronen an. Vor allem die Belastung mit Stickstoff ist eine Gefahr für Europas Wälder, die die jährlichen Einträge von 14 kg pro Hektar und mehr kaum noch aufnehmen können. Und trotz der deutlichen Reduktionen der Schwefelbelastung (aktuelle Einträge von 9 kg pro Hektar) fordern frühere Einträge noch heute ihren Tribut von den untersuchten Waldbö
Die Deutsche Welthungerhilfe hat zu erheblich größeren Anstrengungen und zu neuen Koalitionen bei der Bekämpfung des weltweiten Hungers aufgerufen. Bei der heute in Bonn eröffneten internationalen Ernährungskonferenz verlangte der Generalsekretär der Organisation, Volker Hausmann, eine viel deutlichere Schwerpunktsetzung der staatlichen Entwicklungshilfe auf die ländlichen Räume in den Entwicklungsländern. Die private Wirtschaft rief er dazu auf, wirtschaftliches Know-how auch für zunächst nich
Hunger und Armut in Entwicklungsländern lassen sich durch nachhaltige Landwirtschaft effektiv bekämpfen. Dies ist das Ergebnis einer Studie der britischen Universität Essex im Auftrag von Greenpeace und “Brot für die Welt”. Beide Organisationen präsentieren diese Studie heute anlässlich der Welternährungs-Konferenz des International Food Policy Research Institute (IFPRI) vom 4.-6. September in Bonn. Anhand von “208 Rezepten gegen den Hunger” belegt die Studie, dass landwirtschaftliche Erträge geste
Mit Abgasreinigung oder prozessintegrierten Maßnahmen gegen den Sommersmog In Deutschland ist die Lösemittelverordnung in Kraft getreten. Mit Wirkung vom 25. August 2001 wurde damit die EG-Lösemittelrichtlinie (Richtlinie 1999/13/EG) in deutsches Recht umgesetzt. Die Verordnung gilt ab sofort für neue Industrieanlagen und – mit einer Übergangsfrist bis zum Jahr 2007 – auch für bestehende Anlagen. Ziel ist es, den Ausstoß von organischen Lösemitteln bei ihrer Anwendung um weitere 250.000 Tonne
Würzburger Biophysiker Rainer Hedrich wird ausgezeichnet Der mit 750.000 Euro dotierte Körber-Preis wird am Freitag, 7. September, im Hamburger Rathaus an ein internationales Wissenschaftlerteam verliehen, dem auch der Pflanzenforscher Prof. Dr. Rainer Hedrich von der Universität Würzburg angehört. Die fünf Preisträger wollen gemeinsam Pflanzen züchten, die salztoleranter sind, mehr Nährstoffe enthalten und bessere Erträge liefern. Insbesondere Anbauprobleme in den ärmeren Ländern der
Das Oberlandesgericht München hat kürzlich eine Werbekampagne des Stromversorgers E.ON Energie gestoppt. Das Unternehmen hatte damit geworben, seinen Ökostromkunden “zu 100 % Strom aus Wasserkraft” zu liefern – eine Aussage, die das Gericht für irreführend hielt. Schließlich komme auch aus den Steckdosen der E.ON-Kunden nur der übliche Strommix, dessen Herkunft aufgrund des großen Verbundleitungsnetzes nicht analysierbar ist. Was ist also dran am Handel mit Strom aus erneuerbaren Energien, was hat
Der ungewöhnliche Reiseführer jetzt auch im Internet und auf CD-ROM erhältlich Die erste Ausgabe war wenige Wochen nach dem Erscheinen vergriffen. Jetzt liegt der etwas andere Reiseführer des Umweltbundesamtes “Zu den Böden Deutschlands – Böden sehen – Böden begreifen” in zweiter Auflage vor. Wegen der großen Nachfrage gibt es ihn zusätzlich als CD-ROM sowie im Internet: Unter der Adresse http://www.umweltbundesamt.de (Rubrik “Veröffentlichungen”) k
Der Naturschutzbund und RainTechnics geben eine Broschüre mit wertvollen Tipps zum verantwortungsvollen Umgang mit Wasser heraus. Obwohl Trinkwasser das wichtigste Lebensmittel ist, werden nur zwei Prozent zum Trinken und Kochen genutzt. Der Großteil wird die Toilette hinuntergespült, im Garten vergossen oder zur Reinigung verbraucht. Dabei ist Regenwasser beispielsweise besser zum Wäschewaschen geeignet als Trinkwasser. Die geringere Menge von Kalzium- und Magnesiumcarbonat macht das Regenwasser w
Fortschritte, die Anzahl unterernährter Kinder weltweit zu verringern, werden sich voraussichtlich in den nächsten beiden Dekaden deutlich verlangsamen, wenn die Maßnahmen zur nachhaltigen Ernährungssicherung weltweit nicht drastisch verstärkt werden. Zu diesem Ergebnis kommt das renommierte International Food Policy Research Institute (IFPRI) im aktuellen Bericht 2020 Global Food Outlook: Trends, Alternatives, and Choices, der heute vom Institutsleiter Per Pinstrup-Andersen und Mark M. Rosegrant,
Trennungsvorschriften und Verwertungsquoten gefährden funktionierende Kreislaufwirtschaft Sanierung kommunaler Mülldeponien zu Lasten von Bauunternehmen nicht hinnehmbar Als völlig praxisfremd und für die Bauunternehmen nicht hinnehmbar hat der Vorsitzende des Umweltausschusses des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Dipl.-Ing. Wolfgang Hollstegge, heute in Berlin den jetzt von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf einer Gewerbeabfallveror
Deutschland und Großbritannien sind zwei der wenigen Industrieländer, die aus eigener Kraft die Vorgaben des Kyoto-Protokolls erfüllen können. Gründe für den Rückgang der Emission von Treibhausgasen stellen Wissenschaftler in einer Studie dar. Zwei Schritte nach vorne – ein Schritt zurück. So sieht derzeit die weltweite Klimapolitik aus. Doch die vereinbarten Reduzierungen können auch ohne Schönrechnerei oder Taschenspielertricks erreicht werden. Wie das geht, machen Deutschland und Groß
Um aktuelle Fragen der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung ging es bei einem Treffen, zu dem das Landvolk Niedersachsen und die Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) am 23. August den niedersächsischen Umweltminister und niedersächsische Bundestagsabgeordnete in das Lehr- und Forschungsgut der TiHo nach Sarstedt-Ruthe eingeladen hatten. Minister Wolfgang Jüttner und die Parlamentarier – unter ihnen der Parlamentarische Staatssekretär Gerd Andres sowie Prof. Monika Ganseforth und Heino Wiese – n
In Deutschland fallen jaehrlich ca. 30 Millionen Tonnen Stroh an. Die technischen Angebote zur Strohbergung sowie zum Einstreuen und Verteilen sind vielfaeltig und verringern den menschlichen Arbeitsaufwand. Kuehe nach ihren Liegewuenschen “befragt”, bevorzugen nach Untersuchungen der Gesamthochschule Kassel in Witzenhausen verformbare Materialien wie Stroh, Saegemehl oder kiesigen Sand, gefolgt von Gummimatten oder Kuhmatratzen. Am wenigsten geschaetzt werden Holz, Beton oder Asp
Klima- und Wettervorhersagemodelle berücksichtigen derzeit die Wolken und ihr Eigenleben nur in sehr rudimentärer Weise. Der Lebenszyklus von Wolken und ihr Einfluss auf Wetter und Klima sind noch nicht ausreichend verstanden; außerdem lassen sie sich nur durch eine ausgefeilte Messstrategie ihre Geheimnisse entlocken. Genau das versucht momentan Prof. Dr. Clemens Simmer vom Meteorologischen Institut der Universität Bonn. Im Rahmen des Verbundprojekts “4D-WOLKEN”, das vom BMBF mit etwa 4 Mio. DM
Wenn in Bächen, Seen und Flüssen Spuren von Pflanzenschutzmitteln auftauchen, schrillen in den Wasserwerken die Alarmglocken. Auch in Oberflächengewässern sollen die Rückstände eines Pflanzenschutzmittels den Trinkwasser-Grenzwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter nicht überschreiten. Damit solche Belastungen vermieden werden, hat der Industrieverband Agrar vor zwei Jahren eine Initiative zum Schutz der Oberflächengewässer ins Leben gerufen. Jetzt hat diese Initiative ihre eigene Website erhalten: unter
Vorabmeldung der Ausgabe 17 vom 1. September 2001 Hürden für EU-Beitrittskandidaten In den Ländern Mittel- und Osteuropas (MOEL) hält der tiefgreifende Wandel in der Agrarwirtschaft an. Subventionsabbau und Systemumbau sollen die EU-Beitrittskandidaten fit machen für die EU und die Vorgaben der Welthandelsorganisation WTO. Doch die traditionellen Strukturen sind noch lange nicht auf westeuropäischem Niveau. Allein in Polen ist noch jeder vierte Arbeitnehmer in der Landwirtschaft beschä