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Landwirtschaft & Umwelt

Hat Die Steinnelke Ein Rezept Gegen Den Klimawandel?

Eine Alpenpflanze könnte über den Schlüssel für ihr Fortbestehen in einem sich stetig erwärmenden Klima verfügen. Forschende der ETH Zürich haben nämlich den Ursprung von zwei uralten Genvarianten in der Pflanze geklärt. Diese Varianten steuern den Zeitpunkt des Blühens. Das Klima erwärmt sich immer schneller, besonders in den Alpen. Das fordert Organismen heraus. Wenn sie sich nicht in grössere Höhen ausbreiten, müssen sie sich an ihrem bisherigen Standort sehr rasch an höhere Temperaturen anpassen, oder ihre Populationen werden geschwächt und…

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Geowissenschaften

Der Klimawandel lässt Gletscherseen in Hochasien wachsen

Größer, wasserreicher, gefährlicher: Neue Studie der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Innsbruck hält Verzehnfachung des Wasservolumens und eine starke Zunahme der Naturgefahren für möglich. Wo Gletscher schmelzen, können Gletscherseen entstehen – oftmals mit sehr instabilen Ufern und großem Gefahrenpotential. Als Folge eines Dammbruchs oder durch Flutwellen nach Lawinenabgängen oder Felsstürzen können sich enorme Wassermassen ins Tal ergießen, die noch viele Kilometer stromabwärts große Zerstörungskraft besitzen. Modellrechnungen mit neuesten Daten zeigen nun, dass sich in den Gebirgen Hochasiens als Folge…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Pufferspeicher für „grüne“ Energie

Einfacher Aufbau macht Alkalimetall-Iod-Batterie wettbewerbsfähig. Ein unscheinbarer Stahlzylinder – rund sieben Zentimeter im Durchmesser und zehn Zentimeter hoch – könnte der Energiewende einen dringend benötigten Schub verleihen. Denn die Flüssigmetall-Batterie, die Dr. Juhan Lee und sein Team am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) entwickelt haben, glänzt vor allem durch ihren einfachen und kostengünstigen Aufbau. Die Jury des HZDR-Innovationswettbewerbs zeigte sich zudem beeindruckt, dass sich die Batterie am Ende ihrer Lebenszeit gut recyceln lässt. Die Preisverleihung findet am 8. März statt. Die Idee…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Mikroplastik im Meer: Ganzes Ausmaß noch immer nicht absehbar

Runder Tisch Meeresmüll: Neues Themenpapier Mikroplastik wird in allen Bereichen der deutschen Meere nachgewiesen und kann die Fortpflanzungsfähigkeit und Fitness von Meereslebewesen insbesondere an der Basis des marinen Nahrungsnetzes beeinträchtigen. In einem aktuellen Themenpapier unter Federführung des Fraunhofer UMSICHT zeigt der »Runde Tisch Meeresmüll« zahlreiche Möglichkeiten auf, wie weniger Mikroplastik ins Meer gelangen kann. Mikroplastik ist ein komplexes Umweltproblem. Es kann als direktes Mikroplastik in die Umwelt gelangen oder während der Nutzung durch Abrieb entstehen. Zur ersten Gruppe gehören zum…

Geowissenschaften

Neuer Hochleistungsrechner am DKRZ nimmt Betrieb auf

Levante – das neue, vierte Hochleistungsrechnersystem für die Erdsystemforschung (HLRE-4) – nimmt am 3. März 2022 in der ersten Ausbaustufe seinen Betrieb am Deutschen Klimarechenzentrum (DKRZ) auf. Der Supercomputer, der wie sein Vorgänger “Mistral” von der Firma Atos bereitgestellt wird, vervierfacht mit 14 PetaFLOPS die Rechenleistung am DKRZ.. Damit können Forscherinnen und Forscher auf dem DKRZ-System zukünftig z.B. mehr oder längere Simulationen mit besonders hoch aufgelösten globalen Klima- und Erdsystemmodellen durchführen. Solche Modelle erlauben erstmals eine rein physikalische Darstellung wichtiger…

Geowissenschaften

Neue Erkenntnisse zu Schwankungen im Atlantischen Strömungssystem

Verbesserte Modelle helfen, die Klimamaschine genauer zu verstehen. Ein gigantisches System von Meeresströmungen im Atlantik befördert unaufhörlich Wasser von Nord nach Süd und zurück. Diese Umwälzbewegung unterliegt starken Schwankungen und hat sich seit den 1990er Jahren abgeschwächt. Da sie auch große Mengen an Wärme transportiert, kann dies auch Folgen für das Klima auf der Erde haben. Ein internationales Team hat mit Beteiligung des GEOMAR jetzt genauer analysiert, wie sich diese ozeanische Umwälzbewegung während der vergangenen Jahrzehnte veränderte. Zu den größten…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

CO2-armer Transport von Materialien in Stahlfässern

Das Unternehmen Roundliner GmbH hat Fraunhofer UMSICHT mit einer Ökobilanzstudie beauftragt, um festzustellen, wie mit Hilfe von Inlinern – einer passgenauen und austauschbaren Auskleidung für Fässer – und in Kombination mit verschiedenen Aufbereitungsverfahren der Großteil der Fässer wiederverwendet werden und die CO2-Emissionen gesenkt werden können. Das Ergebnis: um bis bis zu 73 Prozent. Von der Extraktion der Rohstoffe über die Herstellung bis zur letzten Verwertung verursacht ein Stahlfass zum Transport von Materialien Treibhausgasemissionen. Die dabei entstehenden Mengen an Treibhausgasemissionen hat…

Geowissenschaften

Vulkane schufen Ozean-Plateau

Forschungsgruppe: „Rio Grande Rise“ kein Teil eines Kontinents Forschende der FAU haben nachgewiesen, dass das „Rio Grande Rise“, ein submarines Plateau im Südatlantik, vulkanischen Ursprungs ist. Damit widerlegen sie eine frühere Theorie, die das Plateau als Kontinentalfragment beschreibt. Die Erkenntnisse wurden jetzt im renommierten Fachjournal „Communications Earth & Environment” veröffentlicht. Sie sind wie Hochebenen, allerdings unter Wasser: In den Ozeanen der Erde gibt es Gebiete, die zwischen 3000 und 4000 Meter geringere Wassertiefen aufweisen als die umliegenden Becken. Eines der…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Die Tiefsee im Takt des Klimawandels

Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Karl-Michael Werner vom Thünen-Institut für Seefischerei und Margrete Emblemsvåg vom Institut Møreforsking AS und der arktischen Universität Norwegens haben eine ungewöhnliche Verbindung zwischen den Bodenfischgemeinschaften in Ostgrönland und den Auswirkungen des Klimawandels entdeckt. Beim Auswerten langer Zeitreihen beobachteten sie, dass Ökosysteme über den gesamten Tiefenbereich von 150 bis1500 Metern Wassertiefe zeitgleich auf Änderungen in der Atmosphäre, der Meereisbedeckung und der Oberflächentemperatur reagierten – erstaunlicherweise am deutlichsten bei Tiefseefischen, die unterhalb von 400…

Geowissenschaften

In Fels und Eis: Dem Millimeter auf der Spur

Die Massenänderung des Antarktischen Eisschildes führt zu Hebungen der Erdkruste: Um diese zu messen, waren Maria Kappelsberger M.Sc. und Karl Heidrich-Meisner, Doktorandin bzw. Geodäsie-Student an der Professur für Geodätische Erdsystemforschung der TU Dresden, auf dem antarktischen Festland tätig. Zusammen mit vier Quartärgeologen aus Köln und Kopenhagen haben sie ab dem 2. Februar 2022 für zwei Wochen Feldarbeiten in den Thala-Bergen im Enderby-Land, Ostantarktis, durchgeführt. Am 14. Februar 2022 wurde die Gruppe der sechs Wissenschaftler wieder zurück an Bord des deutschen…

Geowissenschaften

Mikrobielles Leben unter extremen Bedingungen

Team der Universität Tübingen erforscht das mit Schwermetallen belastete Mündungsgebiet des Rio Tinto in Spanien – Parallelen zur Umgebung auf dem Mars. An der Mündung des Rio Tinto im Südwesten Spaniens vermischt sich das durch den Erzabbau und Mineralverwitterung mit Schwermetallen belastete saure Flusswasser mit dem Salzwasser des Atlantischen Ozeans. Dort bildet sich eine einzigartige Gemeinschaft von Mikroorganismen aus, die die Extreme lieben. Sie leben in Wasser, das so sauer ist wie Essig, sind resistent gegenüber einem hohen Salzgehalt, und…

Agrar- Forstwissenschaften

Alte Linsen neu entdeckt

Forschende selektieren Sortentypen für Anbau in Deutschland. 8. März 2022, 10-17 Uhr: Digitale LinSel Konferenz 2022. Das Zentrum Ökologischer Landbau der Universität Hohenheim lädt Linsen-Interessierte zum Austausch ein. Pflanzliches Protein vom heimischen Feld – die Linse ist ein wahres „Superfood“. Auf deutschen Feldern wächst die alte Kulturpflanze jedoch nur selten: Zu komplizierte Ernte, zu wenig Ertrag. Die LinSel-Forschungsgruppe, koordiniert vom Zentrum Ökologischer Landbau der Universität Hohenheim in Stuttgart, möchte das ändern: Sie stellt auf der Konferenz sogenannte Genotypen vor, die…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Bundesweites Pilotprojekt zum Corona-Nachweis im Abwasser

Mehrere Tage bevor die ersten Krankheitssymptome auftreten, sind Coronaviren bereits im Abwasser nachweisbar. Dies bietet die Möglichkeit, die Fallzahlen schneller erheben, das Infektionsgeschehen präziser abbilden sowie neue COVID-19-Varianten und deren Verbreitung früher erkennen zu können. Der am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordinierte Projektverbund „Systematische Überwachung von SARS-CoV-2 im Abwasser“ will diese Potenziale heben und prüfen, ob und gegebenenfalls wie in Deutschland ein abwasserbasiertes COVID-19-Frühwarnsystem umgesetzt werden kann. Die Europäische Union fördert das Vorhaben mit rund 3,7 Millionen Euro. „Dieses…

Geowissenschaften

Die Bildung des Westantarktischen Eisschildes verlief anders als gedacht

AWI-Forschende weisen verzögerte Ausbreitung des Eisschildes vor 35 Millionen Jahren nach. Vor rund 35 Millionen Jahren kühlte sich die Erde stark ab. Etwa zur gleichen Zeit öffnete sich zwischen Südamerika und der Antarktis die Drake-Passage und machte damit den Weg frei für den Antarktischen Zirkumpolarstrom. Beide Faktoren führten dazu, dass die Antarktis komplett vereiste. Wie eine Studie des Alfred-Wegener-Instituts nun zeigt, wurde diese große Vereisung zumindest in einer Region verzögert. Dieses neue Puzzleteil in der frühen Geschichte des Westantarktischen Eisschildes…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Birken entfernen Mikroplastik aus dem Boden

Mithilfe von Bäumen könnten mit Mikroplastik belastete Böden saniert werden. Erstmals zeigen Forschende unter Leitung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), dass die Hänge-Birke während der Wachstumsphase Mikroplastik über die Wurzeln aufnimmt. Eine gute Nachricht, denn Böden sind um ein Vielfaches höher mit Mikroplastik verschmutzt als Meere und Ozeane. Bisher weiß man wenig darüber, wie Mikroplastik mit Landpflanzen höherer Ordnung interagiert. Jüngste Studien haben gezeigt, dass Mikroplastik in den Wurzeln landwirtschaftlich genutzter Pflanzen wie Weizen aufgenommen wird. Das Forschungsteam…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Fische und Tintenfische im zentralen Arktischen Ozean gefunden

MOSAiC-Expedition: Forschende weisen unerwartete Arten unter dem Eis der Arktis nach. Einzelne Exemplare von Kabeljau und Tintenfisch kommen viel weiter nördlich vor als bisher angenommen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der internationalen MOSAiC-Expedition mit dem Forschungseisbrecher Polarstern haben Fische und Tintenfische in tiefem Wasser mitten im Arktischen Ozean gefunden. Die Ergebnisse der Universität Stockholm, des Alfred-Wegener-Instituts und weiterer Forschender des EFICA-Konsortiums werden heute in der Fachzeitschrift Science Advances veröffentlicht. Eine große Überraschung erlebten die Fischbiologinnen und Fischbiologen im Team Ökosysteme auf der…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Ein Knotenpunkt für das Bioökonomie-Monitoring

Unter welchen Voraussetzungen ist Bioökonomie nachhaltig? Um diese Frage wissenschaftlich fundiert zu beantworten, erarbeitet das SYMOBIO-Forschungsteam ein systemisches Monitoring – und eine neue Website, die als zentrale Plattform für Bioökonomie-Monitoring etabliert wird. Maßgeblich beteiligt ist die Uni Kassel. Bioökonomie ist nicht per se nachhaltig, sondern muss entsprechend gestaltet werden. Das Projekt SYMOBIO 2.0, das vom Center for Environmental Systems Research (CESR) der Universität Kassel koordiniert wird, zeigt, wo die Probleme der deutschen Bioökonomie liegen und was verbessert werden sollte. Dabei…

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