Eine Alpenpflanze könnte über den Schlüssel für ihr Fortbestehen in einem sich stetig erwärmenden Klima verfügen. Forschende der ETH Zürich haben nämlich den Ursprung von zwei uralten Genvarianten in der Pflanze geklärt. Diese Varianten steuern den Zeitpunkt des Blühens. Das Klima erwärmt sich immer schneller, besonders in den Alpen. Das fordert Organismen heraus. Wenn sie sich nicht in grössere Höhen ausbreiten, müssen sie sich an ihrem bisherigen Standort sehr rasch an höhere Temperaturen anpassen, oder ihre Populationen werden geschwächt und…
Am Bachlauf der Lutter fördern das Bundesamt für Naturschutz, das Land Niedersachsen sowie die Landkreise Celle und Gifhorn seit 1989 ein Naturschutzgroßprojekt mit insgesamt 32,4 Mio. DM. Nachdem die Anzahl der Flussperlmuscheln im Heidebach Lutter – einem der letzten Vorkommen in Norddeutschland – über Jahrzehnte dramatisch zurückging, erholen sich die Bestände dank der ergriffenen Maßnahmen allmählich wieder. Auch seltene Fließgewässer-Libellen profitierten von den Schutzmaßnahmen. Neuerdings tret
Auf der neuen ICE-Trasse durch Siebengebirge, Westerwald und Taunus kann man bald nicht nur schneller von Köln nach Frankfurt reisen, durch das Großprojekt wissen wir nun auch mehr über die erdgeschichtliche Vergangenheit dieser Gegenden. Vielfach fündig wurden Bonner Wissenschaftler bei den Tunnelbauarbeiten für die neue Eisenbahnlinie. Ab Ende August sind die ihre Entdeckungen im Rahmen der Ausstellung “Seeskorpione und gepanzerte Fische” im Goldfuß-Museum der Universität Bonn, Nussallee 8, zu
Die TÜV NORD GRUPPE wird zusammen mit der schwedischen AF-Kontroll ein Joint Venture gründen, um Prüfungen von Nuklearanlagen in Schweden anzubieten. Die neue Gesellschaft, AF-TÜV NORD AB, hat bereits den Zuschlag für Prüfungen in den Kernkraftwerken Ringhals und Barsebaeck in Westschweden erhalten. Die AF-TÜV NORD AB plant über die Prüfungen in Kernkraftwerken hinaus weitere Dienstleistungen anzubieten. Durch die Zusammenarbeit mit AF-Kontroll wird die TÜV NORD GRUPPE stärker als bislang i
Greenpeace entdeckt immer mehr überfüllte Putenmastanlagen, in denen unter massivem Einsatz von Antibiotika Puten für Produkte des Nahrungsmittel-Konzerns Unilever unter skandalösen Umständen gemästet werden. Nach zwei Stallfunden in Niedersachsen entdeckte Greenpeace nun auch einen Putenstall mit besonders vielen verwahrlosten Tieren in Wieglitz in Sachsen-Anhalt. Seit heute morgen protestieren 20 Greenpeace-Aktivisten auf dem Gelände des Hofes gegen die skandalösen Zustände dieser Massentierhaltu
Forderungen zu einer neuen Oberstufe von Anette Schavan stoßen beim VDSG auf Unverständnis. Der Verband Deutscher Schulgeographen kritisiert Äußerungen der baden-württembergischen Kultusministerin und stellvertretenden Bundesvorsitzenden der CDU Anette Schavan zur “Neuordnung der Oberstufe” an Gymnasien. Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz hat sich in der Presse dafür ausgesprochen, dass künftig sieben Fächer verbindlich bis ins Abitur belegt werden müssten: Deutsch, Mathematik,
Der Naturschutzbund NABU hat das heutige Verbot des TPT-haltigen Pflanzenschutzmittels Brestan flüssig durch die Biologische Bundesanstalt für Landwirtschaft und Forsten (BBA) ausdrücklich begrüßt. “Ein später Sieg der Vernunft für die Sicherheit von Mensch und Natur”, kommentierte NABU-Präsident Jochen Flasbarth die Entscheidung der Braunschweiger Bundesbehörde. Der NABU hatte wiederholt auf die Gefährlichkeit von Triphenylzinn (TPT) hingewiesen und von der BBA und der zuständigen Verbraucherschut
Am 10. August 1991 wurde die deutsche Arktisstation in Ny-Ålesund eingeweiht. Das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung war das erste nicht-norwegische Institut, das eine ständig besetzte Station auf Spitzbergen einrichtete. Durch seine Polarstationen verfügt das Alfred-Wegener-Institut über kontinuierliche Beobachtungen für die Klima- und Atmosphärenforschung sowohl in der Arktis als auch in der Antarktis. Diese gleichzeitig erhobenen Messreihen sind ein einzigartiges Datenarch
Fossile Höhenmessung Bisher zuverlässigste Altersbestimmung in Dehnungsstrukturen der tibetanischen Kruste Das Alter des tibetanischen Hochplateaus konnte durch die bisher zuverlässigste Datierung einer Dehnungsstruktur in Tibet auf mindestens 13,5 Millionen Jahre bestimmt werden. Das berichtet eine internationale Arbeitsgruppe um Peter Blisniuk aus dem Institut für Geowissenschaften der Universität Potsdam in der neuen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins “Nature” (Nr. 412, 9. August 2001).
von Gerhard Wörner
Unter den zahlreichen geologischen Phänomenen hat es der Vulkanismus den Menschen besonderes angetan. Es gibt auf der Welt etwa 1.300 bekannte Vulkane, die seit der letzten Eiszeit aktiv gewesen sind, davon allerdings nur 21 in Europa. Die mit Abstand größte Zahl an Vulkanen findet sich im pazifischen “Ring des Feuers” (Abb. 1) entlang der Nahtstellen der pazifischen Ozeanplatten.
Ein objektiver Qualitätsvergleich von Nahrungsmitteln aus dem ökologischen und konventionellen Anbau ist schwierig. Aufgrund der Vielzahl von Einflussgrößen auf die Qualität der Produkte wie Boden, Sorte oder Witterung sind direkte Vergleiche nur bei gleichzeitigem Anbau am selben Standort zulässig. Für tierische Produkte verschärft sich das Problem durch den starken Einfluss der Futtermittel. Beim Vergleich von Öko- und konventionellem Getreide weisen die Biovarianten wegen ihres niedrigeren Pro
Von verschiedenen Obstbaubetrieben in der Bodenseeregion treffen zur Zeit die befürchteten katastrophalen Meldungen über eine massive Bedrohung durch den Feuerbrand ein. In der Versuchsstation Schlachters bei Lindau und in einem Praxisbetrieb überzeugten sich am Anfang Juli Vertreter von Politik, Ministerien, Berufsstand, Biologischer Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Presse, Funk und Fernsehen von dem Ausmaß der Feuerbrandkatastrophe.
“Der Feuerbrand bedroht nicht nur den Er
Schwermetalle im Abwasser sind giftig für die Umwelt. Die Industrie ist daran interessiert, sie zurückzugewinnen und weiterzuverarbeiten. Das herkömmliche Verfahren, Schwermetalle herauszufiltern, basiert auf Ionenaustauschern, die aus dem begrenzt verfügbaren Erdöl hergestellt werden. Wie der aid in Bonn mitteilt, hat nun die Fraunhofer Gesellschaft in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen in Obrigheim einen neuen “Bioabsorber” entwickelt. Statt synthetischer Harze wird Getreide-Kleie als Absorber e
“Handbuch Umweltcontrolling für die öffentliche Hand” vorgestellt Behörden und andere öffentliche Einrichtungen haben noch lange nicht ihre Möglichkeiten im Umweltschutz ausgeschöpft. Zum Beispiel beim Energiesparen: Fünf bis sechs Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland gehen auf das Konto der öffentlichen Hand. Allein bei der Heizenergie lassen sich bis zu 60 Prozent einsparen. Voraussetzung dafür: Umweltmanagement und Umweltcontrolling halten Einzug in öffentlichen Einrichtungen. W
WWF-Studie: Massenhaftes Sterben in Fischernetzen gefährdet Schweinswale Die Schweinswale in der Nordsee, die einzigen bei uns heimischen Wale, sind stark bedroht: In der zentralen und südlichen Nordsee sterben jedes Jahr durchschnittlich 7500 Schweinswale allein in den Stellnetzen der dänischen, britischen und schwedischen Fischerei als so genannte Beifänge – das sind weit mehr als die Population in der Nordsee verkraften kann. Darüber hinaus gibt es deutliche Hinweise für eine hohe Dunk
Der Naturschutzbund NABU bleibt auf einem soliden Wachstumskurs. “Unser Einsatz für den Schutz von Mensch und Natur steht auf einer breiten finanziellen und personellen Basis”, sagte NABU-Präsident Jochen Flasbarth bei der Vorstellung des NABU-Jahresberichts 2000. Etwas gedämpfter fiel das Urteil des NABU-Präsidenten zur aktuellen umweltpolitischen Situation in Deutschland aus: Zwar habe die Regierung Schröder einiges bewegt, doch von der Umsetzung des eigenen Klimaschutzprogramms über die Weiteren
Agrarwissenschaften der Tropen bieten Lehreinheiten an südamerikanischen und asiatischen Partnerunis an Das Tropenzentrum der Fakultät für Agrarwissenschaften der Universität Göttingen wird noch in diesem Jahr seine Lehre an ausländische Universitäten exportieren. Dafür wurden vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) 390.000 DM bewilligt. Die Voraussetzungen für das Projekt, das unter dem Titel EXPOMAT (Export von Modulen der Agrarwissenschaften in den Tropen) firmiert, wurden b