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Landwirtschaft & Umwelt

Hat Die Steinnelke Ein Rezept Gegen Den Klimawandel?

Eine Alpenpflanze könnte über den Schlüssel für ihr Fortbestehen in einem sich stetig erwärmenden Klima verfügen. Forschende der ETH Zürich haben nämlich den Ursprung von zwei uralten Genvarianten in der Pflanze geklärt. Diese Varianten steuern den Zeitpunkt des Blühens. Das Klima erwärmt sich immer schneller, besonders in den Alpen. Das fordert Organismen heraus. Wenn sie sich nicht in grössere Höhen ausbreiten, müssen sie sich an ihrem bisherigen Standort sehr rasch an höhere Temperaturen anpassen, oder ihre Populationen werden geschwächt und…

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Geowissenschaften

Weltweit erste fossile Knorpel von Tintenfischen entdeckt

Neue Forschungsergebnisse: Ein Forschungsteam des Naturhistorischen Museums Wien und der Universität Wien hat über 10.000 einzigartige Fossilien der alpinen Triaszeit (vor rund 233 Millionen Jahren) untersucht und bislang unbekannte Strukturen im Gestein entdeckt. Nun konnte das Rätsel um die fossilen Überreste gelöst werden: Es handelt sich um den weltweit ersten Nachweis von Tintenfisch-Knorpeln. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift PLOS ONE publiziert. Ein kleiner Graben beim Polzberg zwischen Gaming und Lunz am See (Niederösterreich) verbirgt eine der wichtigsten Fossil-Fundstellen Österreichs,…

Geowissenschaften

Passgenaue Geodaten für die Gesellschaft

Die Klaus Tschira Stiftung führt HeiGIT, das Heidelberg Institute for Geoinformation Technology, in die Zukunft. Geboten werden Geoinformationstechnologie und Geoinformatik, die ganz konkret helfen. Unterführungen, Treppen und hohe Bordsteinkanten sind für Menschen mit Gehbeeinträchtigungen eine große Herausforderung. Ein maßgeschneiderter Routenplaner kann aber ihre Mobilität erhöhen, indem er Wege mit möglichst wenigen Hindernissen berechnet. Dieses Beispiel zeigt, wie Geoinformationstechnologie und Geoinformatik speziellen Gruppen in der Gesellschaft ganz konkret helfen. HeiGIT, das Heidelberg Institute for Geoinformation Technology, entwickelt nicht nur passgenaue Routenplaner,…

Geowissenschaften

Kein eiszeitlicher Düngeeffekt im Antarktischen Ozean

Kann eisenhaltiger Staub den Ozean düngen, dort das Algenwachstum anregen und dadurch das Kohlendioxid in der Atmosphäre wegfangen? Ob diese hypothetische Treibhausgasbremse in Eiszeiten wirkte, hat ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Bonn anhand von Tiefsee-Sedimentkernen aus der Scotia-See untersucht. Obwohl der Staubeintrag in Eiszeiten hoch war, ließen sich keine Belege für einen Düngungseffekt im antarktischen Ozean finden. Vielmehr war die Produktion etwa von Algen und damit die Kohlendioxid-Festlegung lediglich in Warmzeiten hoch, wenn der Staubeintrag gering war. Die…

Agrar- Forstwissenschaften

Bohnenanbau in vielfältigen Agrarlandschaften fördert Bienen und steigert Ertrag

Studie der Universität Göttingen. Bestäubung durch Insekten ist essenziell für die Produktion vieler Nahrungspflanzen. Das Vorkommen von Bestäubern wie Bienen ist davon abhängig, ob Nistplätze und ausreichend Nahrung vorhanden sind. Fehlen diese Voraussetzungen, bleiben auch die Bestäuber aus und es leidet der Ertrag von blühenden Ackerkulturen, wie zum Beispiel Ackerbohnen und Raps. Ein Team der Universität Göttingen und des Julius Kühn-Instituts (JKI) in Braunschweig hat untersucht, wie sich die Landschaftszusammensetzung aus blühenden Kulturen und naturnahen Habitaten auf die Dichten von…

Geowissenschaften

Ein Schwarm von 85.000 Erdbeben am antarktischen Unterwasservulkan Orca

In der abgelegenen Gegend identifiziert ein Mix geophysikalischer Methoden Magmatransfer unter dem Meeresboden als Ursache. Auch vor der Küste der Antarktis gibt es Vulkane. Am Tiefseevulkan Orca, der seit langem inaktiv ist, wurde 2020 eine Folge von mehr als 85.000 Erdbeben registriert, ein Schwarmbeben, das bis dahin für diese Region nicht beobachtete Ausmaße erreichte. Dass solche Ereignisse auch in derart abgelegenen und daher schlecht instrumentierten Gebieten sehr detailliert untersucht und beschrieben werden können, zeigt nun die Studie eines internationalen Teams,…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Mikroplastik – Erforschen und Aufklären

Zwischen 18 und 21 Millionen Tonnen Plastikmüll gelangen jährlich in die Gewässer dieser Welt. Die Tendenz: steigend. Um der Herausforderung zu begegnen, ist es nötig, ein breites gesellschaftliches Bewusstsein für die Verschmutzung der Umwelt mit Plastikabfall und dem daraus resultierenden Mikroplastik zu schaffen. Deshalb hat das Helmholtz-Zentrum Hereon nun eine digitale englischsprachige Informationsplattform zur Plastikverschmutzung entwickelt. Unter Federführung des Instituts für Umweltchemie des Küstenraumes wollen Forschende verschiedener Disziplinen am Helmholtz-Zentrum Hereon dazu beitragen, das öffentliche Bewusstsein für die Plastik- und…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Fließgewässer an Ackerflächen senken Schadstoffe im Wasserkreislauf

Wassergräben und kleine Bäche am Rand von landwirtschaftlichen Flächen tragen erheblich dazu bei, die aus der Landwirtschaft stammenden Schadstoffe im Wasser zu verringern. Sie fördern vor allem den Nitrat-Abbau durch Mikroorganismen und haben so einen wichtigen Einfluss auf den Stickstoffgehalt in Flüssen und Seen. Dies hat ein Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Tillmann Lüders an der Universität Bayreuth jetzt erstmals nachgewiesen. Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass das Bachwasser in einem intensiven Austausch mit dem umgebenden Grundwasser steht, wodurch…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Luftschadstoffe besser überwachen

HZDR-Team erreicht ersten Meilenstein für Entwicklung hochempfindlicher Nanosensoren. Der Weltgesundheitstag 2022 “Our planet, our health” macht auf die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels aufmerksam. Viele Effekte sind noch nicht ausreichend verstanden. Das EU-geförderte RADICAL-Projekt könnte ein wichtiges Puzzleteil liefern. Innovative Sensorik soll erstmals ein kontinuierliches Monitoring freier Radikale in der Atmosphäre zulassen. Am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) gelang einem Forschungsteam nun der erste grundlegende Schritt: die Fertigung maßgeschneiderter Nanodraht-Chips mit besonderen Sensoreigenschaften. Freie Radikale beeinflussen unsere Luftqualität, Umwelt, Klima und Gesundheit. Aber…

Geowissenschaften

DFG-Forschungsgruppe zu Klimawandel und Schwerefeld der Erde verlängert

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Förderung der Forschungsgruppe „New Refined Observations of Climate Change from Spaceborne Gravity Missions (NEROGRAV)” um weitere drei Jahre verlängert. Die Forscher:innen um den Forschungsgruppensprecher Frank Flechtner (TU Berlin und Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ) entwickeln darin neuartige Methoden und Modellierungsansätze, um die durch Schwerefeldsatellitenmissionen gewonnenen Daten noch präziser auswerten zu können, Empfehlungen für die Planung von zukünftigen Schwerefeldmissionen abzuleiten und innovative geophysikalische Anwendungen von Massentransportzeitreihen zu etablieren. Die Fördersumme beträgt 2,3 Millionen Euro. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft…

Geowissenschaften

Trinkwasserversorgung fit machen für den Klimawandel

Forschungsverbund TrinkXtrem will die Prognosequalität von Grundwassermodellen bei Extremwetterereignissen verbessern. Die Trinkwasserversorgung bei Extremwetterereignissen wie langer Dürre oder Starkregen sicherstellen – dieses übergeordnete Ziel verfolgt ein neues Forschungsprojekt mit dem Namen TrinkXtrem. In dem Projekt, das mit einem Kickoff-Treffen am 12./13. April 2022 seine Arbeit aufnimmt, kooperieren Wasserversorgungsunternehmen aus diversen Regionen Deutschlands mit Forschungseinrichtungen und Einrichtungen des Bundes und der Länder. Das Institut für Wasser- und Umweltsystemmodellierung der Universität Stuttgart erforscht darin gemeinsam mit den Partnern am Beispiel des Donaurieds…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Die globale „Plastikflut“ erreicht die Arktis

Eine AWI-Studie zeigt: Plastikmüll verschmutzt den Arktischen Ozean in bedenklichem Ausmaß. Vor der weltweiten Verschmutzung mit Plastikmüll bleibt auch der hohe Norden nicht verschont. Wie eine internationale Übersichtsstudie des Alfred-Wegener-Instituts zeigt, hat die Plastikflut längst alle Lebensräume der Arktis erreicht. So treiben auch im Arktischen Ozean große Mengen von Plastik, das über Flüsse, die Luft und Schiffe ins Meer gelangt. Hohe Konzentrationen von Mikroplastik finden sich im Wasser, am Meeresboden, an unbewohnten Stränden, in Flüssen und selbst in Eis und…

Geowissenschaften

Gletschern auf den Grund gegangen

Eichstätter Geographen erforschen Landschaften unter dem Eis. Wie dick ist das Eis der Gletscher in den Alpen noch? Und wie sieht es unter dem Eis aus? Geographen der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) untersuchen in einem Forschungsprojekt, was bleibt, wenn Gletscher schmelzen – und erfassen damit potenzielle Gefahrengebiete. Der Klimawandel lässt Gletscher weltweit immer schneller schmelzen. So verliert beispielsweise der Gepatschferner im Kaunertal pro Jahr etwa 50 Meter an Länge. Und auch die Eisdicke nimmt rapide ab. Aber was bleibt, wenn…

Geowissenschaften

Deutscher Umweltsatellit EnMAP erfolgreich ins All gestartet

Der deutsche Umweltsatellit EnMAP ist am Freitagabend von Cape Canaveral in Florida aus an Bord einer SpaceX-Falcon 9 Rakete erfolgreich ins All gestartet. Vertreter:innen aus Wissenschaft und Politik würdigen die Bedeutung der Mission für die Analyse von globalen Klima- und Umweltphänomenen. Die Hyperspektralmission wird in den nächsten Jahren Aufnahmen von der Erdoberfläche in rund 250 Farben („Spektralbändern“) machen und damit so genau wie nie zuvor Informationen zum Zustand der Vegetation, der Böden und Gewässer liefern. Der deutsche Umweltsatellit EnMAP ist…

Geowissenschaften

Vulkanüberwachung am Ätna mit Glasfaserkabeln

Am Vulkan Ätna wurde ein Glasfaserkabel als Sensorfeld genutzt, um vulkanische Ereignisse mittels Faseroptischer Akustischer Messungen (Distributed Acoustic Sensing, DAS) zu erfassen. Mit ihrer hohen Empfindlichkeit und Genauigkeit erweist sich die Methode als Grundlage für eine verbesserte Vulkanüberwachung und Gefahrenabschätzung. Um vulkanische Ereignisse noch besser verstehen und vorhersagen zu können, ist ein besseres Verständnis der diversen unterirdischen Prozesse erforderlich, die damit verbunden sind. Einen neuen Weg, solche Prozesse zu detektieren, auch wenn sie sehr subtil sind, bietet der Einsatz von…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Wie sich die Performance von Zero-Gap Elektrolyseuren steigern lässt

Das CO2 in unserer Atmosphäre elektrochemisch reduzieren und als Basis für chemische Produkte nutzen – dieses Ziel haben sich zahlreiche Projekte in Industrie und Forschung gesetzt. Im Fokus stehen dabei nicht länger die Entwicklung neuer Katalysatoren und Elektroden, sondern Skalierbarkeit und Optimierung vorhandener elektrolytischer Systeme. Eines dieser Systeme – den sogenannten Zero-Gap Elektrolyseur – haben sich Wissenschaftler*innen des Fraunhofer UMSICHT, der Ruhr-Universität Bochum und der RWTH Aachen genauer angesehen. Ergebnis: Sie konnten sowohl die Stabilität des Elektrolyseurs als auch den…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Auswirkungen von Dürre auf Ökosysteme

…doppelt so stark wie in Experimenten angenommen. Extremereignisse wie Dürre werden künftig aufgrund des Klimawandels zunehmen. Die negativen Auswirkungen dieser Trockenheit auf das Funktionieren von Ökosystemen sind doppelt so groß, wie bislang aufgrund von Feldexperimenten angenommen wurde. Das zeigt ein Forscher*innen-Team mit Beteiligung von Michael Bahn vom Institut für Ökologie der Universität Innsbruck in einer aktuellen Studie im Fachmagazin Nature Ecology & Evolution. Der kürzlich veröffentlichte Bericht des Weltklimarates IPCC weist wiederholt auf die Gefahr stark zunehmender Dürreereignisse hin. Um…

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